Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Im Idealfall ist es einfach nur eine gute Geschichte.
Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Nö.Dschinnie hat geschrieben:Wenn ich eine Geschichte im Kopf habe, die auf der Erde nicht funktioniert, die aber keine klassischen Fantasy-Elemente enthält wie Magie, Unsterbliche oder Dämonen - muss das SF sein. Oder?
Warum?
Fantasy setzt doch keine Dämonen, Elfen (bäääääh) und Zwerge vorraus, oder?
Science Fiction muss doch nicht zwingend immer mit Technik daherkommen?
Frag dich einfach mal, wo und wie und wann deine Figuren am besten zur Geltung kommen. Ja, die Figuren, keine Ideen und nichts anderes.
Ein Pirat (nur als Beispiel) macht sich gut in der Jetztzeit, in der Vergangenheit sowieso, in alternativen Vergangenheiten auch, in Fantasywelten sind sie daheim, im Weltall die Kirsche auf der Sahnehaube ... aber wo ist der Pirat bei dir im Kopf?
Das musst du dir selber beantworten können, dann kommt der Rest von alleine.
Ja, ich weiß, Eigenwerbung.
Aber mein Phelan Delft, der Held aus "Pate der Verlorenen", entstand aus einer gewissen Geisteshaltung, die die Idee zu der Geschichte darstellte. Phelan sah ich recht schnell vor mir, auch seine Verwandschaftsverhältnisse. Aber ich habe lange gesucht, bis ich ihn in der richtigen Zeit verorten konnte.
Die habe ich schließlich weit in der Zukunft gefunden. (Hätte aber genausogut auch in der Vergangenheit oder auf dem mittelalterlichen Planenten Xwarg sein können)
Dadurch, dass ich die passende Zeit für meinen Helden gefunden hatte, fielen auch die anderen Puzzlestücke recht schnell an ihre richtigen Plätze. Wie ist die Idee in dieser Zeit umzusetzen, wie würde Phelan hier und jetzt damit umgehen, was macht sein Gegenspieler, wie spielen die technischen Gegebenheiten in die Idee mit hinein, bzw. wie beeinflussen sie die Handlungen meiner Figuren ... ?
Ich wollte eigentlich keine Space Opera schreiben. Ich dachte mir, wenn ich sowas mache, sagt eh jeder Verleger "Nein danke", und wenn du sie doch unterbringen kannst, liegt sie wie Blei in den Regalen.
Space Opera made in Germany?
Aber die Idee und die Figur des Phelan Delft gaben mir die Zeit einfach vor. Der Rest kam dann ganz von alleine.
Und jetzt isse da, die Space Opera made in Germany
(Und ehrlich gesagt bin ich stolz wie Oscar aus der Tonne auf mein Debut, das eigentlich vor beinahe 10 Jahren als Fantasyroman geplant war)
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Entschuldige, ich verstehe nicht genau, was du damit sagen willst und auf welche meiner Aussagen du dich beziehst. (Was kommt statt der Pünktchen? Findest du jetzt das militärische Umfeld schlecht oder die die moralinsauren Menscheleien, oder die Kombination? Welche moralinsauren Menscheleien meinst du? Was sind "solche Dinge"? ...)muellermanfred hat geschrieben:Gernot, mal ehrlich: moralinsaure Menscheleien im militärischen Umfeld … „Star Trek“ hat ja doch viel Schönes, aber solche Dinge machen viel an TNG und Voyager schlicht unguckbar. Und ich war da sehr geduldig. Aber wir schweifen ab …
Nachdem du mich direkt ansprichst, bitte ich dich, mir das zu erklären.
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Das ist inzwischen sogar schon ein Leistungsmerkmal:Dirk hat geschrieben:Nö.Dschinnie hat geschrieben:Wenn ich eine Geschichte im Kopf habe, die auf der Erde nicht funktioniert, die aber keine klassischen Fantasy-Elemente enthält wie Magie, Unsterbliche oder Dämonen - muss das SF sein. Oder?
Warum?
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
man, der Post hat sowas von Recht. Ich mag den Typ.Knochenmann hat geschrieben:Das ist inzwischen sogar schon ein Leistungsmerkmal:Dirk hat geschrieben:Nö.Dschinnie hat geschrieben:Wenn ich eine Geschichte im Kopf habe, die auf der Erde nicht funktioniert, die aber keine klassischen Fantasy-Elemente enthält wie Magie, Unsterbliche oder Dämonen - muss das SF sein. Oder?
Warum?
