Ridley Scotts PROMETHEUS

Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Thomas Wawerka » 11. August 2012 01:23

Das muss ich jetzt einfach noch loswerden: Am peinlichsten war, dass
plötzlich völlig unmotiviert ein Zombie durch die Geschichte latscht und die anderen umbringen will - Herrgott! Was soll das?
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Ming der Grausame » 11. August 2012 07:11

Thomas Wawerka hat geschrieben:Ein paar Logiklöcher sind ja schön und gut, aber ich bin rausgegangen und fühlte mich schlicht und einfach verarscht. Fragen über Fragen, weil nichts richtig zusammenpasst und selbst bei generösem Wohlwollen nicht zusammenzukriegen ist. Ich bin enttäuscht. Denkt der denn, ich bin doof? :nein:

Alles klar. Dann eben auch nur auf DVD.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Thomas Wawerka » 11. August 2012 09:22

Die Bilder waren schon großartig, und mit 3D hatte das Weltraum eine tolle Tiefe. Aber dafür 13 Glocken inkl. Brille? Ich mach mir immer mehr aus der Story als aus den Effekten, und wenn das bei dir auch so ist, dann reicht DVD allemal.

Von mir nur 3/10 futuristischen Rubikwürfeln:
1 für die Bilder
1 für die gelungene Inszenierung von Noomi Rapace und Michael Fassbender - die beiden bilden zwei gegensätzliche schauspielerische Pole: Fassbender immer Contenance, Understatement, undurchsichtig; Rapace offen, physisch präsent und ausagierend (was man allein DARAUS hätte machen können!)
1 für die Verknüpfungen zur Alien-Reihe (obwohl, jetzt wo ich weiß, was es mit dem Space Jockey auf sich hat, bin ich auch ein wenig ernüchtert ... die Figur wurde entmystifiziert, aus dem Geheimnis ist eine einfache Sache geworden) -
mehr ist beim besten Willen nicht drin. Den Rest kann ich nur schlampige Arbeit nennen. Schäm dich, Mr. Scott!
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon molosovsky » 11. August 2012 09:49

Vor dem Film:
1) Viel erwartet, weil Fan des »Alien«-Universums und von Giger.
2) Freude über grandiosen Trailer und das ganze Wayland-Zeugel im Netz. Feiner Weltenbau schon vor dem Film!
3) Grundsätzliche Mäßigung meiner Erwartung, da Film von Ridley Scott, einem großartigen Bilder- und Athmo-Regiesseur, der aber nur ausnahmsweise ein gutes Händchen beim Drehbuch und der Arbeit mit den Schauspielern hat.

Nach dem Film:
Im Großen und Ganzen zufrieden, wenn auch enttäuscht, dass wieder mal die Chance vertan wurde, einen anständigen, erwachsenen und spektakulären SF-Film zu produzieren. Der Weltenbau ist super. Die Darsteller passen, haben aber größtenteils zu wenig zu tun. Fesche Monster hats und so manchen knackigen Kill.

Für die Schwächen des Filmes gebe ich die Schuld dem Damen Lindelof, der ja eine Masche daraus macht, Rätsel und Logiklücken so lange miteinander zu verrühren, bis man glaubt, die Geschichte wäre tiefsinnig (sage ich als einer, der dazu rät, die letzte Staffel von »Lost« einfach zu ignorieren). — Am meisten gingen mir die sehr platten Wortwechsel zum Thema Glauben, Wissenschaft, Sinn des Lebens auf den Nerv …
Am schlimmsten: Shaw und ihr vom Papa geerbtes Kreuz und am Ende dann ihre Erklärung, warum sie Antworten sucht und David nicht: »Weil Du ein Robotor bist und ich nicht. Äläbätsch!«

… aber ich war milde gestimmt und habe mich eher bitter amüsiert, als enttäuscht geärgert.

Als Kinoerlebnis hat mir »Prometheus« dennoch ganz gut gefallen. Meine einzelnen Enttäuschungspartikel haben sich erst beim Spaziergang danach und auf dem Heimweg zu einem Enttäuschungsklumpen verdickt.

Unterm Strich kann ich der Vlogger-Review von »Half In The Bag« zustimmen (die geben ausführliche Spoilerwarnung, und in diesem kleinen Filmchen, werden alle Logiklöcher angeführt, die Mike einfallen).

Ich würde »Prometheus« 6 oder 7 Punkte von 10 geben und bin sehr auf den ca 30 Minuten längeren Directors Cut gespannt.

