phantastisch! 34

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Re: phantastisch! 34

Beitrag von Michael Schmidt am Montag 8. Juni 2009, 16:47

a3kHH hat geschrieben:Ernst-Eberhard Manski : Benefizkonzert (Story)
Einer meiner Lieblingsschriftsteller schlägt wieder zu, diesmal mit einer Geschichte über das Musikmachen – und wie kommerziell und uninteressant doch die heutige Musik im Gegensatz zu der unserer Jugend (der 60er und 70er) geworden ist. Ich wette, das gleiche haben schon unsere Eltern und deren Eltern gesagt, von daher kann ich diese Story nicht so ganz ernst nehmen. Was allerdings auch das eine Ziel des Autors gewesen ist. Das andere ist es unzweifelhaft gewesen, davor zu warnen, musikalisch auf der Stelle zu treten und Rock-Fossilien, die auch mit 80 noch dasselbe wie mit 20 auf der Bühne spielen, zu verklären. Eine witzige Geschichte mit vielen musikalischen Anspielungen, besonders für ältere Semester wie mich geeignet.


Da kann ich nur zustimmen. Eine herrliche Geschichte.

Re: phantastisch! 34

Beitrag von a3kHH am Sonntag 7. Juni 2009, 18:36

Lieber spät als nie hier mein unmaßgeblicher Kommentar zu #34 :

Horst Illmer : Update – Nachrichten und Neuerscheinungen
In kurzen Artikeln stellt Horst Illmer Ereignisse und neue Bücher vor. Sehr angenehm finde ich die Bandbreite der Meldungen, die von Todesanzeigen über Hörbücher und neu erschienene Romane bis hin zu Neuauflagen klassischer, fast schon vergessener Werke geht. Sehr interessant vom Inhalt, sehr angenehm vom Stil, eine meiner Lieblingssparten.

Johannes Rüster : phantastisch! leben – Phantomnostalgie
Diese leicht verrückte Sparte ist eigentlich ein Blog, in dem JR regelmäßig den Freak heraushängen lässt. Dabei aber oftmals mit einem bitterensten Hintergrund. So auch dieses Mal, als er seine eigene Exotik als SF-Fan und –Sammler benutzt, um humoristisch die Auswüchse dieser Leidenschaften darzustellen. Wie sagt man so schön bei eBay : Gerne wieder !

Carsten Kuhr : Interview mit Scott Bakker
Ein ausführliches Interview, das dem Autor reichlich Zeit zur Selbstdarstellung bietet. Interviews sind nicht mein Fall, auch aus diesem ziehe ich nicht genug Informationen, um auf die Werke von Bakker neugierig zu werden.

Jochen Adam : Jordans Erbe
Nach dem Tod von Robert Jordan schreibt Brandon Sanderson das "Rad der Zeit" weiter. Mich hatte dies schon immer irritiert, der Artikel stellt vieles klar. Jochen Adam ist es zumindestens bei mir gelungen, mir Brandon Sanderson und sein Werk nahezubringen, ich werde mir demnächst auch einmal seine bisherigen Romane vornehmen. Von daher aus meiner Sicht ein ganz besonders gelungener Artikel.

Christian Endres : Surreale Abenteuer
Ein Artikel über einen Comic mit Edgar Allan Poe als Hauptfigur – nicht mein Fall.

Max Pechmann : Schrecken als Sozialkritik
In diesem faszinierendem Artikel wird der postmoderne Horrorfilm Anfang der 70er als sozialkritische und revolutionäre politische Kunstform interpretiert. Und gnadenlos überinterpretiert. Sorry, aber die Lust nach Blut, der Hunger nach Splatter-Movies ist keine Erfindung dieses Jahrtausends, und genausowenig wie heute war auch damals auch nur ein Hauch sozialkritisch-revolutionärer Intention zu spüren. Obwohl der Artikel echt faszinierend und sehr gut geschrieben ist, halte ich den Inhalt doch für extremst fragwürdig. Das erinnert mich denn doch zu sehr an meinen gymnasialen Deutschunterricht vor 30 Jahren …

Carsten Kuhr : Interview mit Dmitry Glukhovsky
Im Gegensatz zum Interview mit Scott Bakker gelingt es Carsten Kuhr hier, Dmitry Glukhovsky nicht nur über seinen eigenen Debut-Roman, sondern auch über die russsische SF im allgemeinen und seine eigenen Arbeitsbedingungen im besonderen reden zu lassen. Ein sehr aufschlussreiches Interview, das die russische SF dem Leser transparent macht.

