Science Fiction am Ende?
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Guido Latz
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Re: Science Fiction am Ende?
Woran machst Du fest, dass Lübbe Heyne abgehängt hat, Alfred? Ja, Du schreibst drunter, dass es Deine subjektive Einschätzung ist - aber maximal könnten wir die Titel zählen, die beide bringen, aber was Verkaufszahlen betrifft müssen wir doch raten
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Re: Science Fiction am Ende?
Wie gesagt, mein subjektiver Eindruck.
Aber früher habe ich Heyne gekauft und bin vielleicht einmal auf Bastei, Goldmann und andere "ausgewichen".
Heyne war aber uneingeschränkt der Verlag, den ich priorisierte.
Jetzt ist Heyne sauteuer (ich zahle momentan so etwa 15 € pro Buch) und wird auch gekauft. Aber wenn ich dann zuhause nachgucke (ich kaufe ja nach Autoren und Titeln, nicht nach Verlagen), hat sich ganz deutlich ein fast extrem zu nennendes Übergewicht bei Bastei-Lübbe etabliert. Typischer Fall : Letztens suchte ich unter dem Stichwort Heyne den Mike Resnick, um die bibliographischen Daten zu verifizieren. Da konnte ich lange suchen, der war nämlich unter "BLB" korrekt einsortiert. Dito die Romane von Jack Campbell. So etwas hätte sich Heyne früher nie entgehen lassen.
Daher mein persönliches Gefühl, daß Heyne nicht mehr Platzhirsch im SF&F-bereich ist.
Aber früher habe ich Heyne gekauft und bin vielleicht einmal auf Bastei, Goldmann und andere "ausgewichen".
Heyne war aber uneingeschränkt der Verlag, den ich priorisierte.
Jetzt ist Heyne sauteuer (ich zahle momentan so etwa 15 € pro Buch) und wird auch gekauft. Aber wenn ich dann zuhause nachgucke (ich kaufe ja nach Autoren und Titeln, nicht nach Verlagen), hat sich ganz deutlich ein fast extrem zu nennendes Übergewicht bei Bastei-Lübbe etabliert. Typischer Fall : Letztens suchte ich unter dem Stichwort Heyne den Mike Resnick, um die bibliographischen Daten zu verifizieren. Da konnte ich lange suchen, der war nämlich unter "BLB" korrekt einsortiert. Dito die Romane von Jack Campbell. So etwas hätte sich Heyne früher nie entgehen lassen.
Daher mein persönliches Gefühl, daß Heyne nicht mehr Platzhirsch im SF&F-bereich ist.
Re: Science Fiction am Ende?
Ich denke ja eher das dies eine Folge deines persönlichen Geschmackes ist.
Meine Wahrnehmung sagt mir, dass Bastei und Heyne unterschiedliche Geschmäcker bedienen. Ich kaufe beides, ebenfalls nach Autoren. Aber ich bin schon der Meinung das sich Bastei bisher mehr in Richtung "etwas mehr Risiko" und daneben vor allem längere Reihen/Zyklen und Millitary gewendet hat, während Heyne versucht hat auf irgendwelche Trend-Züge aufzuspringen die auch nicht immer hingehauen haben. Neuerdings versucht man ja wohl bei Heyne mit der Space-Action-Reihe eine Art Gegengewicht zu Bastei zu bilden. Aber empirisch belegen kann ich diese Aussagen auch nicht.
Ich habe nur festgestellt, je mehr ich in Foren unterwegs bin, desto höher ist der Prozentuale kauf bei Kleinverlagen wie bspw, Atlantis,Wurdack,Shayol und seit
neuestem Golkonda. Die Qualität die dort geborten wird ist denen der Großverlage mindestens ebenbürtig. Man muss halt tiefer in die Tasche greifen. Aber ehrlich. Wenn ich dort Sachen wie bspw. Captn Future, Ted Chiang, Sturgeon, Marusek finde, gute Bücher von Reihen die die großen eingestellt haben wie zb Liaden, Sachen wie Tentakel oder Kaiserkrieger oder Brandis oder Henkels Parallelweltgentwürfe... ja dann sind mir doch die paar Euro mehr Schnuppe.
