Tops und Flops 2004

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andreas
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Tops und Flops 2004

Ungelesener Beitrag von andreas »

Hallo,

es würde mich mal interessieren welche SF-Bücher, die Ihr dieses Jahr gelesen habt, Euch begeistert und welche Euch enttäuscht haben. Müssen keine 2004 Veröffentlichungen sein. Einfach nur was Ihr dieses Jahr gelesen habt. Also das Beste und das Schlechteste.

Habe mit einem Freund am Sylvesterabend darüber ausgiebig diskutiert. Wir können es auch natürlich auf Filme ausweiten.

Bei mir waren es wohl, soweit ich mich erinnere:

Top: John Clute: Sternentanz
Flop: Iain Banks: Excession (wobei ich das auch gut fand hatte nur das Pech das am wenigsten Gute zu sein :wink: )

Gruß,
andreas
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Shock Wave Rider
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Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

"Soweit ich mich erinnere" ist ein gutes Stichwort. :D

Tops:
Andreas Eschbach "Der Letzte seiner Art"
Andreas Brandhorst "Diamant"
Alpha O'Droma "Eins - Die Ankunft"
Nicole Rensmann "Anam Cara - Seelenfreund"

Helmuth W. Mommers (Hg.): Der Atem Gottes (VISIONEN 2004)
Andreas Eschbach (Hg.): Eine Trillion Euro

Flops:
Jeffrey Kress "Sieben Wochen in der Ewigkeitswelt"

sowie ein Großteil der 2004 erschienenen deutschsprachigen SF-Stories

Gruß
Ralf
Zuletzt geändert von Shock Wave Rider am 6. Januar 2005 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Space Cadet
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Ungelesener Beitrag von Space Cadet »

Da ich nicht soviel Geld für Bücher habe, bin ich bei der Auswahl schon vorsichtig und deshalb waren die beiden einzigen SF-Bücher die ich 2004 gelesen habe, beide Top:

Kim Stanley Robinson: Antarktika
Spielt zwar nicht im Weltraum oder in ferner Zukunft, hat mich aber denoch begeistert.

Joe Haldeman: Der Ewige Krieg
Ich weiß, ich weiß, is'n ganz alter Hut, aber trotzdem schön!
Liest gerade:
Carl Hiaasen - Stormy Weather + Lucky You (non-SF)
deval
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Bücher

Ungelesener Beitrag von deval »

Mir sind nur ein paar momentan im Gedächtnis hängen geblieben.

Gut waren -Niemalsland- von Neil Gaiman und -Liebhaber des Todes- von Barbara Büchner. Ebenfalls positiv hängengeblieben ist die achtteilige STEN Chronik von Allen Cole und Chris Bunch.

Eine große Enttäuschung nach dem für mich grandiosen Buch -Gegenschlag- war -Invasion- von Eric L. Harry. Katastrophal. Der Funken ist bei den ersten drei Büchern von -Der dunkle Turm- von Stephen King auch noch nicht übergesprungen. Da ich jetzt die komplette Reihe habe muß ich mal abwarten wies weitergeht.
Fjunch-Klick
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Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

jaja, die erinnerung..


tops:
andreas brandhorst - diamant
china miéville - die narbe sowie leviathan
philip k dick - ubik
frederik pohl - die gateway-trilogie

thorsten küper - njomwegs krankheit in der anthologie "walfred goreng"

flops:
ben bova - saturn

ich hatte glück mit der wahl der lektüre :smokin
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Kringel
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Ungelesener Beitrag von Kringel »

Als Tops fallen mir spontan die 4 Otherland - Bücher von Tad Williams und Ilium von Dan Simmons ein.

Als Flops würde ich an erster Stelle die Ring-Trilogie von Koji Suzuki nennen.
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upanishad
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Ungelesener Beitrag von upanishad »

hi,
hier meine subjektive sicht der dinge über die bücher, an die ich mich noch erinnere:

top:
ilium, hyperion und endyminon von simmons
grandios!
der name der rose (nicht so richtig sf :-)) von eco
schwierig zu lesen, aber irgendwie fesselnd

flop:
die mars-stadt von mcleod (oder so ähnlich)
unzusammenhängende und krude story, der autor nutzt seine chancen nicht
excesssion von banks
irgendwie sprang der funke nicht über
so everything is meaningless and so we carry on
until we face the consequence of everything we've done

:bayern: :headbanger:
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breitsameter
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Ungelesener Beitrag von breitsameter »

upanishad hat geschrieben:die mars-stadt von mcleod (oder so ähnlich)
unzusammenhängende und krude story, der autor nutzt seine chancen nicht
Dieser Beurteilung stimme ich voll und ganz zu. Ich hatte den Roman schon im November 2002 rezensiert und kam zu einem sehr ähnlichen Ergebnis:
http://www.sf-fan.de/sf-buch/rezension/ ... stadt.html

Ich habe seitdem auch keinen weiteren Roman von Ken MacLeod mehr angerührt und den Autor erstmal als "unlesbar" abgespeichert".