Regina Schleheck : Kant ist kacke (Story)
Illegale Bio-Experimente am russischen Volk führen zum Ausbruch eines Atomkriegs. Krude Story ohne tieferen Sinn, allerdings gut geschrieben.

Olaf Kemmler : Wieviel Science verträgt die Fiction ?
Der zweite Teil eines Artikels über die Realität der wissenschaftlichen Darstellung in frühen SF-Romanen. Teilweise amüsant zu lesen habe ich aber mehr und mehr den Eindruck, hier Beckmesser persönlich vor mir zu haben. Natürlich sind die frühen SF-Romane wissenschaftlich fragwürdig, aber hat damals überhaupt irgendjemand eine wissenschaftlich korrekt beschriebene Realität in diesen Romanen erwartet ? Oder wollte man nicht einfach Abenteuer-Romane lesen, die auch die bevorzugten Klischees bedienten ? Und dabei vielleicht auch ein paar Denkanstösse geben ? Für mich ein amüsanter Artikel, der nur einmal wieder zeigt, daß die Bewertung eines künstlerischen Werks immer auch des zeitlichen gesellschaftlichen Kontextes bedarf. Als jemand, der die alten Schinken, die Olaf Kemmler hier in der Luft zerreisst, auch alle gelesen hat, kann ich aber garnicht oft genug den großen Amusement-Faktor seiner Artikelserie betonen, davon werde ich mir sicher keinen Teil entgehen lassen.

Nicole Rensmann : Interview mit Keith Donohue
Dieses Interview ist das mißlungenste, das ich bisher gelesen habe. Nicole Rensmann legt Keith Donohue die Hälfte seiner Worte in den Mund, man hat das Gefühl, hier himmelt ein Fan sein Idol an. Nicht wirklich hilfreich.

Ernst-Eberhard Manski : Benefizkonzert (Story)
Einer meiner Lieblingsschriftsteller schlägt wieder zu, diesmal mit einer Geschichte über das Musikmachen – und wie kommerziell und uninteressant doch die heutige Musik im Gegensatz zu der unserer Jugend (der 60er und 70er) geworden ist. Ich wette, das gleiche haben schon unsere Eltern und deren Eltern gesagt, von daher kann ich diese Story nicht so ganz ernst nehmen. Was allerdings auch das eine Ziel des Autors gewesen ist. Das andere ist es unzweifelhaft gewesen, davor zu warnen, musikalisch auf der Stelle zu treten und Rock-Fossilien, die auch mit 80 noch dasselbe wie mit 20 auf der Bühne spielen, zu verklären. Eine witzige Geschichte mit vielen musikalischen Anspielungen, besonders für ältere Semester wie mich geeignet.

Nicole Rensmann : Interview mit Daniela Knor
Ein sehr interessantes Interview, in dem unter anderem auch die Unterschiede zwischen einer Rollenspiel-Fantasy-Autorin und einem "normalem" Fanatsy-Roman schlaglichartig beleuchtet werden. Eine gelungene Ergänzung zu dem Warhammer-Artikel in PANDORA #3. Und wenn ich mich auch an dem von Daniela Knor geschriebenem Fantasy-Stil momentan etwas übergelesen habe, hat das Interview mich zumindestens neugierig gemacht.

Christian Endres : Moderne Mythen
Endres beschreibt das World Newton Universe, eine Welt der unsterblichen Helden, in denen Tarzan Superman begegnen kann. Von Freaks für Freaks, für mich genau das Richtige. Dabei bleibt Endres bei aller Faszination überaus sachlich, stellt das WNU ausführlich in seiner Geschichte und den heutigen Auslegern zwar enthusiatisch, aber nicht verklärt dar. Ein schöner Artikel, den ich mit Genuß gelesen habe.

