[Film] John Carter

Re: [Film] John Carter

Beitragvon Montag » 11. Juni 2012 18:44

Gesehen und ... perplex zurück gelassen worden:
Kinder, Kinder, dass ist doch mal nen interessantes Phänomen - dieser John Carter-Flop!

Für mich war der Film genau das Richtige. Das war ein Film, der mir genau das gegeben hat, was ich wollte. Ich stehe auf diese Space Opera und mit komplizierter Technologie und trotzdem Schwertkämpfen. Ich mag Kostümfilme und abgefahrene Kreaturen. Und ich mag Planten, auf denen ich auch gerne mal rumlaufen würde. Irgendwann hatten wir mal nen Sense of Wonder-Thread. Das hat John Carter bei auf jeden Fall hingekriegt.

Von daher kann ich die Kritik am Film nur begrenzt nachvollziehen. Sicher man hätte den ein oder anderen Subplot rauslassen können. Andere Blockbuster hätten das sicher getan, aber ich habe das als Versuch interpretiert, möglich viel vom Quelltext in den Film zu bringen. Ansonsten funktioniert John Carter doch sehr gut nach Regeln des Geschäfts. Ganz gute Effekte, gute Ausstattung, guter Soundtrack. Abenteuer, Prinzessin, Krach bum peng. Also was ist schief gelaufen?

Ich hab vor ein paar Tagen auf Syfy gelesen, dass Willem Defoe (Thars Tarkas) meint, dass es einfach Pech war. Mal bringe man einen Film raus und er trifft den Nerv der Zeit. Und mal eben nicht.
Ich denke, da liegt er richtig. Okay, und das Marketing hatte vielleicht auch was damit zu tun. Alle meine Freunde, die nicht mit SF am Hut haben, haben den Film komplett verschlafen. Und die Sf-Gemeinde ist nicht reingegangen, weil die Kritiken so schlecht waren. So erkläre ich mir das.
Ansonsten war es vielleicht einfach ein Flop, weil er von vornherein zu teuer war. Hier wurde auf Hitpotential gesetzt und sich verkalkuliert.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon breitsameter » 11. Juni 2012 21:01

Montag hat geschrieben:Von daher kann ich die Kritik am Film nur begrenzt nachvollziehen. Sicher man hätte den ein oder anderen Subplot rauslassen können. Andere Blockbuster hätten das sicher getan, aber ich habe das als Versuch interpretiert, möglich viel vom Quelltext in den Film zu bringen. Ansonsten funktioniert John Carter doch sehr gut nach Regeln des Geschäfts. Ganz gute Effekte, gute Ausstattung, guter Soundtrack. Abenteuer, Prinzessin, Krach bum peng. Also was ist schief gelaufen?


Ich habe den Film auch gesehen, und ja, ich konnte sogar nachvollziehen, warum er gefloppt ist. Der Film braucht viel zu lange, um auch nur halbwegs in die Gänge zu kommen - es zieht sich zu Beginn schon sehr lange, bis auch nur annähernd klar ist, in welche Richtung der Film gehen wird.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Doop » 11. Juni 2012 21:21

Ach was, "Herr der Ringe" oder "Avatar" ziehen sich dann auch, bis es losgeht. Der Film wird sich in die Reihe der unverdienten Flops einreihen, bei denen die nächste Generation den Kopf schüttelt, wie das floppen konnte. Ich habe eine Freundin in den Film mitgenommen, die ihn sonst auch völlig verpasst hätte, und sie war hellauf begeistert. Der erste Fehler war der verhuschte Titel. Hätte man den Film doch mutig "Under the Moons of Mars" genannt, oder "A Princess of Mars" oder "John Carter of Mars", hätte man darauf hingewiesen, dass er aus der Feder des Schöpfers von Tarzan stammt und dass Es ohne Barsoom kein Star Wars und kein Avatar geben würde, man hätte etwas retten können. Na ja, ich freue mich schon auf die Blu Ray...
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon breitsameter » 11. Juni 2012 21:37

Doop hat geschrieben:Ach was, "Herr der Ringe" oder "Avatar" ziehen sich dann auch, bis es losgeht.


So schlecht fand ich den Film letztlich auch nicht, aber ich konnte eben verstehen, warum er im Kino floppte. AVATAR fand ich sterbenslangweilig. :beanie:
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Uschi Zietsch » 13. Juni 2012 00:36

breitsameter hat geschrieben:AVATAR fand ich sterbenslangweilig. :beanie:

Jaaaaaaaaa ich bin nicht allein ... :freude:

Ich habs schon gesagt und sags gern nochmal: Mir hat John Carter Spaß gemacht. Und zwar mehr als Prince of Persia, und genremäßg unterscheiden sich die zwei ja nicht allzu sehr, abgesehen von ein bissl SF bei JC mit dabei.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon don redhorse » 19. Juni 2012 16:01

Uschi Zietsch hat geschrieben:Ich habs schon gesagt und sags gern nochmal: Mir hat John Carter Spaß gemacht. Und zwar mehr als Prince of Persia, und genremäßg unterscheiden sich die zwei ja nicht allzu sehr, abgesehen von ein bissl SF bei JC mit dabei.


