Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
- Nina
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Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Ich überlege, ob ich nicht in nächster Zeit mal wieder eine Lesung abseits von einer Anthologieneuerscheinung veranstalten soll bzw. in dem Fall halt mal in einem Laden anfragen und hoffen, dass es klappt. (Anthologiepräsentation würde ich auch gerne, aber im Normalfall fehlen mir weitere dort vertretene Autoren aus meiner Gegend.)
Ich bin da auch weitgehend illusionsfrei, aber eine kleine, feine Runde würde ich einfach gerne wieder mal zusammenbekommen.
Nun interessiert mich, zu was für einer Art von Lesung ihr als SF-Fans am ehesten gehen würdet. (Meine Frage richtet sich aber nur an Leute, den Lesungen generell nicht abgeneigt sind! Gerne aber an Personen, die noch nie/schon lange auf keiner Lesung mehr waren, aber vielleicht wieder zu einer gehen würden, wenn sie gerade darauf aufmerksam werden.) Ich nehme mal die fiktive Situation an, dass entsprechende Lesung leicht zu erreichen ist, z.B. die Anfahrt mit ein paar U-Bahnstationen erledigt ist, zudem, dass von den beteiligten Autoren niemand dabei ist, dessen Bekanntheit über unsere kleine Szene hinausgeht (ihr wisst schon, wie ich das meine, halt keine Bestsellerautoren und dergl.) und dass die vorgetragenen Texte Kurzgeschichten sind.
Was wäre euch lieber: Wenn ein Autor allein den ganzen Abend gestaltet oder wenn nein, wie viele Autoren? Lieber zwei mit je ca. einer halben Stunde? (Über eine Stunde reine Lesungszeit würde ich nicht veranschlagen, weil ich der Meinung bin, dass das zu viel des Guten ist – der gesellschaftliche Teil darf ja auch nicht zu kurz kommen.) Oder eine ganze Reihe von Autoren mit je zehn Minuten Lesezeit? Oder ...?
Mich würde das wirklich interessieren. Ich habe bislang noch keine Lesung allein gemacht, bislang waren wir mindestens zu zweit, da das ja auch so seine Vorteile hat (gegenseitiges Unterstützen, automatisch mehr Gäste durch Bekannte ...)
Zudem: Würde euch ein bestimmtes SF-Thema oder auch eine Subgenreeinschränkung mehr reizen als eine „allgemein SF“-Lesung? Wenn ja, was wäre denn da gefragt?
Oder könnte die Kombination eines „schrägen Veranstaltungsorts“ mit SF vielleicht sogar noch mehr zum Kommen reizen als ein bestimmtes Thema?
Ich bin da auch weitgehend illusionsfrei, aber eine kleine, feine Runde würde ich einfach gerne wieder mal zusammenbekommen.
Nun interessiert mich, zu was für einer Art von Lesung ihr als SF-Fans am ehesten gehen würdet. (Meine Frage richtet sich aber nur an Leute, den Lesungen generell nicht abgeneigt sind! Gerne aber an Personen, die noch nie/schon lange auf keiner Lesung mehr waren, aber vielleicht wieder zu einer gehen würden, wenn sie gerade darauf aufmerksam werden.) Ich nehme mal die fiktive Situation an, dass entsprechende Lesung leicht zu erreichen ist, z.B. die Anfahrt mit ein paar U-Bahnstationen erledigt ist, zudem, dass von den beteiligten Autoren niemand dabei ist, dessen Bekanntheit über unsere kleine Szene hinausgeht (ihr wisst schon, wie ich das meine, halt keine Bestsellerautoren und dergl.) und dass die vorgetragenen Texte Kurzgeschichten sind.
Was wäre euch lieber: Wenn ein Autor allein den ganzen Abend gestaltet oder wenn nein, wie viele Autoren? Lieber zwei mit je ca. einer halben Stunde? (Über eine Stunde reine Lesungszeit würde ich nicht veranschlagen, weil ich der Meinung bin, dass das zu viel des Guten ist – der gesellschaftliche Teil darf ja auch nicht zu kurz kommen.) Oder eine ganze Reihe von Autoren mit je zehn Minuten Lesezeit? Oder ...?
Mich würde das wirklich interessieren. Ich habe bislang noch keine Lesung allein gemacht, bislang waren wir mindestens zu zweit, da das ja auch so seine Vorteile hat (gegenseitiges Unterstützen, automatisch mehr Gäste durch Bekannte ...)
Zudem: Würde euch ein bestimmtes SF-Thema oder auch eine Subgenreeinschränkung mehr reizen als eine „allgemein SF“-Lesung? Wenn ja, was wäre denn da gefragt?
Oder könnte die Kombination eines „schrägen Veranstaltungsorts“ mit SF vielleicht sogar noch mehr zum Kommen reizen als ein bestimmtes Thema?
- breitsameter
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Prinzipiell bin ich Lesungen gegenüber immer aufgeschlossen: Es ist meist toll zu erleben, was ein Autor selbst aus seinem Text macht, wie er selbst zum Projektor wird und die Handlung des Textes mit seiner eigene Stimme und seiner Lesekunst lebendig werden und zu einem Erlebnis werden läßt. Okay, ich habe auch schon sehr fahrige, unruhige Autoren erlebt, die ihre Texte beim Lesen getötet haben, aber das ist sicher die Ausnahme.Nina hat geschrieben:Nun interessiert mich, zu was für einer Art von Lesung ihr als SF-Fans am ehesten gehen würdet.