Hermann Ibendorf-Rosenhof : "Nicht bei Bloch, W/G und Illmer …"
HIB schreibt über Nachschlagewerke, Lexika und ähnliches. Wirklich nur etwas für bibliophile Analytiker, denen auch die Organisation einer Sammlung am Herzen liegt. Ich persönlich fand den Artikel zwar gelungen, aber auch etwas dröge, der nicht so Organisations-liebende Fan dürfte sich aber doch mit Schaudern abwenden.

Nicht aufgeführt habe ich die ganzen kleineren Rezensionen neuer und alter Bücher, die das Portefeuille des Magazins abrunden. Wie schon beim letzten Mal kann ich nur konstatieren, daß auch diese Ausgabe wieder rundum gelungen ist. Natürlich hat mir nicht alles gefallen, aber das wäre auch zuviel verlangt, dafür ist die Bandbreite von phantastisch! einfach zu groß. Aber ich habe doch vieles mit Genuß gelesen, viele Informationen aus den Artikeln geholt und einige neue Anregungen bekommen. Ein solches Magazin würde ich gerne öfter lesen, es kommt einfach zu selten heraus.

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Helmuth W. Mommers am Samstag 30. Mai 2009, 14:42

Was die Storys betrifft, kann ich mich der Kritik im wesentlichen anschliessen. Daher in Kürze:

Schlehek: Potenzial nicht ausgeschöpft, verpufft zum Schluss
Manski: dürftiger SF-Gehalt, nur für Liebhaber dieser Musik

Beide sprachgewandt, das macht aber noch lange keine unterhaltsame Story. Geschenkt.

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Shock Wave Rider am Freitag 22. Mai 2009, 00:26

Und durch mit der Nummer 34.
Hier meine Notizen:

COVER: Michael Sagenhorn
Ist mir zu ruhig, zu mystisch, zu braun in grau.
Das knallige von #33 fand ich besser.

Phantastik-Update von Horst Illmer
Gewohnt farbig, interessant und informativ. Simmel ist tot? Und sein "Clown"-Roman ist SF?
Auf die Bücherwunschliste kamen James G. Ballards "Liebe und Napalm" und Chris Moriartys "Lichtjagd" und "Lichtspur".

phantastisch! leben: 3. Phantomnostalgie (Johannes Rüster)
Rüster ist einfach zu nett, um als Satiriker zu überzeugen.

Schrecken als Sozialkritik (Max Pechmann)
Pechmann versucht nachzuweisen, wie das Horror-Genre in USA, Großbritannien und Spanien zur Gesellschaftskritik benutzt wurde. Manche Schlußfolgerungen erscheinen arg an den Haaren herbeigezogen. ("Aber aufgrund der Aufmachung des Filmes als Trash, verliert kaum jemand einen Gedanken daran, dass mit dem Affen Spaniens Diktator Franco gemeint ist." Wenn's niemand merkt - wie soll der Film dann seine gesellschaftskritische Wirkung entfalten?)
Natürlich steckt in vielen Horror-Filmen *auch* Gesellschaftskritik. Aber das zentrale Motiv ist für mich immer noch die Auseinandersetzung mit der dunklen Seite jeder individuellen Seele.

INTERVIEW mit DMITRY GLUKHOVSKY (Carsten Kuhr)
Ein interessanter neuer Autor aus Russland wird vorgestellt.
Glukhovsky mit seiner journalistischen Vergangenheit kann einige Insider-Informationen aus dem real existierenden Russland liefern. Auch sein Roman-Debut "Metro 2033" hört sich so interessant an, dass ich es mir vorgemerkt habe.

Kant ist Kacke (Regina Schleheck) illustriert von Günter Puschmann
Eine Großindustrielle versucht mit Chemie im Trinkwasser, die Menschen zu Kants kategorischem Imperativ zu bekehren.
Idee arg verkopft, zu wenig Dialoge, zu viele Schilderungen, Pointe schwach und aufgesetzt.

