don redhorse hat geschrieben:Thomas Wawerka hat geschrieben:Ist aber auch logisch: Auf der sonnenzugeneigten Halbkugel fällt die Sonnenstrahlung viel konzentrierter ein, auf der sonnenabgewandten diffuser.
Auf der
sonnenabgewandten Seite scheint AUCH die Sonne???
Ich schrieb: "zugeneigte Halbkugel" (besser wäre gewesen: Hemisphäre), nicht: "zugewandte Seite". Durch die schräg stehende Achse ist im Lauf des Jahres mal die nördliche, mal die südliche Hemisphäre der Sonne stärker zugeneigt als die jeweils andere ... ach so, ich schrieb auch "auf der sonnenabgewandten" ... naja.
don redhorse hat geschrieben:Die Idee, das Konzept des Uhrwerk-Planetensystems in einem Roman zu beschreiben, ist faszinierend. Wird da irgendwo der zugrundeliegende Mechanismus genauer erläutert, also z.B. ob es sich um eine "natürliche" Sache handelt (so funktioniert das Roman-Universum halt), oder ob es sich um ein Konstrukt handelt (von Aliens, Gott, Menschen, whatever...)?
Kann man über die riesigen Zahnräder und -kränze eigentlich ins All gelangen? Und wie überqueren Menschen den äquatorialen Zahnrad, der ja ein prächtiges Gebirge bilden muss? Macht das eigentlich Lärm, wenn sich die Erde über die riesige Zahnschiene bewegt? Wie verhält sich die Tages- zur Jahreslänge?
Immerhin legt ein Punkt auf dem Äquator täglich 40000 km zurück, die Erde aber bewegt sich pro Tag um mehr als 2,5 Mio km um die Sonne herum. Gibt es da eine Art Übersetzungsgetriebe, oder ist der Erdorbit um die Sonne herum nur etwas mehr als 2,3 Mio km weit, damit Tageslänge, Jahreslänge und Erdumfang korrespondieren?
1. Es ist ja ne Trilogie, wiedermal. Ich bin mit dem 1. Band noch nicht ganz fertig, aber bis jetzt steht nur die Frage im Raum, ob dieses Universum a) natürlichen Ursprungs, b) von Gott geschaffen oder c) von den "Uhrmachern" geschaffen wurde - wer immer Letztere auch sein mögen. Der Protagonist glaubt fest an b); ich meine insgesamt eine Tendenz zu c) zu erkennen.
2. Die Erde soll eine Achse haben, die an den Polen austritt. Um diese Achse herum muss sich (im Erdinneren wahrscheinlich) eine Feder spannen. Diese muss aufgezogen werden. Den Schlüssel dafür zu finden ist der Auftrag des Erzengels Gabriel an den jugendlichen Protagonisten Hethor. Hethor verfügt über einen absoluten Zeitsinn und bemerkt, dass die siderische Mitternacht zu spät eintritt und der Mechanismus nicht mehr "rund läuft". Irgendetwas stimmt also mit dem Mechanismus tatsächlich nicht.
3. Ins All kann man nicht gelangen - das ginge ja nur über einen Äquator-Zahn in dem Moment, in dem er Kontakt mit der Erdumlaufschiene hat, und da würde man zerquetscht werden.
4. Der Äquatorkranz bildet ein außerordentlich mächtiges Gebirge. Hethor überquert ihn. Oben auf dem Gebirge ist alles aus eiskaltem Messing.
5. Es macht nen Höllenlärm.
6. Tages- und Jahreslänge scheinen wie bei uns zu sein.
7. Zu den letzten Fragen: Die habe ich mir ähnlich gestellt. Müssten die Zacken des Äquatorkranzes und der Erdumlaufschiene eine exakte Größe haben, oder wär das egal?
Der Weltentwurf ist schon faszinierend. Leider kann die Story nicht mithalten. Ich lese ohne große Begeisterung weiter, eigentlich nur, um das Buch zuende zu bringen - ich mag es nicht, Bücher halb gelesen liegen zu lassen. Eine Reihe Zufälligkeiten, und der Protagonist stolpert mehr durch diese Welt als zielgerichtet etwas zu unternehmen, und von den Antagonisten weiß man nicht einmal, ob es Antagonisten sind. Coole Idee, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu fade ausgeführt.
"Hilfreich wäre es, wenn wir die, die sich dem Leistungsdruck widersetzen, bewundern, anstatt sie als Loser anzusehen." -
Svenja Flaßpöhler