Meine beiden positiven Entdeckungen des Jahres im Bereich SF sind "The Time Traveler's Wife" von Audrey Niffenegger und die bislang vier "Thursday Next"-Romane von Jasper Fforde. Jeweils absolut Spitzenklasse!
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.
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andy
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Ungelesener Beitrag von andy »

Kringel hat geschrieben:Als Flops würde ich an erster Stelle die Ring-Trilogie von Koji Suzuki nennen.
der dritte teil war auch mein persönlicher lesetiefpunkt im letzten jahr!
mein höhepunkt: die narbe und leviathan von china mieville!

momentan bin ich gerade in meiner nicht-sf-phase und lese krimis/thriller.
manchmal muss ich für ein paar tage auf diesen planeten zurückkehren...
:wink:

andy
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Motörfisch
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Ungelesener Beitrag von Motörfisch »

So auf die Schnelle:

Top: China Miéville "Perdido Street Station"; das, was ich von Philip K. Dick gelesen habe
Flop: Jasper Fforde "Der Fall Jane Eyre", Richard Morgan "Das Unsterblichkeitsprogramm"
Daniel S
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Ungelesener Beitrag von Daniel S »

Flops:

Richard Morgan, Das Unsterblichkeitsprogramm (kürzer wäre besser gewesen und Grundfrage: wo liegt die Bestrafung wenn man Verbrecher einfriert und nach einiger Zeit wieder laufen lässt?)

Harrison, Licht (Schlimm, wirklich schlimm....)

Justina Robson, Mappa Mundi (wieder so ein Monsterwerk, viel zu lang, Robson bleibt aber auf meiner Hoffnungsliste)


Tops:

Nancy Kress, Im grellen Licht (wirklich spannend und handwerkliche Güteklasse)

Stephen King, Atlantis (auf das Altenteil hin wird er ja noch richtig literarisch, wer hätte das gedacht?)

Dick, Ubik (natürlich)
Dick, Valis-Trilogie (etwas schwierig aber ungemein erhellend)

Eschbach, Exponentialdrift (jetzt krieg' ich sicher Haue, aber mir hat's gefallen, echt!)

Gruss
Daniel
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Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

Daniel S hat geschrieben:Eschbach, Exponentialdrift (jetzt krieg' ich sicher Haue, aber mir hat's gefallen, echt!)
wieso fürchtest du dich? wenn man den hintergrund der entstehung bedenkt, ist das wirklich bemerkenswert.

btw mir fällt noch ein "top" ein:

marraks Imagon
Gregor Balthasar
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Ungelesener Beitrag von Gregor Balthasar »

Fjunch-Klick hat geschrieben: btw mir fällt noch ein "top" ein:

marraks Imagon
Das kam doch aber 2004 nur erst als Taschenbuch raus und war doch schon vorher veröffentlicht, oder lieg ich da jetzt falsch?

Wobei das Buch wirklich gut ist, und ich den Schreibstil von Michael Marrak ziemlich grandios finde. Mal was völlig anderes, sehr sehr erfrischend!

Andererseits ist aber "Imagon" doch nun weniger der SF-Sparte zuzuordnen, als doch eher der phantastischen Literatur, halt von wegen "elder gods-cthulu-lovecraft-hinterlassenschaft"?!

Dann zu dem hier öfter erwähnten "Diamant" von Andreas Brandhorst:
Sicherlich ein gutes Buch, das aber meiner Meinung nach nicht nach ganz oben gehört, ist natürlich subjektiv, aber irgendwie konnte es mich in seiner Gesamtheit nie völlig fesseln. Die Charaktere waren zwar sauber herausgearbeitet, aber trotzdem nicht immer überzeugend, keine Ahnung.
Ist halt nur meine Meinung.

Da jetzt aber auch schon etwas aus der phantastischen Literatur erwähnt wurde, möchte ich aus dieser Sparte meinen persönlichen Megaflop 2004 titulieren: Wolfgang Hohlbeins Nemesis Mehrteiler.
Hab nur die ersten zwei davon gelesen, aber boah, war das schlecht.
So viele Sinn-, Grammatik- und Logikfehler in einem so kleinem Buch hab ich vorher noch nie auf einmal gesehn.... Ich hatte echt zwischendrin das Bedürfnis mich ihm da mal als Lektor anzubieten ;-)
Und Spannung kam auch nicht auf...zumindest nicht mehr als beim Schauen eines dieser "Ich weiss noch immer was du letzten Sommer...bla"-Filme!

sei's drum.

Grüsse, Gregor
Grisel
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Ungelesener Beitrag von Grisel »

Hi!

Top: die zweite Foreigner-Trilogie von C.J. Cherryh (Precursor-Defendor-Explorer)
Flop: "World's end" von Joan D. Vinge. Mensch, war das fad! OK, ich war vorgewarnt.

Bye,

Grisel
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breitsameter
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Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Gregor Balthasar hat geschrieben:Dann zu dem hier öfter erwähnten "Diamant" von Andreas Brandhorst:
Sicherlich ein gutes Buch, das aber meiner Meinung nach nicht nach ganz oben gehört, ist natürlich subjektiv, aber irgendwie konnte es mich in seiner Gesamtheit nie völlig fesseln. Die Charaktere waren zwar sauber herausgearbeitet, aber trotzdem nicht immer überzeugend, keine Ahnung.
Ist halt nur meine Meinung.
Mal ehrlich: ich fand Andreas Brandhorsts "Diamant" nicht besonders gelungen. Man merkt zu Beginn deutlich, wie sich der Autor erst an das Romanformat gewöhnen muß, denn er wiederholt vieles zu Beginn immer und immer wieder und arbeitet sich holprig voran. Was aber auch daran liegt, daß er seinen "Übersetzer-Ton" nicht abstellen kann. Was soll es von einem "Distributionssystem" zu sprechen, wenn man auch einfach gut deutsch "Verteiler" hätte sagen können. Aber nein, das hätte vielleicht nicht "spacig" und "cool" genug geklungen...
Die beiden Hauptfiguren sind außerdem so schwarz-weiß dargestellt, daß es zumindest mir keinen besonderen Spaß bereitete, den Roman zu lesen. Und spannend fand ich die Geschichte eh nicht. :nein:
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.
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