Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
"With their ususal skill..." Hört sich irgendwie ironisch an.
Ich hab alle Prequels gelesen (zum Glück geschenkt bekommen, hätte mich sonst im Nachhinein wahnsinnig geärgert). War auch mal anders... Und mit anders meine ich flach. Selten so eindimensionale Charaktere gesehen.
Und jetzt neue Bücher.
Paul of Dune: Muadib lässt den ersten Oppositionellen erschießen, eröffnet dann ein neues Einkaufszentrum in Downtown Arrakeen und muss dann flugs zurück an seinen Schreibtisch, um das Universum zu regieren. Spannend! Es wird wohl Gründe gehabt haben, dass Papa Herbert Dune Messiah erst Jahre nach Dune beginnen lässt. Hätte er Sohnemann vielleicht mal mitteilen sollen.
Winds of Dune hört sich noch viel toller an. Das Problem wird dasselbe wie mit den Prequels sein. Wenn man die ganze Vorgeschichte kennt wird es einfach langweilig. Wenn alle angedeuteten Begebenheiten ausgewalzt werden, verlieren sie ihren Reiz. Das ging mir bei den Prequels so. Das ging mir bei den neuen Star Wars-Filmen so.
Liest man jetzt die Prequels zuerst und dann Dune, lässt einen die Enthüllung, dass der Baron Jessicas Vater ist doch total kalt.
Mich wundert es nur, Brian Herbert nicht längst aus der Familie verstoßen wurde.
Ich hab alle Prequels gelesen (zum Glück geschenkt bekommen, hätte mich sonst im Nachhinein wahnsinnig geärgert). War auch mal anders... Und mit anders meine ich flach. Selten so eindimensionale Charaktere gesehen.
Und jetzt neue Bücher.
Paul of Dune: Muadib lässt den ersten Oppositionellen erschießen, eröffnet dann ein neues Einkaufszentrum in Downtown Arrakeen und muss dann flugs zurück an seinen Schreibtisch, um das Universum zu regieren. Spannend! Es wird wohl Gründe gehabt haben, dass Papa Herbert Dune Messiah erst Jahre nach Dune beginnen lässt. Hätte er Sohnemann vielleicht mal mitteilen sollen.
Winds of Dune hört sich noch viel toller an. Das Problem wird dasselbe wie mit den Prequels sein. Wenn man die ganze Vorgeschichte kennt wird es einfach langweilig. Wenn alle angedeuteten Begebenheiten ausgewalzt werden, verlieren sie ihren Reiz. Das ging mir bei den Prequels so. Das ging mir bei den neuen Star Wars-Filmen so.
Liest man jetzt die Prequels zuerst und dann Dune, lässt einen die Enthüllung, dass der Baron Jessicas Vater ist doch total kalt.
Mich wundert es nur, Brian Herbert nicht längst aus der Familie verstoßen wurde.
Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Hier ein paar Bilder, die wir paradoxerweise ja doch sehen können (denn sie sind ja auf der Seite), allerdings von einem Film, den wir meiner Meinung nach nie sehen werden:
http://blastr.com/2010/09/concept-art-from-the-dune.php
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
In der Nachbetrachtung sehe ich die Prequels als nicht besonders wertvoll für den Zyklus an. Den besten Eindruck habe ich immer noch von Frank Herberts Romanen, und da vor allem die ersten drei.
- Uschi Zietsch
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Yep.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Frank Herberts Wüstenplanet-Zyklus habe ich im 5. Buch irgendwann im letzten Drittel abgebrochen. Am besten hat mir der 2. Teil gefallen. Allerdings insgesamt gesehen das ganze eher weniger. Ich finde es schon bemerkenswert wie berühmt die Bücher sind und wie hoch Sie eingeschätzt werden. Dabei ist für mich klar das gerade die Art von Herberts Schreibe sicherlich unterschiedliche Geschmäcker anzieht. Mein Fall war es wie gesagt eher nicht. Aber viel schlimmer bspw als sein Stil, war für mich das Gefühl, nach dem 2 Roman in einer Endlosschleife festzustecken. Die Bücher sind irgendwie immer das gleiche. Das starke Gefühl absolut irrelevantes zu lesen das mich langweilte, seine unfähigkeit mal auf den Punkt zu kommen brachte mich zum Schluß das ich jetzt nicht auch noch 1,5 Bücher weiter langeweile aushalten muss um das ganze für mich abschliessend zu bewerten.
Wäre Dune ein Einzelroman, hätte ich es als ganz nett, jedoch nicht weiter erwähnenswert bewertet. Band 2 ein guter und mutiger Kontrapunkt zum ersten, der Rest ist für mich überflüssig. Er hat nichts neues zu sagen/bieten.