Das Problem ist oft eher der Anreiz. Bei Cons spare ich mir meist die Lesungen, weil der Text erstmal wenig Neues bietet (abgesehen vom Erlebnis an sich). Viel interessanter sind für mich daher (auch bei Lesungen in Buchhandlungen), das Gesamtpaket, also die möglichst perfekte Ausnutzung der Kombination aus Autor, Lesung und Zuhörern. Also will ich bei einer Lesung nicht nur eine vorgelesene lobhudelnde Einleitung durch den Buchhändler hören, sondern das in Form eines Interviews mit dem Autor erleben, ich will die Chance nutzen zu verstehen, was den Autor an- und umtreibt, und lernen zu verstehen, warum er soetwas schreibt.
Und die Lesung, ja, die sollte kurz, prägnant und knackig sein. Auf keinen Fall länger als eine halbe Stunde. Am besten mit Unterbrechung, in der der Autor noch mehr zum Text sagt - dann auch ruhig eine Stunde.
Ob zwei oder ein Autor: Ganz ehrlich, das ist mir wurscht. Wobei die Frage berechtigt ist, wie ein unbekannter Autor sein Publikum finden soll...
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
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- Pogopuschel
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Ich bin bisher hauptsächlich bei Lesungen auf Bucon gewesen, wo die Zeit ja auf 60min begrenzt war. Was ich immer sehr schade fand, war, dass die Autoren zuviel vorgelesen haben, und zu wenig Zeit blieb, mit dem Autor zu diskutieren bzw. ihm Fragen zu stellen. Das setzt natürlich voraus, dass auch genügend diskussionswillige Zuhörer da sind.
Will sagen, ich finde die Vorleserei eher langweilig (bin auch kein Hörbuchfan). Ich mag es eher, wenn der Autor über sein Roman, die Entstehung, die Arbeit an sich etc. erzählt.
Gruß Markus
Will sagen, ich finde die Vorleserei eher langweilig (bin auch kein Hörbuchfan). Ich mag es eher, wenn der Autor über sein Roman, die Entstehung, die Arbeit an sich etc. erzählt.
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Das klingt ja schon mal danach, als könntest Du mir wertvolle Hinweise liefern: Was hat Dir da eher gefallen? Einzelautoren oder Gruppen? (Wobei es auch einiges aussagt, wenn Du nur eines davon besucht hast.)
Ich selbst rede eigentlich nie so viel über das Werk, wobei es sich noch eher anbietet, wenn wirklich Fankreise da sind. (Also bei der Geschichtenweberlesung dieses Jahr habe ich über meine Anthologie schon ein bisschen was erzählt.) Ansonsten sind ja auch oft Leute da, die sich so fürs Büchermachen nicht so interessieren bzw. dann voll weg sind, wenn sie merken, dass einiges nicht so in höheren Sphären abläuft, wie sie das dachten (ich muss gestehen: Als ich zu schreiben angefangen habe, dachte ich, Autorenbios würden nach einem langen Interview vom Verlag geschrieben - auf die Idee, dass da Autoren über sich selbst in der dritten Person schreiben, wäre ich nie gekommen und das war fast so was wie ein Schock - aber nicht so groß wie der, zu erkennen, dass nicht jedes Buch in die Buchhandlungen kommt - man war halt auch mal jung und naiv, aber wer sich damit nicht beschäftigt, bleibt letzteres auch in höherem Alter), während gerade mit Publikum Kleinverlagsautoren ja meistens jeder irgendeine Inspiration/einen Tipp (z.B. Verlagssuche) für sich selbst suchen.
Und ich würde jetzt auch nicht gegen jahrzehntelang aufgebaute Vorstellungen anreden wollen ...
Aber zu lange will ich auch nicht, dass es dauert. Eine Stunde bis leicht darüber, wobei dann eine Pause mit Getränken wiederum ideal ist, reine Vorleserei finde ich an und für sich am besten, lässt sich halt nicht immer machen (bei einer freien Lesebühne und dem Konzept kann das gar nicht gehen und da muss man auch froh sein, wenn man mehr Infos über den Auftretenden als nur den Vornamen geliefert bekommt, aber das ist dann ohnehin nicht meine Sache, sondern die des Veranstalters, damit umzugehen - ich frage ja für Gelegenheiten, wo es Verhandlungssache ist). Denn man muss immer mit Vorstellung Autor und ev. Projekt rechnen, mit Pausen, Verzögerungen, mit dem gesellschaftlichen Teil und dass die Leute hin- und retour fahren müssen und selbst Interessierte nun mal alles zusammengerechnet nicht auf fünf Stunden oder mehr kommen wollen. Dauert das Lesen zu lange, können sich die Leute nicht mehr konzentrieren und der gesellschaftliche Teil, das Plaudern am Schluss (was meiner Ansicht nach der wertvollste Teil einer Lesung ist, sowohl für Gäste, als auch für Autoren und Organisatoren) fällt meist flach, weil dann die Gäste fluchtartig die Veranstaltung verlassen.
Ich gehe zu Lesungen von Autoren auch gar nicht mehr hin, wenn einer mir mal drei Stunden lang was vorgelesen hat ...
