Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

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Teddy
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Teddy »

Da bin ich mir mittlerweile recht sicher. In der Rezension kommen die Kinder, die geblendet werden sollen, sogar explizit vor.
Torsten
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Torsten »

Catalpa hat geschrieben:Dann dürfte es sich um Josh Malerman mit Bird Box handeln.
http://derstandard.at/2000028850797/Run ... ?_slide=18
Gelesen habe ich es aber nicht. Kenne auch nur die Rezension vom Standard.
:prima: und Dank auch an Teddy für die Vorarbeit :beanie:
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
Torsten
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Torsten »

Nachtrag:
Sie neigte den Kanister noch ein wenig und spürte, wie ihr die Flüssigkeit über die Hand lief, ehe sie auf den Boden vor ihren Füßen spritzte.
Das Brennen des Mittels auf der Haut ließ sie begreifen, was sie hier tat.
Sie konnte es nicht.
Sie ließ den Kopf des Mädchens los, und es schrie noch immer.
Malorie setzte den Kanister ab und schlich langsam aus dem Zimmer. Die Kinder heulten in der Dunkelheit weiter.
Im Flur stützte sich Malorie an der Wand ab und führte eine Hand an den Mund. Dann übergab sie sich.
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
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Catalpa
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Catalpa »

Es ist gar nicht so einfach etwas zu finden, das in diesem Thread noch nicht verwendet wurde. Meine ersten vier Kandidaten waren alle schon Thema. Also dann:

"Während der Mittleren Periode gab es siebzehn ansehnliche Reiche auf der Erde. … Für diese Erzählung ist nur ein einziges von Bedeutung. Über die anderen gibt es wenig zu sagen, außer, daß keines von ihnen weniger als ein Jahrtausend bestand; keines jedoch mehr als zehn Jahrtausende; das jedes im Universum versank, degenerierte und starb, nicht mehr hinterlassend, als ein paar Geheimnisse, die nicht zu ergründen waren.
Das letzte Reich schrieb seinen Namen in die Sterne, doch niemand, der später kam, konnte ihn lesen. Wichtiger mag sein, daß es trotz seiner abnehmenden Kräfte einige technische Errungenschaften zurückgelassen hat, die ihre Funktion über tausend Jahre nicht verloren haben, ob zum Guten oder zum Schlechten."

Viel Erfolg!
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Badabumm
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

Hört sich "alt" an... In Aldiss "Das Ende aller Tage" ist es anscheinend nicht enthalten... Als nächstes tippe ich auf H.G. Wells.
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Harald Lesch
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Catalpa
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Catalpa »

Badabumm hat geschrieben:Als nächstes tippe ich auf H.G. Wells.
Nein, so alt ist es nicht. Mit Aldiss warst du näher dran (zeitlich und in Hinsicht auf die Verortung des Autors im Genre).
Das erste Zitat war aus dem Prolog. Hier sind wir jetzt mitten drin:

"Zwischen den Leichenbergen bewegten sich riesige, schwarze Figuren zu seltsamem Tun. Ein mechanisches Ritual, das tausend Jahre alt war. Die *** hatten das Interesse am Kampf verloren. Ihre gelben Augen glitzerten und bewegten sich, als wären sie gar nicht mit dem Kopf verbunden. Sie stapften von Leiche zu Leiche. An den leblosen Körpern führten sie ihre grausige Chirurgie aus und raubten jedem [Bewohner einer Stadt] und jedem toten Schmuggler das Gehirn."
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Ender
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Ender »

Ich habe keine Ahnung, wer oder was es sein könnte; stelle aber fest: ziemlich krankes Zeug, was ihr hier zuletzt so präsentiert. Erst die Geschichte mit den Augen und jetzt das hier: Leichen und Gehirne.
Sehr schön. Weiter so! :popcorn:
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Badabumm
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

