Am Horizont sah man den Mond auftauchen, der gerade seine vollste Rundung erreicht hatte.
"Zum Mond müßte man fliegen", sagte Gernot vor sich hin, "das wäre eine Nummer besser."
"Genau, zum Mond! Wahnsinn! Die autonome Weltraumfahrt, mit einfachsten Mitteln, ohne aufwendige Technologie. Willst du auch noch ein Bier?"
"Ja, doch."
Heinz ging zum Tresen, während Gernot versonnen auf die dicke gelbe Kugel starrte, die hinter der Scheibe klebte und sich gerade auf den Weg über den Himmel machte. Es war gar nicht undenkbar.
"Das ist gar nicht so unmöglich", sagte er, als Heinz mit den Gläsern zurückkam. "Im Grunde ist nichts unmöglich."
"Wie, was?"
"Vertrauen auf die eigene Kraft, das hat schon damals der Vorsitzende Mao gesagt. Das war gar nicht so dumm."
"Ehrlich gesagt, ich versteh nicht ganz, worauf du hinauswillst."
"Es hat eben nur noch keiner auf eigene Faust versucht. Alles mit Sonnenenergie, einfach auf und davon. Man müßte einfach mal berechnen, wie sich Sonneneinstrahlung in Schubkraft umsetzen läßt. Wenn man genug Zeit hätte. Man müßte nur an das Material kommen. Ich könnte zumindest mal einen Plan machen."
Anmerkung: Die Person im Buch heißt wirklich Gernot, da habe ich nicht geschummelt.