Von daher wähne ich die SF vor allem der kleineren Verlage auf einem guten bis sehr guten Wege den ich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten, indem ich die Produkte eben kaufe, gerne unterstützen werde.
Meine Wahrnehmung sagt mir, dass Bastei und Heyne unterschiedliche Geschmäcker bedienen. Ich kaufe beides, ebenfalls nach Autoren. Aber ich bin schon der Meinung das sich Bastei bisher mehr in Richtung "etwas mehr Risiko" und daneben vor allem längere Reihen/Zyklen und Millitary gewendet hat, während Heyne versucht hat auf irgendwelche Trend-Züge aufzuspringen die auch nicht immer hingehauen haben. Neuerdings versucht man ja wohl bei Heyne mit der Space-Action-Reihe eine Art Gegengewicht zu Bastei zu bilden. Aber empirisch belegen kann ich diese Aussagen auch nicht.
Ich habe nur festgestellt, je mehr ich in Foren unterwegs bin, desto höher ist der Prozentuale kauf bei Kleinverlagen wie bspw, Atlantis,Wurdack,Shayol und seit
neuestem Golkonda. Die Qualität die dort geborten wird ist denen der Großverlage mindestens ebenbürtig. Man muss halt tiefer in die Tasche greifen. Aber ehrlich. Wenn ich dort Sachen wie bspw. Captn Future, Ted Chiang, Sturgeon, Marusek finde, gute Bücher von Reihen die die großen eingestellt haben wie zb Liaden, Sachen wie Tentakel oder Kaiserkrieger oder Brandis oder Henkels Parallelweltgentwürfe... ja dann sind mir doch die paar Euro mehr Schnuppe.
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Re: Science Fiction am Ende?
Bastei hat Heyne sicherlich mit Ken Follett und Dan Brown abgehängt. Aber im SF&F-Bereich halten sie - auch hier mit Ausnahme von David Weber & Co - nicht mit Randomhouse mit, speziell Heyne. Ausdehnbar auch auf andere Genres. Ist halt so.
Und was die Kalkulation betrifft: Da gibt es - O WUNDER! - zB bei Bastei eine Excel-Tabelle, anhand der der Lektor ein Angebot an den Autor erstellt. Anhand der sich automatisch errechnenden Formeln erkennt er ganz genau seine Grenzen. Und ja, da muss er ziemlich hart rechnen. Excel hin oder her. Und verhandeln. Und.
Nur mal so als Beispiel.
Und was die Kalkulation betrifft: Da gibt es - O WUNDER! - zB bei Bastei eine Excel-Tabelle, anhand der der Lektor ein Angebot an den Autor erstellt. Anhand der sich automatisch errechnenden Formeln erkennt er ganz genau seine Grenzen. Und ja, da muss er ziemlich hart rechnen. Excel hin oder her. Und verhandeln. Und.
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Uschi
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Re: Science Fiction am Ende?
So eine Excel-Tabelle hat der Atlantis-Verlag auch. Egal, was er vorne eingibt, es kommt z. B. immer "Vorschuss = 0 €" dabei heraus. Sehr praktisch, denke ich mal.Uschi Zietsch hat geschrieben:Bastei hat Heyne sicherlich mit Ken Follett und Dan Brown abgehängt. Aber im SF&F-Bereich halten sie - auch hier mit Ausnahme von David Weber & Co - nicht mit Randomhouse mit, speziell Heyne. Ausdehnbar auch auf andere Genres. Ist halt so.
Und was die Kalkulation betrifft: Da gibt es - O WUNDER! - zB bei Bastei eine Excel-Tabelle, anhand der der Lektor ein Angebot an den Autor erstellt. Anhand der sich automatisch errechnenden Formeln erkennt er ganz genau seine Grenzen. Und ja, da muss er ziemlich hart rechnen. Excel hin oder her. Und verhandeln. Und.
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Re: Science Fiction am Ende?
Öh ... ich glaube, das ist die Datei, die Fabylon auch hat ...
Uschi
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- Andreas Eschbach
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Re: Science Fiction am Ende?
