"Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
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"Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
So, damit es offiziell ist: Der Wurdack-Verlag hat - aufgrund mangelnder Kapazitäten - den Folgeband von "Prothesengötter", meine "Maschinenkinder", für 2012 (und auch generell) storniert. Der Erscheinungstermin für diesen Kurzgeschichten-Band liegt also komplett auf Eis ..
- frankh
- BNF

- Beiträge: 764
- Registriert: 25. Dezember 2003 18:05
- Land: Deutschland
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Na ja, Ernst hat's nicht mehr so sehr mit den Kurzgeschichten.
Deshalb mußt Du aber nicht den Kopf hängenlassen.
Wenn die Sammlung gut ist, und davon gehe ich aus, findet sich schon jemand, der sie veröffentlicht.
Reich wird man mit einer Collection allerdings weder als Autor noch als Verleger ...
Gruß
Frank W.
Deshalb mußt Du aber nicht den Kopf hängenlassen.
Wenn die Sammlung gut ist, und davon gehe ich aus, findet sich schon jemand, der sie veröffentlicht.
Reich wird man mit einer Collection allerdings weder als Autor noch als Verleger ...
Gruß
Frank W.
Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Ja, schon. ^^ Das Brutale ist einfach, dass da wirklich zig Stunden Arbeit drin stecken, um diese "Teile" sauber zu bürsten ... aber egal .. was soll's. 
Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Mail mich mal an: michael [at] haitel.de. Mail mir, was du für Vorstellungen (Vertrag, Konditionen) hast. Ich stehe auf Kurzgeschichten. Auch als Verlegerlein.
My.
My.
Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Und heute zum Thema: "Was dir alles entgeht, wenn ein Buch dann doch nicht erscheint."
#1:
Ich bin ein Torso, kein Schädel in den Denkfabriken. Ich habe eine Brust und einen Kopf, obwohl ich mein Gesicht nicht kenne: Ein Nylonstoff hüllt meinen Körper ein, eng anliegend, warm, und es prickelt, sobald die kleine Sensorspinne, mit Widerhaken an den Beinen, weiterkrabbelt bis zum Nacken und zur Stirn; dass ich etwas sehen kann.
Keine Augen.
Und kein Mund. Wir haben die schwachen Teile entfernt, alles, was wir nicht brauchen, um unsere Stadt zu errichten: Hexagone – eine Wand an die nächste gegossen, Boden und Decke; übereinander gestapelt; abgerissen, sobald sie funktionslos geworden sind.
Als Torso bediene ich die Maschinen. [Krematorium]
#2:
Stille, als ich die Haustür hinter mir schließe. Ich stelle die Einkaufstasche ab, schüttle Regentropfen vom Wollrock und ziehe meine Schuhe aus, um den Flur so leise es geht zu durchqueren. Maurice erschreckt sich ganz leicht, jedes unvertraute Geräusch löst Panik in ihm aus, wie bei einem Tier, das in die Ecke getrieben worden ist: die Furcht in seinen Augen. Deshalb bittet er mich ständig um Überwachungskameras, aber ich befürchte, das würde seine Krankheit nur verschlimmern.
Flach atmend, die Tasche in der Hand, schleiche ich an den leeren, großen Räumen vorbei, dem Esssalon, dem alten Schlafgemach unserer Eltern, zum Zimmer im zweiten Stock, die Stufen hoch, wo er sich eingesperrt hat in seinen Käfig. [Machina]
#3:
*//352-36
Ein Sturm aus Kohlendioxidflocken tobt am Bullauge meiner Kapsel vorbei – ich habe den Lichtfilter abgeschaltet, um die ganze Landschaft zu sehen, nicht nur das Schneefeld und das schwarze Geröll nahe der Vorderluke. Sechs Stunden, seit der Tank mich entlassen hat, in meiner neuen Form, die an die atmosphärischen Verhältnisse dieses Planeten angepasst ist: ein gewölbtes Außenskelett mit einem Panzer aus Silikat, der dem hohen Druck standhalten kann. Ein simpler Bewegungsapparat, wie bei einem Krebs, und kein Verdauungstrakt, damit ausreichend Platz für das Nervensystem bleibt.
Den Großteil meiner Persönlichkeit habe ich im Tank zurückgelassen – die alten Erinnerungen an mein Leben auf der Erde, bevor ich Exobiologe wurde, Gefühle, Gedanken, eingemischt in die halb verblassten Bilder. Nur dort bin ich vollständig und ganz ich selbst, wenn auch nicht länger ein Mensch: nur ein reiner Verstand, eingeprägt in das rote Gelee. [Cyst]
#4:
Die Sekunde danach: Dunkelheit, durchästelt von Nervenblitzen. Er jagt die Tesla-Neuronen entlang, folgt den künstlichen Fasern – Dendriten, Synapsen. Wellen aus blauer Energie prasseln auf ihn ein, als er zum Thalamus durchbricht wie ein Malibu-Surfer und dort von einer Flut aus Impulsen fast rausgedrängt wird. Silberne Elektronen, kreuz und quer, aus tausend Kanälen gefeuert.