Grüße
Alex / molo

P.S.: Filmfehler der platten Art. Bei der Szene im hohlen Berg, als Holloway seinen Helm abnimmt und die Gruppe sich um ein Loch im Boden versammelt, sieht man in zwei Einstellungen kurz einen Aluminium-Klapphocker an der Wand lehnen.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Ming der Grausame » 11. August 2012 13:57

Thomas Wawerka hat geschrieben:Ich mach mir immer mehr aus der Story als aus den Effekten, und wenn das bei dir auch so ist, dann reicht DVD allemal.

Die Zeiten, als ich noch wegen der Visual Effects ins Kino ging, sind schon mehrere Jahrzehnte her...
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon agro » 11. August 2012 14:10

Au weia, ich gehe heute! Hmm, ich lass mich nicht irre machen von den vielen Negativ-Kritiken. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die ganze Filmkritiker-Gilde irgendwie versucht, sich in den Negativ-Schlagzeilen zu übertrumpfen - als ob als unschick gilt, mal was positives über einen Film zu sagen. Der Leithammel blökt: "Film ist schei...". Und die komplette Herde blökt mit. Wenn ich mir nämlich mal bei den wenigen hochgelobten Filmen (non SF) wie zum Beispiel "Antichrist" die Rezensionen namhafter Kritiker/Magazine durchlese, kommt mir echt die Wurst. Soviel Beifall für einen Film der einfach nur ein Griff ins Klo ist. Hab ihn mir nämlich gekauft und nach ner dreiviertel Stunde wütend aus dem Player geholt und entsorgt. Da waren selbst die nur 7,99 Euro für ne BlueRay zuviel.

Ich werd´s ja heute abend erleben. "Prometheus". Ich kann mir durchaus vorstellen, dass durch die elende Schnippelei und die P16-Aktion viel verloren geht, und so Logiklöcher entstehen. Möglicherweise macht da eine/die Directors Cut-Version ein schlüssiges Ding aus dem Film.

Okeee. Bitte reicht mir ein Taschentuch, wenn ich mich morgen schluchzend vor Enttäuschung hier im Forum ausweine. Aber bis dahin: Jippieeeee! Heute geht´s zu "Prometheus"! :popcorn: :bier:
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Bully » 11. August 2012 17:58

Ich war gestern drin - aaaaalso:Die Handlung -
wegen eines archäologischen Hinweises wir eine Weltraummission ausgesandt, um dem Hinweis auf den Grund zu gehen. Leider wurde die Besatzung nicht so ganz umfassend gebrieft, und das Desaster bricht aus. Wer - wie ich - jetzt nicht spontan an "2001 - Odyssee im Weltall" denken musste, kriegt noch ein Film-Zitat verpasst. Es passt wie ***** auf Eimer.

Scotts Ankündigung zur "Prequel-Frage"
Der Film enthält viel Alien-DNS, weil viele liebgewonnene Elemente aus Alien drin vorkommen. Übermächtige Firma mit angestelltenfeindlicher Informationspolitik. Gigereske Kullissen. Flammenwerfer. Intrigante Androiden. Und man erfährt in der Tat ein paar weitere unangenehme Dinge über Xenomorphen-Erbgut. Oder eher Erbschlecht. Oder - ganz genau - Erbabsolutgrauenhaft. Alien-DNS halt.

Andererseits
In der vorletzten Szene denkt man (also ich zumindest): "Alles klar, der Space-Jockey ist infiziert; jetzt schleppt er sich bestimmt mit letzter Kraft in seinen Pilotensessel, stellt das absolut nicht als Einladung gedachtes Funkfeuer ein, es macht "Plopp" und der Rest ist Geschichte. Aber nein, das passiert nicht.

Die Unlogik
Jaaaa, manche Figuren wetteifern derartig um den Darwin-Award, dass man das "sapiens" in "homo sapiens" vllt. besser aberkennen sollte. Wodurch die Space-Jockeys und ihre sinistren Pläne irgendwie schon fast wieder gerechtfertigt sind.

außerdem -
nach allem, was man als Zuschauer weiß, könnten die "Konstrukteure" auch einfach vom Homo Erectus abstammen. Einen konkreten Beweis, dass die die Menschheit oder sogar das Leben auf der Erde insgesamt erschaffen haben, habe ich nicht gesehen. Dass sie die Menschheit jetzt vernichten wollen, ist auch "nur" Behauptung, aber wenigstens besser begründet.

