Hallo Leute!
Diese Dokufiction http://www.youtube.com/watch?v=bsM3IBJqotU hat mich in Verbindung mit dieser Diskussion hier http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f=46&t=6240&p=127236#p127236 und diesem Buch (das ich sporadisch lese) http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Machine-of-Death-Kurzgeschichten/Ryan-North/e385515.rhd auf einen Gedanken gebracht.
Was wäre, wenn es tatsächlich eine große Auswanderungswelle auf eine Erde 2.0 gäbe?
Geeignete Planeten gibt es evtl. bereits, wie z.B. diesen Burschen http://www.heise.de/tp/artikel/36/36010/1.html, der den prosaischen Namen "Kepler 22b" trägt. Weitere werden folgen. Der Planet ist 600 Lichtjahre entfernt, und wie die Auswanderer dahin kommen, spielt erstmal keine Rolle. Mir geht es um die Frage:
Was macht das mit der Erde? Mit den Menschen, die hier bleiben? Wie verändert es die Gesellschaft, die Wirtschaft, das Menschsein überhaupt?
Könnten wir einen Verlust von so vielen Menschen verkraften (schon der Geburtenrückgang in Deutschland macht sich ja mittlerweile deutlich bemerkbar)?
Wer würde gehen, wer zurückbleiben?
Wie kommen die Zurückgebliebenen als solche miteinander klar?
Wie geht es hier weiter? Denn es muss ja nicht nur was Neues auf Kepler 22b aufgebaut, sondern auch das Alte, hier Existierende bewahrt werden!
Wenn ihr das erste Kapitel aus Bradburys Mars-Chroniken kennt (die fast lyrische Miniatur vom "Raketensommer") - dann stellt euch vor, eure Nachbarn, Freunde, entfernte Bekannte, euer Chef oder euer meistgehasster Feind, vielleicht eure Familie, Menschen aus aller Welt, Gutmenschen wie Schurken, Terroristen wie Terroristenjäger, Krethi und Plethi können einen Platz in einem Interstellarshuttle buchen. (Gehen wir der Einfachkeit halber davon aus, der Transport ist für jeden bezahlbar, oder man kann auch einen Kredit aufnehmen und abarbeiten - das ist nebensächlich.) Und stellt euch vor, ihr bleibt zurück. Warum? Was nun? Wie weiter?
So, und dann schreibt eine Geschichte darüber und schickt sie mir. Ich war noch nie herausgeberisch tätig - nun, dann gibts halt mal wieder was zu lernen. Vielleicht finde ich ja auch noch Unterstützer. Ziel ist eine Antho, ähnlich der oben gezeigten. Verschiedene Schlaglichter auf dasselbe Thema. Episoden aus verschiedenen Gegenden der Welt, ob bei euch vor der Haustür oder in welcher Art Ausland auch immer - das bleibt ganz und gar euch überlassen. Aber alle Episoden unter dem einigenden Eindruck der "großen Auswanderung".
Wer von euch hätte Lust, an einem solchen Projekt mitzuarbeiten?