Wie viel Science verträgt die Fiction? Teil 2 (Olaf Kemmler)
Der zweite Teil von Olafs großartigem Essay widmet sich dem "Golden Age" der amerikanischen SF. Olaf seziert hanebüchene scheinwissenschaftliche Begründungen in den Werken von Hugo Gernsback, E.E. "Doc" Smith und John W. Campbell, jr. Daneben liefert er eine der gelungensten populärwissenschaftlichen Erklärungen der Relativitätstheorie. Und mit der Mount-Everest-Besteigung eins der schönsten Bilder für die reale Vergeblichkeit genretypischer Tricks zur Überlichtgeschwindigkeit (Warp, Wurmloch etc.). Trotz scharfem Verstand und scharfer Zunge resp. Feder schimmert stets die Liebe des Verfassers zu den Werken durch.
Das Highlight der vorliegenden Ausgabe! Jetzt freue ich ich auf Teil 3.

Benefizkonzert (Ernst-Eberhard Manski) illustriert von Günter Puschmann
Früher wurde noch richtig Musik gemacht, und Ian Andersons Querflöte war größer als manch heutiger Musik-Computer.
Nun ja. Die Story lässt mich etwas ratlos zurück. Hier hat ein alternder Autor seiner Musik-Nostalgie freien Lauf gelassen. Nicht, dass ich ihm faktisch widersprechen würde. Aber das ist kein Thema für eine Story. Und die ist ihm auch nicht sonderlich gelungen.

Moderne Mythen – Farmers »Wold Newton Universum« (Christian Endres)
Philip José Farmer hat mit seinen Tarzan- und Doc-Savage-"Biographien" die Grundlage für das Wold-Newton-Universum gelegt, wonach viele fiktive Helden unterschiedlichster Zeiten und Autoren in (teils verwandschaftlicher) Beziehung zueinander stehen. Und dieses Universum lebt auch nach Farmers Tod weiter und wächst und gedeiht.
Netter Einblick in eine skurille moderne Mythenwelt.

Kleine Lobpreisung großer Nachschlagewerke (Ibendorf-Rosenhof)
Herrmann Ibendorf-Rosenhof singt das Hohelied auf die Nachschlagewerke in seinem Bücherhorst. Und das tut er kenntnisreich, liebevoll und unterhaltsam. Gelungen!

Wieder eine gute Ausgabe mit vielen interessanten Artikeln. Leider wurde es diesmal relativ fantasy-lastig, so dass ich mehr Beiträge als sonst überblättert habe. Auch sonst reicht es nicht an den allerdings überragenden Vorgänger #33 heran.
Aber es bleibt genug Lesenswertes übrig, Die Investition von € 4,90 hat sich auf jeden Fall rentiert.

Gruß
Ralf

Re: phantastisch! 34

Beitrag von ChristianW am Sonntag 19. April 2009, 20:44

Bungle hat geschrieben:Habe Scott Bakker und Dimitry Glukhovsky als wache und kritische Zeitgenossen kennengelernt. Von beiden Autoren will mal etwas lesen.

Mit den beiden Interviews hab ich diese ph-Ausgabe auch begonnen - beide haben viel Interessantes zu erzählen. Klasse Interviews! Und jetzt hab ich "Metro 2033" und auch "Schattenfall" (obwohl ich eher wenig Fantasy lese) meiner eh schon überquellenden Wunsch-Leseliste hinzugefügt.

Das hab ich nun davon. :smokin

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Bungle am Samstag 18. April 2009, 17:22

Bin auch gerade am Lesen von Ph! 34

Habe Scott Bakker und Dimitry Glukhovsky als wache und kritische Zeitgenossen kennengelernt. Von beiden Autoren will mal etwas lesen.

Auch gut der Artikel über Phlip Jose Farmer und das Wold Newton Universum. Der Hang zum Crossover scheint ein Kulturphänomen zu sein. Da habe ich etwas Neues erfahren.

