Das ist mir völlig klar. Trotzdem, dieser Ausdruck war mir in dem Moment zu modern. Der hat mich richtig gehend kurz aus der Geschichte gerissen. Ich glaub, nen knackiges "Verpiss dich endlich" hätte mich nicht so rausgerissen.Oliver Henkel hat geschrieben:Na ja, er wird vermutlich Englisch denken: Piss off. Und diese Formulierung stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert. Dafür habe ich eine recht passende Übertragung gefunden, nehme ich an. Überhaupt ist Alltags- und Gebrauchssprache immer weit "moderner" und prosaischer, als die schriftsprachlichen Zeugnisse aus früheren Zeiten vermuten lassen. Auch in Goethes Zeit sagte jemand, der sich mit dem Hammer auf den Daumen geschlagen hatte, wohl kaum "Oh! Weh mir! Pein und Ungemach!", sondern schlicht "Scheiße!"Olaf hat geschrieben:Ich bin jetzt schon etwas weiter und der große Plan nimmt Fahrt auf (38 %). Bisher warst Du, Oliver, ja wirklich sehr gut in deiner Zeit drin, aber einen kleinen Lapsus hast du dir dann doch geleistet.
Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Meinem Sprachgefühl nach ist ein "Verpiss dich endlich" hier viel unpassender, als ein simples "Verzieh Dich".Olaf hat geschrieben:Das ist mir völlig klar. Trotzdem, dieser Ausdruck war mir in dem Moment zu modern. Der hat mich richtig gehend kurz aus der Geschichte gerissen. Ich glaub, nen knackiges "Verpiss dich endlich" hätte mich nicht so rausgerissen.
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Frank Böhmert
Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Für "sich verziehen" im Sinne von weggehen, sich trollen etc. gibt mein Grimmsches Wörterbuch als früheste Quelle Zitate aus der Mitte des 16. Jahrhunderts an; deine Übertragung passt also perfekt.Oliver Henkel hat geschrieben:Na ja, er wird vermutlich Englisch denken: Piss off. Und diese Formulierung stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert. Dafür habe ich eine recht passende Übertragung gefunden, nehme ich an.Olaf hat geschrieben:[...]Bisher warst Du, Oliver, ja wirklich sehr gut in deiner Zeit drin, aber einen kleinen Lapsus hast du dir dann doch geleistet.
Zuletzt geändert von Frank Böhmert am 20. April 2012 09:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Stand HC 308
Das Buch wird immer spannender, man will es gar nicht aus der Hand legen.
Also von mir weiterhin
Das Buch wird immer spannender, man will es gar nicht aus der Hand legen.
Die Handlung nimmt aber einige lustige Schlenker. Der Oliver hantiert mit einem größer werdenden Figurenensemble, sehr schön übrigens, dass der Bob aus dem Prolog wieder auftaucht und vielleicht sogar eine Schlüsselrolle bekommt, ich ahne da etwas.
Endlich kommt auch die Grat Eastern ins Spiel. Das Schiff ist schon ein beeindruckendes Gefährt und ich hab vor diesem Buch auch noch nie davon gehört, jedenfalls nicht erinnerlich. Allerdings vermute ich hier, dass es kein gutes Ende mit dem Titanen nimmt.
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Kleiner Vorschlag:
Wie wäre es, wenn jeder immer schreibt, an welchem Tag er gerade ist? Wäre tzur Orientierung zwischen ebook und print vielleicht praktischer.
Ich bin grad am 31.12.1862 und jemand schöpft wieder Hoffung in einem hoffnunglosen Fall ....
Und die Probleme von Karolina ziehen jetzt immer größere Kreise. Irgendwie befürchte ich ja, daß das Ganze tatsächlich in einer richtig großen Katastrophe endet.
Was den Kolowrath angeht, bin ich aber ziemlich fest von überzeugt, daß er wirklich Österreicher ist. Entweder das, oder Oliver führt uns etwa so an der Nase herum wie Andreas damals in „Der Nobelpreis".
Wie wäre es, wenn jeder immer schreibt, an welchem Tag er gerade ist? Wäre tzur Orientierung zwischen ebook und print vielleicht praktischer.
Ich bin grad am 31.12.1862 und jemand schöpft wieder Hoffung in einem hoffnunglosen Fall ....
Und die Probleme von Karolina ziehen jetzt immer größere Kreise. Irgendwie befürchte ich ja, daß das Ganze tatsächlich in einer richtig großen Katastrophe endet.
Was den Kolowrath angeht, bin ich aber ziemlich fest von überzeugt, daß er wirklich Österreicher ist. Entweder das, oder Oliver führt uns etwa so an der Nase herum wie Andreas damals in „Der Nobelpreis".
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Kolowrath findet man ja im böhmischen Adel. Vielleicht gehört er ja zu tschechischen Separatisten, die eigentlich gegen den Deutschen Bund und Österreich opponieren. WRATH ist aber auch ein englisches Wort.
Wer weiß, was der Olli da mit uns noch vor hat.
Ach ja, Stand 15.12.1862
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
14.12.1862
HC, S. 298
Da trickst Oliver ein wenig.