Zur Philosophie
Ja, die berühmten letzten Fragen, die man seinem Schöpfer stellen würde, wenn man mal vor ihm steht. "Mein Gott, was soll der Scheiß?" oder so.
In diesem Fall ist es aber dieselbe wie in Blade Runner: "Ich bin mit meinem Verfallsdatum unzufrieden. Kannst Du das nicht ändern?" Im Unterschied zu Blade Runner lautet die Antwort: "JA!" Kürzer geht immer. :teufel: Merke: Tritt nie vor Deinen Schöpfer oder sonstiges höheres Wesen (min. 1 m höher), solange Du nicht gerufen wirst. :lehrer:

Wegen ein paar unklarer Sachen muss man vermutlich den Director's Cut kaufen.
Ich bin hin und hergerissen, wie viel von zehn HAL-Zitaten ich abziehen sollte
für ein paar der Logig-Bucks.
- Ein paar Urmenschen zeichnen Aliens und eine Sternenkonstellation. Das kann auch einfach die Heimat von ein paar Außerirdische sein, die nichts großartigeres zur menschlichen Entwicklung beigetragen haben, als sagen wir, das Rad. Oder die Kommunikation war früher halt besser als gedacht. (Es kann sein, dass die Erwartungshaltung der Expedition "in Wirklichkeit" besser begründet war, aber so kann ich das nicht so richtig nachvollziehen, und fühle mich von der tatsächlichen "Entdeckung" nicht so richtig geschockt.
- Horrorfilm-typische Dummheit in Ehren, aber in Alien waren die nicht soooo dumm.
- Dass die High-Tec-Krankenliege für die weibliche Kommandantin gedacht war, kann ja sein (Bypass-OP - für ihren Vater vermutlich), aber wäre es nicht schlauer, JEDE machbare OP für jedes Geschlecht auch einzuprogrammieren? Davon abgesehen, eine zwei-Jahre-Überlebenskapsel nutzt nichts, wenn eine Rettungsmission über zwei Jahre bräuchte, um einen zu retten.
- Wäre ein vertikaler Schnitt nicht muskelfreundlicher gewesen als ein horizontaler? Und das der medizinische Fortschritt aus dem Bürotacker ein chirurgisches Instrument gemacht hat, ist ja schön, aber da wäre mir Star-Trek-Magie-Medizin als Erklärung für die Aktionen, die man nach DER OP offenbar noch machen kann, lieber. So zweifelsunterdrückungstechnisch...

Deshalb keine Wertung. Ich habe aber das Gefühl, dass der Film bei seiner Kritik sehr unter der Erwartungshaltung und den Vorschusslorbeeren leidet. Deshalb
alles in Spoiler
. :wink:
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Ming der Grausame » 11. August 2012 18:09

Bully hat geschrieben:
Merke: Tritt nie vor Deinen Schöpfer oder sonstiges höheres Wesen (min. 1 m höher), solange Du nicht gerufen wirst. :lehrer:

Bild




P.S.: Oha, passend dazu zeigt mein Beitragszähler die Zahl des Tieres. Ob es was zu bedeuten hat?
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon agro » 12. August 2012 06:13

Sooo, ich war drin!

Bin kaum fähig, eine Wertung abzugeben, zumindest jetzt nicht in dem Maße, wie ich gern würde. (waren nach dem Kino noch auf Piste im Berliner Nachtleben.... *uiuii... Becks macht verdammt duselig im Kopf*)

Nur soviel: Die visuelle Orgie hat mich erschlagen. DAS WAR GANZ GROSSES KINO! Eine Bilderflut! Landschaften, Farben, Raumschiffe, Planeten - einfach grandios! Und zwar dermaßen bomastisch, dass ich zugeben muss, darüber hinaus die handelnden Figuren fast übersehen zu haben. Oder waren die Akteure wirklich so farblos?

Jaaaa, ich habe mehr erwartet, aber wahrscheinlich waren meine Erwartungshaltungen so groß, dass der Film sie ein nicht erfüllen KONNTE! Eigentlich war es ein angehm ruhiger (erstaunlicherweise!!!) Film, in dem erst in en letzten zwanzig Minuten der Bär aktionstechnisch gesteppt hatte. Schöne Nebenfrage des Films: "Und wer hat den Schöpfer erschaffen?" DAS fand ich mal richig gut.