Synästhesien.
Drogenspielerei.
Draußen nimmt er sein Messer aus der Tasche und rammt es der alten Frau ins Fleisch. Und wartet, bis der Schmerz durch ihren Thalamus rauscht, strahlenden Sonnen gleich. Schnell wechselt er zum Neokortex; sieht und fühlt und schmeckt, wie der Schmerz in einer Kaskade aus prismatischen Farben explodiert. Lustvoll genießt er den letzten Moment, bevor der Trip schwarz und bitter zerbricht. [Byte The Vampyre]
#5:
In fast allen Korridoren des Hoverball-Stadions roch es nach Bier und alten Schuhen – so auch in diesem. Vorne eine Doppeltür, hinten eine Doppeltür und dazwischen ein Stand mit kostenlosen Zeitungen und ein Qula®-Automat, der schon bessere Tage gesehen hatte: rostig an den Ecken, der Knopf fürs Rückgeld klemmte, das Ausgabefach war nur mit einem Tritt zu öffnen.
Kernige Flüche schallten herein, ehe Bill, der Mechaniker, einen hinteren Türflügel aufstieß und gehetzt den Gang entlangschritt. Auf Höhe des Automaten hielt er plötzlich inne, fummelte ein Geldstück aus der Tasche und drückte es in den Schlitz. Er wartete gespannt, hörte ein Klackrasching!, dann wurde das Geldstück wieder ausgespuckt. [Brause]
#6:
Im Windglas der Laterne schwirrten die Feuerfalter auf, als das Boot gegen den Kai stieß. Paul legte das Paddel quer, deckte es mit einem Öltuch zu, bevor er das Anlegetau um einen Poller schlang und breitbeinig ausstieg. Kurz lockerte er seinen Nacken, seine Arme und streckte den Rücken durch – eine Fahrt durch die Katakomben war anstrengend, doch der Junge grinste, während er nach dem Bündel griff, das groß wie ein Buch auf einer Munitionskiste lag, es an seine Rippen presste:
Es wog ungewöhnlich viel für seine Größe.
Außer den Wellen, dem Knarzen der Lederjacke, wenn er sich bewegte, hörte Paul nur noch das leise Raunen der Geistervögel, die unsichtbar, in weiter Ferne, durch die Finsternis segelten.
Ein Signal pfeifend wandte er sich nach vorn, um dann den Henkel der Laterne vom Haken zu streifen.
So blieb er stehen und wartete. Durch das Glosen der Falter konnte Paul das kleine Motorboot am vorderen Steg – und die Treppe zum Flakturm ausmachen; oben, auf einem Plateau, stand ihre Hütte, noch höher die alte Kanone und der Suchscheinwerfer als breite Schatten in der Dunkelheit. [Das Lichtwerk]
#7:
In einer Sänfte tragen sie mich durch die Elektrische Stadt, entlang der alten Arcade aus Glas und Acryl, in der einst die Spiele begannen; das Herz meiner Welt, jetzt vom Schatten größerer Spielepaläste verschluckt, wo es stillsteht, versunken in alten Tagen. Nur noch wenige Gamer, die hierher gelockt werden, vielleicht von Nostalgie getrieben und diesem Hauch von Ehrfurcht, den sie auch mir entgegenbringen, wenn sie den Kopf etwas senken, wegschauen, sobald ich ihnen Aufmerksamkeit schenke – dieser zehnten Generation von Spielern, die so anders ist als wir und doch so gleich, so besessen, so stolz auf ihren Highscore, der in azurblauen Ziffern auf ihrer Stirn prangt. Ein Mädchen ohne Augen, fast noch ein Kind; ein Junge mit einem Kristallschädel, in dem Neurovipern schlängeln. [Highscore]
#8:
Wir sind der Mentar. Wir haben die eisige Kälte des Weltalls gespürt, draußen, wo die Sterne verlöschen in Finsternis …
Unser Raumschiff segelte durch die Stille; so wenig, das ich ertasten konnte mit allen Sinnen, die ausschwärmten jenseits der Bordwand, nichts, was mich fesselte auf dem Wege, hierhin, auf diesen Planeten, wo wir jetzt stehen und die Arme ausbreiten, um die Welt zu empfangen als lebendes Wasser, das meinen Durst stillt, endlich, nach so langer Zeit …
Ich heiße Atax, der Erste.