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Üsch gönnd ihn auch knuddeln
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Äh, oder einfach ’ne Geschichte, die nicht funktioniert? *duck*
lapismont, das Steampunk-Problem kenne ich. Die Settings sind oft faszinierend, die Schnörkel erste Sahne, aber sich selbst sowas ausdenken, da zucken meine Finger zurück. Es wirkt so beliebig. Damals, als Moorcocks Landleviathan losrollte, da kam ich noch mit, aber was heute unter der Steampunkflagge segelt, ist ja der geballte Romantizismus.
Ich sehe schon, irgendwo muß man einen Faden aus dem Pullover ziehen und dran ziehen. Ein unmögliches Szenario bauen und dann schauen, ob es Geschichten gibt, die nur dort funktionieren können. Ganz faszinierend fand ich dahingehend die bevorstehende Zerstörung des Vavatch-Orbitals (und natürlich Banks’ Orbitale selber) – das schafft schon Spannung an sich, dazu die atemberaubenden Dimensionen …
Danke, ich glaube ich hab’ da noch was in der Schublade. Bis demnächst!
lapismont, das Steampunk-Problem kenne ich. Die Settings sind oft faszinierend, die Schnörkel erste Sahne, aber sich selbst sowas ausdenken, da zucken meine Finger zurück. Es wirkt so beliebig. Damals, als Moorcocks Landleviathan losrollte, da kam ich noch mit, aber was heute unter der Steampunkflagge segelt, ist ja der geballte Romantizismus.
Ich sehe schon, irgendwo muß man einen Faden aus dem Pullover ziehen und dran ziehen. Ein unmögliches Szenario bauen und dann schauen, ob es Geschichten gibt, die nur dort funktionieren können. Ganz faszinierend fand ich dahingehend die bevorstehende Zerstörung des Vavatch-Orbitals (und natürlich Banks’ Orbitale selber) – das schafft schon Spannung an sich, dazu die atemberaubenden Dimensionen …
Danke, ich glaube ich hab’ da noch was in der Schublade. Bis demnächst!
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Was ich an „Star Trek“ mag, ist das Entdecker-Element. Was ich partiell mag, ist die Interaktion der Sternenimperien – aber da finde ich in der Literatur bessere Beispiele.Gernot hat geschrieben: Findest du jetzt das militärische Umfeld schlecht oder die die moralinsauren Menscheleien, oder die Kombination? Welche moralinsauren Menscheleien meinst du?
Ein Großteil der Handlung hat jedoch mit den Beziehungen der verschiedenen Figuren untereinander zu tun. Das wäre an sich überaus begrüßenswert, wenn es nicht oft so steif und bieder daherkäme. Gerade bei TNG läuft es mir immer wieder kalt den Rücken runter: alle sind so gut, moralisch so hochentwickelt und wenn sie Fehler machen, dann lernen sie schleunigst daraus und der Captain ist der gütig verzeihende Übervater. *schauder*
Derart viel Perfektion und wenig Frust in einem von Befehl und Gehorsam strukturierten hierarchischen Umfeld fand ich von Anfang an extrem unglaubwürdig. Da fehlten Pilles Zynismus und seine in Falten gezogene Stirn genauso wie Kirks lässige Neigung zum Regelbruch. Classic sah zwar billig und künstlich aus, hatte aber wesentlich mehr Menschlichkeit als TNG.
Verständlicher jetzt?
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
@muellermanfred: Ja, vielen Dank!
Vieles von dem, was du schreibst, kann ich auch nachvollziehen, obwohl ich TNG positiver beurteile als du, ich halte diese Serie sogar für die beste aus der Star Trek-Werkstatt. Das ist natürlich auch Geschmackssache und liegt zum Teil auch daran, dass ich Patrick Stewart alias Picard einfach ausgesprochen sympathisch finde. Ich habe auch nichts dagegen, wenn so etwas wie "heile Welt" daherkommt, wo die Guten wirklich gut sind. In dieser Hinsicht kann ich eine gewisse Harmoniesucht nicht verleugnen, auch meine eigenen Geschichten mussten sich schon dem Vorwurf stellen, zu wenig Konflikte, Kanten und Ecken zu zeigen. Ich habe mich - sowohl lesend als auch schreibend - vom Krimi- und Thrillergenre bisher relativ ferngehalten, zu sehr geht es dort um das genüssliche Stochern in den Untiefen der menschlichen Bösartigkeit.