Abgesehen davon, dass ich frei nicht so gut rede, braucht es ja selbst bei Diskussionen/Erzählen über die Entstehung ein bisschen Basics, worum es da geht. Gerade in meiner Gegend haben die meisten Gäste (direkte Angehörige klammere ich da auch immer aus, man macht eine öffentliche Lesung schließlich nicht für die eigene Mama, auch wenn man sich natürlich immer freut, wenn sie kommen kann) noch nie irgendwas von mir gelesen. Die gehen halt hin, weil sie öfter den Veranstaltungsort besuchen, weil sie mich kennen oder jemanden, den ich kenne, kennen oder weil ich auf ihrer Lesung war oder weil sie zu lesenden Mitstreitern gehören oder was auch immer - aber so wie beispielsweise auf Conventions, wo sich so mancher halt durch die einschlägigen Werke wühlt, das ist gar nicht.
Ich selbst rede eigentlich nie so viel über das Werk, wobei es sich noch eher anbietet, wenn wirklich Fankreise da sind. (Also bei der Geschichtenweberlesung dieses Jahr habe ich über meine Anthologie schon ein bisschen was erzählt.) Ansonsten sind ja auch oft Leute da, die sich so fürs Büchermachen nicht so interessieren bzw. dann voll weg sind, wenn sie merken, dass einiges nicht so in höheren Sphären abläuft, wie sie das dachten (ich muss gestehen: Als ich zu schreiben angefangen habe, dachte ich, Autorenbios würden nach einem langen Interview vom Verlag geschrieben - auf die Idee, dass da Autoren über sich selbst in der dritten Person schreiben, wäre ich nie gekommen und das war fast so was wie ein Schock - aber nicht so groß wie der, zu erkennen, dass nicht jedes Buch in die Buchhandlungen kommt - man war halt auch mal jung und naiv, aber wer sich damit nicht beschäftigt, bleibt letzteres auch in höherem Alter), während gerade mit Publikum Kleinverlagsautoren ja meistens jeder irgendeine Inspiration/einen Tipp (z.B. Verlagssuche) für sich selbst suchen.
Und ich würde jetzt auch nicht gegen jahrzehntelang aufgebaute Vorstellungen anreden wollen ...
Aber zu lange will ich auch nicht, dass es dauert. Eine Stunde bis leicht darüber, wobei dann eine Pause mit Getränken wiederum ideal ist, reine Vorleserei finde ich an und für sich am besten, lässt sich halt nicht immer machen (bei einer freien Lesebühne und dem Konzept kann das gar nicht gehen und da muss man auch froh sein, wenn man mehr Infos über den Auftretenden als nur den Vornamen geliefert bekommt, aber das ist dann ohnehin nicht meine Sache, sondern die des Veranstalters, damit umzugehen - ich frage ja für Gelegenheiten, wo es Verhandlungssache ist). Denn man muss immer mit Vorstellung Autor und ev. Projekt rechnen, mit Pausen, Verzögerungen, mit dem gesellschaftlichen Teil und dass die Leute hin- und retour fahren müssen und selbst Interessierte nun mal alles zusammengerechnet nicht auf fünf Stunden oder mehr kommen wollen. Dauert das Lesen zu lange, können sich die Leute nicht mehr konzentrieren und der gesellschaftliche Teil, das Plaudern am Schluss (was meiner Ansicht nach der wertvollste Teil einer Lesung ist, sowohl für Gäste, als auch für Autoren und Organisatoren) fällt meist flach, weil dann die Gäste fluchtartig die Veranstaltung verlassen.
Ich gehe zu Lesungen von Autoren auch gar nicht mehr hin, wenn einer mir mal drei Stunden lang was vorgelesen hat ...
Abgesehen davon, dass ich frei nicht so gut rede, braucht es ja selbst bei Diskussionen/Erzählen über die Entstehung ein bisschen Basics, worum es da geht. Gerade in meiner Gegend haben die meisten Gäste (direkte Angehörige klammere ich da auch immer aus, man macht eine öffentliche Lesung schließlich nicht für die eigene Mama, auch wenn man sich natürlich immer freut, wenn sie kommen kann) noch nie irgendwas von mir gelesen. Die gehen halt hin, weil sie öfter den Veranstaltungsort besuchen, weil sie mich kennen oder jemanden, den ich kenne, kennen oder weil ich auf ihrer Lesung war oder weil sie zu lesenden Mitstreitern gehören oder was auch immer - aber so wie beispielsweise auf Conventions, wo sich so mancher halt durch die einschlägigen Werke wühlt, das ist gar nicht.
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Stimmt schon, je mehr ein Autor schon veröffentlicht hat und desto bekannter er ist, desto größer ist auch das Diskussionspotiential. Bei relativ unbekannten Autoren würde ein solches Konzept vermutlich nicht funktionieren. Da geht es dann darum, interessante Stellen aus dem Text auszusuchen und sie entsprechend zu präsentieren. Der Autor muss jetzt kein Meistervorleser wie Rufus Beck sein, aber sollte zumindest laut und deutlich vorlesen, sonst schlafe ich ein. Mehrere Autoren finde ich nicht schlecht, wenn es thematisch zusammen passt.
Von den Buconvorlesern hat mir tatsächlich Markus Heitz am besten gefallen, obwohl ich seine Werke sonst meide ("Die Zwerge" nach der Hälfte abgebrochen). Er kann einfach gut vorlesen, und schmeißt zwischendurch mal einen witzigen Kommentar ein.
