Bungle hat geschrieben:Habe heute als Rezi-Exemplar "Ready Player One" von Ernest Cline bekommen. Die Ausgangssituation des Romans kennt man ähnlich aus vielen anderen Geschichten und Romanen. Die Welt - besonders die USA - sind im Niedergang begriffen. Die schlechte Welt lässt sich nur im OASIS aushalten, die virtuelle Welt, die nicht nur zum Spielen aufgesucht wird, sondern auch zum Leben und Lernen. Hier hält man sich gerne auf. Als der Schöpfer dieser Welt stirbt, ein Super-Nerd, vermacht er sein Vermögen dem, der in dieser virtuellen Welt drei Schlüssel findet, die er versteckt hat. Der Schöpfer ist in den 80er Jahren groß geworden, infolge spielt die populäre Kultur dieser Zeit eine zentrale Rolle. Das ist der Clou dieses Romans. OASIS enthält die virtuellen Abbilder aller filmischer, literarischen und spielerischer Welten dieser Zeit, die 80er sind der Schlüssel zum Schlüssel gewissermaßen. Das macht das Buch für viele von uns, die von den achtziger Jahre geprägt wurden, sicher interessant. Es ist, das kann ich jetzt schon sagen, ein Buch, mehr noch das Buch für den Fan und Nerd.
Es liest sich gut, ist interessant, auch wenn es im Moment noch nicht richtig losgegangen ist. Der Erzähler ist zwar der Crack was die 80er Jahre angeht, schließlich will er den Schatz auch finden, aber der Junge hat noch nciht die finanziellen Möglichkeiten, sich in OASIS zu bewegen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
MB
Ich habe letzte Woche mit dem Hörbuch von "Ready Player One" angefangen. Noch - nach ca. sieben Stunden - bin ich nicht so ganz überzeugt, In dem Weltenentwurf des Autors passt einiges nicht zusammen. Diese OASIS, die weltumspannende Online-Welt, wirkt ein wenig wie Real Life auf Speed. Die ganze Anlage dieses Ersatz-Internets überzeugt mich nicht.
Nett sind natürlich die ganzen Anspielungen auf Filme, Serien, Bücher und PC-Spiele der 80er. Allerdings arbeitet der Autor hier mit dem großen Holzhammer, dem Leser werden 80er geradezu ins Hirn gehämmert. Da wäre etwas weniger mehr gewesen.
Ich bleibe natürlich dran, denn wie die Jagd ausgeht, will ich schon wissen.
Andy