Die Frage aller Fragen in diesem Zusammenhang ist doch aber die: Woran liegt es, dass wir diese "unglaublich originellen SF-Romane", die wir so vermissen, nicht in der Buchhandlung finden – liegt es daran, dass diese Romane von den Verlagen nicht publiziert, oder liegt es daran, dass sie gar nicht geschrieben werden?
Ich persönlich vermute: Letzteres. Und ich vermute es auf der Grundlage von gefühlt tausend Manuskriptanfängen, Entwürfen, Konzepten, Vorschlägen und sonstigen Texten bislang unveröffentlichter Autoren, die mir im Lauf der Zeit untergekommen sind. Klar hält jeder Autor seinen eigenen Roman für unglaublich originell und noch nie da gewesen, aber mir jedenfalls sind in der weit überwiegenden Hauptsache Aufgüsse von Aufgüssen von ohnehin schon wenig originellen Vorlagen begegnet.
Ich persönlich vermute: Letzteres. Und ich vermute es auf der Grundlage von gefühlt tausend Manuskriptanfängen, Entwürfen, Konzepten, Vorschlägen und sonstigen Texten bislang unveröffentlichter Autoren, die mir im Lauf der Zeit untergekommen sind. Klar hält jeder Autor seinen eigenen Roman für unglaublich originell und noch nie da gewesen, aber mir jedenfalls sind in der weit überwiegenden Hauptsache Aufgüsse von Aufgüssen von ohnehin schon wenig originellen Vorlagen begegnet.
Re: Science Fiction am Ende?
Danke. Genau. So. Ist. Es.Andreas Eschbach hat geschrieben:Die Frage aller Fragen in diesem Zusammenhang ist doch aber die: Woran liegt es, dass wir diese "unglaublich originellen SF-Romane", die wir so vermissen, nicht in der Buchhandlung finden – liegt es daran, dass diese Romane von den Verlagen nicht publiziert, oder liegt es daran, dass sie gar nicht geschrieben werden?
Ich persönlich vermute: Letzteres. Und ich vermute es auf der Grundlage von gefühlt tausend Manuskriptanfängen, Entwürfen, Konzepten, Vorschlägen und sonstigen Texten bislang unveröffentlichter Autoren, die mir im Lauf der Zeit untergekommen sind. Klar hält jeder Autor seinen eigenen Roman für unglaublich originell und noch nie da gewesen, aber mir jedenfalls sind in der weit überwiegenden Hauptsache Aufgüsse von Aufgüssen von ohnehin schon wenig originellen Vorlagen begegnet.
Erstmal: ich beklage mich nicht über fehlende originelle SF. Die Klage führen andere.
Zweitens: Wenn ich von dem ausgehe, was bei mir bekannten Kleinverlagen auf dem Tisch landet, ist "Originalität" nichts, was man den dort auftauchenden Manuskripten vorwerfen könnte, wenn man von origineller Rechtschreibung einmal absieht.
Drittens behaupte ich: Die meisten SF-Konsumenten - und ich bin da auch nur ein Schaf in der Herde der Verblödeten - will keine "originellen", "innovativen", "experimentierfreudigen" SF-Romane lesen, sondern schlicht am Abend eine vergnügliche Lesestunde mit exakt den Topoi, Mustern und Protagonisten erleben, die uns schon vor zehn Jahren Spaß gemacht haben.
Alter Wein in neuen Schläuchen?
Hier ist mein Glas. Schenkt ein.
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Re: Science Fiction am Ende?
Diboo hat geschrieben: ...Drittens behaupte ich: Die meisten SF-Konsumenten - und ich bin da auch nur ein Schaf in der Herde der Verblödeten - will keine "originellen", "innovativen", "experimentierfreudigen" SF-Romane lesen, sondern schlicht am Abend eine vergnügliche Lesestunde mit exakt den Topoi, Mustern und Protagonisten erleben, die uns schon vor zehn Jahren Spaß gemacht haben.
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Besser gut geklaut als schlecht ausgedacht.