Bei der ersten Lesung überhaupt, ist eine gewisse Nervosität (inklusive verhaspeln) aber zu verzeihen.
Am wichtigsten finde ich, dass die Autorin locker und gelassen rüberkommt, und die ganze Sache nicht zu ernst (und verkrampf) angeht.
Gruß Markus
Von den Buconvorlesern hat mir tatsächlich Markus Heitz am besten gefallen, obwohl ich seine Werke sonst meide ("Die Zwerge" nach der Hälfte abgebrochen). Er kann einfach gut vorlesen, und schmeißt zwischendurch mal einen witzigen Kommentar ein.
Bei der ersten Lesung überhaupt, ist eine gewisse Nervosität (inklusive verhaspeln) aber zu verzeihen.
Am wichtigsten finde ich, dass die Autorin locker und gelassen rüberkommt, und die ganze Sache nicht zu ernst (und verkrampf) angeht.
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Das sollte ich mir übrigens für mein Referat merken, dass ich am Montag an der Uni halten muss.Pogopuschel hat geschrieben: Am wichtigsten finde ich, dass die Autorin locker und gelassen rüberkommt, und die ganze Sache nicht zu ernst (und verkrampf) angeht.
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Na ja, aber meine Frage zielte NICHT darauf ab, wie man sich vor Ort gut präsentiert. Das ist sicherlich ein interessantes Thema (wer das auch findet, startet bitte ein eigenes Thema dafür), aber nicht das, was mich momentan beschäftigt. (Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich plane nicht meine erste Lesung, sondern habe bereits recht viel Erfahrung sammeln können.)
Mich beschäftigt es derzeit, eine Lesung von Grund auf zu planen. Ich stehe vor zwei Hürden: Überzeugungsarbeit beim Ladenbesitzer (oder wem auch immer zu leisten, wobei mir die nicht-inhaltlichen Argumente klar sind - neue Leute lernen den Laden kennen, in Lokalen wird bei der Lesung konsumiert ...) zu leisten, aber vor allem dann beim Publikum - und zwar alles mit beschränkten Mitteln. Ich zaubere mich weder zur Bestsellerautorin noch führe ich nebenbei akrobatische Kunststücke auf. Aber ich denke mir halt, dass vielleicht ein "soundso-Themenabend" (zu was?) mehr Leute lockt als "irgendwer liest irgendwas".
Zum gemeinsam vs. allein lesen gibt es natürlich auch Vor- und Nachteile. Organisiert man die Veranstaltung selbst, ist bei einer gemeinsamen Veranstaltung es immer ein Problem, dass man sich mit dem Veranstalter nicht einfach was ausmacht, sondern immer rückfragen muss, beispielsweise mit dem Termin kann es sehr kompliziert werden, auch nur zu dritt auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Im schlimmsten Fall kann man für die Eventankündigung noch wem wegen Infos hinterherrennen bzw. muss manchmal eine Lösung her, dass man einfach selbst was bastelt und hofft, dass es dem anderen auch passt. (Immerhin gibt es z.B. für Programmhefte auch einen Einsendeschluss.)
Ein ganz entscheidender Vorteil ist natürlich, dass jeder Auftretende ein paar Leute mitbringt. Des einen Freund/Mama/Frau/Bruder ist des anderen unabhängiger Zuhörer ...
Darum wäre es auch wirklich interessant, noch ein paar Meinungen zu dem Thema zu hören, was man als Gast möchte. Das eine "egal" ist schon in meiner Auswertung.
Mich bespielsweise schreckt es immer ab, wenn es zu viele sind, weil ich mir dann denke, dass es dann ewig dauert, bis ich wieder heimkomme - das ist ein Erfahrungswert, allerdings geht es natürlich auch anders, wenn die Länge von vorneherein geplant wird und die Autoren auch nicht übermäßig überziehen. (Ist ja wie gesagt beim BuCon so - da liest eben jeder eine Stunde und es ist völlig schnurz, ob Einzelautor, Duo, Trio, Autorengruppe, Verlagspräsentation ... leider geht es bei Lesungen, wo niemand anderer nachdrängelt, meist nicht so diszipliniert mit der Zeitplanung zu und irgendwann nach drei Stunden überlegt man sich dann selbst als interessierter Gast auch, wie lange das denn noch dauern soll, spätestens, wenn der Sessel unbequem wird, die Blase drückt oder der Magen knurrt ...)
Ich überlege daher, was besser wirkt, wenn es einem Gast in der Kurzankündigung vorgelegt wird, dass er überhaupt das Haus verlässt. Das ist an und für sich die größte Hürde, dass man jemanden einfach nur nach draußen und zur Lesung bekommt - wer man da ist, dem gefällt es meistens auch halbwegs. (Mir gehts ja genauso, da lese ich von einer Lesung, denke mir, da gehe ich vielleicht hin und dann ist kalt draußen, ich hab ein paar Mails bekommen und dann entscheide ich, dass es ohnehin nicht so ganz mein Thema ist und ich das traute Heim vorziehe ... nicht immer natürlich, aber oft.)
Mich beschäftigt es derzeit, eine Lesung von Grund auf zu planen. Ich stehe vor zwei Hürden: Überzeugungsarbeit beim Ladenbesitzer (oder wem auch immer zu leisten, wobei mir die nicht-inhaltlichen Argumente klar sind - neue Leute lernen den Laden kennen, in Lokalen wird bei der Lesung konsumiert ...) zu leisten, aber vor allem dann beim Publikum - und zwar alles mit beschränkten Mitteln. Ich zaubere mich weder zur Bestsellerautorin noch führe ich nebenbei akrobatische Kunststücke auf. Aber ich denke mir halt, dass vielleicht ein "soundso-Themenabend" (zu was?) mehr Leute lockt als "irgendwer liest irgendwas".