Über die Logiklöcher lasse ich mich mal nicht aus (vorerst), und jene Logiklöcher, von denen hier (im Forum) geredet wurde, sind durchaus vorhanden.

Morgen mehr zum Film..

Vorerst mit vernebelten Party-Hirn: 7 von 10 schlangenartigen Lebensformen, deren DNA eine an eine geöffnete Vulva - (und geschlossen an einen Penis) erinnernde Lebensform erinnert.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon T.H. » 12. August 2012 08:30

agro hat geschrieben:Sooo, ich war drin!

.. Lebensformen, deren DNA eine an eine geöffnete Vulva - (und geschlossen an einen Penis) erinnernde Lebensform erinnert.


Na klar, das war ganz viel Giger! Ich glaube, so viel Original-Giger wie in dem Film war noch nie. Das war (fuer mich) auf jeden Fall ein Hughlight des Films.

Aber schoen, dass dur dir wohl die grundsaetzliche Begesiterung und das Wohlwollen gegenueber dem Film nicht hast abnehmen lassen - nach dem Sehen... Mal sehen, was deine ausfuehrliche Rezi daraus macht.

Ich denke mal, viele Leute sind so maßlos entaeuscht, weil ihre Erwartungen maßlos hoch waren. Und das Urteil faellt (auch bei mir ) erst viele Stunden nach dem Sehen schlechter aus, weil man sich der Unzulaenglichkeiten bewusst wird.
Zuletzt geändert von T.H. am 12. August 2012 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon RoM » 12. August 2012 09:28

agro hat geschrieben:Nur soviel: Die visuelle Orgie hat mich erschlagen. DAS WAR GANZ GROSSES KINO! Eine Bilderflut! Landschaften, Farben, Raumschiffe, Planeten - einfach grandios! Und zwar dermaßen bomastisch, dass ich zugeben muss, darüber hinaus die handelnden Figuren fast übersehen zu haben. Oder waren die Akteure wirklich so farblos?


Eigentlich überstehen die wenigsten Filme einen visuellen Overkill lange, wenn die Figuren leblos und die Story exhumiert wirkt...
Sarkastisch formuliert, könnte man/frau sich gleich 'Transformers' geben.

Spannend - pro & contra halten sich die Waage.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon Thomas Wawerka » 12. August 2012 09:34

