Ich lese meistens keine Klappentexte. Entweder wird deutlich zuviel über die Handlung verraten, oder nicht einmal grob das Thema des Romane vorgestellt. Oder es passiert etwas, das ich schon wieder lustig finde: der Klappentext hat überhaupt nichts mehr mit dem Roman zu tun, da er schon anhand des Manuskriptentwurfs geschrieben wurde, und der fertige Roman dann doch anders wurde...Christof hat geschrieben:Btw. Klappentexte wären auch mal ein Thema. Sinnvolle, gute und vor allem ehrliche Klappentexte fehlen mir so extrem
Klappentexte. Gibt es noch gute?
- breitsameter
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Klappentexte. Gibt es noch gute?
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nur verliehene Bücher nicht.
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Christof
Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Leider nicht nur das. Drachenkind von McCaffrey ist so ein Negativbeispiel.
Oder die Klappentexte der Black Dagger Serie. Jeder absolut gleich.
War das schon immer so extrem? Oder bin blende ich hier einfach die Vergangenheit aus?
Würde aus so etwas jemand schließen das es sich um Kurzgeschichten handelt die Teilweise Null mit dem Pern Universum zu tun haben?Der neue, in sich abgeschlossene Band in Anne McCaffreys preisgekrönter Bestsellerserie "Die Drachenreiter von Pern" erzählt die zauberhafte Geschichte eines auf dem Planeten ausgesetzten Waisenkinds – eindrucksvoll illustriert von Starkünstler Michael Whelan.
Oder die Klappentexte der Black Dagger Serie. Jeder absolut gleich.
War das schon immer so extrem? Oder bin blende ich hier einfach die Vergangenheit aus?
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Das war schon immer so, die Klappentext-Diskussion dürfte in ähnlicher Form bereits auf dem Forum Romanum stattgefunden haben.
- Doop
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Schön sind auch Erzählungsbände, auf deren Cover "Roman" steht. 
- Pogopuschel
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Ich zitiere mich mal selbst aus dem Lesezirkel zu "Träume von Phalahaxi":
Schlimm ist, wenn der Klappentext nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Noch schlimmer ist es aber, wenn man sich nach Lektüre wünscht, dass sich der Autor an den Klappentext gehalten hätte.
http://www.scifinet.org/scifinetboard/i ... t&p=175751Eine kleine Kritik vorweg: Es ist schon ziemlich unverschämt, wie Heyne hier versucht, dem Leser weißzumachen, dass es sich um nur einen Roman handelt. Nirgendwo gibt es einen Hinweis darauf, dass es zwei Romane sind, die in zeitlich großem Abstand zueinander geschrieben wurden. Die älteste Jahreszahl im Impressum ist 2007. Kein Hinweis auf das Erscheinungsjahr 1979 oder darauf, dass das Buch bereits unter dem Titel »Der Sommer geht« erschienen ist. Stattdessen steht im Innentext: »Mit »Träume von Phallahaxi« hat Michael Coney einen Roman geschrieben...« und »Träume von Phallahaxi« ist sein bedeutendstes Werk.«
Hätte ich es nicht schon vorher gewusst, käme ich mir getäuscht vor.
Schlimm ist, wenn der Klappentext nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Noch schlimmer ist es aber, wenn man sich nach Lektüre wünscht, dass sich der Autor an den Klappentext gehalten hätte.
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Am schlimmsten ist es, wenn der Klappentext schon mehr über den Inhalt oder die Auflösung der Geschichte verrät, als nötig. So zum Beispiel bei Timothy Zahn´s "Jagd auf Ikarus"
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Ich wage zu behaupten, dass die irreführenden / falschen Klappentexte in enger Verwandtschaft stehen mit vielen mindestens ebenso falschen wie oftmals völlig unzutreffenden Titelbildern.
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Titelbilder sind ein Thema für sich.
Das schlechteste Beispiel, das mir spontanerweise einfällt, ist von einer DVD, und zwar zum Anime "Noir". Person A solle irgendwo hingehen und etwas tun, um Person B's Vertrauen zu gewinnen. Völlig falsch.
Die Person C, die A losschickt, erklärt ihr explizit, dass B darin eine Intrige sehen wird, aber keine Wahl haben wird, als A zu akzeptieren.