Zum gemeinsam vs. allein lesen gibt es natürlich auch Vor- und Nachteile. Organisiert man die Veranstaltung selbst, ist bei einer gemeinsamen Veranstaltung es immer ein Problem, dass man sich mit dem Veranstalter nicht einfach was ausmacht, sondern immer rückfragen muss, beispielsweise mit dem Termin kann es sehr kompliziert werden, auch nur zu dritt auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Im schlimmsten Fall kann man für die Eventankündigung noch wem wegen Infos hinterherrennen bzw. muss manchmal eine Lösung her, dass man einfach selbst was bastelt und hofft, dass es dem anderen auch passt. (Immerhin gibt es z.B. für Programmhefte auch einen Einsendeschluss.)
Ein ganz entscheidender Vorteil ist natürlich, dass jeder Auftretende ein paar Leute mitbringt. Des einen Freund/Mama/Frau/Bruder ist des anderen unabhängiger Zuhörer ...
Darum wäre es auch wirklich interessant, noch ein paar Meinungen zu dem Thema zu hören, was man als Gast möchte. Das eine "egal" ist schon in meiner Auswertung.
Mich bespielsweise schreckt es immer ab, wenn es zu viele sind, weil ich mir dann denke, dass es dann ewig dauert, bis ich wieder heimkomme - das ist ein Erfahrungswert, allerdings geht es natürlich auch anders, wenn die Länge von vorneherein geplant wird und die Autoren auch nicht übermäßig überziehen. (Ist ja wie gesagt beim BuCon so - da liest eben jeder eine Stunde und es ist völlig schnurz, ob Einzelautor, Duo, Trio, Autorengruppe, Verlagspräsentation ... leider geht es bei Lesungen, wo niemand anderer nachdrängelt, meist nicht so diszipliniert mit der Zeitplanung zu und irgendwann nach drei Stunden überlegt man sich dann selbst als interessierter Gast auch, wie lange das denn noch dauern soll, spätestens, wenn der Sessel unbequem wird, die Blase drückt oder der Magen knurrt ...)
Ich überlege daher, was besser wirkt, wenn es einem Gast in der Kurzankündigung vorgelegt wird, dass er überhaupt das Haus verlässt. Das ist an und für sich die größte Hürde, dass man jemanden einfach nur nach draußen und zur Lesung bekommt - wer man da ist, dem gefällt es meistens auch halbwegs. (Mir gehts ja genauso, da lese ich von einer Lesung, denke mir, da gehe ich vielleicht hin und dann ist kalt draußen, ich hab ein paar Mails bekommen und dann entscheide ich, dass es ohnehin nicht so ganz mein Thema ist und ich das traute Heim vorziehe ... nicht immer natürlich, aber oft.)
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R. Schweikert "Gerade Gedanken - schiefe Gedanken" - Wohnort: München
Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Situation 1:
Ich sitze daheim, langweile mich (was bei mir ausgesprochen selten vorkommt) und klicke/lese mich durch den Veranstaltungskalender des Abends/Nachmittags. Meine Mustererkennung registriert "Lsnueg" (oder so ähnlich) und verharrt für einige Zehntelsekunden an ebenjener Stelle.
Ich nehme wahr: einen oder mehrere Autorennamen und eine Buchhandlung, in der das Ereignis stattfinden soll.
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit mein Blick nicht nach diesen entscheidenden Zehntelsekunden weiterwandert?
1. Kenne ich den Namen des/der Autors/en?
2. Tauchen in der Anzeige Reizworte auf, die mich ansprechen? (z.B. "Science Fiction")
3. Sagt mir die Buchhandlung etwas, ist das bei mir in der Nähe?
4. Stehen weniger als vier Autoren auf der Liste?
Falls 3 oder 4 dieser Fragen mit "Ja" beantwortet werden, könnte es passieren, dass ich das Angebot in die engere Wahl ziehe.
Situation 2:
Bei der mittelfristigen Planung meiner Freizeitaktivitäten stoße ich auf die Anzeige einer Lesung, die in wenigen Tagen/Wochen/Monaten stattfinden soll.
Hier kommen teilweise andere Kriterien zum Tragen:
1. Kenne ich den Namen des/der Autors/en?
2. Tauchen in der Anzeige Reizworte auf, die mich ansprechen? (z.B. "Science Fiction")
3. Habe ich an dem Abend schon etwas vor? Gibt es andere Angebote?
4. Finde ich die Veranstaltung so attraktiv, dass ich bereit bin, Zeit und (womöglich) Eintrittsgeld dafür zu opfern?
In dem Fall könnte ich mir auch eine Gruppenlesung interessant vorstellen. Vorausgesetzt, die Autoren ergänzen sich gut.
Bevorzugen würde ich dennoch eine Einzellesung.
Situation 3:
Ich stehe auf einem Con, auf den ich mich bereits seit Monaten gefreut habe. Noch am Vortag habe ich das aktuelle Programm von der Website heruntergeladen und mein individuelles Pflichtprogramm zusammengestellt. Darunter fällt auch die Lesung, die in zwei Minuten im Raum "Galaxis" beginnt.