Okay, ich schreib mal auf, was mir noch an Logik-Unsinn einfällt. Vielleicht hat ja jemand Antworten. Vorsicht, massive Spoiler!
1. Was war das am Anfang? Ich habe gesehen: Ein Alien bringt sich selbst um, und zwar mit glibbrig-blubbrigem Zeugs (Bubble Tea?). Das Zeugs zerstört alles, sogar die DNA löst sich auf, es sieht aus wie Asche. Ähnliches passiert später im Film Holloway, wenn auch nicht so schnell - aber er kriegt ja auch nur einen Tropfen ab. Das Alien bricht zusammen und fällt ins Wasser. Die Umwelt sah aus wie auf dem Alien-Planeten. Wenn das so ist, hat die Szene keinen Sinn. Wenn die Erklärung ist: "Und so kam die menschliche DNA zur Erde" erst recht nicht - man kann eimerweise DNA ins Wasser kippen, da wird nie ein Mensch draus. Und vor allem kann man kein Leben schaffen mit gefährlichem Bio-Zeugs, das Leben vernichtet.
2. Warum laden die Konstrukteure die Menschen auf einen Planeten ein (Sternenkonstellation!), der nur eine kaum besiedelte Militärbasis ist? Bzw.: Nicht "nur" - da haben die ihre gefährlichsten Waffen gelagert! Würden wir Aliens als erstes zu den Bunkern mit den Atombomben führen?
3. Warum ist Meredith Vickers an Bord? Sie sieht gut aus und sorgt für bad vibrations, aber sie will nichts, glaubt nicht an den Sinn des Unternehmens, hat eigentlich auch nichts zu sagen (obwohl sie das Gegenteil behauptet) und hat absolut keine Lust auf den Trip. Die Erklärung "Ich kann doch nicht zuhause bleiben, wenn du irgendwo im All rumgondelst" ergibt keinen Sinn - offensichtlich hasst sie ihren Vater, der wiederum offensichtlich David vorzieht.
4. Warum lagern die Aliens ihre ach-so-gefährlichen Biowaffen in einer Kuppel ÜBER der Raumschiffgarage? Die Gefahr, dass beim Start etwas zerstört wird, ist doch unendlich groß! Also wer so doof ist ...
5. Warum haben die Aliens sich seit 2000 Jahren nicht um den mit gefährlichen Waffen bestückten Außenposten gekümmert?
6. Warum nehmen WISSENSCHAFTLER ihre Helme ab, bloß weil sie sehen, der Sauerstoffanteil ist hoch genug? Ich meine, die Indianer wurden von Pocken- und Grippeviren in Massen getötet. Ein außerirdisches Virus könnte ungleich gefährlicher für den menschlichen Organismus sein!
6. Warum schwitzen die Behälter öliges Zeugs aus, als die Menschen in die Höhle kommen? Ich dachte erst, weil die ihre Taschenlampen draufhalten und somit die Temperatur erhöhen, die ja bei 25 Grad minus liegt. Aber nee - der Behälter, den David mit ins Raumschiff nimmt, schwitzt kein öliges Zeugs aus.
7. Warum nimmt David den Behälter mit?
8. Warum schwitzen Behälter öliges Zeugs aus, wenn man sie erst öffnen muss, eine Phiole rausnehmen muss und diese gewaltsam aufbrechen muss (wie David das tut), um an das ölige Zeugs zu gelangen?
9. Warum verändern sich die Deckenillustrationen in der Höhle?
10. Woher kommen auf einmal die bösen Biester? Haben die sich aus dem öligen Zeugs generiert?
11. Die bösen Biester sind keine "Aliens", sondern was ganz anderes - warum kommt am Ende das "Alien" aus dem letzten toten Konstrukteur?
12. Woran sind die Leute auf der Militärbasis gestorben? Hat das "Alien" sie fertiggemacht? Vor irgendwas sind sie ja davongelaufen ... aber wo ist dann das "Alien", als die Menschen ankommen - an Unterernährung gestorben?
13. Warum wird Millburn oral penetriert, aber aus ihm kommt kein Alien raus? Also gar keins, weder ein normal böses Biest noch unser aller Lieblingsxenomorph?
14. Warum verwandelt sich Fifield in einen Zombie? Warum will er alle umbringen? :zombie:
15. WARUM GIBT DAVID HOLLOWAY EINEN TROPFEN ÖLIGES ZEUGS IN DEN SEKT? WAS SOLL DAS??
16. Warum will Vickers einen Kranken töten, statt ihn mit ihrem Medi-Dingsbums zu behandeln?
17. Warum explodiert der Kopf?
18. Warum läuft der letzte lebende Konstrukteur Amok? Dachschaden??
19. Warum nimmt er sich die Zeit, Shaw hinterherzurennen und sie zu töten, wenn er doch einfach in eins der anderen vielen Raumschiffe steigen und seine Mission, die Erde zu vernichten, zuende bringen könnte?
20. Warum kann man im "Bungalow" nur 2 Jahre überleben, wenn die Reise länger dauert?

Soviel fällt mir auf Anhieb ein. Am ärgerlichsten fand ich jedoch,
dass sämtliche Konflikte der Figuren nur mal angerissen wurden und dann im Sande verliefen. Jeder kriegt mal seine paar Sekunden, in denen er die Situation verkomplizieren kann, jedoch ohne Folgen. Das macht aus der Figurenzeichnung billige Spannungslieferung, um Szenen ohne Alienbedrohung noch zu retten. Dadurch wurde die Story fragmentisiert, atomisiert. Am Ende hat man nur böse Biester und Leute, die sich sinnlos aufregen. Dabei ist doch der zugrundeliegende Plot so simpel, dass man ihn einfach nicht vergurken KANN: ankommen, Stress kriegen, immer mehr Stress kriegen, Finale. Das ist eine ganz basale, einfache Struktur, nichts Kompliziertes, wo man sagen könnte: Gut, da haben sie sich verrannt. Wenn ich überlege, was man allein aus der Begegnung Weland - letzter Konstrukteur hätte machen können! Der wollte den Schöpfer kennenlernen und findet - - - einen Menschen! Für den er nicht Billionen Dollar hätte ausgeben und die weite Reise auf sich nehmen müssen! Nur ein Mensch, schwach, sterblich, kompliziert, widersprüchlich wie alle anderen Menschen auch ... da steckt SOVIEL drin!

Aber die Bilder waren schon großartig. Scotts Stil hebt sich wohltuend von der quietschbunten Avatar-"Schlümpfe auf Speed"-Welt Camerons ab.