Nun ja, die Leichen sind immerhin schon tot. Und wahrscheinlich hatte jede einen Spenderausweis...
Aufschlussreich ist eher das Wort "Schmuggler", aber ich komme auf keinen grünen Zweig...
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Jorge
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Jorge »

Catalpa hat geschrieben: "Zwischen den Leichenbergen bewegten sich riesige, schwarze Figuren zu seltsamem Tun. Ein mechanisches Ritual, das tausend Jahre alt war. Die *** hatten das Interesse am Kampf verloren. Ihre gelben Augen glitzerten und bewegten sich, als wären sie gar nicht mit dem Kopf verbunden. Sie stapften von Leiche zu Leiche. An den leblosen Körpern führten sie ihre grausige Chirurgie aus und raubten jedem [Bewohner einer Stadt] und jedem toten Schmuggler das Gehirn."
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Catalpa
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Catalpa »

Absolut richtig :prima:
Jorge
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Jorge »

"Die Dunkelheit war nur eine Mauer gewesen. Die Stadt war irgendwo und das Herz der Dunkelheit irgendwo anders. Fast wie eine Rückkehr zur Erde, aber auf eine Erde, die von der, die er verlassen hatte, weit entfernt war. Entweder in weiter Vergangenheit oder in weiter Zukunft, wenn überhaupt dies die Welt im Zeitalter seiner Geburt war. Er dachte, daß er vielleicht in eine Zeit zurückgekehrt war, in der die Stadt lebte. Oder daß er in die Vergangenheit, weit vor dem Zeitalter der Menschen, zurückgekehrt sei, jenseits von Cenozoikum, Mesozoikum und Paleozoikum bis zu der präkambrischen Ära - selbst bis in jene Zeit, wo die Zeitalter im Kampf gelegen und die Verbindung zwischen Planet und Mond ausgelöscht worden war. In die Zeit, in der die gewaltigen Wellen des Universums den Satelliten an seinen Platz im Orbit schwemmten.
Dann schaute er zum Himmel. Ein unverfälschter Himmel, erleuchtet von Millionen Sternen, die er von der Erde aus niemals gesehen hätte. Und er sah in der durchsichtigen Galaxis ein gewaltiges Leuchten, der gelbe Planet.
Tief atmete er die klare saubere Luft ein und überlegte, daß, wenn dieses Auge der Nacht über ihm die Erde war, er sich auf einem anderen Mond befinden mußte, der aus einem anderen Zeitalter stammen mußte.
Doch das war nicht wichtig. Das Wo und das Wann waren nicht wichtig. Dies war nicht die Welt, für die er kämpfte, sondern nur die Arena, in der der Kampf stattfinden sollte."

Titel & Autor ?
Jorge
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Jorge »

"Das Wesen sprach langsam und zischend. "Du kannst mich nicht töten, V..... C...... ."
C...... fühlte sich unfähig zu antworten.
"Auf der Erde warst du der Größte. Wenn du nur dort geblieben wärest. Ich hätte dich gerne auf meiner Welt gehabt. Glaubtest du wirklich, daß ich euch zerstören wollte, nur weil ich euch den Tod in den Kampf geschickt habe? Es gab einmal eine Zeit, da hätten mich die Menschen beim Anblick meiner Armee als ihren Gott anerkannt. Was sind das für Menschen, die jetzt auf der Erde leben, die ihre Götter bekämpfen? Was sind das für Menschen, die einen Helden bis an das Ende der Welt schicken, um mich zu töten? Das Zeitalter der Naiven muß also vorüber und das Zeitalter der Wunder zurückgekehrt sein. Und - die Tage des Ruhms.
Also los, C......, töte mich. Töte uns alle, denn ich bin nicht alleine. Ich bin ein Gesamtes, wie Summe oder Ozean, und alle Individuen, die meine Gesamtheit bilden, sind in diesem einen Körper vereint. Sie leben nicht - also kannst du sie nicht im Sinne deiner Welt töten. Und du hast nicht die Macht, sie zu zerstören. Selbst das allmächtige Viereck hat nicht die Kraft, den Tod zu vernichten." "
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von derbenutzer »

