Olaf hat geschrieben:Oh Mist, das steht doch noch auf meiner Liste ...
...und ich hab´s tatsächlich vor einer Woche bei Otherland in Berlin gekauft, weil das Artwork ziemlich cool daherkommt - und der Weltentwurf im Rückentext sich ziemlich interessant las.
Naja, ich geb dem Buch trotzdem eine Chance, vielleicht ist es ja doch nicht so schlecht.
Liest zur Zeit: Komödien, aktuell: Charleys Tante (Brandon Thomas), zwischendurch immer wieder Nietzsche, mit den Kindern: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (Lemony Snicket) - mittlerweile Band 4 von 13 ...
deval hat geschrieben:Epsilon von David Ambrose. Seit EX mag ich den Autoren.
Von David Ambrose hab ich alles gelesen. Spannend, manchmal gar ein bisschen gruslig, überraschend und immer mit ein paar unvorhersehbaren Wendungen. Gefällt mir.
"Hilfreich wäre es, wenn wir die, die sich dem Leistungsdruck widersetzen, bewundern, anstatt sie als Loser anzusehen." -
Svenja Flaßpöhler
Olaf hat geschrieben:Oh Mist, das steht doch noch auf meiner Liste ...
...und ich hab´s tatsächlich vor einer Woche bei Otherland in Berlin gekauft, weil das Artwork ziemlich cool daherkommt - und der Weltentwurf im Rückentext sich ziemlich interessant las.
Naja, ich geb dem Buch trotzdem eine Chance, vielleicht ist es ja doch nicht so schlecht.
Liest zur Zeit: Komödien, aktuell: Charleys Tante (Brandon Thomas), zwischendurch immer wieder Nietzsche, mit den Kindern: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (Lemony Snicket) - mittlerweile Band 4 von 13 ...
Hab jetzt ca. die Hälfte durch und könnte kotzen. Nicht, weils so schlecht wäre - aber weils eine Idee verarbeitet, die ich etwas anders in einer aktuellen Geschichte gerade selbst einfließen lassen habe. Na toll!
"Hilfreich wäre es, wenn wir die, die sich dem Leistungsdruck widersetzen, bewundern, anstatt sie als Loser anzusehen." -
Svenja Flaßpöhler
Außerirdische besetzen die Erde und wollen die Menschen sich untertan machen. Im Grunde eine interessante Ausgangsstellung, weil eine weitgehend firedfertige Koalition von Außerirdischen nach Berichten über die Menschen derart entsetzt ist, dass sie die Menschen lieber nicht als weltraumfahrende Rasse sehen möchte.
Was mir z.B. nicht gefiel: Gefechtszenen, die sich zu wiederholen scheinen. Figuren, die nicht nicht gut dargestellt sind. Am Ende retten Vampire die Menschen, was im Roman nicht wirklich gut vorbereitet wird bzw. für einen großen Teil der Handlung spielen sie keine Rolle.
Ulrich hat geschrieben:David Weber: Der Widerstand (Bastei, 2012)
Außerirdische besetzen die Erde und wollen die Menschen sich untertan machen. Im Grunde eine interessante Ausgangsstellung, weil eine weitgehend firedfertige Koalition von Außerirdischen nach Berichten über die Menschen derart entsetzt ist, dass sie die Menschen lieber nicht als weltraumfahrende Rasse sehen möchte.
Was mir z.B. nicht gefiel: Gefechtszenen, die sich zu wiederholen scheinen. Figuren, die nicht nicht gut dargestellt sind. Am Ende retten Vampire die Menschen, was im Roman nicht wirklich gut vorbereitet wird bzw. für einen großen Teil der Handlung spielen sie keine Rolle.
Sehe ich anders : Die repetitierenden Gefechte stellen die Unterschiede der Aliens zu den Menschen sehr gut dar. Da hier öfter Protagonisten sterben, stellen diese Kämpfe auch klar, daß die Invasion alles andere als harmlos und der Widerstand mitnichten nur heroisch ist. Und es retten nicht "die Vampire" die Welt, sondern der Vampir : Dracula persönlich. Das kommt zwar überraschend, weil man darauf nicht gefasst ist, wird aber (wenn man es in Nachhinein betrachtet) exakt vorbereitet.
Weiter ist die "weitgehend friedfertige Koalition von Außerirdischen" alles andere als das, nämlich eine eifersüchtig ihre Vormachtstellung verteidigende Klüngelage, die kein Problem mit Genoziden hat - solange es nur die in ihren Augen richtigen trifft.