Eine Ewigkeit ist vergangen, seit wir abgelegt haben mit vagem Kurs, immer weiter, vorwärts, weg vom beengenden Horizont und der Sonne und dem Mond, der auf dem Ozean glänzt, sobald die Flut über Sandbänke schäumt und die Fische springen und die Leuchtalgen schweben. Wale sangen ihr Nachtlied, ein hölzerner Nachhall von diesen Tönen, noch höre ich sie, schmecke die bittere Gischt auf der Zunge. Doch jetzt sind wir angelangt, wir drei, allein auf diesem Planeten, der fremd wie ein Traum ist, gewebt zwischen Trauer und Schlaf.
[Muschelplanet]
#9
Quizmaster Cyrill Schäfer lächelte in seinen schmierigen Garderobenspiegel, ein perfektes Lächeln, das eine Stange Geld gekostet hatte: Er konnte es sich leisten, jetzt, seit die Show alle Zuschauerrekorde brach …
Noch vor zwei Monaten verhökerte der produzierende Fernsehsender zur Primetime nur gefriergetrocknetes Fleisch und Synthfruits per Oceanwire; nun sah die Sache anders aus. Sendeleiter Boris Kosloff hatte alles auf eine Karte gesetzt: Ansehen, Geld und Moral, und er hatte gewonnen. Schon nach der zweiten Ausstrahlung liefen bei ihm die Drähte heiß, namhafte Firmen sicherten sich Werbeblöcke für astronomisch hohe Summen – keine langen Verhandlungen, kein Wimpernzucken seitens der Marketingleiter; das Geschäft war viel zu lukrativ:
Die Einschaltquoten hatten jede Skala gesprengt. [Elysian]
#10
Während des Krieges hatte man auf einem der äußeren Monde eine Werft errichtet, drei Fabriken bauten die Roboter – und die Roboter bauten die Kampfschiffe. In der Fabrik R1 westlich der Werft wurden schwarze Roboter mit einem weißen Arm gefertigt; östlich der Werft schweißten die Maschinen der Fabrik R2 weiße Roboter mit einem schwarzen Arm zusammen.
Die Abweichung lag an der hastig programmierten Konstruktionsmatrix, spielte aber für die Funktionalität der Roboter keine Rolle; ihr Innenleben, Lichtgehirn und Mechanik, war absolut identisch – daher übten beide Roboterfabrikate auch dieselben Tätigkeiten aus: Erzgewinnung, Stahlerzeugung, Antriebs- und Geschütz-Konstruktion, Verbau der Einzelteile zu einer Kriegsfregatte und vieles mehr. [Schwarz/Weiß)
#11
Côte d’Azur, nach dem Blitz. Wie jede Nacht war der Wal gekommen, um seinen entstellten Körper gegen das Schiffswrack zu werfen – unter tiefem Stöhnen, Walgesang, den er pausenlos rausbrüllte, während er seine Barten gegen den Stahl schlug, die ihm blutig und zerfetzt vom Maul runterhingen. An scharfen, rostigen Kanten schürfte er seine Haut und die Speckschicht auf, donnerte mit den Flossen dagegen, prallte ab, prallte dagegen, immer und immer wieder, grollend, wie irre die Gischt aufpeitschend; metallische Echos hallten weit ... bis zum Strand.
Erst als es dämmerte, ließ der Wal vom Frachterskelett ab und schwamm hinaus aufs offene Meer. Bug und Reling standen jetzt reglos über den Wellen, der Rest des Wracks lag unter dem Meeresspiegel, auf Grund. Noch düster, tiefschwarz klebte sein Schattenriss am Horizont, ehe die Sonne hervorbrach und alles in beißendes Morgenlicht tauchte. Nicht lange und die Küste würde brennen – eine graue, zerfressene Felsensichel, zwei Ausläufer der Alpen, die ins Mittelmeer abfielen. [Côte Noire]
#12
Nach 1901 standen sie bald in vielen Reichsstädten: Teslaspulen, so groß wie Leuchttürme, um die Menschen mit drahtlosem Strom zu versorgen, jede Maschine und jedes Gefährt. Erst elektrische Monster, die Blitze in alle Richtungen warfen, dass einem die Haare zu Berge standen – euphorische Zustände herrschten, und Jesus zu einem sprach und die Engel, nahe der Kugel, der Elektrode aus Kupfer, die in den Himmel hochstach; man beim Händeschütteln ständig einen Stromschlag bekam, die Pelzstola der Damen knisterte und auch das Innenfutter der Herren, aus edlem Samt, mit Distelmuster bestickt; die Luft nach Ozon roch, abends, wenn in den Häusern die Glühbirnen brannten, die Kochplatten glühten und die Grammophone ganz ohne Federwerk sangen.