Ähm ... Zuerst dachte ich an etwas von Dan Simmons, dann irgendetwas von Swanwick ... passt aber irgendwie nicht. Das "allmächtige Viereck" könnte (Symbolik) auf den ägyptischen Sonnengott "Ra" hindeuten. Ich grüble weiter :-)
Jorge
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Jorge »

derbenutzer hat geschrieben:Dan Simmons, Swanwick ...
Das "allmächtige Viereck" könnte (Symbolik) auf den ägyptischen Sonnengott "Ra" hindeuten.
Obige Autoren als auch die vermutete Handlungsfigur sind räumlich und zeitlich von den tatsächlichen entfernt :wink: .

"Und dann explodierte der Körper wieder und setzte sich erneut zusammen.
Mit dem Geschmack von Blut und Erbrochenem in seinem Mund beobachtete C......, wie ein neuer Gegner aus den Überresten des Alten erwuchs.
Ich kann nicht ewig so weitermachen und sie töten, dachte er. Irgendwie muß es mir gelingen, das Ding vollständig zu zerstören. Aber wie? Wie kann ich es zerstören, anstelle es zu töten? Was ist anders? Was ist Zerstörung?"
Jorge
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread

Ungelesener Beitrag von Jorge »

"V..... C...... kannte jetzt seinen Feind. Wer immer es auch in Wirklichkeit war, in diesem Moment war es V..... C...... . Sein Feind hatte gedacht, er könne Überlegenheit gewinnen, indem er den Krieger nachahmte, abgesehen von dessen Verletzungen. Doch in Wirklichkeit hatte er sich so selbst betrogen. Denn das, was V..... C...... mehr haßte als alles auf der Welt, war er selber. Das löste die Macht seines Hasses aus, das war die Kraft seines Hasses, die ihm Schrecken und Vernichtung ermöglichte. Er haßte sich. Und deshalb haßte er alles, was ihm unter die Augen kam - selbst Zee, die er liebte. Er hätte nicht aufhören können zu hassen, ebensowenig wie er hätte aufhören können zu sein.
Mit seiner geisterhaften linken Hand griff er den unmaskierten Feind an. Der Anfang des Finales. Nachlässig und mit Leichtigkeit fegte er die beiden Arme zur Seite, die ihn aufhalten wollten. Er landete einen Fausthieb in das Gesicht seines Alter Ego.
Er stieß, drückte und schlug mit seinen Fäusten zu. Es war ein Massaker. Er fühlte, wie die Knochen krachten und die Muskeln rissen. Warmes Blut floß ihm über die Hand, Fleischfetzen setzten sich unter seine Fingernägel. Er riß seinem Gegner den Brustkorb auf und brach jede Rippe einzeln. Dann machte er sich über die Eingeweide her.
Als der Haß dem Ding, das einst V..... C...... gewesen war, erlaubte festzustellen, daß er immer noch im silbergrünen Gras auf dem Mond des gelben Planeten stand, nahm er seine Umgebung wieder mit Bewußtsein auf. Er stellte fest, daß die Morgendämmerung nahte und daß er in seiner linken Hand sein eigenes Herz hielt.
Und dennoch schlug das Herz in seiner Brust. Doch langsam: sehr langsam. Er starb. Er war zu weit gegangen. Sein Haß hatte ihn über die Grenze des Erträglichen gezogen. Sein Haß hatte ihm selbst seine Identität geraubt. Jetzt zahlte er dafür die Zeche, zu spät. Als er starb, meinte er in dem verblassenden Gesicht der Sonne Tränen zu sehen, als ob die Sonne ein Auge sei. Er versuchte von seinen eigenen Augen die Tränen zu wischen, doch es gelang ihm nicht richtig. Durch die Tränen sah er den Himmel in einem roten Schleier. Er weinte Blut."
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