Um die Sache komplizierter zu machen: Person B hat tatsächlich nichts dagegen, dass sich A in dieser Hinsicht engagiert, aber nicht, weil sie A vertraut, sondern weil sie A später gegen C benutzen will.
Und A wiederum weiß genau, dass sie eine Schachfigur ist, und will bloß ihre Freundin aus der Schachfigurenszene bringen.
Das schlechteste Beispiel, das mir spontanerweise einfällt, ist von einer DVD, und zwar zum Anime "Noir". Person A solle irgendwo hingehen und etwas tun, um Person B's Vertrauen zu gewinnen. Völlig falsch.
Die Person C, die A losschickt, erklärt ihr explizit, dass B darin eine Intrige sehen wird, aber keine Wahl haben wird, als A zu akzeptieren.
Um die Sache komplizierter zu machen: Person B hat tatsächlich nichts dagegen, dass sich A in dieser Hinsicht engagiert, aber nicht, weil sie A vertraut, sondern weil sie A später gegen C benutzen will.
Und A wiederum weiß genau, dass sie eine Schachfigur ist, und will bloß ihre Freundin aus der Schachfigurenszene bringen.
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Barbara Slawig "Flugverbot"
Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Spezies 125 hat geschrieben:Ich wage zu behaupten, dass die irreführenden / falschen Klappentexte in enger Verwandtschaft stehen mit vielen mindestens ebenso falschen wie oftmals völlig unzutreffenden Titelbildern.
--Spezies 125
Hoch lebe die Kunst der Illustration. Wenngleich ich sagen muss, dass in Sachen Titelbildern sich einiges getan hat. Aber auf falsche oder irreführende Klappentexte bin ich auch schon einige mal hereingefallen.
Lies das!
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Ich wusste es doch noch... Es ist China Mievilles Kurzgeschichensammlung "Andere Himmel", auf deren Frontcover groß das Wort "Roman" prangt.
Titelbilder sind teilweise schon eine seltsame Sache. Besonders lustig sind die Titelbilder der Romane von John Scalzi, der sich darüber auf seinem Blog auch schon sehr amüsiert hat. Ich glaube er wollte dringend mal ein Buch mit dem Titel "No Spaceships with Laserguns" schreiben und gucken, ob Heyne auch dann ein Raumschiff mit feuernden Laserwaffen auf das Cover zaubert...
Titelbilder sind teilweise schon eine seltsame Sache. Besonders lustig sind die Titelbilder der Romane von John Scalzi, der sich darüber auf seinem Blog auch schon sehr amüsiert hat. Ich glaube er wollte dringend mal ein Buch mit dem Titel "No Spaceships with Laserguns" schreiben und gucken, ob Heyne auch dann ein Raumschiff mit feuernden Laserwaffen auf das Cover zaubert...
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Ups, Text gelöscht, da ich im falschen Thread gelandet bin. Und mir fällt gerade nichts sinnvolles ein, um diesen Post zu füllen.
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Ganz einfach das rote Verbotsschild, wie bei Ghostbusters, drüberpappen.Doop hat geschrieben:Ich wusste es doch noch... Es ist China Mievilles Kurzgeschichensammlung "Andere Himmel", auf deren Frontcover groß das Wort "Roman" prangt.![]()
Titelbilder sind teilweise schon eine seltsame Sache. Besonders lustig sind die Titelbilder der Romane von John Scalzi, der sich darüber auf seinem Blog auch schon sehr amüsiert hat. Ich glaube er wollte dringend mal ein Buch mit dem Titel "No Spaceships with Laserguns" schreiben und gucken, ob Heyne auch dann ein Raumschiff mit feuernden Laserwaffen auf das Cover zaubert...
Edit: "Nein!"
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Spezies 125 hat geschrieben:Ich wage zu behaupten, dass die irreführenden / falschen Klappentexte in enger Verwandtschaft stehen mit vielen mindestens ebenso falschen wie oftmals völlig unzutreffenden Titelbildern.
--Spezies 125
Was das angeht: Ich glaube das es im Verlagswesen eine Art Quote für absolut vollständig unkreative Menschen gibt. Und das genau diese Leute die ganze Zeit damit beschäftigt sind, Bilder auszusuchen und Klappentexte zu schreiben.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Klappentexte schreiben ist richtig schwierig. Eine eigene Kunstform im Grunde: Ein guter Klappentext ist eine Art Haiku-Fassung des Buches dahinter. Das schreibt man nicht mal eben schnell – doch genau das passiert wahrscheinlich. "Siebzehn Uhr, morgen muss der Katalog in Druck, und für die Bücher Dezember bis April fehlen noch die Klappentexte? Jetzt aber schnell!"