Hallo? "John Carter" ist eine Literaturverfilmung!!!
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Knochenmann » 19. Juni 2012 16:26

"blos"?
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon don redhorse » 19. Juni 2012 18:02

Knochenmann hat geschrieben:"blos"?

:jump: :rotfl:
Half Life, Gothic und Diablo waren auch bloß Computerspiele :teufel:
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon RoM » 24. Juni 2012 14:04

Uschi Zietsch hat geschrieben:
breitsameter hat geschrieben:AVATAR fand ich sterbenslangweilig. :beanie:

Jaaaaaaaaa ich bin nicht allein ... :freude:


Wahrlich nicht allein!
Der restlos überschätzte Streifen läßt einen am langen Arm verhungern. :kopfschuettel:
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Bully » 25. Juni 2012 12:01

don redhorse hat geschrieben:
Knochenmann hat geschrieben:"blos"?

:jump: :rotfl:
Half Life, Gothic und Diablo waren auch bloß Computerspiele :teufel:

Davon mal abgesehen. Mit "Genre" war aber wohl mehr "Held erlebt Abenteuer in einem fantastischen Setting und gewinnt das Herz der Prinzessin" gemeint als "Blättern" vs. "Daddeln".
Und was die Vorlage war (Buch, Comic, Computerspiel, Drama, Epos, Operette, Pantomime, indonesisches Schattenspiel oder Renaissance-Fresco), ist eigentlich egal, denn jetzt ist es Film.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Montag » 25. Juni 2012 12:47

Volle Zustimmung meinerseits. Die Art der Vorlage ist völlig belanglos. Hauptsache man hatte mit dem Film ne gute Zeit. Und das kann ich für John Carter, aber auch für Prince of Persia sagen. Der zweite war etwas geradliniger vom Plot her und mit weniger Figuren. Deswegen war er wahrscheinlich nicht so ein finanzieller Flop wie John Carter. Aber beide waren beste Familienunterhaltung aus dem Hause Disney. Sollte ich mal Kinder haben, müssen die dann wohl eher John Carter als Avatar über sich ergehen lassen. Barsoom ist ja auch viel cooler als Pandora.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Doop » 25. Juni 2012 17:18

Avatar hat mir, ich gebe es zu, im Kino recht gut gefallen aufgrund der Bilder. Bereits im Kino unglaublich genervt haben mich die ethnokitschige Musik, die esoterische "der edle Wilde"-Philosophie und der 08/15 Pokahontas-Abklatsch, der eine Story sein sollte. Aber die Flugszenen, der Wald und die fliegenden Felsen waren schon sehr schön... Je mehr Zeit seit damals vergangen ist, desto mehr stören mich aber die Schwächen des Films. Der Film nicht annähernd so gut, wie ich ihn vom Schöpfer des Terminator erwartet habe. Da wurde einfach zuviel "Titanic"-Kitsch in die DNA gerührt, was wohl der Grund dafür sein dürfte, dass der Film ein so breites Publikum ansprach, die Science-Fiction-Fans aber eher lauwarm zurückließ.

"John Carter" ist "Avatar" in allem überlegen außer bei den verkauften Kinokarten.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Bully » 25. Juni 2012 20:50

Doop hat geschrieben:..."John Carter" ist "Avatar" in allem überlegen außer bei den verkauften Kinokarten.

Obwohl ich Dir an sich zustimme, der Weltenbau bei Avatar ist schon vorbildlich zu nennen. Auf sowas stehe ich ja. Andererseits kriegt man bei Barsoom mehr erzählt, wie das derzeitige Ökosystem entstanden ist, als bei Avatar, von daher ist das nur ein halber Vorteil.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Doop » 25. Juni 2012 21:25

Ja, der Weltenbau war sehr schön, aber von dieser "Alles ist eins"-Gaia-Esoterikgeschichte überlagert. Das hat mir die eigentlich schöne Welt etwas verleidet.
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Re: [Film] John Carter

Beitragvon Uschi Zietsch » 26. Juni 2012 09:12

Hmmmm ... die Optik des Weltenbaus war sehr schön, aber das war mir eben viel zu wenig Hintergrund und oberflächliches Geschwurbel. Ich bin nach wie vor bitter enttäuscht, dass wir NICHTS von der Verbindung nach dem Einstöpseln miterlebt haben. Stöpsel rein, los gehts, Sicht von außen. Das war eines der Dinge, das mich mit dem Film hätte versöhnen können - und dann kommt da nichts. Und das bei angeblicher SF! Hallo? Noch mehr verschenkt geht gar nicht!
Ich mag dieses "Alles ist eins" übrigens sehr, aber hier ist das zu seichtem Esokram verkommen.
Die Optik genügt mir einfach nicht. Ich habe von Anbeginn nahezu jede Szene und sogar die (flachen) Dialoge vorhersagen können, und damit war die Langeweile vorprogrammiert. Da konnte ich nicht mal mehr die Optik genießen. Und dann der Kampf mit den Speeren gegen High-Tec, da hab ich gedacht, ich bin bei den Ewoks. Ich habe mich bisher nicht überwinden können, den Film ein zweites Mal anzuschauen.

Lieber hab ich da klassische Abenteuermärchen wie den Prince of Persia und John Carter. (Die ich auch kein zweites Mal anschaue, aber da hab ich mich wenigstens nicht gelangweilt.)
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