Setting für neuen SF-Ökothriller

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Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von schollsky » 19. März 2019 04:03

Hallo zusammen,

in der Hoffnung, dass hier auch Autoren mitlesen, möchte ich unten kurz ein Idee skizzieren, die für eine neue Geschichte herhalten könnte.

Ich bin leidenschaftlicher SF-Leser seit ca. 30 Jahren und mag Bruce Sterling, David Brin und alles rund um Cyberpunk, aber auch Frank Schätzings "Der Schwarm" hat mich begeistert.

Wir haben aktuell eine neue Klimabewegung in der Jugend: "Fridays for future", und das finde ich gut und richtig so. Literatur kann meines Erachtens etwas bewegen.

Für eine neue SF-Story habe ich mir ausgemalt, dass es in ca. 100 Jahren zwei große, stabile Wirbelstürme auf der Erde geben könnte, die sich langsam über die Oberfläche (Landmassen) bewegen. Einen extrem kalten mit Temperaturen nicht über -40° Celsius, der normale Winterstürme lasch aussehen läßt. Auf der anderen Seite der Erde ein extrem heißer mit 40°C - 70°C, der schwerste Brände anfacht.

Was haltet Ihr davon?

Grüße

schollsky

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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 19. März 2019 11:43

Naja, Science ist das zwar nicht, aber gut.

Was machen die Wirbelstürme denn so? Gibts da Wasser? Bewegen die sich nicht? Und wenn ja warum nicht? Und was machen die Menschen so?
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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 19. März 2019 13:11

Ähem:
schollsky hat geschrieben:
19. März 2019 04:03
die sich langsam über die Oberfläche (Landmassen) bewegen.
Wie sich ein Sturm langsam bewegen soll, weiß ich aber nicht. Wobei langsam ja relativ ist. Stürme entstehen durch Luftdruckdifferenz, darum können sie nicht dauerhaft stabil sein.

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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von andy » 19. März 2019 15:11

Hier findest du ein Beispiel dafür, wie ein anderer SF-Autor das Thema Sturm behandelte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sturm_aus_dem_Nichts

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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Naut » 19. März 2019 15:55

L.N. Muhr hat geschrieben:
19. März 2019 13:11
Ähem:
schollsky hat geschrieben:
19. März 2019 04:03
die sich langsam über die Oberfläche (Landmassen) bewegen.
Wie sich ein Sturm langsam bewegen soll, weiß ich aber nicht. Wobei langsam ja relativ ist. Stürme entstehen durch Luftdruckdifferenz, darum können sie nicht dauerhaft stabil sein.
Wirbelstürme schon, allerdings ist das Phänomen ja bisher nur vom Jupiter bekannt. Der große rote Fleck ist ein quasi-stabiles Sturmsystem. Wirbelstürme können sich auch langsam bewegen, denn sie rotieren zwar schnell, die Zentren können sich aber recht langsam verschieben, je nach umgebendem Wetter.

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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 19. März 2019 16:04

Ja, aber nur weil der Jupiter keine fest Oberfläche hat. Das heißt: du bekommt Wolkenbänder die sich gegenläufig drehen, und der rote Fleck ist zwischen zwei Wolbenbändern eingeklemmt, so wie eine Mumel zwischen zwei Rolltreppen. Kann man hier schön sehen:

Bild

Auf der Erde hast du Land, wenn ein Wirbelsturm auf LAnd trifft dreht er nach Norden (oder Süden) ab, oder es geht ihm die Energie aus.
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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Naut » 19. März 2019 17:30

Die Erklärung klingt zwar einleuchtend, ist aber meines Wissens nach simplifiziert. Soweit ich weiß, ist das Phänomen des roten Flecks nicht komplett erforscht.
Dass so etwas auf der Erde bisher nicht beobachtet wurde, habe ich ja auch geschrieben.

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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Jorge » 19. März 2019 21:01

schollsky hat geschrieben:
19. März 2019 04:03
Für eine neue SF-Story habe ich mir ausgemalt, dass es in ca. 100 Jahren zwei große, stabile Wirbelstürme auf der Erde geben könnte, die sich langsam über die Oberfläche (Landmassen) bewegen. Einen extrem kalten mit Temperaturen nicht über -40° Celsius, der normale Winterstürme lasch aussehen läßt.
Was haltet Ihr davon?
George Stone hat in Blizzard http://www.kirkusreviews.com/book-revie ... lizzard-5/ einen solchen Sturm beschrieben, der sich -dank so allerdings nicht geplantem menschlichem Einfluß- zu einem globalen Wetterphänomen mit schwersten Folgenschäden http://www.scifinet.org/scifinetboard/i ... entry99366 auswächst.

John Barnes in Die Mutter aller Stürme http://buchwurm.org/john-barnes-die-mut ... r-stuerme/ einen ähnlichen, allerdings heißeren :wink: .

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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Ben79 » 10. Mai 2019 11:21

Das ist doch alles noch sehr weit entfernt von einer Story.
Es ist lediglich ein Bruchstück von einem Szenario. Was für eine Welt hat sich darum gebildet, welche Geheimnisse liegen verborgen und was soll da eigentlich passieren? Ob das physikalisch realistisch ist, ist doch völlig nebensächlich.

Das Problem ist aber, wenn du tatsächlich eine Story formulierst, die über allgemeine Umschreibungen hinaus geht, dann kann sie ein Autor nicht mehr verwenden. Ein Teufelskreis und einer der Gründe weshalb ich mal angefangen habe, meine Ideen selber aufzuschreiben.

PS: Die zwei Superstürme sind natürlich zwei aktive Superwaffen, die in einem vergangenem Krieg gegeneinander eingesetzt wurden und nicht mehr gestoppt werden konnten. :silence:
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Re: Setting für neuen SF-Ökothriller

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 10. Mai 2019 20:59

Für mich heißt das erstmal nur, dass dort, wo die Stürme sind, niemand wohnen kann. Es ist ungefähr so wie der verseuchte Teil von Japan. Wie das relevant für eine Story sein kann, ist erstmal nicht klar. Außer, dass jetzt mehr Platzmangel herrscht. Inwieweit die Stürme ihren Einfluss nach außen tragen, wie weit ihr Wirkungsbereich reicht, müsste meteorologisch geklärt werden. Wenn drumherum nix beeinträchtigt ist, haben die Stürme also nur einen lokalen Aspekt, quasi wie ein Gebirge, das im Weg steht. Wenn sie allerdings wandern, könnte man darauf eine Zivilisation aufbauen, die andauernd auf der Flucht sein muss. Könnte ein Thema sein.
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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