Was könnte mich jetzt noch von der Lesung abhalten?
Vielleicht, wenn eine nette Frau wie Nina mir über den Weg läuft und mich in ein angeregtes Gespräch verwickelt...
Aber sonst?
Ich hoffe, die Ausführungen helfen Dir weiter.
Gruß
Ralf,
Lesungsjunkie
Ich sitze daheim, langweile mich (was bei mir ausgesprochen selten vorkommt) und klicke/lese mich durch den Veranstaltungskalender des Abends/Nachmittags. Meine Mustererkennung registriert "Lsnueg" (oder so ähnlich) und verharrt für einige Zehntelsekunden an ebenjener Stelle.
Ich nehme wahr: einen oder mehrere Autorennamen und eine Buchhandlung, in der das Ereignis stattfinden soll.
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit mein Blick nicht nach diesen entscheidenden Zehntelsekunden weiterwandert?
1. Kenne ich den Namen des/der Autors/en?
2. Tauchen in der Anzeige Reizworte auf, die mich ansprechen? (z.B. "Science Fiction")
3. Sagt mir die Buchhandlung etwas, ist das bei mir in der Nähe?
4. Stehen weniger als vier Autoren auf der Liste?
Falls 3 oder 4 dieser Fragen mit "Ja" beantwortet werden, könnte es passieren, dass ich das Angebot in die engere Wahl ziehe.
Situation 2:
Bei der mittelfristigen Planung meiner Freizeitaktivitäten stoße ich auf die Anzeige einer Lesung, die in wenigen Tagen/Wochen/Monaten stattfinden soll.
Hier kommen teilweise andere Kriterien zum Tragen:
1. Kenne ich den Namen des/der Autors/en?
2. Tauchen in der Anzeige Reizworte auf, die mich ansprechen? (z.B. "Science Fiction")
3. Habe ich an dem Abend schon etwas vor? Gibt es andere Angebote?
4. Finde ich die Veranstaltung so attraktiv, dass ich bereit bin, Zeit und (womöglich) Eintrittsgeld dafür zu opfern?
In dem Fall könnte ich mir auch eine Gruppenlesung interessant vorstellen. Vorausgesetzt, die Autoren ergänzen sich gut.
Bevorzugen würde ich dennoch eine Einzellesung.
Situation 3:
Ich stehe auf einem Con, auf den ich mich bereits seit Monaten gefreut habe. Noch am Vortag habe ich das aktuelle Programm von der Website heruntergeladen und mein individuelles Pflichtprogramm zusammengestellt. Darunter fällt auch die Lesung, die in zwei Minuten im Raum "Galaxis" beginnt.
Was könnte mich jetzt noch von der Lesung abhalten?
Vielleicht, wenn eine nette Frau wie Nina mir über den Weg läuft und mich in ein angeregtes Gespräch verwickelt...
Aber sonst?
Ich hoffe, die Ausführungen helfen Dir weiter.
Gruß
Ralf,
Lesungsjunkie
Shock Wave Riders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten.
Einen Kerl wie den sollte man lünchen!
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- Nina
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Hallo Ralf!
Danke für die ausführlichen Ausführungen! Ja, das hilft mir.
Bei Cons war es noch nicht so ein Problem, auf dem BuCon war immer schön voll wegen der Gemeinschaft (habe bislang drei Mal bei den Geschichtenwebern und einmal beim BuCon gelesen) und bei Dark Side of Manga ... na ja, da hatte ich privat Interesse und konnte ohne Aufwand bei meinem Verleger (Torsten Low) im Programmpunkt mit auftreten und dass er der letzte um 21:00 ist und dementsprechend wusste ich vorher. Aber dafür war das kleine Grüppchen auch umso ausgelassener.
Nein, bei Cons ist es eigentlich nicht das Problem. Wer da ist, ist da, das sind meist mehr als sonst und dazu sind die Zuhörer doppelt wertvoll, weil wer Fachsimpeleien und Co. dafür liegen lässt, den interessiert es wirklich. Dazu sind Cons ohnehin ein Bereich, wo man als Autor eben ohnehin nicht organisatorisch tätig ist für die Lesungen. Man setzt sich schon ein bisschen ins gemachte Nest.
Also für mich ist Lesungen auf Cons zu machen, ideal.
Natürlich wird man es auch ein wenig bewerben (gerade das Internet sowie lockeres Einfließenlassen in Gespräche vor Ort bieten sich an), allerdings würde ich es auch nicht übertreiben wie eine gewisse Dame, die auf einer Con herumgelaufen ist und allen Anwesenden erzählt hat, wenn sie sich mal richtig gruseln wollen, dann solle man doch zu ihrer Lesung ... (klang auswendig gelernt) und das klugerweise allen Händlern (die konnten nicht weglaufen), die 1. mal nicht primär da waren, um die nebenbei laufende Lesungsschiene (nein, die Veranstaltung war keine "Art Buchmesse", sondern ging mehr in Richtung Mode und ein bisschen Comic) zu genießen und 2. ja ihre Stände betreuen mussten.
Also bei mir sind halt auch die Grenzen für Werbung irgendwann mal erreicht ... (ja, tatsächlich
)
Nur wenn man in seiner Heimatstadt was organisiert, kann man schon manchmal das Gefühl bekommen, dass die meisten Gäste vom Autor selbst organisiert sind.