Die neuen Spulen hatten einen besseren Wirkungsgrad: Nun war über den Dächern bloß noch das magische Lichtspiel zu sehen, ein Funkeln, ein Pulsen, während die Stromkutschen ihre Passagiere sanft zu den Salons hintrugen, zu den Boulevards und Revuen.
In den Geräten sogen modernste Empfänger die freie Energie auf und gaben sie an die Maschinen weiter; lang war es her, dass Überladungen sprühten und die Elektrik verschmorte: der Antrieb der Webstühle, Drehbänke; die Schmuckuhren der Kaufleute; die Pranken der Arbeiter in den Fabriken, ausgestattet mit zigfacher Körperkraft.
La Belle Époque! [Schwarzfall]
#13
Ihre Zeitrechnung begann, als die große Maschine zerbrach. Die Lauscher meinten, es sei ein Überdruck gewesen, der Rohre und Dampfkessel und die gewaltigen Planetenräder meilenweit versprengte, obwohl keine Aufzeichnungen vorhanden waren außer den Kratzbildern auf manch alter Eisenplatte. Vielleicht hatte Kälte die Getriebe beschädigt oder ein Sturm die Gerüste geschwächt; es gab so viele Geschichten wie Sterne, erzählt in den dunkleren Nächten, wenn die Feuerbüchsen nicht brannten.
Die große Maschine stand hoch auf einem Fels, wieder ein mächtiger Bau, mit einem Dampfdom, der den Horizont füllte; mit Essen und Schornsteinen; mit Ventilen, Zylindern und einem Wald aus Kolbenstangen, die erst die Kurbeln und damit die Riemen antrieben – doch viele Bänder kreisten im Leerlauf oder blieben ganz gesperrt.
Seit Stillstand wurden keine neuen Kinder gemacht. [Maschinenkinder]
#14
Als die Bahn die Brücke überquert, schlägt eine Windböe gegen ihre Flanke, bringt die Scheiben zum Schwingen – und in den darauf eingeblendeten Cornflakes entsteht ein bizarres Wellenmuster: Ein blaue Wölkchen verspritzender Tintenfisch behauptet mit Clownsgrinsen, dieses ach so tolle Genmais-Produkt würde mein Leben lebenswerter machen, dann wird aus dem Tintenfisch ein lachendes Kind, und ich begreife, dass es sinnlos geworden ist, irgendwas einzuwerfen, um auf einen Trip zu kommen. Es reicht, sich die beschissenen Werbefenster der Bahn von innen anzusehen.
Eine Frau in den Fünfzigern, das Gesicht voller Pickel und aufgeschwemmt, glotzt mich mit schiefem Lächeln an: Ihr läuft ein dünner Speichelfaden aus dem Mundwinkel, den eine Hand mechanisch alle paar Minuten abtupft, ohne dass sich ihr Gesichtsausdruck dabei ändern würde. Irgendwas spielt sich gerade direkt auf ihrer Netzhaut ab. Wer Retinal View nutzt, sieht aus, als würde er nach zwei Wochen Verstopfung zum ersten Mal wieder scheißen können. Vielleicht wird die Heldin ihrer bevorzugten Soap Opera gerade von irgendeinem drittklassigen Schauspieler nach allen Regeln der Kunst flachgelegt, oder sie starrt eine Schweinshaxe an. [Outage]
#1:
Ich bin ein Torso, kein Schädel in den Denkfabriken. Ich habe eine Brust und einen Kopf, obwohl ich mein Gesicht nicht kenne: Ein Nylonstoff hüllt meinen Körper ein, eng anliegend, warm, und es prickelt, sobald die kleine Sensorspinne, mit Widerhaken an den Beinen, weiterkrabbelt bis zum Nacken und zur Stirn; dass ich etwas sehen kann.
Keine Augen.
Und kein Mund. Wir haben die schwachen Teile entfernt, alles, was wir nicht brauchen, um unsere Stadt zu errichten: Hexagone – eine Wand an die nächste gegossen, Boden und Decke; übereinander gestapelt; abgerissen, sobald sie funktionslos geworden sind.
Als Torso bediene ich die Maschinen. [Krematorium]
#2:
Stille, als ich die Haustür hinter mir schließe. Ich stelle die Einkaufstasche ab, schüttle Regentropfen vom Wollrock und ziehe meine Schuhe aus, um den Flur so leise es geht zu durchqueren. Maurice erschreckt sich ganz leicht, jedes unvertraute Geräusch löst Panik in ihm aus, wie bei einem Tier, das in die Ecke getrieben worden ist: die Furcht in seinen Augen. Deshalb bittet er mich ständig um Überwachungskameras, aber ich befürchte, das würde seine Krankheit nur verschlimmern.