Wäre Dune ein Einzelroman, hätte ich es als ganz nett, jedoch nicht weiter erwähnenswert bewertet. Band 2 ein guter und mutiger Kontrapunkt zum ersten, der Rest ist für mich überflüssig. Er hat nichts neues zu sagen/bieten.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Ich habe mich im Lauf der Jahre duch alle Bände sowie alle Pre- und Sequels durchgearbeitet (teilweise sogar: durchgequält). Im Rückblick bleibt nur Frank Herberts allererster Band als wirklich rundum gelungenes Science-Fiction-Werk übrig. Bereits Band 2 und 3 gleiten aus meiner Sicht zu sehr ins Monströse ab, ich konnte mich mit den Protagonisten nicht mehr so gut identifizieren. Ich habe weitergelesen, weil mich einerseits der Weltentwurf fasziniert hat und weil ich andererseits wissen wollte, wie es weitergeht.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Dune kann man ja auch als Einzelroman lesen, man muss sich die Fortsetzungen nicht unbedingt geben. Der Ruf von "Dune" gründet sich nach meiner Kenntnis und Beobachtung eigentlich ausschließlich auf Band 1, also "Dune". Ich habe alle Romane des Zyklus (also nicht etwa die Fan-Fiction von Sohnemann und Anderson) gelesen, und mir gefällt der Zyklus sehr gut. Aber an Band 1 reicht kein Folgeband heran. "Dune Messiah" ist immerhin eine gelungene Fortsetzung, "Children" fand ich eher mäßig, "God Emperor" wiederum sehr gut und erstaunlich, in welchem Ausmaß Herbert in der Zeit voran schreitet und den Planeten verändert. "Heretics" und "Chapter House" waren dann befriedigend, aber auch nichts ganz großes.
Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Naja, es handelt sich nunmal um den Herrscher des uns bekannten Universums. Paul lebt nicht mehr in einem kleines Sietch zwischen ein paar Felsen. Alles andere als Monströsität hätte ich Herbert auch nicht abgenommen. Und das man sich mit dem Protagonisten nicht mehr so gut identifizieren kann, kann ich gut verstehen. Er ist halt ein totalitärer Herrscher und damit eine eigentlich eine Dreckssau. Und gerade das fand ich das spannende. Herbert bricht hier das Ende von Dune völlig auf. Da hatten wir an der Oberfläche ein Märchen-Ende mit "Und wenn sie nicht gestorben sind..." Und es stellt sich die Frage ist Paul besser oder schlechter als Shaddam. Hier findet ja auch eine Art Rollentausch statt. Normalerweise hat man einen Helden, einen under dog, der sich gegen das scheinbar übermächtige Böse auflehnen muss. In Dune Messiah sind die Bösewichte die under dogs, weil ihnen kein ganzen Imperium zur Verfügung steht. Das fand ich von Herbert unglaublich mutig.Gernot hat geschrieben: Bereits Band 2 und 3 gleiten aus meiner Sicht zu sehr ins Monströse ab, ich konnte mich mit den Protagonisten nicht mehr so gut identifizieren.
Wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. Interessant! Gottkaiser fand ich am enttäuschendsten, weil ich keinen Plan mehr hatte, was Leto II eigentlich wollte. Ketzer und Ordensburg hat mir dann wieder besser gefallen. Ich wusste zwar immer noch nicht worauf Herbert hinauswollte, aber immerhin wirkte das wie ein frischer Neuanfang.Doop hat geschrieben: "God Emperor" wiederum sehr gut und erstaunlich, in welchem Ausmaß Herbert in der Zeit voran schreitet und den Planeten verändert. "Heretics" und "Chapter House" waren dann befriedigend, aber auch nichts ganz großes.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Ich oute mich hier jetzt auch mal als großer Dune-Fan. Herberts Machtphilosophie finde ich interessant und nicht nur für menschliche Lebewesen einprägenswert. Man merkt ganz deutlich, dass Herbert ein guter Beobachter sozialer Strukturen ist. Seine logischen Schlussfolgerungen lässt er gekonnt in eine spannende, epische Handlung einfließen. Man erkennt sowohl die europäischen Königshäuser als auch afrikanische Wüstenstämme wieder. Ich könnte noch viel mehr hierzu sagen, mache ich auch noch, aber das ist erst mal der Kern dessen, was mich überzeugt hat, nach dem ersten Band weiterzulesen. Ich habe übrigens alle Bände gelesen. Und werde es aller Voraussicht nach irgendwann wieder tun.
