Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

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Hahlebopp
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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von Hahlebopp » 27. April 2018 11:11

HSB hat geschrieben:
26. April 2018 18:47
Ich nenne ja alles, was interstellare Reisen ohne technische Erklärung beinhaltet "Fantasy im Weltraum". Ich glaube, das trifft es ganz gut, den der "Science"-Anteil wird einfach furch einen Wünsch-dir-was-Antrieb ersetzt.
Hab mich früher auch oft daran gestört, wenn der Author keine technische Erklärung anzubieten hat.
Was maßt der sich an! Hat wohl keine Ahnung von Physik der Author, unerhört! ... Und dann gerne mal abfällig von Science-Fantasy *spuck auf den Boden* gesprochen. :)
Ein gutes Beispiel sind z.B. die Romane von Dan Simmons. In Endymion beispielsweise (***Achtung Spoiler***) spielt ja ein Teil der Handlung im Umfeld einer Dyson-Sphäre, die nur aus gezüchteten Bäumen (im Vakuum des Weltraums) besteht. Also ein riesiger pflanzlicher Kokon, der im Prinzip eine ganze Sonne vollständig verhüllt ... Geht doch nicht! So ein Unsinn, dachte ich mir dabei. Bäume bestehen doch nicht nur aus Sonnenlicht. Wo hat der Author die ganzen Mineralien und Nährstoffe hergeholt und das Wasser, für diesen Gigantismus?!
Heute bin ich da viel entspannter, vor allem wohl auch offener und erwarte nicht mehr für Alles eine verständliche Erklärung. Ich könnte wohl selbst auch gar nicht mehr genau sagen, wo bei mir Fantasy aufhört und wo Science Fiction anfängt.
Überlichtgeschwindigkeit? Kein Problem. Warum auch nicht?
Man muss einfach mal betrachten wie extrem begrenzt unser Horizont auch heute immer noch ist. Wir kennen z.B. schon seit Newton die Gesetztmäßigkeiten der Gravitation, aber von der eigentlichen Wirkungsweise wissen wir heute immer noch nicht viel mehr als schon Newton vor gut 400 Jahren. Wie kann es sein, dass unsere irdischen Moluküle manchmal mehr und manchmal weniger stark von Erde, Sonne und Mond beeinflusst werden, über hunderttausende von Kilometern hinweg? Wir wissen es gibt definitv eine elementare Wechselwirkung, aber wir können sie nicht sichtbar machen oder gar beeinflussen.
Vielleicht ein Ding der Unmöglichkeit, vielleicht aber fehlt uns einfach nur das Verständnis. Und das kann doch genauso gut auch für vieles Andere gelten. Warum sollte man nicht vielleicht auch (heute noch) elementare Naturgesetze umgehen oder gar ändern können, wenn man ihre Funktionsweise nur erst einmal ausreichend verstanden hat?

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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 27. April 2018 11:14

Weil Einstein.

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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 27. April 2018 11:25

Zu Mutationen: Höchstwahrscheinlich gibt es welche in Tschernobyl, aber fast alle sind sofort tödlich. Mutationen, die sich in zwei Köpfen oder in telekinetischen Fähigkeiten äußern, sind hingegen extrem selten, und die wird man auch in Tschernobyl nicht finden. Die meisten Mutationen sind gar nicht sichtbar, sondern führen einfach nur zu Fehlern und Tod.
Wenn du jetzt allerdings leugnest, dass Strahlung Mutationen erzeugt, bewegst du dich weit außerhalb der gängigen Meinung. Daran beteilige ich mich nicht.
SF daran ist allerdings, dass diese Mutationen in irgendeiner Weise skurrile, lebensfähige Formen oder sogar eine Erweiterung von Fähigkeiten ermöglichen. Solche sprunghaften Mutationen zu einem neuen Level sind immer schon Diskussionsstoff in der Evolutionsforschung und umstritten.
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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 27. April 2018 11:39