Flach atmend, die Tasche in der Hand, schleiche ich an den leeren, großen Räumen vorbei, dem Esssalon, dem alten Schlafgemach unserer Eltern, zum Zimmer im zweiten Stock, die Stufen hoch, wo er sich eingesperrt hat in seinen Käfig. [Machina]
#3:
*//352-36
Ein Sturm aus Kohlendioxidflocken tobt am Bullauge meiner Kapsel vorbei – ich habe den Lichtfilter abgeschaltet, um die ganze Landschaft zu sehen, nicht nur das Schneefeld und das schwarze Geröll nahe der Vorderluke. Sechs Stunden, seit der Tank mich entlassen hat, in meiner neuen Form, die an die atmosphärischen Verhältnisse dieses Planeten angepasst ist: ein gewölbtes Außenskelett mit einem Panzer aus Silikat, der dem hohen Druck standhalten kann. Ein simpler Bewegungsapparat, wie bei einem Krebs, und kein Verdauungstrakt, damit ausreichend Platz für das Nervensystem bleibt.
Den Großteil meiner Persönlichkeit habe ich im Tank zurückgelassen – die alten Erinnerungen an mein Leben auf der Erde, bevor ich Exobiologe wurde, Gefühle, Gedanken, eingemischt in die halb verblassten Bilder. Nur dort bin ich vollständig und ganz ich selbst, wenn auch nicht länger ein Mensch: nur ein reiner Verstand, eingeprägt in das rote Gelee. [Cyst]
#4:
Die Sekunde danach: Dunkelheit, durchästelt von Nervenblitzen. Er jagt die Tesla-Neuronen entlang, folgt den künstlichen Fasern – Dendriten, Synapsen. Wellen aus blauer Energie prasseln auf ihn ein, als er zum Thalamus durchbricht wie ein Malibu-Surfer und dort von einer Flut aus Impulsen fast rausgedrängt wird. Silberne Elektronen, kreuz und quer, aus tausend Kanälen gefeuert.
Synästhesien.
Drogenspielerei.
Draußen nimmt er sein Messer aus der Tasche und rammt es der alten Frau ins Fleisch. Und wartet, bis der Schmerz durch ihren Thalamus rauscht, strahlenden Sonnen gleich. Schnell wechselt er zum Neokortex; sieht und fühlt und schmeckt, wie der Schmerz in einer Kaskade aus prismatischen Farben explodiert. Lustvoll genießt er den letzten Moment, bevor der Trip schwarz und bitter zerbricht. [Byte The Vampyre]
#5:
In fast allen Korridoren des Hoverball-Stadions roch es nach Bier und alten Schuhen – so auch in diesem. Vorne eine Doppeltür, hinten eine Doppeltür und dazwischen ein Stand mit kostenlosen Zeitungen und ein Qula®-Automat, der schon bessere Tage gesehen hatte: rostig an den Ecken, der Knopf fürs Rückgeld klemmte, das Ausgabefach war nur mit einem Tritt zu öffnen.
Kernige Flüche schallten herein, ehe Bill, der Mechaniker, einen hinteren Türflügel aufstieß und gehetzt den Gang entlangschritt. Auf Höhe des Automaten hielt er plötzlich inne, fummelte ein Geldstück aus der Tasche und drückte es in den Schlitz. Er wartete gespannt, hörte ein Klackrasching!, dann wurde das Geldstück wieder ausgespuckt. [Brause]
#6:
Im Windglas der Laterne schwirrten die Feuerfalter auf, als das Boot gegen den Kai stieß. Paul legte das Paddel quer, deckte es mit einem Öltuch zu, bevor er das Anlegetau um einen Poller schlang und breitbeinig ausstieg. Kurz lockerte er seinen Nacken, seine Arme und streckte den Rücken durch – eine Fahrt durch die Katakomben war anstrengend, doch der Junge grinste, während er nach dem Bündel griff, das groß wie ein Buch auf einer Munitionskiste lag, es an seine Rippen presste:
Es wog ungewöhnlich viel für seine Größe.
Außer den Wellen, dem Knarzen der Lederjacke, wenn er sich bewegte, hörte Paul nur noch das leise Raunen der Geistervögel, die unsichtbar, in weiter Ferne, durch die Finsternis segelten.
Ein Signal pfeifend wandte er sich nach vorn, um dann den Henkel der Laterne vom Haken zu streifen.