Weniger als 4 ist auf jeden Fall ein gutes Stichwort. Darüber muss ich sagen, wird es auch schwierig, Texte zu finden, die kurz genug sind. Zumindest bei einer Genrelesung wo man ja zumindest grundsätzlich so etwas wie eine Handlung aufbaut, bei Lyrik ist das vermutlich einfacher. (Wohl das Einzige, was beim Lyriker leichter ist und darum hält sich mein Neid auch in Grenzen ...)
Nun, mit "kennen" kann man nicht so viel machen, Leute kennt man halt und lädt sie ein, die Berühmtheit wird man nicht über Nacht. (Wobei mich witzigerweise einer meiner Professoren in einem österreichischen Radiosender lesen gehört hat - da war ich aber nie! Vielleicht sollte man gar keine Lesungen mehr machen, sondern einfach Gedächtnismanipulation? - Das ist weniger Aufwand und man hat größere Erfolge.
) Aber ernsthaft: Hier beißt sich die Katze ja auch leider in den Schwanz, denn Lesungen macht ein Autor ja letztendlich, um bekannter zu werden. Das heißt, wenn nur Leute hingehen, die den Autor schon kennen ...
Natürlich gibt es auch einen gewissen Effekt, so macht mitunter ein Kollege, dessen Lesung ich besucht habe, dann auch bei mir einen Gegenbesuch (ich habe mich neulich sogar mit einem Autor "gestritten", ob er mich auf meiner oder ich ihn auf seiner Lesung kennengelernt habe) - wobei mir aber auch aufgefallen ist, dass das im Grunde genommen auch nur Genreautoren machen. Ist ja auch logisch, mit Spaß an einer gemeinsamen Sache geht alles leichter.
Veranstaltungsort ist natürlich auf jeden Fall eine Sache. Ich war neulich sogar auf einer Krimilesung, wo ich von dem Autor noch nie vorher was gehört hatte. Aber ich hatte gerade Lust, etwas rauszukommen und mit meinem Lieblingsbuchhändler zu tratschen, sich da noch ein bisschen Literatur anhören, neue Leute kennenlernen etc. das kann gar nicht so verkehrt sein. Wobei hier natürlich immer auch Ausschlag gebend ist, dass eine Lesung nicht den halben Tag in Anspruch nehmen sollte. Sowohl von Anfahrt her als auch bezüglich "Füllung des Abends". Lieber weniger hören und danach noch was trinken und plaudern und zu einer normalen Zeit schlafen gehen, da hat man mehr davon. Für Endlos-Events gilt halt, dass man nicht hingeht, wenn sich erwartet, dass es "nett" wird, da muss es halt dann (mutmaßlich) perfekt werden, damit der innere Schweinehund nicht zuschlägt.
Das mit den Reizwörtern ist auch aufschlussreich. Ich hatte ja eher gedacht, dass so Reizwörter schon sehr speziell sind, wie z.B. Cyperpunk usw. Wenn aber Science-Fiction schon reizt, geht es ja. @alle: Welche "Reizwörter" habt ihr so? Auch SF? Ist Phantastik schon so was oder noch zu allgemein? Oder ein bestimmtes Thema?
Wobei ich sagen muss, dass bei meiner bislang als erfolgreichst empfundenen Lesung wir zu zweit waren auch Science-Fiction ein wichtiger Punkt. Da stand auch schon in den Lesungseinladungen so ein Bla bla über den persönlichen Zugang der Autoren dazu.
Wobei ... allein dass es gedruckte Lesungseinladungen in erklecklicher Zahl gab (die auch größtenteils durch die Veranstalterin verteilt wurden und einen Packen gabs halt für mich zum Eigengebrauch), sagt ja einiges darüber aus ... gut organisiert und beworben ist vermutlich eher die halbe Miete als das tolle Thema ...?
Danke für die ausführlichen Ausführungen! Ja, das hilft mir.
Bei Cons war es noch nicht so ein Problem, auf dem BuCon war immer schön voll wegen der Gemeinschaft (habe bislang drei Mal bei den Geschichtenwebern und einmal beim BuCon gelesen) und bei Dark Side of Manga ... na ja, da hatte ich privat Interesse und konnte ohne Aufwand bei meinem Verleger (Torsten Low) im Programmpunkt mit auftreten und dass er der letzte um 21:00 ist und dementsprechend wusste ich vorher. Aber dafür war das kleine Grüppchen auch umso ausgelassener.
Nein, bei Cons ist es eigentlich nicht das Problem. Wer da ist, ist da, das sind meist mehr als sonst und dazu sind die Zuhörer doppelt wertvoll, weil wer Fachsimpeleien und Co. dafür liegen lässt, den interessiert es wirklich. Dazu sind Cons ohnehin ein Bereich, wo man als Autor eben ohnehin nicht organisatorisch tätig ist für die Lesungen. Man setzt sich schon ein bisschen ins gemachte Nest.
Also für mich ist Lesungen auf Cons zu machen, ideal.