Weniger informativ aber doch lesbar war das Lob auf die Nachschlagewerke von Hermann Ibbendorf-Rosenhof

MB

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Pogopuschel am Samstag 18. April 2009, 12:51

Allerdings sind aus dem einen Abschlussband von "Wheel of Time" inzwischen schon drei geworden.
http://fantasyhotlist.blogspot.com/2009/03/bad-news-for-robert-jordan-fans.html.
Mir egal, mich hat Jordan nach Band 9 der deutschen Ausgabe verloren.

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Oliver am Samstag 18. April 2009, 10:38

Pogopuschel hat geschrieben:„Jordans Erbe“ – Jochen Adam über Brad Sanderson: Ein informativ und kurzweilig geschriebener Artikel, in dem für meinen Geschmack aber ein bisschen zu viel Lobhudelei mitschwingt. Werde trotzdem mal was von Sanderson lesen.

Ja, war mir auch zu viel Lobhudelei. Trotzdem habe auch ich mal zwei Bücher von dem in meinen Warenkorb gepackt, weil ich einfach die Story-Aufhänger interessant finde.
Wegen des Artikels trotzdem Kompliment an ph!, denn: Als ich diese Ankündigung von Robert Jordans Witwe las, war ich sicherlich nicht der einzige, der den Kerl nicht kannte und dann gerne mehr über ihn erfahren wollte. Diese sich mir stellende Frage (ja, gut, ich hätte mir auch einiges ergoogeln können, klar, habe ich halt nicht gemacht) wurde von ph! schön aufgegriffen und beantwortet. Ich mag es, wenn auf diese Art und Weise Themen, die in der Luft liegen, aufgegriffen werden. :prima:

Vielleicht später mehr zu anderen Artikeln.

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Olaf am Freitag 17. April 2009, 21:19

achimh hat geschrieben:
Pogopuschel hat geschrieben:„Wie viel Science verträgt die Fiction“ – von Olaf Kemmler: Toller Artikel. Schön, dass diese alten Klassiker mal beleuchtet werden. Die Überprüfung der wissenschaftlichen Prämissen ist dabei ein guter Aufhänger, wenn ich selber aber nicht so kritisch gewesen wäre. Durch diesen Artikel habe ich einiges gelernt, was ich schon immer wissen wollte.
Ist das „unser“ Olaf?


"Unser" Olaf ist das nicht. :beanie:


Stimmt, bin ich nicht. :beanie:

Re: phantastisch! 34

Beitrag von achimh am Freitag 17. April 2009, 20:55

Pogopuschel hat geschrieben:„Wie viel Science verträgt die Fiction“ – von Olaf Kemmler: Toller Artikel. Schön, dass diese alten Klassiker mal beleuchtet werden. Die Überprüfung der wissenschaftlichen Prämissen ist dabei ein guter Aufhänger, wenn ich selber aber nicht so kritisch gewesen wäre. Durch diesen Artikel habe ich einiges gelernt, was ich schon immer wissen wollte.
Ist das „unser“ Olaf?


"Unser" Olaf ist das nicht. :beanie:

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Pogopuschel am Freitag 17. April 2009, 20:09

„Phantastisch 34“ gefällt mir ausgesprochen gut. Hier mein Feedback zu den bisher gelesenen Artikeln:

„Phantastisch leben“ – von Johannes Rüster: Mit dieser Kolumne kann ich nicht wirklich etwas anfangen. Ist für mich nichts Halbes und nichts Ganzes.

Interview mit R. Scott Bakker: Fand ich sehr interessant. Bakker hat ja sehr ausführlich und abseits der Typischen 08/15 Aussagen geantwortet. Schön das es so lange war. „Schattenfall“ steht schon seit längerem auf meiner Einkaufsliste.

„Jordans Erbe“ – Jochen Adam über Brad Sanderson: Ein informativ und kurzweilig geschriebener Artikel, in dem für meinen Geschmack aber ein bisschen zu viel Lobhudelei mitschwingt. Werde trotzdem mal was von Sanderson lesen.