Es scheint aber, dass ich da in der Minderheit bin, die Böslinge oder zumindest zwiespältige Charaktere kommen beim Publikum zumeist doch besser an, das gilt nicht nur für Thriller, sondern auch für SF. Oft schreibt ein Autor - oder ein Verlag - auch "Thriller" aufs Buch, auch wenn SF reinsten Wassers drin ist, in der (wohl auch berechtigten) Hoffnung, das Werk so besser verkaufen zu können.
Auch die Star Trek-Macher haben sich diesem Trend nicht verschließen können. Deep Space Nine ist ja bei weitem nicht so positiv und moralisch "gut" angelegt wie TNG, ich habe irgendwo einmal gelesen, dass das ein bewusster Gegentrend war, als Antwort auf Kritik in der Art, wie du sie vorgebracht hast.
Also kann ich hier zur Frage: "SF, wie geht das?" einen Aspekt beisteuern: Konflikte einbauen, charakterlich und moralisch zwiespältige und vielschichtige Personen! Es kann und darf gestritten werden, auch gekämpft und getötet. Es gibt da eine ganze Palette von Arten der Konfliktaustragung, vom unmittelbaren Kampf mit Fäusten, Stöcken, Strahlenwaffen bis hin zu perfidem Psychoterror. Die interessantesten Konflikte laufen dabei innerhalb der einzelnen Personen ab.
In manchen Schreibratgebern wird fast selbstverständlich davon ausgegangen, dass irgendein Grundkonflikt die Handlung prägt. Da wird nicht gesagt: "Bau einen Konflikt ein!" sondern die Frage "Wo ist der Konflikt?" wird ganz lapidar in der Checkliste für den Plotaufbau als abzuhakender Punkt angeführt. Ich selbst möchte mich nicht immer danach richten und auch weiterhin "liebe", harmonische Geschichten schreiben, aber ganz kann und will ich mich der Forderung nicht entziehen.
Vieles von dem, was du schreibst, kann ich auch nachvollziehen, obwohl ich TNG positiver beurteile als du, ich halte diese Serie sogar für die beste aus der Star Trek-Werkstatt. Das ist natürlich auch Geschmackssache und liegt zum Teil auch daran, dass ich Patrick Stewart alias Picard einfach ausgesprochen sympathisch finde. Ich habe auch nichts dagegen, wenn so etwas wie "heile Welt" daherkommt, wo die Guten wirklich gut sind. In dieser Hinsicht kann ich eine gewisse Harmoniesucht nicht verleugnen, auch meine eigenen Geschichten mussten sich schon dem Vorwurf stellen, zu wenig Konflikte, Kanten und Ecken zu zeigen. Ich habe mich - sowohl lesend als auch schreibend - vom Krimi- und Thrillergenre bisher relativ ferngehalten, zu sehr geht es dort um das genüssliche Stochern in den Untiefen der menschlichen Bösartigkeit.
Es scheint aber, dass ich da in der Minderheit bin, die Böslinge oder zumindest zwiespältige Charaktere kommen beim Publikum zumeist doch besser an, das gilt nicht nur für Thriller, sondern auch für SF. Oft schreibt ein Autor - oder ein Verlag - auch "Thriller" aufs Buch, auch wenn SF reinsten Wassers drin ist, in der (wohl auch berechtigten) Hoffnung, das Werk so besser verkaufen zu können.
Auch die Star Trek-Macher haben sich diesem Trend nicht verschließen können. Deep Space Nine ist ja bei weitem nicht so positiv und moralisch "gut" angelegt wie TNG, ich habe irgendwo einmal gelesen, dass das ein bewusster Gegentrend war, als Antwort auf Kritik in der Art, wie du sie vorgebracht hast.
Also kann ich hier zur Frage: "SF, wie geht das?" einen Aspekt beisteuern: Konflikte einbauen, charakterlich und moralisch zwiespältige und vielschichtige Personen! Es kann und darf gestritten werden, auch gekämpft und getötet. Es gibt da eine ganze Palette von Arten der Konfliktaustragung, vom unmittelbaren Kampf mit Fäusten, Stöcken, Strahlenwaffen bis hin zu perfidem Psychoterror. Die interessantesten Konflikte laufen dabei innerhalb der einzelnen Personen ab.
In manchen Schreibratgebern wird fast selbstverständlich davon ausgegangen, dass irgendein Grundkonflikt die Handlung prägt. Da wird nicht gesagt: "Bau einen Konflikt ein!" sondern die Frage "Wo ist der Konflikt?" wird ganz lapidar in der Checkliste für den Plotaufbau als abzuhakender Punkt angeführt. Ich selbst möchte mich nicht immer danach richten und auch weiterhin "liebe", harmonische Geschichten schreiben, aber ganz kann und will ich mich der Forderung nicht entziehen.