So blieb er stehen und wartete. Durch das Glosen der Falter konnte Paul das kleine Motorboot am vorderen Steg – und die Treppe zum Flakturm ausmachen; oben, auf einem Plateau, stand ihre Hütte, noch höher die alte Kanone und der Suchscheinwerfer als breite Schatten in der Dunkelheit. [Das Lichtwerk]
#7:
In einer Sänfte tragen sie mich durch die Elektrische Stadt, entlang der alten Arcade aus Glas und Acryl, in der einst die Spiele begannen; das Herz meiner Welt, jetzt vom Schatten größerer Spielepaläste verschluckt, wo es stillsteht, versunken in alten Tagen. Nur noch wenige Gamer, die hierher gelockt werden, vielleicht von Nostalgie getrieben und diesem Hauch von Ehrfurcht, den sie auch mir entgegenbringen, wenn sie den Kopf etwas senken, wegschauen, sobald ich ihnen Aufmerksamkeit schenke – dieser zehnten Generation von Spielern, die so anders ist als wir und doch so gleich, so besessen, so stolz auf ihren Highscore, der in azurblauen Ziffern auf ihrer Stirn prangt. Ein Mädchen ohne Augen, fast noch ein Kind; ein Junge mit einem Kristallschädel, in dem Neurovipern schlängeln. [Highscore]
#8:
Wir sind der Mentar. Wir haben die eisige Kälte des Weltalls gespürt, draußen, wo die Sterne verlöschen in Finsternis …
Unser Raumschiff segelte durch die Stille; so wenig, das ich ertasten konnte mit allen Sinnen, die ausschwärmten jenseits der Bordwand, nichts, was mich fesselte auf dem Wege, hierhin, auf diesen Planeten, wo wir jetzt stehen und die Arme ausbreiten, um die Welt zu empfangen als lebendes Wasser, das meinen Durst stillt, endlich, nach so langer Zeit …
Ich heiße Atax, der Erste.
Eine Ewigkeit ist vergangen, seit wir abgelegt haben mit vagem Kurs, immer weiter, vorwärts, weg vom beengenden Horizont und der Sonne und dem Mond, der auf dem Ozean glänzt, sobald die Flut über Sandbänke schäumt und die Fische springen und die Leuchtalgen schweben. Wale sangen ihr Nachtlied, ein hölzerner Nachhall von diesen Tönen, noch höre ich sie, schmecke die bittere Gischt auf der Zunge. Doch jetzt sind wir angelangt, wir drei, allein auf diesem Planeten, der fremd wie ein Traum ist, gewebt zwischen Trauer und Schlaf.
[Muschelplanet]
#9
Quizmaster Cyrill Schäfer lächelte in seinen schmierigen Garderobenspiegel, ein perfektes Lächeln, das eine Stange Geld gekostet hatte: Er konnte es sich leisten, jetzt, seit die Show alle Zuschauerrekorde brach …
Noch vor zwei Monaten verhökerte der produzierende Fernsehsender zur Primetime nur gefriergetrocknetes Fleisch und Synthfruits per Oceanwire; nun sah die Sache anders aus. Sendeleiter Boris Kosloff hatte alles auf eine Karte gesetzt: Ansehen, Geld und Moral, und er hatte gewonnen. Schon nach der zweiten Ausstrahlung liefen bei ihm die Drähte heiß, namhafte Firmen sicherten sich Werbeblöcke für astronomisch hohe Summen – keine langen Verhandlungen, kein Wimpernzucken seitens der Marketingleiter; das Geschäft war viel zu lukrativ:
Die Einschaltquoten hatten jede Skala gesprengt. [Elysian]
#10
Während des Krieges hatte man auf einem der äußeren Monde eine Werft errichtet, drei Fabriken bauten die Roboter – und die Roboter bauten die Kampfschiffe. In der Fabrik R1 westlich der Werft wurden schwarze Roboter mit einem weißen Arm gefertigt; östlich der Werft schweißten die Maschinen der Fabrik R2 weiße Roboter mit einem schwarzen Arm zusammen.
Die Abweichung lag an der hastig programmierten Konstruktionsmatrix, spielte aber für die Funktionalität der Roboter keine Rolle; ihr Innenleben, Lichtgehirn und Mechanik, war absolut identisch – daher übten beide Roboterfabrikate auch dieselben Tätigkeiten aus: Erzgewinnung, Stahlerzeugung, Antriebs- und Geschütz-Konstruktion, Verbau der Einzelteile zu einer Kriegsfregatte und vieles mehr. [Schwarz/Weiß)
#11
Côte d’Azur, nach dem Blitz. Wie jede Nacht war der Wal gekommen, um seinen entstellten Körper gegen das Schiffswrack zu werfen – unter tiefem Stöhnen, Walgesang, den er pausenlos rausbrüllte, während er seine Barten gegen den Stahl schlug, die ihm blutig und zerfetzt vom Maul runterhingen. An scharfen, rostigen Kanten schürfte er seine Haut und die Speckschicht auf, donnerte mit den Flossen dagegen, prallte ab, prallte dagegen, immer und immer wieder, grollend, wie irre die Gischt aufpeitschend; metallische Echos hallten weit ... bis zum Strand.