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PS: Die Filme habe ich nicht alle gesehen, aber das werde ich noch nachholen.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Ich meinte mit "monströs" gar nicht so sehr die Gut-böse-Problematik, sondern eher das Entfernen vom Menschlichen, vom menschlichen Maß und von menschlichen Begrenzungen. Ein hellseherischer Weltherrscher ist keine Idendifikationsfigur, und ein jahrtausendealter Wurm schon gar nicht, ebensowenig die besessene Alia oder die diversen Gholas. Irgendwie entgleiten mir da die Figuren, denen ich im ersten Teil noch nahe sein konnte.Montag hat geschrieben:Naja, es handelt sich nunmal um den Herrscher des uns bekannten Universums. Paul lebt nicht mehr in einem kleines Sietch zwischen ein paar Felsen. Alles andere als Monströsität hätte ich Herbert auch nicht abgenommen. Und das man sich mit dem Protagonisten nicht mehr so gut identifizieren kann, kann ich gut verstehen. Er ist halt ein totalitärer Herrscher und damit eine eigentlich eine Dreckssau. Und gerade das fand ich das spannende. Herbert bricht hier das Ende von Dune völlig auf. Da hatten wir an der Oberfläche ein Märchen-Ende mit "Und wenn sie nicht gestorben sind..." Und es stellt sich die Frage ist Paul besser oder schlechter als Shaddam. Hier findet ja auch eine Art Rollentausch statt. Normalerweise hat man einen Helden, einen under dog, der sich gegen das scheinbar übermächtige Böse auflehnen muss. In Dune Messiah sind die Bösewichte die under dogs, weil ihnen kein ganzen Imperium zur Verfügung steht. Das fand ich von Herbert unglaublich mutig.Gernot hat geschrieben: Bereits Band 2 und 3 gleiten aus meiner Sicht zu sehr ins Monströse ab, ich konnte mich mit den Protagonisten nicht mehr so gut identifizieren.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Das ist es, was auch mir an diesem Universum gefällt: Es ist in sich logisch geschlossen, ein großes Ganzes, dessen Fremdartigkeit mit Vertrautem gemildert wird, eben durch den Rückgriff auf irdische Feudal- und Stammesstrukturen. Die epische Handlung kann ich, wie schon in anderen Postings beschrieben, vor allem im ersten Teil gut nachvollziehen.fictionality hat geschrieben:Ich oute mich hier jetzt auch mal als großer Dune-Fan. Herberts Machtphilosophie finde ich interessant und nicht nur für menschliche Lebewesen einprägenswert. Man merkt ganz deutlich, dass Herbert ein guter Beobachter sozialer Strukturen ist. Seine logischen Schlussfolgerungen lässt er gekonnt in eine spannende, epische Handlung einfließen. Man erkennt sowohl die europäischen Königshäuser als auch afrikanische Wüstenstämme wieder. Ich könnte noch viel mehr hierzu sagen, mache ich auch noch, aber das ist erst mal der Kern dessen, was mich überzeugt hat, nach dem ersten Band weiterzulesen. Ich habe übrigens alle Bände gelesen. Und werde es aller Voraussicht nach irgendwann wieder tun.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Ach so! Dem kann ich natürlich zustimmen. Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung, was zum Beispiel das mit dem Goldenen Pfad sollte. Dieses Wissen bleibt wohl dem Club der größenwahnsinnigen Weltenherrscher vorbehalten.Gernot hat geschrieben:Ich meinte mit "monströs" gar nicht so sehr die Gut-böse-Problematik, sondern eher das Entfernen vom Menschlichen, vom menschlichen Maß und von menschlichen Begrenzungen.
P.S: Allerdings brauche ich nicht immer einen Charakter, mit dem ich mich identifizieren kann.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Wenn ich mich noch richtig erinnere (ist schon ein paar Jahre her, dass ich die Bücher gelesen habe) ging es beim Goldenen Pfad darum, eine Ära ohne Krieg und Not zu haben, in der alle Menschen in Frieden und relativem Wohlstand leben können. Davor war ja immer was am Kochen, weil sich z.B. die Harkonnen mit den Atreiden gezofft haben etc.Montag hat geschrieben:Gernot hat geschrieben:Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung, was zum Beispiel das mit dem Goldenen Pfad sollte.
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Re: Dune - die Bücher, die Filme, der Rest
Nein. Es ging beim "Goldenen Pfad" darum, die Menschheit gegenüber der Hellseherei "unsichtbar" zu machen, wie es erstmals bei Siona im "Gottkaiser" auftrat und zur Zeit der "Ordensburg" bei allen Menschen (mit Ausnahme etwa der Idaho-Gholas) der Fall war. Gemeinsam mit der "Diaspora", der Verstreuung der Menschheit über das gesamte Universum, wollte Leto sicherstellen, daß niemals wieder alle Menschen unter die Herrschaft einer einzelnen Macht gezwungen oder von einem externen Feind ausgelöscht werden konnten.Ben B. Black hat geschrieben: Wenn ich mich noch richtig erinnere (ist schon ein paar Jahre her, dass ich die Bücher gelesen habe) ging es beim Goldenen Pfad darum, eine Ära ohne Krieg und Not zu haben, in der alle Menschen in Frieden und relativem Wohlstand leben können. Davor war ja immer was am Kochen, weil sich z.B. die Harkonnen mit den Atreiden gezofft haben etc.