Sprache in der Science Fiction?

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a3kHH
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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von a3kHH » 4. August 2011 13:32

Stormking hat geschrieben:
deval hat geschrieben:Wird nicht auch bei Dune von Frank Herbert die Sprache als Waffe benutzt?
Das Wort Muadib oder so hat doch enorme Sprengkraft.
Das ist eine der unsäglich blöden Erfindungen von Lynchs Film. Im Roman gibt es nur Die Stimme und deren Funktionsweise wird nicht weiter erläutert.
Das ist falsch, lies' mal genauer.
Edit : Ich versuche jetzt mal, die Stelle zu finden.

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Stormking
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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Stormking » 4. August 2011 14:15

a3kHH hat geschrieben:
Stormking hat geschrieben:
deval hat geschrieben:Wird nicht auch bei Dune von Frank Herbert die Sprache als Waffe benutzt?
Das Wort Muadib oder so hat doch enorme Sprengkraft.
Das ist eine der unsäglich blöden Erfindungen von Lynchs Film. Im Roman gibt es nur Die Stimme und deren Funktionsweise wird nicht weiter erläutert.
Das ist falsch, lies' mal genauer.
Was ist falsch? Das das Schall-Geraffel eine Erfindung des Films ist oder daß die Funktionsweise der "Stimme" nicht näher erläutert wird?

Bei letzterem dürftest Du in der Enzyklopädie fündig werden, aber die ist non-canon.

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UdoK

Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von UdoK » 18. August 2011 14:58

Neal Stephenson hat sich auch ganz aktuell, in "Anathem" (auf Deutsch 2010 erschienen), mit dem Thema Sprache in einem SF-Roman beschäftigt - und konfrontiert den Leser damit, dass er sich mit Sprachentwicklungen und Begriffverschiebungen auseinandersetzen muss, um den Roman zu verstehen.

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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka » 21. August 2011 09:56

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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von T'Lu R'Galay » 16. April 2017 18:35

Wieso ist dieser Thread nach dem Erscheinen von "Arrival" eigentlich nicht wieder aufgetaucht? ;-)

Die Grundidee des Filmes ist ja, das Sprache ein Gehirn und damit die Fähigkeiten eines Lebewesens extrem beeinflussen können.

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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Naut » 16. April 2017 18:45

Ja. Die zugrundeliegende Story wurde schon 2011 von Ulrich erwähnt.

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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 16. April 2017 19:44

Smiley hat geschrieben:
Stormking hat geschrieben:
deval hat geschrieben:Wird nicht auch bei Dune von Frank Herbert die Sprache als Waffe benutzt?
Das Wort Muadib oder so hat doch enorme Sprengkraft.
Das ist eine der unsäglich blöden Erfindungen von Lynchs Film. Im Roman gibt es nur Die Stimme und deren Funktionsweise wird nicht weiter erläutert.
Im Roman gibt es die "Stimme" und die Schallwaffen.

"Seine Stimme kann töten . . ." bezieht sich auf die Schallwaffen, die aber jeder benutzen kann.
Wobei die "Stimme" der Schwestern durchaus auch als Waffe bezeichnet werden kann.
Alles klar?
]
So wie ich damals den Roman verstanden habe, erzeugt die Modulation der Stimme einen Einfluss auf das Gehirn oder den Intellekt des Zuhörers. Das heißt, jemand, der "die Stimme" beherrschte (und das waren anfangs nur die Bene Gesserit) konnte Menschen manipulieren. Das Töten konnte durch eine Art Implosion des Gehirns erfolgen (die stärkste Wirkung), war im Grunde aber nicht der Hauptzweck. Die Stimme diente dazu, um Menschen zu etwas zu zwingen, dem sie nicht widerstehen konnen, eine Art akustische Hypnose. Deshalb war die Macht der Stimme auch begrenzt (und, ich glaube, man musste die Stimme auch dem Gegenüber anpassen, so dass eine Massenwirkung nicht so gut klappte). Aber da hilft Nachschlagen im Roman...

An Akustik-Waffen im Roman erinnere ich mich auch nicht.


SF-Sprache ("Sprech"): George Orwell,"1984"
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Jorge » 15. August 2018 18:52


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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Jorge » 9. Dezember 2018 22:08


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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von T'Lu R'Galay » 16. Dezember 2018 09:53

Mich wundert, dass hier die Darkoverromane "Gildenhaus Thendara" und "An den Feuern von Hastur" nicht erwähnt wurden. In beiden geht es um Linguisten, die sich neben der Handlung auch mit der Problematik stark veränderter Sprachen bei Nachkommen irdischer Kolonisten befassen.
Als ich die Bücher las war ich noch im Studium (Anglistik mit Schwerpunkt Linguistik) und war total fasziniert, dass so etwas in Romanen auftauchte.

Andeutungsweise gab es das auch schon bei Perry Rhodan (die beiden Taschenbücher um Exota Alpha), wo aus Kilometer bereits Klomter geworden waren. Gerade die Linguistik hat gute Chancen die ein oder andere Entwicklung vorherzusagen. Das Extrapolieren auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnis ist für mich SF par Excellence.

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Re: Sprache in der Science Fiction?

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame » 16. Dezember 2018 13:21

breitsameter hat geschrieben:
31. Juli 2011 17:13
Fallen Euch weitere Romane der Science Fiction ein, die dieses Thema - also die Möglichkeiten und die Gefahren der Sprache behandeln?
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