Und ja - Weyland hat mich ebenfalls an einen sehr alten Biff Tannen erinnert! :rotfl:
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon bukaman » 12. August 2012 13:34

Thomas Wawerka hat geschrieben:Okay, ich schreib mal auf, was mir noch an Logik-Unsinn einfällt. Vielleicht hat ja jemand Antworten.


1. Die Anfangsszene hab ich auch nicht verstanden (sah aber gut aus). Möglicherweise sollte das die frühe Erde sein und der Konstrukteur macht so eine Art "Kamikaze"-Schöpfung, in dem er sich im Wasser auflöst und so den Menschen erschafft? Aber Du schreibst ja selbst, das das nicht geht, nur eine andere Idee habe ich dazu auch nicht.

7. Das war etwas, was mich an dem Film gestört hat: Jeder schien schon irgendwie im Vorraus irgendwie mehr zu wissen, als andere. Weyland hat gewußt, das auf dem Planeten was zu holen gibt und sein treuer Androide besorgt es ihm. Er kann ja auch ohne Probleme das Raumschiff fliegen, weiß, das noch mehr Schiffe auf dem Planeten sind etc.

11. Die Aliens schienen mir wie diverse Frühformen unseres Aliens zu sein, die sich mit jeder Befruchtung immer mehr der bekannten Form annähern. Der Embryo in der Wissenschaftlerin mutiert zum bekannten Facehugger (allerdings in Übergröße, der widerrum begattet den Konstrukteur und dessen "Kind" sieht dann schon aus, wie das was man eigentlich den ganzen Film über erwartet.

15. Geben wir einem Menschen Alien-"DNS", in der Erwartung, das dieser sich mit seiner (unfruchtbaren) Partnerin paart, damit diese dann einen Facehugger-Fötus gebiert, um dann irgendwie das begehrte Alien zu bekommen. Die Weyland Corporation war ja schon immer scharf auf diese Dinger. Aber das führt dann wieder zu Punkt 7.

zu 7 und 15. Und wenn es wirklich so ist, das Weyland von den Aliens wußte, warum schickt er dann eine Expedtion aus nach LV 223, anstatt nach LV 426, wo Ripley den ersten Alien damals einsammelte? Oder wußte Weyland gar nichts und wollte nur seinem Schöpfer begegnen? Aber wieso wußte dann David anscheinend so viel? Wer hats ihm gesagt? Oder hat die Corporation das "Warnsignal" von LV-426 als identisch mit dem von LV-223 identifiziert und deshalb die Nostromo umgeleitet?

Soll "Prometheus" vielleicht ein Reboot sein, anstelle eines Prequels, angelehnt an die Alien-Reihe, der aber sonst nichts mehr mit dem bekannten "Alien"-Universum zu tun hat?


Ich werd auch nach längerem Sackenlassen einfach nicht warm mit dem Film. Ich werd ihm auf DVD noch mal eine Chance geben, auch wenn ich mich frage, warum die nicht gleich den ganzen Film ins Kino bringen, anstatt Logikbugs erst auf DVD im Director´s Cut zu bereinigen (so es denn geschieht).

Thomas Wawerka hat geschrieben:Lustig war: Die Musik klang mir oft verdächtig nach Star Trek. "Der Weltraum - unendliche Weiten ..."

Der Soundtrack hat auch mich an Star Trek erinnert, da hätte er wahrscheinlich auch gut gepasst. Aber in Prometheus war er einfach nur daneben. Wenn ich da an die tolle Musik im ersten Alien-Film denke, ist das ein absoluter Abstieg.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon RoM » 12. August 2012 15:11

Technologie in SF-Filmen auf deren wissenschaftliche Plausibilität herunter zu brechen, ist ein dünnes Bodenbrett. Wir akzeptieren ja auch andere Phantasien (Schutzschirme, künstliche Gravitation, A l i e n s) , um uns eine Geschichte erzählen zu laßen.
Zombies, Werwölfe oder Zentauren. Hier erhebt sich während der Vorführung nicht wirklich ein Biologe und meldet verstärkte Zweifel an.
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Re: Ridley Scotts PROMETHEUS

Beitragvon T.H. » 12. August 2012 15:58

Dass in der kommenden 30 Minuten laengeren DVD Fassung ALLE Fehler ausgeräumt werden, erscheint mir als neue übersteigerte Erwarungshaltung, die btterlich enttäuscht werden wird.
Phantastische Grüße
Thomas

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