„Sunset“-Rezension von Andreas Wolf: War sehr gut, da er die neuen Kurzgeschichten zwar mit den hohen Maßstäben der Alten vergleicht, trotzdem aber fair bleibt.

„Surreale Abenteuer“ – von Christian Endres: Der Artikel ist gut geschrieben, konnte bei mir aber trotzdem kein Interesse an den Comics wecken. Ich mag zwar Comics und auch Edgar Allan Poe, aber die Verbindung von beidem interessiert mich nicht. Ich mag es nicht wenn reale Autoren in Comic verwurstet werden. Deshalb habe ich, obwohl ich Robert Crumb Fan bin, sein Kafka-Comic nicht gelesen.

„Schrecken als Sozialkritik“ – Max Pechmann beleuchtet die Horrorfilme mit denen ich aufgewachsen bin. Die Hervorhebung von deren sozialkritischem Charakter ist sehr gelungen und zeigt, dass sich heutige Horrorfilme, vor allem der Torture Porn Mist, eine Scheibe davon abschneiden könnte. Eine schöne Zeitreise in eine, gar nicht so rosige, Vergangenheit. Vor allem der Teil über die spanischen Filme hat mir gefallen, da diese meist in die Trashecke abgeschoben werden, ohne dass man deren subversiven Charakter erkennt.

„HandyMan Jack“-Rezension von Andreas Wolf: Auch hier schafft er es einen Kurzgeschichtenband gut und ohne Spoiler zu besprechen.

Interview mit Dmitry Glukhowsky: Da ich um Weihnachte rum „Metro 2033“ mit Begeisterung gelesen habe, fand ich das ausführliche Interview mit dem grimmig dreinblickenden, aber sympathisch antwortenden Russen sehr interessant.

„Metro 2033“-Rezension von Horst Illmer: War mir zu viel Inhaltsangabe und zu wenig Besprechung.

Die „Ambigula“-Rezension hat mich nicht interessiert, da es sich um einen zweiten Teil handelt, dessen Vorgänger ich nicht kenne.

„Wie viel Science verträgt die Fiction“ – von Olaf Kemmler: Toller Artikel. Schön, dass diese alten Klassiker mal beleuchtet werden. Die Überprüfung der wissenschaftlichen Prämissen ist dabei ein guter Aufhänger, wenn ich selber aber nicht so kritisch gewesen wäre. Durch diesen Artikel habe ich einiges gelernt, was ich schon immer wissen wollte.
Ist das „unser“ Olaf?

Interview mit Keith Donoheu – War viel zu kurz. Andererseits hat er mich auch nicht wirklich interessiert.

Interview mit Daniela Knor - Hatte genau die richtige Länge und alle Themen abgedeckt, die jemanden interessieren, dem der Name zwar ein Begriff ist, der aber sonst nicht viel über sie weiß.

„Nachtreiter“-Rezension von Horst Illmer: Wieder zu viel Inhalt und zu wenig Besprechung.

Mein Feedback zum Rest folgt am Wochenende.

Gruß Markus

Re: phantastisch! 34 ist ausgeliefert

Beitrag von Shock Wave Rider am Freitag 17. April 2009, 00:10

ChristianW hat geschrieben:... und heute bereits eingetroffen! :prima: :beanie: :freude:

Bei mir auch! :prima: :beanie: usw.

Gruß
Ralf

Re: phantastisch! 34 ist ausgeliefert

Beitrag von achimh am Freitag 17. April 2009, 00:08

ChristianW hat geschrieben:... und heute bereits eingetroffen! :prima: :beanie: :freude:


Fein, da maul noch mal jemand über die Post.... :beanie:

Re: phantastisch! 34 ist ausgeliefert

Beitrag von ChristianW am Donnerstag 16. April 2009, 21:06

achimh hat geschrieben:Hallo,

phantastisch! 34 ist heute komplett auf die Post.

... und heute bereits eingetroffen! :prima: :beanie: :freude:

Re: phantastisch! 34

Beitrag von Ulrich am Mittwoch 15. April 2009, 17:01

Toll, ich freue mich schon darauf. :prima:

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