Erst als es dämmerte, ließ der Wal vom Frachterskelett ab und schwamm hinaus aufs offene Meer. Bug und Reling standen jetzt reglos über den Wellen, der Rest des Wracks lag unter dem Meeresspiegel, auf Grund. Noch düster, tiefschwarz klebte sein Schattenriss am Horizont, ehe die Sonne hervorbrach und alles in beißendes Morgenlicht tauchte. Nicht lange und die Küste würde brennen – eine graue, zerfressene Felsensichel, zwei Ausläufer der Alpen, die ins Mittelmeer abfielen. [Côte Noire]
#12
Nach 1901 standen sie bald in vielen Reichsstädten: Teslaspulen, so groß wie Leuchttürme, um die Menschen mit drahtlosem Strom zu versorgen, jede Maschine und jedes Gefährt. Erst elektrische Monster, die Blitze in alle Richtungen warfen, dass einem die Haare zu Berge standen – euphorische Zustände herrschten, und Jesus zu einem sprach und die Engel, nahe der Kugel, der Elektrode aus Kupfer, die in den Himmel hochstach; man beim Händeschütteln ständig einen Stromschlag bekam, die Pelzstola der Damen knisterte und auch das Innenfutter der Herren, aus edlem Samt, mit Distelmuster bestickt; die Luft nach Ozon roch, abends, wenn in den Häusern die Glühbirnen brannten, die Kochplatten glühten und die Grammophone ganz ohne Federwerk sangen.
Die neuen Spulen hatten einen besseren Wirkungsgrad: Nun war über den Dächern bloß noch das magische Lichtspiel zu sehen, ein Funkeln, ein Pulsen, während die Stromkutschen ihre Passagiere sanft zu den Salons hintrugen, zu den Boulevards und Revuen.
In den Geräten sogen modernste Empfänger die freie Energie auf und gaben sie an die Maschinen weiter; lang war es her, dass Überladungen sprühten und die Elektrik verschmorte: der Antrieb der Webstühle, Drehbänke; die Schmuckuhren der Kaufleute; die Pranken der Arbeiter in den Fabriken, ausgestattet mit zigfacher Körperkraft.
La Belle Époque! [Schwarzfall]
#13
Ihre Zeitrechnung begann, als die große Maschine zerbrach. Die Lauscher meinten, es sei ein Überdruck gewesen, der Rohre und Dampfkessel und die gewaltigen Planetenräder meilenweit versprengte, obwohl keine Aufzeichnungen vorhanden waren außer den Kratzbildern auf manch alter Eisenplatte. Vielleicht hatte Kälte die Getriebe beschädigt oder ein Sturm die Gerüste geschwächt; es gab so viele Geschichten wie Sterne, erzählt in den dunkleren Nächten, wenn die Feuerbüchsen nicht brannten.
Die große Maschine stand hoch auf einem Fels, wieder ein mächtiger Bau, mit einem Dampfdom, der den Horizont füllte; mit Essen und Schornsteinen; mit Ventilen, Zylindern und einem Wald aus Kolbenstangen, die erst die Kurbeln und damit die Riemen antrieben – doch viele Bänder kreisten im Leerlauf oder blieben ganz gesperrt.
Seit Stillstand wurden keine neuen Kinder gemacht. [Maschinenkinder]
#14
Als die Bahn die Brücke überquert, schlägt eine Windböe gegen ihre Flanke, bringt die Scheiben zum Schwingen – und in den darauf eingeblendeten Cornflakes entsteht ein bizarres Wellenmuster: Ein blaue Wölkchen verspritzender Tintenfisch behauptet mit Clownsgrinsen, dieses ach so tolle Genmais-Produkt würde mein Leben lebenswerter machen, dann wird aus dem Tintenfisch ein lachendes Kind, und ich begreife, dass es sinnlos geworden ist, irgendwas einzuwerfen, um auf einen Trip zu kommen. Es reicht, sich die beschissenen Werbefenster der Bahn von innen anzusehen.
Eine Frau in den Fünfzigern, das Gesicht voller Pickel und aufgeschwemmt, glotzt mich mit schiefem Lächeln an: Ihr läuft ein dünner Speichelfaden aus dem Mundwinkel, den eine Hand mechanisch alle paar Minuten abtupft, ohne dass sich ihr Gesichtsausdruck dabei ändern würde. Irgendwas spielt sich gerade direkt auf ihrer Netzhaut ab. Wer Retinal View nutzt, sieht aus, als würde er nach zwei Wochen Verstopfung zum ersten Mal wieder scheißen können. Vielleicht wird die Heldin ihrer bevorzugten Soap Opera gerade von irgendeinem drittklassigen Schauspieler nach allen Regeln der Kunst flachgelegt, oder sie starrt eine Schweinshaxe an. [Outage]
Zuletzt geändert von Frank am 17. Dezember 2011 14:47, insgesamt 1-mal geändert.
