Fan-Verlag
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Daniel
Fan-Verlag
Hallo
Es gibt da einen Traum, den ich schon längere Zeit mit mir herumtrage…
Ganz Gallien ist von den Römern besetzt…. Ähem, ich meine natürlich: Der ganze deutschsprachige Raum ist von Springern und Bertelsmänner besetzt. Der ganze Raum? Nein, eine Gruppe von Fans guter Science-Fiction widersetzt sich und veröffentlicht weiterhin internationale Autoren in deutscher Übersetzung.
Soweit mein Traum. Aber nun ernsthaft:
Es müsste doch im deutschen Sprachraum möglich sein mit Auflagen von 1500-2000 Stück zu arbeiten und weiterhin unsere Lieblingsautoren zu veröffentlichen. Heyne und andere bringen ja nur noch grosse Namen, manchmal reicht sogar nur ein grosser Titel (Dune, Foundation – eigentlich fehlt nur noch die Fortsetzung von HdR!).
Nun, jammern bringt hier nichts, tun müsste man was. Aber was? Die Lösung kann eigentlich nur sein, dass sich die Fans selber in einem eigenen Verlag organisieren, Motto „von Fans für Fans“. Die Auflagen sind natürlich entsprechend kleiner, aber es gibt doch wirklich noch genügend Interessierte Leute! Ich kann mir auch vorstellen, dass die horrenden Honorar-Forderungen der Autoren eher zurückgehen. Lieber beim „Fan-Verlag“ veröffentlicht werden als gar nicht.
Es gibt noch soviele deutschsprachige Fans, dass es doch möglich sein sollte ein Startkapital von ca. dreissigtausend Euro zusammenbringen. Jeder Fan müsste nur einen geringen Betrag zur Verfügung stellen um Aktionär/Gesellschafter/Genossenschafter zu werden (z.B. 300 Personen zu je 100 Euro). Das grosse Geld kann man im Verlagsgeschäft nicht verdienen – das ist wohl jedem klar. Ein ausgeglichenes Ergebnis müsste trotzdem möglich sein. Das ganze ist natürlich viel Arbeit und es werden Leute mit Fachwissen benötigt. Wäre ist aber nicht schön, den grossen Verlagen etwas ans Bein zu pinkeln?
… und vielleicht ist es Wolfgang Jeschke derart langweilig im Ruhestand, dass er uns hilft…..
sorry, ich träume schon wieder.
Grüsse
Daniel
Es gibt da einen Traum, den ich schon längere Zeit mit mir herumtrage…
Ganz Gallien ist von den Römern besetzt…. Ähem, ich meine natürlich: Der ganze deutschsprachige Raum ist von Springern und Bertelsmänner besetzt. Der ganze Raum? Nein, eine Gruppe von Fans guter Science-Fiction widersetzt sich und veröffentlicht weiterhin internationale Autoren in deutscher Übersetzung.
Soweit mein Traum. Aber nun ernsthaft:
Es müsste doch im deutschen Sprachraum möglich sein mit Auflagen von 1500-2000 Stück zu arbeiten und weiterhin unsere Lieblingsautoren zu veröffentlichen. Heyne und andere bringen ja nur noch grosse Namen, manchmal reicht sogar nur ein grosser Titel (Dune, Foundation – eigentlich fehlt nur noch die Fortsetzung von HdR!).
Nun, jammern bringt hier nichts, tun müsste man was. Aber was? Die Lösung kann eigentlich nur sein, dass sich die Fans selber in einem eigenen Verlag organisieren, Motto „von Fans für Fans“. Die Auflagen sind natürlich entsprechend kleiner, aber es gibt doch wirklich noch genügend Interessierte Leute! Ich kann mir auch vorstellen, dass die horrenden Honorar-Forderungen der Autoren eher zurückgehen. Lieber beim „Fan-Verlag“ veröffentlicht werden als gar nicht.
Es gibt noch soviele deutschsprachige Fans, dass es doch möglich sein sollte ein Startkapital von ca. dreissigtausend Euro zusammenbringen. Jeder Fan müsste nur einen geringen Betrag zur Verfügung stellen um Aktionär/Gesellschafter/Genossenschafter zu werden (z.B. 300 Personen zu je 100 Euro). Das grosse Geld kann man im Verlagsgeschäft nicht verdienen – das ist wohl jedem klar. Ein ausgeglichenes Ergebnis müsste trotzdem möglich sein. Das ganze ist natürlich viel Arbeit und es werden Leute mit Fachwissen benötigt. Wäre ist aber nicht schön, den grossen Verlagen etwas ans Bein zu pinkeln?
… und vielleicht ist es Wolfgang Jeschke derart langweilig im Ruhestand, dass er uns hilft…..
sorry, ich träume schon wieder.