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Das ist ein Missverständnis, Dirk. Ich schreibe meine Geschichten auch um die Figuren. Aber die Frage war ja, wenn ich das aus dem Thread richtig herauslese, wie man einen SF schreibt, der aus sich selbst heraus nur das sein kann. Und das ist eben (auch) bei Geschichten der Fall, die nicht auf der Erde spielen können - aus verschiedenen Gründen - und die eben nicht Fantasy sind.Dirk hat geschrieben:Nö.Dschinnie hat geschrieben:Wenn ich eine Geschichte im Kopf habe, die auf der Erde nicht funktioniert, die aber keine klassischen Fantasy-Elemente enthält wie Magie, Unsterbliche oder Dämonen - muss das SF sein. Oder?
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Fantasy setzt doch keine Dämonen, Elfen (bäääääh) und Zwerge vorraus, oder?
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Zum Thema Star Trek: Ich kann mit den verschiedenen Ablegern wie Voyager, Deep Space Nine und TNG wenig anfangen. Mir ist das Setting zu steril, die Figuren zu glatt, ihr Verhalten zu unglaubhaft. Für mich war tatsächlich der Star Trek Film von J. J. Abrams, trotz der hektischen Videoclip-Kamera-Führung, seit langem der erste interessante aus der Reihe.
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Gernet, gescheite Antagonisten braucht man ja in den meisten Genres, der steht auch bei mir auf der inneren Liste.
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Ich sehe da auch einen Zusammenhang mit der Textlänge. Kurzgeschichten kommen oft ohne ausgefeilte Antagonisten aus, manchmal auch ohne großartige Konflikte. Oft reicht der Platz auch nicht, zum Protagonisten auch noch einen Antagonisten wirklich umfassend einzuführen. In einem Roman sieht die Sache natürlich anders aus. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand eine so tolle Idee (in welchem Genre auch immer) entwickelt, dass die Handlung ohne Konflikte und Widersacher einen längeren Roman wirklich trägt. Und mit dem "längeren Roman" meine ich keinen "Roman mit Längen"!muellermanfred hat geschrieben:Gernet, gescheite Antagonisten braucht man ja in den meisten Genres, der steht auch bei mir auf der inneren Liste.
Oder kennt jemand von euch so einen Roman?
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
@Dschinnie
Ah, okay. Mistverständnis von meinereiner
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Eine harmonische, optimistische Geschichte zu schreiben OHNE Konflikt wäre ganz große Kunst ... da denke ich schon länger drüber nach. Was macht denn eine Geschichte zur Geschichte? Was passiert denn in einer Geschichte? Selbst ein kleiner Widerstand ist ein Konflikt, da braucht man noch nicht einmal einen Antagonisten - aber eine Geschichte lebt in der Regel davon, dass es irgendeinen Widerstand gibt. Man könnte einen super Tag, den man erlebt hat, wiedergeben (und ihn noch mit allem möglichen anreichern), aber das wäre wohl eher unspannend. ("Unspannend" ist ein Wort, das ich nicht mag, aber hier scheint es ausnahmsweise mal zu passen.)Gernot hat geschrieben:In manchen Schreibratgebern wird fast selbstverständlich davon ausgegangen, dass irgendein Grundkonflikt die Handlung prägt. Da wird nicht gesagt: "Bau einen Konflikt ein!" sondern die Frage "Wo ist der Konflikt?" wird ganz lapidar in der Checkliste für den Plotaufbau als abzuhakender Punkt angeführt. Ich selbst möchte mich nicht immer danach richten und auch weiterhin "liebe", harmonische Geschichten schreiben
Star Trek - mhm ... Soap in Space!
"Hilfreich wäre es, wenn wir die, die sich dem Leistungsdruck widersetzen, bewundern, anstatt sie als Loser anzusehen." -
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Re: Mist, ich kann keine SF schreiben. Wie geht das noch?
Haruki Murakami: 1Q84. Da gibt es eigentlich überhaupt keinen Antagonisten. Na gut, eine geheimnisvolle Organisation mischt mit, aber die bleibt meist im Hintergrund. Allerdings könnte man sagen, dass der Roman "keine SF" sei. Es kommen nämlich weder Tentakel noch Raumschiffe drin vor.Gernot hat geschrieben:Oder kennt jemand von euch so einen Roman?