von Helmuth W. Mommers » Donnerstag 12. Februar 2009, 18:45
So, die Schneckenpost hat jetzt auch Mallorca erreicht. Auf geht´s!
2-Raum-Wohnung von Noetzel/Peinecke – recht witzig und gut geschrieben. Erinnert mich an Galouyes Share Alike (Okt. 1957, auf Deutsch unveröffentlicht), in welcher sich zwei Parteien, ein Mann und eine Frau, aus Kosten- oder Platzgründen zeit- (oder war´s dimensionsversetzt? – heute wohl „phasenverschoben“ ) die gleiche Wohnung teilen. Als ich´s überprüfen wollte, stellte ich mit Entsetzen fest, dass mir im Laufe meiner ca. 15 Umzüge zwei Jahrgänge GALAXY abhanden gekommen sind ... und wahrscheinlich noch mehr aus derselben Kiste. – Die vorliegende Story ist wie eine moderne Version davon, nur etwas „gagiger“.
Nächstes Mal in Fitzroy von Florian F. Marzin – behandelt ein Uraltthema, ist aber so schön und lebensnah erzählt und mit so viel Lokalkolorit ausgeschmückt, das man die ruhige Lesart echt genießen kann. Typisch Marzin, möchte man sagen, eingedenk seiner letzten Story Südseeträume (NOVA 12). Superprofessionelle Illu. - Aber mit den Komma-Regeln steht der Autor auf Kriegsfuss, und ein Korrektorat nach Satz fehlt eindeutig. Schade!
Übertragungsfehler von Hartmut Schönherr – hat mich enttäuscht, bei aller anfänglicher Faszination. Was hätte man nicht alles aus dieser Idee machen können! So hat der Autor zwar vieles reingepackt, aber nur zur Konfusion (zumindest meiner) beigetragen; wer nun gerade in welchem Körper steckte und warum mal als Tier, mal als Mensch, oder als Klon, und was es mit den Terroristen auf sich hat, und mit dem Schloss und der Brücke und der Regierung, den Exprimationen, usw., ja und den Affen, und wer mit welcher Stimme sprach ... o weh, ich hab den Durchblick verloren,. – Dazu kommen viele, viele abgehackte Sätze, und unnötig viele Anglizismen. Zitat: »Die waren so clear, dass die Erinnerungen ihrer bodies keinen Zugang zum mind hatten.« Auweia! - Aber die Illu war sehr schön, sehr passend.