Ich würde Fantasy und SF nicht auf der Grundlage von Naturwissenschaft definieren, sondern als zwei grundverschiedene Methoden der Erzählweise. Fantasy ist im Grundsatz ein Märchen. Es werden Gesetze und Prinzipien als vorhanden vorausgesetzt, und es geht nur darum, mit den Personen eine Geschichte zu erzählen. Erklärungen sind nicht nötig. Was Fantasy vom Märchen unterscheidet, ist wohl der Moralanspruch und das freiwillige Verbleiben in Phantasien. Fantasy hat keine Erziehungspeitsche, sondern will einfach nur Soap sein. In ein Märchen taucht man ein und wieder raus, in Fantasy will man bleiben. Da Fantasy keine offensichtliche Moral benötigt, ist Star Wars genau genommen eher ein Märchen als Fantasy, denn dort gibt es "Gut und Böse".
SF lebt von einer Ausgangsidee, auf deren Basis eine Welt geschildert wird. Während Fantasy also Archetypen bedient, die grundsätzlich überall identisch sind, bedient SF das Gedankenexperiment, ist also eher kopfgesteuert. Da die Raumschiffe in Star Wars nur Mittel zum Zweck sind, sind sie genau genommen keine SF, sondern nur metallene Pferde, auf denen die Helden reiten. Man könnte die Jedi-Macht und deren Wirkungsweise als neue Idee heranziehen, allerdings ist sie kaum mehr als Magie. Da es Prinzessinnen und böse Kaiser gibt, bleibt Star Wars näher am Märchen, dabei spielt das technische Setting eine untergeordnete Rolle.
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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 27. April 2018 11:54

Badabumm hat geschrieben:
27. April 2018 11:25
Zu Mutationen: Höchstwahrscheinlich gibt es welche in Tschernobyl, aber fast alle sind sofort tödlich. Mutationen, die sich in zwei Köpfen oder in telekinetischen Fähigkeiten äußern, sind hingegen extrem selten, und die wird man auch in Tschernobyl nicht finden. Die meisten Mutationen sind gar nicht sichtbar, sondern führen einfach nur zu Fehlern und Tod.
Wenn du jetzt allerdings leugnest, dass Strahlung Mutationen erzeugt, .
Äh ... es ging um Monstren durch Mutationen. Ruhig mal im Kontext bleiben.

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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 27. April 2018 12:30

Vielleicht sollte man einfach genauer suchen. Die wenigen Dokus, die ich von Tschernobyl kenne, behaupten zwar, es gäbe offensichtlich keine, aber die dauern ja auch nur einen Tag unter extremen Schutzvorrichtungen. Die Natur sähe völlig normal aus, aber das ist ja das Grandiose an Natur, dass sie soviel wegsteckt. Aber ob die herumstreunenden Tiere nun wirklich keine Mutationen haben, weiß niemand.

Die Grusel-Mutationen entstehen wohl entweder durch extrem hohe Strahlungsdosis im Fortpflanzungsbereich, oder durch lang andauernde überhöhte Strahlung über Generationen. Für die Marsmission nimmt man das jedenfalls ernst, denn kein Van-Allen-Gürtel schützt die Astronauten auf Jahre hinaus.
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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von Jorge » 27. April 2018 19:23

Hahlebopp hat geschrieben:
27. April 2018 11:11
In Endymion beispielsweise (***Achtung Spoiler***) spielt ja ein Teil der Handlung im Umfeld einer Dyson-Sphäre, die nur aus gezüchteten Bäumen (im Vakuum des Weltraums) besteht. Also ein riesiger pflanzlicher Kokon, der im Prinzip eine ganze Sonne vollständig verhüllt ... Geht doch nicht! So ein Unsinn, dachte ich mir dabei. Bäume bestehen doch nicht nur aus Sonnenlicht. Wo hat der Author die ganzen Mineralien und Nährstoffe hergeholt und das Wasser, für diesen Gigantismus?!
Die Idee stammt von Freeman Dyson (ja, hat auch die gleichnamige Sphäre erdacht) http://en.wikipedia.org/wiki/Dyson_tree .

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Re: Ist Star Wars Sci Fi oder Fantasy/Action...?

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 27. April 2018 19:37

:headbanger:

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