Wenn Healey behauptet, dass er so gar kein Talent dafür habe, eine Person zu beschreiben, und dies deshalb unterbleibt, dann habe ich das Gefühl, dass sonst die Geschichte nicht so funktionieren würde.
Ist aber okay - ist mir halt nur aufgefallen.
HC, S. 298
Da trickst Oliver ein wenig.
Wenn Healey behauptet, dass er so gar kein Talent dafür habe, eine Person zu beschreiben, und dies deshalb unterbleibt, dann habe ich das Gefühl, dass sonst die Geschichte nicht so funktionieren würde.
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Mir ist da sofort das hier durch den Kopf gegangen:breitsameter hat geschrieben:14.12.1862
HC, S. 298
Da trickst Oliver ein wenig.![]()
Wenn Healey behauptet, dass er so gar kein Talent dafür habe, eine Person zu beschreiben, und dies deshalb unterbleibt, dann habe ich das Gefühl, dass sonst die Geschichte nicht so funktionieren würde.
Ist aber okay - ist mir halt nur aufgefallen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Prosopagnosie
aber du hast schon recht, irgendwie war das schon ein trick, um Krüger noch lnger unentdeckt zu lassen.
Aber langsam könnte wirklich mal jemand ihm auf die Schliche kommen.
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Kleiner Typo für Nachauflage und eBook
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Jetzt geht's wirklich ab. Ich bin beim 22. Dezember 1862 (Position 6548), aber am 20. Dezember hat Lincoln ein wichtiges Geheimtreffen. Ich nehme an, wir werden in DIESEM Roman nicht mehr erfahren, wie Karolina an Preußen fiel, aber ich bin jetzt schon sehr gespannt, was Oliver sich da ausgedacht hat. Und dieses Treffen wirbelt eigentlich alles durcheinander. Wow, das kam unerwartet! 
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
ging mir genausobreitsameter hat geschrieben:Jetzt geht's wirklich ab. Ich bin beim 22. Dezember 1862 (Position 6548), aber am 20. Dezember hat Lincoln ein wichtiges Geheimtreffen. Ich nehme an, wir werden in DIESEM Roman nicht mehr erfahren, wie Karolina an Preußen fiel, aber ich bin jetzt schon sehr gespannt, was Oliver sich da ausgedacht hat. Und dieses Treffen wirbelt eigentlich alles durcheinander. Wow, das kam unerwartet!
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Und das, obwohl ich in keine einzige Folge der Serie gesehen habe.lapismont hat geschrieben:Babylon5-Feeling
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Elfenwerk!Oliver Henkel hat geschrieben:Und das, obwohl ich in keine einzige Folge der Serie gesehen habe.lapismont hat geschrieben:Babylon5-Feeling
Stand HC 386; 29.12.1862
Es passiert eine ganze Menge und selten so, wie man dass dachte. Ein wenig stört mich der Berichtston, der immer wieder auftaucht. Da wird es recht nüchtern.
Aber dazwischen gibt es auch eine ganze Menge Humor. Sehr gefreut habe ich mich über Amalies "Ach du liebes bisschen!", was man wohl nicht all zu oft in der Literatur findet, hier jedoch wunderbar passte.
Oliver hält mich auf jeden Fall bei der Stange, ich will unbedingt wissen, wie das alles weiter geht und wie es sich fügt. Dabei weiß ich auch noch gar nicht, ob ich nun ein vergnügliches Ende wünsche oder ein großes Reinemachen. So viele interessante Figuren und nur noch so wenige Seiten ...
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Jetzt hat die Cloud-Technologie mal einen Vorteil! Die neue Verabredung, dass wir uns an den Daten orientieren, missfiel mir erst, weil ich auf diese Überschriften nie achte, Kindlebesitzer die Seitenzahl auch einfach per Dreisatz ausrechnen können und weil ich das Buch zu Hause auf dem Kindle lese und den im Büro, wo ich das hier schreibe, nicht greifbar habe und so das Datum, dass ich mir nie merke, nicht nachsehen kann. Jetzt kommt die Cloud zum Zuge, ich kann einfach meine Kindle-App auf dem Handy
fragen und die sagt mir:
12. Dezember (45%, ca Seite 260)
Da ich nun die letzte Woche erwähnte Kurzgeschichtenjurytätigkeit hinter mir habe, kann ich mich voll und ganz dem Leviathan widmen und komme jetzt deutlich schneller vorwärts. Auf zwei von Florian aufgeworfene Fragen will ich kurz eingehen:
12. Dezember (45%, ca Seite 260)
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Re: Lesezirkel »Die Fahrt des LEVIATHAN« von Oliver Henkel
Das ist durchaus ein erwünschter Effekt, zumindest streckenweise. Wann immer Pfeyfer in seiner Eigenschaft als in festen Bahnen denkender Offizier handelt oder im Mittelpunkt steht, habe ich versucht, den Erzähltonfall ein wenig anzupassen - in etwa wie die Hintergrundmusik in einem Film, die ja auch gerne mal den Charakter der jeweils aktiven Person unterstreicht.lapismont hat geschrieben:Ein wenig stört mich der Berichtston, der immer wieder auftaucht. Da wird es recht nüchtern.