"Superluminal" ist bisher das einzige Buch, dass ich von Vonda McIntyre gelesen habe, wenn es jedoch halbwegs repräsentativ für ihre Werke ist, muss ich mir noch mehr Bücher besorgen.
Vonda McIntyre hat eine Reihe von Star Trek Romanen geschrieben. Bei aller Liebe für die Spielfilm und Fernsehreihe hatte das zu gewissen Vorurteilen geführt, bis ich auf "Superluminal" stiess.
Das Thema scheint zunächst nicht aussergewöhnlich neu zu sein: Piloten, die mit Überlichtgeschwindigkeit reisen, müssen gewisse operative Veränderungen an sich durchführen lassen, um den harten physischen Beanspruchungen standzuhalten. U.a. wird ihr Herz durch eine elektrische Pumpe getauscht....
Auf dem Cover steht zum Inhalt weiter: "....zu spät erkennen die meisten, daß ihnen...auch ein Teil ihres Menschseins genommen wird..."
Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass es ein wenig kitschig sein könnte, da ich eher relativ nüchtern denke und die menschliche Seele nicht im Inneren des Herzens vermute. Was dann kam, war alles andere als das:
Vonda McIntyre schildert auf überaus glaubhafte Weise, welche psychischen, sozialen und soziologischen Folgen ein solcher Eingriff mit sich bringen könnte. Zumindest mir hat das Buch diesbezüglich neue Einsichten geschenkt! Das ganze ist ausserdem in eine atmosphärisch dichte und richtig spannende Abenteuergeschichte gebettet, dass ich immer wieder an meine linke Brust fühlen musste, ob ich das Herz noch am rechten Fleck hätte. Auch die Protagonisten sind glaubwürdig und lebendig beschrieben.
Mit diesem Roman eröffnet sich jedermann ein vielschichtiges rundes ganzes Werk, egal welche Vorlieben man hat: Abenteuer oder Thriller? Liebe? Denkstoff?
Vonda N. McIntyre - Superluminal
Vonda N. McIntyre - Superluminal
Lese zur Zeit:
Michael McDowell - Blackwater
Davor:
Erik Harlandt - DOHA Galaktische Geschäfte
Antti Tuomainnen - Palm Beach, Finland
Pierce Brown - Red Rising
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... genau die Befürchtung hatte ich auch, als ich den Umschlagtext las. Deshalb habe ich es auch wieder weggelegt. Vielleicht sollte ich es mir doch bald einmal vornehmen.(...)Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass es ein wenig kitschig sein könnte, da ich eher relativ nüchtern denke(...)
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Liest: Eoin Colfer "Artemis Fowl "The Opal Deception
und J. Steinbeck "Tortilla Flat"