Grüsse
Daniel
Re: Fan-Verlag
Ich weiss nicht. Ich denke ein nicht unwesentlicher Teil der Leute, die Du ansprechen willst, haben inzwischen umgeschwenkt und sind dazu übergagangen, sich Bücher im englischen Original zu kaufen. Aber vielleicht liege ich ja auch falsch.
Letztendlich stellt sich die Frage, ob Du in der lage wärest, die Bücher zu einem Preis zu verkaufen, der die Nachfrage weckt.
Letztendlich stellt sich die Frage, ob Du in der lage wärest, die Bücher zu einem Preis zu verkaufen, der die Nachfrage weckt.
@ Daniel:
Hast du schon mal dran gedacht den Verlag nur über das Internet ( z.b. PDF-Dateien ) laufen zu lassen?
Denn im "normalen" Buchsektor gibt es meiner Meinung nach zwar zu wenig Fantasy / Science Fiction aber insgesamt gesehen doch zu viele Neuerscheinungen pro Monat.
Und wenn du nicht nur von dir selbst geschriebene Bücher veröffentlichen willst, besteht die Gefahr, daß "deine" Autoren von den großen Verlagen abgeworben werden.
Allerdings ist es zur Zeit in Deutschland nicht gerade so, daß neue Talente von den Verlagen verzweifelt gesucht werden.
Da muß man wohl schon sehr viel Glück haben..
Oder sehr gut sein!
Hast du schon mal dran gedacht den Verlag nur über das Internet ( z.b. PDF-Dateien ) laufen zu lassen?
Denn im "normalen" Buchsektor gibt es meiner Meinung nach zwar zu wenig Fantasy / Science Fiction aber insgesamt gesehen doch zu viele Neuerscheinungen pro Monat.
Und wenn du nicht nur von dir selbst geschriebene Bücher veröffentlichen willst, besteht die Gefahr, daß "deine" Autoren von den großen Verlagen abgeworben werden.
Allerdings ist es zur Zeit in Deutschland nicht gerade so, daß neue Talente von den Verlagen verzweifelt gesucht werden.
Da muß man wohl schon sehr viel Glück haben..
Oder sehr gut sein!
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Berhard
Re: Fan-Verlag
Mit deutschen Fans? NIEMALS! Eher heiratet der Papst!Daniel hat geschrieben:Es gibt noch soviele deutschsprachige Fans, dass es doch möglich sein sollte ein Startkapital von ca. dreissigtausend Euro zusammenbringen.
Ansonsten gibt es kleine Verlage wie Argument oder Shayol, die eine Alternative zu den großen sind...
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Re: Fan-Verlag
... und das Beispiel AREA+49 zeigt ja wohl deutlich, dass diese Vorsicht nicht ganz unbegründet ist.Berhard hat geschrieben:Mit deutschen Fans? NIEMALS! Eher heiratet der Papst!Daniel hat geschrieben:Es gibt noch soviele deutschsprachige Fans, dass es doch möglich sein sollte ein Startkapital von ca. dreissigtausend Euro zusammenbringen.
Daniel sprach (wenn ich ihn recht verstanden habe) von ausländischen Autoren.Berhard hat geschrieben:Ansonsten gibt es kleine Verlage wie Argument oder Shayol, die eine Alternative zu den großen sind...
Shayol bringt nur deutsche Autoren. Argument nur wenige Titel ausländischer Autoren, und wenn dann viel zu oft Nachdrucke.
Das sind also beides keine richtigen Alternativen.
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Re: Fan-Verlag
Es gibt Beispiele dafür, dass eine Privatperson die Initiative ergriffen hat - z.B. die Edition Andreas Irle. Hier erscheinen die Werke von Jack Vance in dt. Erstausgabe als Hardcover in geringen Auflagen.Daniel hat geschrieben:Nein, eine Gruppe von Fans guter Science-Fiction widersetzt sich und veröffentlicht weiterhin internationale Autoren in deutscher Übersetzung.
Soweit mein Traum. Aber nun ernsthaft:
Es müsste doch im deutschen Sprachraum möglich sein mit Auflagen von 1500-2000 Stück zu arbeiten und weiterhin unsere Lieblingsautoren zu veröffentlichen.
Ursprünglich gründete Andreas Irle den Verlag, weil kein anderer dt. Verlag mehr die neue Romane von Jack Vance verlegte. Nun ist es so, dass die Werke bei Irle als HC erscheinen und eine gewisse Zeit später bei Heyne oder Bastei-Lübbe als Taschenbuch (die Übersetzung liegt da ja auch schon vor...).