Aber das Ausgangslamento dieses Stranges beklagte eigentlich die "mangelnden Denkanstöße"; was für mich jedenfalls zwei Paar Schuhe sind. Ob ich mein Denken anstoße oder nicht, liegt wohl eher an mir als an meinen Büchern. Eigentlich sind z.B. alle Liebes- und Kriegsgeschichten "trivial", weil sich beides weder in Hinblick auf "Sinn und Zweck" noch im grundlegenden Ablauf wesentlich ändert. Weder im richtigen Leben, noch im literarischen Spiegelbild. Den Unterschied bei letzterem machen höchstens die Girlanden, ob die jeweilige Sache als eine romantisch verklärte Idealisierung, eine bittere Erfahrung, eine totale Katastrophe oder das ultimative Ziel jeglichen menschlichen Lebens dargestellt wird.
Neue Denkanstöße dabei oder selbst neue Kombinationen der jeweiligen Elemente sind nicht zu erwarten, trotzdem wird man mit beiden Themen auch in absehbarer Zukunft nicht durch sein. Was man beim einen natürlich mehr bedaurn darf als beim anderen, aber trotzdem.
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Re: Science Fiction am Ende?
Oh, ich hätte gern was originelles gelesen …
Ihr redet euch doch bloß raus.
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Re: Science Fiction am Ende?
Nö.Andreas Eschbach hat geschrieben:Die Frage aller Fragen in diesem Zusammenhang ist doch aber die: Woran liegt es, dass wir diese "unglaublich originellen SF-Romane", die wir so vermissen, nicht in der Buchhandlung finden – liegt es daran, dass diese Romane von den Verlagen nicht publiziert, oder liegt es daran, dass sie gar nicht geschrieben werden?
Ich persönlich vermute: Letzteres. Und ich vermute es auf der Grundlage von gefühlt tausend Manuskriptanfängen, Entwürfen, Konzepten, Vorschlägen und sonstigen Texten bislang unveröffentlichter Autoren, die mir im Lauf der Zeit untergekommen sind. Klar hält jeder Autor seinen eigenen Roman für unglaublich originell und noch nie da gewesen, aber mir jedenfalls sind in der weit überwiegenden Hauptsache Aufgüsse von Aufgüssen von ohnehin schon wenig originellen Vorlagen begegnet.
Ist definitiv nicht so. Die "originellen SF-Romane" gibt es und sie werden auch publiziert.
Ich verweise da zum Beispiel auf "Ein Kaiser für Deutschland" oder "Black*Out".
(Da kannst Du jetzt schwerlich widersprechen, nicht wahr ?
Oder, um weiter hier im Forum zu bleiben, auf "Korona". Oder "Magma". Oder ich verweise dezent auf die neue Romanserie, die sich einmal etwas ernsthafter mit galaktischen Diplomaten und exoterrestrischen Gesellschaften auseinandersetzt.
- Bully
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Re: Science Fiction am Ende?
Welches Buch originell ist, hängt davon ab, was der Leser schon kennt.muellermanfred hat geschrieben:Oh, ich hätte gern was originelles gelesen …
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Ich bin wie gesagt nicht der Ansicht, zu wenig lesenswerte Bücher zu haben, mache "lesenswert" aber auch nicht an Originalität oder Denkanstößen fest.
Anderswo known as Yart Fulgen
Re: Science Fiction am Ende?
Oh ja jetzt sind wir bei einem meiner Lieblingsthemen angelangt.
Mir begegnet viel zu oft in Buchbesprechungen,Rezensionen und Kritiken zu SF-Romanen die Aussage der Roman x oder der Roman y wäre langweilig, oder durchschnittsware oder vorhersehbar und was weiß ich nicht alles, weil keine neue Idee enthalten sei. Auch habe ich schon öfter mal gelesen da SF als reine Ideenliteratur gelte würde sie eben als solche auch nicht ernst genommen. Ich frage mich ob das in anderen Genres auch so ist.
Wenn ich schon vorn vornherein mit der Einstellung in einen neuen SF-Roman gehe das ich den abklopfe ob ich die ein odere andere Idee schon so oder ähnlich bei wem anders gelesen habe dann bin ich doch ein armes Schwein. Nie würde ich wirklich befriedigt werden, es sei denn ich lüge mir was in die Tasche. Wie wir wissen sind ja auch die Wahrnehmungen solcher überschneidungen je nach Leser extrem unterschiedlich. Was der eine als total abgekupfert bei xy empfindet, sieht der nächste anders. Eines ist doch klar. Jeder von uns der hier als langjähriger Fan unterwegs ist würde vermutlich zu jeder erdachten Technik, Geschichte oder kniff eines neu erschienen SF-Werkes historische Beispiele aus anderen Romanen auflisten wo das der Herr son und so auch schon drinne hatte. Alfred kann das ziemlich gut, er hat ja auch vermutlich mehr gelesen als ich noch schaffen werde....