Natürlich wird man es auch ein wenig bewerben (gerade das Internet sowie lockeres Einfließenlassen in Gespräche vor Ort bieten sich an), allerdings würde ich es auch nicht übertreiben wie eine gewisse Dame, die auf einer Con herumgelaufen ist und allen Anwesenden erzählt hat, wenn sie sich mal richtig gruseln wollen, dann solle man doch zu ihrer Lesung ... (klang auswendig gelernt) und das klugerweise allen Händlern (die konnten nicht weglaufen), die 1. mal nicht primär da waren, um die nebenbei laufende Lesungsschiene (nein, die Veranstaltung war keine "Art Buchmesse", sondern ging mehr in Richtung Mode und ein bisschen Comic) zu genießen und 2. ja ihre Stände betreuen mussten.
Also bei mir sind halt auch die Grenzen für Werbung irgendwann mal erreicht ... (ja, tatsächlich
Nur wenn man in seiner Heimatstadt was organisiert, kann man schon manchmal das Gefühl bekommen, dass die meisten Gäste vom Autor selbst organisiert sind.
Weniger als 4 ist auf jeden Fall ein gutes Stichwort. Darüber muss ich sagen, wird es auch schwierig, Texte zu finden, die kurz genug sind. Zumindest bei einer Genrelesung wo man ja zumindest grundsätzlich so etwas wie eine Handlung aufbaut, bei Lyrik ist das vermutlich einfacher. (Wohl das Einzige, was beim Lyriker leichter ist und darum hält sich mein Neid auch in Grenzen ...)
Nun, mit "kennen" kann man nicht so viel machen, Leute kennt man halt und lädt sie ein, die Berühmtheit wird man nicht über Nacht. (Wobei mich witzigerweise einer meiner Professoren in einem österreichischen Radiosender lesen gehört hat - da war ich aber nie! Vielleicht sollte man gar keine Lesungen mehr machen, sondern einfach Gedächtnismanipulation? - Das ist weniger Aufwand und man hat größere Erfolge.
Natürlich gibt es auch einen gewissen Effekt, so macht mitunter ein Kollege, dessen Lesung ich besucht habe, dann auch bei mir einen Gegenbesuch (ich habe mich neulich sogar mit einem Autor "gestritten", ob er mich auf meiner oder ich ihn auf seiner Lesung kennengelernt habe) - wobei mir aber auch aufgefallen ist, dass das im Grunde genommen auch nur Genreautoren machen. Ist ja auch logisch, mit Spaß an einer gemeinsamen Sache geht alles leichter.
Veranstaltungsort ist natürlich auf jeden Fall eine Sache. Ich war neulich sogar auf einer Krimilesung, wo ich von dem Autor noch nie vorher was gehört hatte. Aber ich hatte gerade Lust, etwas rauszukommen und mit meinem Lieblingsbuchhändler zu tratschen, sich da noch ein bisschen Literatur anhören, neue Leute kennenlernen etc. das kann gar nicht so verkehrt sein. Wobei hier natürlich immer auch Ausschlag gebend ist, dass eine Lesung nicht den halben Tag in Anspruch nehmen sollte. Sowohl von Anfahrt her als auch bezüglich "Füllung des Abends". Lieber weniger hören und danach noch was trinken und plaudern und zu einer normalen Zeit schlafen gehen, da hat man mehr davon. Für Endlos-Events gilt halt, dass man nicht hingeht, wenn sich erwartet, dass es "nett" wird, da muss es halt dann (mutmaßlich) perfekt werden, damit der innere Schweinehund nicht zuschlägt.
Das mit den Reizwörtern ist auch aufschlussreich. Ich hatte ja eher gedacht, dass so Reizwörter schon sehr speziell sind, wie z.B. Cyperpunk usw. Wenn aber Science-Fiction schon reizt, geht es ja. @alle: Welche "Reizwörter" habt ihr so? Auch SF? Ist Phantastik schon so was oder noch zu allgemein? Oder ein bestimmtes Thema?
Wobei ich sagen muss, dass bei meiner bislang als erfolgreichst empfundenen Lesung wir zu zweit waren auch Science-Fiction ein wichtiger Punkt. Da stand auch schon in den Lesungseinladungen so ein Bla bla über den persönlichen Zugang der Autoren dazu.
Wobei ... allein dass es gedruckte Lesungseinladungen in erklecklicher Zahl gab (die auch größtenteils durch die Veranstalterin verteilt wurden und einen Packen gabs halt für mich zum Eigengebrauch), sagt ja einiges darüber aus ... gut organisiert und beworben ist vermutlich eher die halbe Miete als das tolle Thema ...?
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Re: Fragen an potentielle Gäste einer SF-Lesung
Hallo Nina,
nur so viel noch zur Klarstellung:
Sondern: Habe ich schon mal etwas von dem Autor gelesen, was mir auch halbwegs gefallen hat?
Ist mir der Name bei Rezensionen, Artikeln etc. aufgefallen, so dass ich den Menschen erleben möchte, auch wenn ich noch nichts von ihr/ihm gelesen habe?
Nun mach was draus!
Gruß
Ralf
nur so viel noch zur Klarstellung:
Mit "kennen" meinte ich nicht persönliche Bekanntschaft.Nina hat geschrieben:Nun, mit "kennen" kann man nicht so viel machen, [...]
Sondern: Habe ich schon mal etwas von dem Autor gelesen, was mir auch halbwegs gefallen hat?
Ist mir der Name bei Rezensionen, Artikeln etc. aufgefallen, so dass ich den Menschen erleben möchte, auch wenn ich noch nichts von ihr/ihm gelesen habe?
Nun mach was draus!
Gruß
Ralf
Shock Wave Riders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten.
Einen Kerl wie den sollte man lünchen!
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