Dies ist und bleibt aber ein Nischenmarkt und immer schwer zu finanzieren. Es müssen die Buchrechte vom Autor erworben werden und dann muss auch noch eine Übersetzung bezahlt werden. Das kostet alles und macht ein solches Buch zwangsläufig teuer. Etwas billiger geht's nur, wenn man entweder Übersetzer findet, die sowas zu einem Hungerlohn aus Leidenschaft machen...
Das nächste Problem ist das Erreichen der potentiellen Leserschaft. Als Kleinverlag bist Du eben nicht so einfach in allen Buchhandlungen vertreten und erreichst damit eben nicht das "Laufpublikum", sondern nur diejenigen Leser, die entweder gezielt im Internet oder bei Online-Buchhändler nach den Werken suchen.
Und das waren noch längst nicht alle Probleme. Fakt ist, dass es für jeden dt. Verlag billiger ist deutsche Autoren zu verlegen (nicht verwunderlich, wenn man sieht, mit welchen Kleckerbeträgen so mancher abgespeist wird).
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Bernhard
Re: Fan-Verlag
Die habe gerade Theodore Sturgeon angekündigt und in Dresden gab es Gerüchte, daß was von Bulytschow geplant ist. Und beim Alien Contact Sammelband gabs immerhin was George R. R. Martinbreitsameter hat geschrieben:Shayol bringt nur deutsche Autoren.
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Daniel
Re: Fan-Verlag
Andreas Irle gebührt einigen Respekt. Ich kenne ihn zwar nicht, aber ist genau diese Einstellung die man für ähnliche Projekte brauchen würde: Er leistet eine Riesen-Arbeit (Verleger und Übersetzer) ohne grosse Aussicht auf finanziellen Reichtum - bei einer Sammler-Auflage von ca. 200 Stück kann man selber rechnen.breitsameter hat geschrieben:Es gibt Beispiele dafür, dass eine Privatperson die Initiative ergriffen hat - z.B. die Edition Andreas Irle. Hier erscheinen die Werke von Jack Vance in dt. Erstausgabe als Hardcover in geringen Auflagen.
Ursprünglich gründete Andreas Irle den Verlag, weil kein anderer dt. Verlag mehr die neue Romane von Jack Vance verlegte.
Was wäre wohl möglich, wenn sich statt einer Einzelperson eine ganze Gruppe von qualifizierten Leuten ähnlich engagieren würden?
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Re: Fan-Verlag
Hallo!
Dann kann das nur das von Paul Williams herausgegebene vollständige Kurzgeschichtenwerk sein. Das wäre ja en Ding!
Auch ich habe meine SF-Bücher, die ich gerne ins Deutsch übersetzt sehen möchte. Aber wenn man einen Verlag als Abschreibungsobjekt anpreist, dann könnte man das Geld ja zusammenkriegen
Aber im Bereich gibt es ja den Festa-Verlag, der clever die Marklücke von unheimlicher Phantastik ausgenutzt hat. Und die Marktlücke gute unn originelle Science Fiction, die wird im SF-Bereich auch immer größer.
M.B.
Habe ich richtig gelesen, sie wollen Theodore Sturgeon herausbringen????Bernhard hat geschrieben: Die habe gerade Theodore Sturgeon angekündigt und in Dresden gab es Gerüchte, daß was von Bulytschow geplant ist.
Dann kann das nur das von Paul Williams herausgegebene vollständige Kurzgeschichtenwerk sein. Das wäre ja en Ding!
Auch ich habe meine SF-Bücher, die ich gerne ins Deutsch übersetzt sehen möchte. Aber wenn man einen Verlag als Abschreibungsobjekt anpreist, dann könnte man das Geld ja zusammenkriegen
Aber im Bereich gibt es ja den Festa-Verlag, der clever die Marklücke von unheimlicher Phantastik ausgenutzt hat. Und die Marktlücke gute unn originelle Science Fiction, die wird im SF-Bereich auch immer größer.
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Re: Fan-Verlag
Hier die Vorschau laut Shayol-Homepage:Bungle hat geschrieben:Habe ich richtig gelesen, sie wollen Theodore Sturgeon herausbringen????![]()
Dann kann das nur das von Paul Williams herausgegebene vollständige Kurzgeschichtenwerk sein. Das wäre ja en Ding!
Theodore Sturgeon
Storys Best of 1
Erscheint voraussichtlich im Herbst 2003
- breitsameter
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Da ist es dann doch meist billiger und einfacher sich die englischen Originaltitel zu holen. Die sind zwar meist auch nicht mehr ganz preiswert, aber dafür ist es dann der Originaltext.eRDe7 hat geschrieben:Ein weiteres Beispiel wäre Joachim Körbers EDITION PHANTASIA, wo ja u. a. Ballard, Delany und Dick erschienen sind. Nur, die Preise für die Bücher bringen mich jedes Mal zum Heulen...
