melmac24 hat geschrieben:Hey,
meine Lieblingsbuecher im SF-Bereich sind definitv alle von Philipp K. Dick, sowie die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne.

Wirklich ALLE? Die Valis-Trilogie ist ein verdammt harter Brocken. "UBIK" war sagenhaft, einige andere ziemlich unzugänglich, aber immer noch gut zu lesen - VALIS jedoch ist geradezu mystizistisch. Komme ich einfach nicht mit zu Rande, selbst nach dem zweiten Durchlesen ist es mir komplett verschlossen geblieben. Dabei gibt es bereits das hilfreiche Vorwort in der Heyne-Neuausgabe

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Was wurde eigentlich aus "Wie man ein Universum baut" in der PKD-Reihe? Ist das je erschienen?
Die Mars-Bücher von AE sind mir zu, äh, Mainstream. Nullachtfuffzehn-SciFi; das heutige Äquivalent zu den deutschsprachigen TERRA-Taschenbüchern in den Siebzigern. Wenn man dagegen "Quest" (Heyne) nimmt: was für ein verdammtes Meisterwerk der SF-Literatur! Definitiv eins meiner Lieblingsbücher überhaupt. Ich habe es erst dreimal gelesen, weil ich es nicht abnutzen möchte. Das hätte ich besser auch mit Douglas Adams gemacht - die "Anhalter"-Reihe (Ullstein) habe ich so oft durchgezogen, das die Wirkung des göttlichen Humors verflogen ist.
China Mieville hat einige der besten Romane geschrieben, die ich in den letzten Jahren gelesen habe (alle bei Heyne): besonders "Die Stadt und die Stadt" ist einfach irre gut. Und "Der Krake" ist fast noch besser - wegen dem beamenden Trekker alleine schon wert, verschlungen zu werden

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Als möglicherweise recht gut erkennbarer PR-Fan hat mir leider in den vergangenen Jahren eher wenig gefallen. Lediglich einzelne Romane ragen recht weit aus der Masse hervor. Ich habe vor allem ein Problem mit dem Konzeptionswandel der ganzen Serie. Schätze, ich bin wohl ein alter Solarimperialist... Wenn schon Perryversum, dann im Moment eher die ATLAN-Blaubände, wo ich aber nach Band 37 steckengeblieben bin. Der Nachschub macht Probleme, was wohl an der Umstellung von einem richtigen Verlag auf Fanpro zu tun hat

(Zurück zu VPM bitte!!!)
Die "Roter Zwerg"-Romane (Bastei-Lübbe) sind eine wirklich witzige Reihe aus England; es erinnert stellenweise sehr stark an Adams. Am stärksten haften blieb die Passage in der sich die Zeit rückwärts bewegt und der Protagonist plötzlich völlig benommen vom Tatort seines eigenen Mordes davontaumelt...
Iain Banks hat mit "Die Sphären" und "Der Algebraist" (Heyne) ebenfalls grandiose Bücher veröffentlicht, die in meiner Top Ten-Liste der letzten Zeit eine gewichtige Stellung behaupten.
Nebenbei lese ich einiges altes Zeug: "Herr des Lichts" von Roger Zelaszny war unter den Klassikern meine größte positive Überraschung in den vergangenen Monaten. Gerade nehme ich "Der stählerne Traum" von Norman Spinrad durch. Ich kann verdammt gut nachvollziehen, warum das Buch indiziert wurde und beinahe auch nie wieder herausgegeben worden wäre. Das ist echt harter Tobak. Allerdings halte ich "Champion Jack Barron" für seinen besseren Roman.
John Brunner: "Ein irrer Orbit" und "Schafe blicken auf".
Stanislaw Lem (alles bei Suhrkamp): "Sterntagebücher" nach sehr langer Zeit wieder angefangen zu lesen, weil ich die ziemlich kuriose Serienverhackstückung im TV sah (nein, die Serie ist wirklich witziger SF-Trash; aber sie ist sowas von werk-ungetreu...). Danach bin ich zu den "Robotermärchen" übergegangen und finde, das Trurl und Klapauzius deutlich unterhaltsamer sind als Ijon Tichy.