tagsüber reiße ich meinen Job als Softwarentwickler für Online-Games. Nachts entwickle ich Comics, Sketche oder brüte über meinen Gravitationstheorien. Ich bin kein Physiker, aber ich knacke gern Rätsel mithilfe von Algorithmen. Das ist wohl so etwas wie eine Berufskrankheit bei Programmierern. Ausserdem hat das Göde Institut einen Preis für das Knacken des Rätsels ausgeschrieben, was mich stimuliert hat, mal mein Glück zu versuchen. Vielleicht kommt ja auch gutes Material für Geschichten bei rüber. Vor ein paar Monaten bin dabei vielleicht auf so etwas wie eine Goldader gestoßen, eine Anomalie in den Naturgesetzen, die mein bekanntes Weltbild vollständig umgekrempelt hat.
Der Text ist vielleicht ein wenig technischer als gewöhnlicher Stoff, aber es könnte sich lohnen, denn aus der "Sexuellen Theorie von jedem Ding" ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Falls euch die Entstehungsgeschichte weniger interessiert, dann guckt Euch einfach direkt die Bilder auf meinem blog an.
Falls ihr die Geschichte gelesen habt, gebt mir bitte Euer feedback. Wenn euch Ungereimtheiten auffallen oder ihr Verbesserungsvorschläge bzw. Fragen habt, dann lasst es mich wissen. Meine Theorie dient in erster Linie der Inspiration. Ich bin ja kein Wissenschaftler, also muss ich erstmal Reaktionen abwarten und Tee trinken. Ich hoffe, die Geschichte gefällt Euch und die Physiker grillen mich nicht mit ihren Laser-Schwertern ^^
Viel Vergnügen und möge die Macht mit Euch sein!

Die Vorgeschichte und der Pfad zur Erkenntnis
Es begann damit, dass ich die Super-Symmetrie der Naturkonstanten visualisieren wollte, um mir sie bildlich vorstellen zu können. Dafür habe ich die Kopplungen der Konstanten in ihre Einzelteile zerlegt und farblich markiert. Die Symmetrie konnte ich sofort erkennen, doch ein anderer Aspekt viel mir dabei besonders auf: In jeder Kopplung kam die Masse und/oder die Länge vor, was für die anderen Konstanten wie Zeit, Elektromagnetische Ladung und Wärme nicht gilt. Das bedeutet, das sich der Kern der Naturgesetze und das Gesetz der Gravitation allein auf ein Verhältnis zwischen Masse und Raum zurückführen läßt.

Ich habe nach einer Verbindung gesucht und sie über die Plancksche Länge und Masse herleiten können, woraus sich zwei neue Erkenntnisse ergaben: Erstens wird die Verbindung zwischen Raum und Masse über Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat pro Gravitationskonstante ausgedrückt. Diese Konstellation ist inbesondere bemerkenswert, weil das Quadrat dieser Konstanten geometrisch der Corioliskraft entspricht. Mir wurde klar, dass die Geometrie der Gravitation auf jeden Fall eine Element vergleichbar mit Wirbelstürmen hervorbringen muss.

Die zweite Erkenntis bestand in der Tatsache, dass der Wert dieser Konstante exakt dem Verhältnis aus Planckmasse und Plancklänge entspricht. Das konnte kein Zufall sein, dass sich aus den vier wichtigsten Konstanten der Physik (L,M,c²,G) zwei Konstanten mit gleichem Wert ergeben. Das bedeutet letztlich dass sich alle vier Konstanten gegenseitig begründen. Das Prinzip der Redundanz, also der Nutzlosigkeit im Kern der Naturgesetze, wo die Natur doch sonst so effizient ist?

Jetzt hatte ich entgültig Blut geleckt. Ich nahm mir erstmal den reinen Zahlenwert der Doppelkonstante vor: 1.347*10^27. Da sich die Konstanten gegenseitig erklären, ging ich davon aus, dass es sich dabei um eine Art periodische Rekursion handeln müsse. Bezogen auf die Länge? Ich nahm mir zwei typische Objekte des Universums vor: Milchstraße und die Andromeda-Galaxie und teilte ihren Radius durch die Konstante. Das Ergebnis war: 702 und 983 Nanometer. Der erste Wert kam mir bekannt vor, ich dachte an Licht und es bestätigte sich: Orangerot. Also übeprüfte ich Leuchtstoffe und entdeckte Neon-702. Über Neon fand ich heraus, das es eine 6p-Elektronen-Konfiguration besitzt. Nun unsere Milchstraße hat 6 Arme, wenn das mal kein Zufall ist. Vielleicht entspricht unsere Galaxie einem Neon-Atom aus dem Inneren betrachtet?

Für die Andromeda-Galaxie konnte ich keine Spektrallinien finden, da sie bereits ausserhalb des sichtbaren Spektrums liegen. Also versuchte ich über die Atommassen an das Element zu gelangen. Da Neon 20 Atommassen besitzt, lieferte eine klassische Dreisatzrechnung das Gewicht unserer Nachbar-Galaxie: 28 Atommassen. Das bedeutet die Andromeda-Galaxie könnte einem Silicium-Atom entsprechen. Über Silizium fand ich heraus, dass es eine 3p-Orbital-Konfiguration besitzen müßte. Wenn die Milchstraße 6 Arme bei 6p liefert, dann müßte Andromeda mit 3p also 3 Arme liefern. Ich habe mir Bilder angesehen, doch Andromeda hat eine starke Schräglage und die Arme sind unterschiedlich lang. 3 Arme? Könnte sein oder auch nicht. Aber auf jeden Fall ist seine 3'er Symmetrie klar zu erkennen, die in allen Verbindungen zwischen Armen vorkommt. Zu diesem Zeitpunkt lag die Wahrscheinlichkeit bei geschätzten 75%, dass ich in ein Wespennest gestochen habe.