Ich versuche, meine Klappentexte selber zu schreiben, doch aus bisweilen unerfindlichen Gründen schaffen die es nicht immer aufs Buch. Oder sie schaffen es aufs Hardcover, und wenn das Taschenbuch rauskommt, hat es dann einen Wischi-Waschi-Text, oder einen, der zuviel verrät, oder ganz falsche Vorstellungen weckt, oder ...
Als Leser gesprochen: Ein verführerischer Klappentext ist die wirkungsvollste Methode, mich zum Kauf eines Buches zu verleiten. Ärgerlich aber, wenn er falsche Vorstellungen weckt. Oder komplett falsch ist: Ich hab schon mal 500 Seiten lang auf das Auftauchen einer Figur gewartet, die im Klappentext als Gegenspieler genannt wurde. Tatsächlich tauchte sie nie auf!
Solche Bücher sollte man eigentlich zurückschicken.
Noch schlimmer finde ich Klappentexte, die das Besondere an einem Buch unterschlagen und (zusammen mit einem entsprechenden Cover) darauf abzielen, es als x-te Kopie eines aktuellen Bestsellers erscheinen zu lassen, obwohl es gar nicht stimmt. Ich weiß nicht, wieso diese Strategie funktioniert (man findet sie besonders oft in den Buchhandelsprospekten: kann man für die Buchhändler nicht einfach dazuschreiben, "stellen Sie dieses Buch ins Vampirregal"?); das erste Mal richtig heftig wurde es, als "Da Vinci Code"-Klone der Trend waren: Da sind etliche Bücher in Kapuzen-Covern beerdigt worden, glaube ich, die damit überhaupt nichts zu tun hatten, sondern nur zufällig im Vatikan-Umfeld angesiedelt waren und es verdient gehabt hätten, als eigenständige Werke wahrgenommen zu werden.
Ich versuche, meine Klappentexte selber zu schreiben, doch aus bisweilen unerfindlichen Gründen schaffen die es nicht immer aufs Buch. Oder sie schaffen es aufs Hardcover, und wenn das Taschenbuch rauskommt, hat es dann einen Wischi-Waschi-Text, oder einen, der zuviel verrät, oder ganz falsche Vorstellungen weckt, oder ...
Als Leser gesprochen: Ein verführerischer Klappentext ist die wirkungsvollste Methode, mich zum Kauf eines Buches zu verleiten. Ärgerlich aber, wenn er falsche Vorstellungen weckt. Oder komplett falsch ist: Ich hab schon mal 500 Seiten lang auf das Auftauchen einer Figur gewartet, die im Klappentext als Gegenspieler genannt wurde. Tatsächlich tauchte sie nie auf!
Noch schlimmer finde ich Klappentexte, die das Besondere an einem Buch unterschlagen und (zusammen mit einem entsprechenden Cover) darauf abzielen, es als x-te Kopie eines aktuellen Bestsellers erscheinen zu lassen, obwohl es gar nicht stimmt. Ich weiß nicht, wieso diese Strategie funktioniert (man findet sie besonders oft in den Buchhandelsprospekten: kann man für die Buchhändler nicht einfach dazuschreiben, "stellen Sie dieses Buch ins Vampirregal"?); das erste Mal richtig heftig wurde es, als "Da Vinci Code"-Klone der Trend waren: Da sind etliche Bücher in Kapuzen-Covern beerdigt worden, glaube ich, die damit überhaupt nichts zu tun hatten, sondern nur zufällig im Vatikan-Umfeld angesiedelt waren und es verdient gehabt hätten, als eigenständige Werke wahrgenommen zu werden.
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Re: Klappentexte. Gibt es noch gute?
Das Schlimme ist, dass ich inzwischen keinem Klappentext mehr glaube. Selbst wenn er mich auf das Buch neugierig macht, bin ich skeptisch, ob er auch wirlich etwas damit zu tun hat. Deswegen stöbere ich nur noch sehr wenig in Buchhandlungen, und mehr im Internet, wo man sich auf kompetente Rezensenten verlassen kann. Dadurch reduzieren sich aber auch die positiven Überraschungen durch Spontankäufe.
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