Es klingt wie Science-Fiction, ist Physikern jedoch im Labor geglückt: Sie haben ein Ereignis in der Zeit versteckt. Gelungen ist das Kunststück durch eine geschickte Beeinflussung des Lichts. Die neuartige Tarnkappe könnte einmal Datenübertragungen absichern - oder der Spionage dienen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 67,00.html
in english
http://www.technologyreview.com/blog/arxiv/26992/
original paper:
http://arxiv.org/abs/1107.2062
Zeit-Tarnkappe
- Gernot
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Re: Zeit-Tarnkappe
Na ja, da gibt's wohl noch einiges an Entwicklungsbedarf. Aus der beschriebenen Versuchsanordnung geht auf jeden Fall nicht hervor, wie das Ganze zur Tarnung - von was auch immer - dienen soll. Da ist für mich ein Gedankensprung in der Argumentation.
Es entsteht durch diese Zeit aufspaltenden Linsen (im Spiegel-Artikel etwas sinnentstellend mit "aufspaltende Zeit-Linse" übersetzt) eine kurze Lücke im Lichtstrahl. Das heißt, das Zeitfenster für zu tarnende Ereignisse ist extrem kurz. Was damit noch nicht klar ist: Was kann ich damit tarnen? Den Lichtstrahl, der seitlich vorbeikommt? Und vor wem tarne ich diesen? Wo liegen die Daten, die ich mit dieser Methode sichern will? Das Ganze erscheint mir doch recht konstruiert. Allfällige Hacker werden nur ausgesperrt, wenn sie genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort angreifen. Wenn ich Hacker wäre, würde ich einfach anderswo abtasten oder ein paar Mikrosekunden warten, und schon habe ich die Daten!
Vielleicht können die Herrschaften, die dieses - vom Prinzip her durchaus interessante - Experiment gemacht habe, derartige Details in weiteren Papieren erläutern. Vielleicht weiß auch jemand hier im Forum mehr.
Es entsteht durch diese Zeit aufspaltenden Linsen (im Spiegel-Artikel etwas sinnentstellend mit "aufspaltende Zeit-Linse" übersetzt) eine kurze Lücke im Lichtstrahl. Das heißt, das Zeitfenster für zu tarnende Ereignisse ist extrem kurz. Was damit noch nicht klar ist: Was kann ich damit tarnen? Den Lichtstrahl, der seitlich vorbeikommt? Und vor wem tarne ich diesen? Wo liegen die Daten, die ich mit dieser Methode sichern will? Das Ganze erscheint mir doch recht konstruiert. Allfällige Hacker werden nur ausgesperrt, wenn sie genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort angreifen. Wenn ich Hacker wäre, würde ich einfach anderswo abtasten oder ein paar Mikrosekunden warten, und schon habe ich die Daten!
Vielleicht können die Herrschaften, die dieses - vom Prinzip her durchaus interessante - Experiment gemacht habe, derartige Details in weiteren Papieren erläutern. Vielleicht weiß auch jemand hier im Forum mehr.
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)
https://schatzdorfer-graz.at/Gernot
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Re: Zeit-Tarnkappe
"woanders" gibt es diese daten nicht. sie sind nur zwischen den linsen präsent.Gernot hat geschrieben: Allfällige Hacker werden nur ausgesperrt, wenn sie genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort angreifen. Wenn ich Hacker wäre, würde ich einfach anderswo abtasten oder ein paar Mikrosekunden warten, und schon habe ich die Daten!
hier geht es darum, das pakete in die "zeitlücken" eingefügt werden, die der empfänger gar nicht sieht, obwohl sie da sind. umgekehrt könnte man daten ausblenden/manipulieren und der empfänger merkt es nicht einmal.
jemand steht in einem raum zwischen den linsen und ist unsichtbar.
wenn man weiß, dass da jemand steht, kann man sich natürlich irgendwelche mechanismen ausdenken, die diese system ausschalten. im einfachsten fall genügt eine kugel aus einer smith&wesson in die richtige richtung abgefeuert.
man-in-the-middle angriffe sind immer möglich, aber dazu muss man erstmal an die "leitung" kommen und wissen wann! diese daten anstehen.
- Gernot
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Re: Zeit-Tarnkappe
Danke, möglicherweise ist mir das jetzt klarer.
Könnte das etwa so funktionieren?
1. Alice schickt Bob eine Nachricht, ohne zu wissen, dass dieses Zeitloch-Erzeugungssystem in ihrem Übertragungskanals sitzt.
2. Gleich nach der ersten Linse (die die Lücken erzeugt) fügt Chris zusätzliche Geheimdaten in die Zeitlücken der Nachricht ein.
3. Gleich vor der zweiten Linse (die die Lücken wieder schließt) empfängt Dora die Geheimdaten von Chris.
4. Bob bekommt die Nachricht von Alice und hat von den Aktivitäten dazwischen nichts mitbekommen.
Das Ganze erinnert mich an die (im Unterschied zu hier für den Empfänger 100%ig feststellbare) Austastlücke im analogen Fernsehsignal, wo früher der Teletext hineingepackt wurde.
Warum und wie man die ursprüngliche Nachricht mittels dieser Zeitloch-Apparatur besser manipulieren kann, ist mir aber nach wie vor unklar. So wie ich das sehe, besteht das Besondere an diesem System gerade darin, dass die Daten glatt und unverändert durchgehen.
Könnte das etwa so funktionieren?
1. Alice schickt Bob eine Nachricht, ohne zu wissen, dass dieses Zeitloch-Erzeugungssystem in ihrem Übertragungskanals sitzt.
2. Gleich nach der ersten Linse (die die Lücken erzeugt) fügt Chris zusätzliche Geheimdaten in die Zeitlücken der Nachricht ein.
3. Gleich vor der zweiten Linse (die die Lücken wieder schließt) empfängt Dora die Geheimdaten von Chris.
4. Bob bekommt die Nachricht von Alice und hat von den Aktivitäten dazwischen nichts mitbekommen.
Das Ganze erinnert mich an die (im Unterschied zu hier für den Empfänger 100%ig feststellbare) Austastlücke im analogen Fernsehsignal, wo früher der Teletext hineingepackt wurde.
Warum und wie man die ursprüngliche Nachricht mittels dieser Zeitloch-Apparatur besser manipulieren kann, ist mir aber nach wie vor unklar. So wie ich das sehe, besteht das Besondere an diesem System gerade darin, dass die Daten glatt und unverändert durchgehen.
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)
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