Es ist schön wenn man das ein oder andere als feine Idee empfindet und dies lobend erwähnt, aber von vorneherein die neue Idee als Kriterium für die Qualtiät eines SF-Romans zu postulieren wie es des öfteren geschieht, halte ich für falsch. Das möchte ich auch insbesondere mal in Richtung derjenigen los werden die in diversen Gremien sitzen welche Preise verleihen.
Das SF-Fans in der Mehrheit konservativ sind und in gewisser Weise bedient werden wollen würde ich sofort unterschreiben, weil das gilt in gewissem Maße auf jeden Fall auch für mich. Daneben habe ich nichts dagegen mal neues auszuprobieren, wenn ich da bisher auch selten fündig wurde aber ich gebs nicht auf. Aber schön ist es doch wenn man als SF- Serienjunkie gewisse Standard Nahrung beziehen kann wo man genau weiß was man will und das auch bekommt. Was ist daran falsch?
Und ich gebs ja zu.. würde die Zunkunft der SF aussehen wie das Buch welches letztes Mal den Deutschen SF Preis gewonnen hat, ich würde der SF sofort den Rücken kehren. Gleichzeitig habe ich letztes Jahr wunderbare SF-Romane aus deutschen Federn gelesen wie "Alles bleibt anders" von Siegfried Langer, Kinder der Ewigkeit von Andreas Brandhorst und die Tentakeltriologie von Dirk. Alles tolle SF, nirgendwo wirklich die neue zündende Idee die noch nie da war. Einmal Invasion, einmal Parallelwelt und einmal sehr weit in die Zukunft gesponnene Space Opera. Das sind tolle Geschichten Leute... mehr und besser brauchts doch gar nicht sein, es ist schon auf ziemlich hohem Level und ich bin sicher da gibts noch viel mehr das ich noch entdecken werde.
Wenn man heute verklärten Blickes über die tollen Klassiker von einst fabuliert sollte man vermutlich auch mal darüber nachdenken was diese Herren denn damals bei erscheinen damit verdienten, welchen Stellenwert die Romane damals hatten etc.
Mir begegnet viel zu oft in Buchbesprechungen,Rezensionen und Kritiken zu SF-Romanen die Aussage der Roman x oder der Roman y wäre langweilig, oder durchschnittsware oder vorhersehbar und was weiß ich nicht alles, weil keine neue Idee enthalten sei. Auch habe ich schon öfter mal gelesen da SF als reine Ideenliteratur gelte würde sie eben als solche auch nicht ernst genommen. Ich frage mich ob das in anderen Genres auch so ist.
Wenn ich schon vorn vornherein mit der Einstellung in einen neuen SF-Roman gehe das ich den abklopfe ob ich die ein odere andere Idee schon so oder ähnlich bei wem anders gelesen habe dann bin ich doch ein armes Schwein. Nie würde ich wirklich befriedigt werden, es sei denn ich lüge mir was in die Tasche. Wie wir wissen sind ja auch die Wahrnehmungen solcher überschneidungen je nach Leser extrem unterschiedlich. Was der eine als total abgekupfert bei xy empfindet, sieht der nächste anders. Eines ist doch klar. Jeder von uns der hier als langjähriger Fan unterwegs ist würde vermutlich zu jeder erdachten Technik, Geschichte oder kniff eines neu erschienen SF-Werkes historische Beispiele aus anderen Romanen auflisten wo das der Herr son und so auch schon drinne hatte. Alfred kann das ziemlich gut, er hat ja auch vermutlich mehr gelesen als ich noch schaffen werde....