Überlicht, Beamen, Günther Jauch als Bundespräsident, intelligente Forenbeiträge und eine positive Rezension von John Ashts Machwerken wird von Elfen verhindert
Ich habe schon mal Krieg der Klone von Scalzi gelesen und für wenig gut befunden. Letztens komme ich aber an einem Grabbeltisch (meine Achillesferse) vorbei, und finde da einen blauen Band mit dem bewährten Raumschiff-Vor-Planet Design. „Nun gut“, sage ich mir, „vielleicht gebe ich dem eine zweite Chan ..… "
...... Aber ich will nicht in diesen Zeiten € 2.99.- fehlinvestieren. Also blättere ich gleich an Ort und Stelle ins Buch hinein und die ersten zwei, drei Seiten reichen mir eigentlich schon aus, um eine Entscheidung zu treffen. Um es vorweg zunehmen:
Ne, so was muss man sich nicht geben. Ich hab was Besseres verdient.
Wo soll man nur anfangen? Meinetwegen beim Einstieg in die Handlung, welcher ja nach ländläufiger Meinung im besten Fall den Leser packen und nicht mehr loslassen soll. Das Buch soll wohl witzig sein und die erste Szene beginnt mit einer Konferenz zweier Hollywood Typen bezüglich der Verpflichtung einer Schauspielerin für einen Film. Das lässt bei mir noch keine Alarmglocken schellen. Warum auch? Thema ist für mich meistens sekundär, die Ausarbeitung ist das, was zählt. Wenn der Scalzi nun also unbedingt Entourage – Fanfiction schreiben möchte, ist das in meinen Augen kein echtes Problem.
Aber Grundgütiger …. WIE er das schreibt, ist ein einziger stilistischer Offenbarungseid. Schauderhaft. Scalzi ist derart verzweifelt bemüht, einen locker – lässigen Ton zu treffen und trifft doch (eher: deswegen) dermaßen weit am Ziel vorbei, dass das Lesen jeder einzelnen Zeile zur echten Belastung wird. Denn zumindest ich kann meine Augen gar nicht genug verdrehen, ob der cleveren Dialoge und einfallsreichen Filmtitel, die da zum Besten gegeben werden.
Sie rotieren jetzt noch in stiller Agonie vor sich hin.
So was Verkrampftes, so was Gezwungenes muss einer alleine auch erst mal hinzaubern; ganze Schülerzeitungsredaktionen würden daran wohl scheitern. Man kann förmlich spüren, wie er der fast unbezähmbaren Versuchung widerstehen musste, nach jedem Satz ein fröhliches {HARDY HAR HAR} anzufügen, damit auch der Letzte merkt, wie lustig doch alles ist.
Na ja, etwas Gutes hat das Ganze dann doch: Bisher habe ich mich immer (zu Unrecht) zurückgehalten, was die Schärfe meines Urteils betraf; weil ich es für unfair hielt, Scalzi nach nur einem gelesenem Buch – Krieg der Klone – endgültig zu bewerten. Doch nun kann ich ihn ohne falsche Scham ungehemmt in der Luft zerreißen. Das tut auch mal Not.
Ich fühle mich mehr denn je in meiner ursprünglichen Ansicht über John Scalzi bestätigt. Nämlich, dass man über diesen Autor eigentlich überhaupt keine Worte, keinen Gedanken verschwenden sollte. Denn Aufmerksamkeit hat er keine verdient. Dennoch kann ich nicht umhin, hier eine Warnung für die Welt abzugeben. Wohl wissend, dass ich mich dadurch selbst torpediere.
Die Abenteuer des Stefón Rudel
von Stefan Knapp, Verlag Vindobona
Das pure Lese-Grauen!
Als ich den Fehler beging, mir die Leseprobe dieses Schreib-Verbrechens anzusehen, hat es mich regelrecht geschüttelt.
Ich bin fassungslos über die Skrupellosigkeit des Vindobona-Verlages, der so einen Schwachsinn publiziert, dabei den völlig schreibunfähigen Autoren der Lächerlichkeit preisgibt und sich wahrscheinlich auch noch gut dafür bezahlen lässt.
Aber schaut euch die Katastrophe selbst an: http://www.amazon.de/dp/8490156484
Warnung!
Beim "Genuss" der Leseprobe sicherheitshalber Kopfschmerztabletten bereit halten!