- Ben B. Black
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Ist das TiBi von Timo Kümmel?
- breitsameter
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- Liest zur Zeit: »Carl's Doomsday Scenario: Dungeon Crawler Carl 2« von Matt Dinniman
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Ich will »Maschinenkinder« lesen. Und ich will, dass das als Buch erscheint.
Mach's als E-Book, oder mail Michael Haitel an (der macht auch schöne Bücher), nutze jede Chance!
Es ist ein Fehler des Wurdack-Verlages, diese Kurzgeschichtensammlung NICHT zu veröffentlichen.
Mach's als E-Book, oder mail Michael Haitel an (der macht auch schöne Bücher), nutze jede Chance!
Es ist ein Fehler des Wurdack-Verlages, diese Kurzgeschichtensammlung NICHT zu veröffentlichen.
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Das Titelbild ist von Carsten Dörr.
Wurdack wollte es ja veröffentlichen, aber - den Umständen geschuldet - erst in 2013, und das ist mir zu lange hin. Ich checke jetzt in aller Ruhe die Optionen ab ... wird schon werden, irgendwie.
Wurdack wollte es ja veröffentlichen, aber - den Umständen geschuldet - erst in 2013, und das ist mir zu lange hin. Ich checke jetzt in aller Ruhe die Optionen ab ... wird schon werden, irgendwie.
- Uschi Zietsch
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Das Cover ist klasse. Ich mag Giger-Türme, und Engel mag ich auch.
Ist aber natürlich schade, wenn es nicht im selben Verlag erscheint. Wobei 2013 nicht so schlimm ist, finde ich, wenn er es dann gebracht hätte.
Ist aber natürlich schade, wenn es nicht im selben Verlag erscheint. Wobei 2013 nicht so schlimm ist, finde ich, wenn er es dann gebracht hätte.
Uschi
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Meine Güte, du hast Luxus-Probleme!Frank hat geschrieben:erst in 2013, und das ist mir zu lange hin
"Hilfreich wäre es, wenn wir die, die sich dem Leistungsdruck widersetzen, bewundern, anstatt sie als Loser anzusehen." -
Svenja Flaßpöhler
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Na ja, geschrieben sind die Geschichten ja schon alle.Thomas Wawerka hat geschrieben:Meine Güte, du hast Luxus-Probleme!Frank hat geschrieben:erst in 2013, und das ist mir zu lange hin
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Das stimmt!Meine Güte, du hast Luxus-Probleme!
- Nina
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Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Ich würde sagen, es kommt sicher auch dran, wie fix oder vage die Zusicherung ist. Ich habe schon oft genug die Ankündigung eines Buches erlebt, das nie erschienen ist und bin auch aktuell in einem Projekt, wo schon 2008 ein großspuriger Trailer dazu bei Youtube lief und das Ding ist immer noch nicht da.
Umgekehrt, wenn es tatsächlich fix (=vertraglich, nicht nur dahingesagt) für 2013 zugesagt werden könnte, fände ich das jetzt nicht so arg. Klar, als Autor ist man ungeduldig, aber so schnell mahlen die Mühlen des Literturbetriebs nur selten. Und sich gänzlich neu bewerben, dauert bei den meisten Verlagen ebenso lange, um ans Ziel zu kommen. (Wenn man denn landen kann ...)
Umgekehrt, wenn es tatsächlich fix (=vertraglich, nicht nur dahingesagt) für 2013 zugesagt werden könnte, fände ich das jetzt nicht so arg. Klar, als Autor ist man ungeduldig, aber so schnell mahlen die Mühlen des Literturbetriebs nur selten. Und sich gänzlich neu bewerben, dauert bei den meisten Verlagen ebenso lange, um ans Ziel zu kommen. (Wenn man denn landen kann ...)
Re: "Maschinenkinder" erscheint nicht (bei Wurdack!)
Ja. Ja. Wieso erinnert mich das an mein schlechtes Gewissen und STORY CENTER 2011?Nina hat geschrieben:Ich würde sagen, es kommt sicher auch dran, wie fix oder vage die Zusicherung ist. Ich habe schon oft genug die Ankündigung eines Buches erlebt, das nie erschienen ist und bin auch aktuell in einem Projekt, wo schon 2008 ein großspuriger Trailer dazu bei Youtube lief und das Ding ist immer noch nicht da.
Umgekehrt, wenn es tatsächlich fix (=vertraglich, nicht nur dahingesagt) für 2013 zugesagt werden könnte, fände ich das jetzt nicht so arg. Klar, als Autor ist man ungeduldig, aber so schnell mahlen die Mühlen des Literturbetriebs nur selten. Und sich gänzlich neu bewerben, dauert bei den meisten Verlagen ebenso lange, um ans Ziel zu kommen. (Wenn man denn landen kann ...)
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