Es ist schön wenn man das ein oder andere als feine Idee empfindet und dies lobend erwähnt, aber von vorneherein die neue Idee als Kriterium für die Qualtiät eines SF-Romans zu postulieren wie es des öfteren geschieht, halte ich für falsch. Das möchte ich auch insbesondere mal in Richtung derjenigen los werden die in diversen Gremien sitzen welche Preise verleihen.
Das SF-Fans in der Mehrheit konservativ sind und in gewisser Weise bedient werden wollen würde ich sofort unterschreiben, weil das gilt in gewissem Maße auf jeden Fall auch für mich. Daneben habe ich nichts dagegen mal neues auszuprobieren, wenn ich da bisher auch selten fündig wurde aber ich gebs nicht auf. Aber schön ist es doch wenn man als SF- Serienjunkie gewisse Standard Nahrung beziehen kann wo man genau weiß was man will und das auch bekommt. Was ist daran falsch?
Und ich gebs ja zu.. würde die Zunkunft der SF aussehen wie das Buch welches letztes Mal den Deutschen SF Preis gewonnen hat, ich würde der SF sofort den Rücken kehren. Gleichzeitig habe ich letztes Jahr wunderbare SF-Romane aus deutschen Federn gelesen wie "Alles bleibt anders" von Siegfried Langer, Kinder der Ewigkeit von Andreas Brandhorst und die Tentakeltriologie von Dirk. Alles tolle SF, nirgendwo wirklich die neue zündende Idee die noch nie da war. Einmal Invasion, einmal Parallelwelt und einmal sehr weit in die Zukunft gesponnene Space Opera. Das sind tolle Geschichten Leute... mehr und besser brauchts doch gar nicht sein, es ist schon auf ziemlich hohem Level und ich bin sicher da gibts noch viel mehr das ich noch entdecken werde.
Wenn man heute verklärten Blickes über die tollen Klassiker von einst fabuliert sollte man vermutlich auch mal darüber nachdenken was diese Herren denn damals bei erscheinen damit verdienten, welchen Stellenwert die Romane damals hatten etc.
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Re: Science Fiction am Ende?
Ich auch nicht. Ich komme nicht einmal Ansatzweise mit dem Lesen der Bücher hinterher, die mich wirklich brennend interessieren. Und ich lese im Jahr an die 80 Bücher. (Gut, neben SF lese ich auch viele andere Genres)Bully hat geschrieben:Welches Buch originell ist, hängt davon ab, was der Leser schon kennt.muellermanfred hat geschrieben:Oh, ich hätte gern was originelles gelesen …
Ihr redet euch doch bloß raus.
Ich bin wie gesagt nicht der Ansicht, zu wenig lesenswerte Bücher zu haben, ...
Meine Internetseite (mit Buchbesprechungen): http://lesenswelt.de/
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Re: Science Fiction am Ende?
Also ich finde die Begleitbriefe dazu meistens sehr originell.Diboo hat geschrieben:Zweitens: Wenn ich von dem ausgehe, was bei mir bekannten Kleinverlagen auf dem Tisch landet, ist "Originalität" nichts, was man den dort auftauchenden Manuskripten vorwerfen könnte, wenn man von origineller Rechtschreibung einmal absieht.
"50.000 als Erstauflage dürften zunächst reichen, und wenn dann innerhalb eines halben Jahres die Filmrechte verkauft sind, kann man von einer entsprechenden Nachauflage ab 100.000 ausgehen."
(Originalzitat, in abgewandelter Form von mehreren Autoren.)
Was gar nicht originell ist, ist immer die Anpreisung der Geschichte: "Abseits des Mainstreams finden Sie hier eine ganz neue, noch nie dagewesene Geschichte vor, unglaublich spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit tiefgründigen philosophischen ............ rhabarbersabbelblah ..." (Und dann ist es 100% Meyer-Kopie, ein Tagebuch, Harry Potter, Star Trek, Star Gate, Star Wars und Herr der Ringe. Und natürlich Zillionen von Games.)
Ach ja, einmal hab ich einen Klon meiner eigenen SpellForce-Trilogie angeboten bekommen ...
Ein Autor hat mal sein Angebot nach 2 Tagen zurückgezogen mit der Begründung, er habe meine Leseproben angeschaut, und dieses Niveau könne er niemals erreichen.
Uschi
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