Ich rechnete mir kleinere Moleküle aus. Kohlenstoff scheint der "Pin-Wheel-Galaxie" zu entsprechen und es hat kleine Partner in seiner Umgebung, vielleicht Wasserstoff-Galaxien, die zusammen ein Methan-Molekül formen. Da ich keine Angaben zu dem Radius der Begleiter fand, erstmal nur eine Vermutung. Am unteren Ende fand ich dafür ein Wasserstoff-Doppelmolekül, die "Kleine Magellansche Wolke" direkt in der Nähe unsere Galaxie. Ein perfektes H2-Molekül was Radius, Wellenlänge und 2s-Orbitalform angeht. Durch ein Photo von ihr musste ich sofort an ein Embryo denken. Kann es sein, dass Atome, Moleküle und Galaxien lebendige Geschöpfe sind?

Ich hatte mit allem gerechnet, aber sollte das Universum aus rekursiven lebendige Bausteinen bestehen? Leben gebaut aus Leben? Ich erinnerte mich an eine Kollision zwischen Milchstraße und Andromeda, also checkte ich Video's aus you-tube. Ich fand ein Video der Kollision, dass mich elektrisierte, denn die beiden Galaxien durchdringen sich nicht einfach. Wenn sie sich näher kommen, strecken sie sich ihre Arme entgegen und tanzen umeinander bevor sich sich vereinigen. Handelt es hierbei vielleicht um die Urform der Sexualität, rein geometrischen Regeln folgend? Doch wie sollte ich sowas auch nur ansatzweise beweisen?

Wenn Atome und Galaxien lebendig sind, dann sollte auch alles andere lebendig sein. Wenn Planeten auch Lebewesen sind, dann müssen sie sich irgendwie reproduzieren. Doch wer ist Männchen, Weibchen und Kind? Ich schaute mir Bilder von unserem Sonnensystem an. Dabei fiel mir der Saturn mit seinen Ringen auf. In der Ortbitalgeometrie entsprechen Ringe einem D-Orbital vergleichbar mit den Jahresringen von Bäumen oder Zwiebelscheiben. D-Orbitale sind so etwas Wachstumsschübe, auch "Quantensprünge" genannt. Also könnten Planeten die kleineren Weibchen sein, während die großen Sonnen die Männchen sind? Dann müssten sie irgendeine Form von Sperma absondern. Na klar, "Super-Nova-Erruptionen" hören sich doch schon dannach an! Die Babies sollten wohl Monde sein. Und die Nabelschnur? Da kommen Vulkane und Wirbelstürme in Frage, die Staub in die obere Atmosphäre befördern und in Ringen sammeln. Wenn sich genügend Materie angesammelt hat, kollabieren sie zu einem Mond, der sich weiter vom Staub der Wirbelstürme und Vulkane ernährt.

Als ich aus dem Fenster schaute, erblickte ich einen Baum, doch ich sah in diesem Ding kein Baum, sondern jenes Quantenorbital, dass ich gerade bei Wikipedia betrachtet hatte. Es war, als ob alle Neuronen gleichzeitig in meinem Kopf ein Signal vermeldeten: Alle Rechenoperationen beendet. Das Universum besteht aus drei Elementen die sich in immer der gleichen geometrischen Art und Weise sexuell selbst erschaffen:

Das P-Orbital ist eine Baumkrone, eine Wurzel, ein Bein, ein Ast, ein Arm, ein Kopf, ein Blatt, ein Galaxiearm oder ein Wirbelsturm. An einem P-Orbital bilden sich S-Orbital-Äpfel.
Das S-Orbital ist ein Spermium, eine Zelle, eine Zwiebel, ein Apfel, ein Planet, eine Sonne, ein Atomkern oder der Kern einer Galaxie. Aus einem S-Orbital wächst ein P-Orbital-Baum heran.
Das D-Orbital ist eine Hautschicht, eine Staubschicht, ein Wachstumschub, eine Zellwand, ein Baumring, eine Zwiebelschale oder der Ring eines Planeten. Das D-Orbital bildet die einzelnen Hautschichten von P- und S- Orbitalen.
Das Universum selbst ist so etwas wie ein Baum mit Galaxie-Früchten. Da die Früchte reif sind, ist gerade intergalaktischer Herbst und der Winter naht. Galaxie-Sex ist erst wieder im nächsten intergalaktischen Jahr angesagt. Scheisse, ich wette dann geht es voll ab in ein paar Millarden Jahren, wenn das Weltall voller Sperma ist.

Falls sich meine Theorie bestätigt, dann manipulieren wir seit dem Eintauchen in die Computer-Quantenwelt ein Universum, dass geschaffen ist wie jenes, in dem wir leben. Moleküle und Elektronen sind nichts anderes als Galaxien und Sonnen. Auf ihren Planeten wachsen Bäume wie auf unserem. Wer sind wir für diese Bäume, wenn wir ihre Welten mit einem Mausklick in den Schaltkreisen unserer Computer an- oder ausschalten können?

maitreya@buddha3000.com
Texte und Bilder zur Theorie
http://buddha3000.tumblr.com/post/17425 ... jedem-ding
http://buddha3000.tumblr.com/post/17439 ... r-planeten









