Stargate SG1

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Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Maverik » 29. Juni 2014 22:24

Hey Leute,

bin was SF angeht ein relativer Neuling. Interesse daran habe ich über die Serie Stargate SG 1 gefunden die es mir wirklich extrem angetan hat. Das bringt mich auch gleich zu meiner Frage. Stargate SG 1 endet mit der Folge "endlosigkeit" in Staffel 10. Allerdings ist das Ende komplett offen.
Ich habe dann ein paar suchbegriffe in Youtube eingegeben und bin tatsächlich zu einigen Ausschnitten aus folgen gekommen die mir föllig unbekannt sind. Beispielsweise handelte einer dieser Ausschnitte von der Vernichtung von Orici (wenn das so geschrieben wird).
Hab ich da was verpasst? Kam nach staffel 10 noch irgendwas was die Geschichte kompletiert hat?

Danke :)

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Dunkelwolke » 30. Juni 2014 00:03

Moin,

da die Serie nach der 10ten Staffel eingestellt wurde, gab es noch 2 Spin-Off Filme um die Handlungsbögen zu einem Abschluß zu bringen:

the ark of truth : Ende der Ori : http://de.wikipedia.org/wiki/Stargate:_ ... r_Wahrheit
continuum: Ba'al sagt zum Abschied leise Servus : http://de.wikipedia.org/wiki/Stargate:_Continuum

Viel Spaß :popcorn:
Wenn die Tränen getrocknet sind, wird er allein vorwärts gehen. Am Horizont blitzt es schon, die Erde bäumt sich auf, ringsherum ergießt sich die Feuerbrunst. Er wird vorwärts gehen zu dem Krieg, der ihm schon entgegenkommt.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Montag » 30. Juni 2014 10:18

Jup, der Handlungsbogen rund um die Ori wird in Ark of Truth mehr oder weniger gut abgeschlossen. Continuum ist da hingegen sehr viel besser produziert und unterhaltsamer.

Das offene Ende der Serie hat mir sehr gut gefallen. Die Abenteuer gehen halt immer weiter.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Nina » 1. Juli 2014 17:28

Und wenn man immer noch nicht genug hat, kann man sich ja noch "Stargate Atlantis" ansehen. Da sind zwar völlig andere Leute im Zentrum der Handlung, aber es tauchen auch immer wieder Charaktere aus SG1 auf.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von YKirk » 5. Juli 2014 10:59

Cater hat doch in SG-A auch mal die Chef Position inne oder irre ich mich da? Und der Schauspieler der in ST VOY den Holodock gespielt hat taucht doch auch in SG-1 und SG-A auf.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Nina » 5. Juli 2014 19:31

Ja, beides richtig. Und vielleicht erinnerst Du Dich an McKay, den besserwisserischen Physiker, der in einigen Folgen SG1 gespielt hat: Der hat dann in Stargate Atlantis eine fixe Rolle in der Crew.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von a3kHH » 5. Juli 2014 21:50

Unbedingt Stargate-Atlantis gucken! Ist teilweise sogar noch besser als SG-1. Und Stargate-Universe vermeiden, es sei denn, Du bist Komplettist.
Daß es vor der Serie einen Kinofilm gegeben hat, weisst Du ?
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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Nina » 5. Juli 2014 22:20

Ich mochte Stargate Atlantis auch lieber als SG1. Zum einen hab ich es nicht so mit Militärgedöns, zum anderen hat es mir auch besser gefallen, dass sie eben auf einem fremden Planeten waren und nicht nach jeder Mission wieder zu Hause ihren Alltag hatten.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Montag » 6. Juli 2014 19:45

Ich mochte Atlantis auch sehr. Aber in gewisserweise war es dann doch extrem an Sg-1 angelehnt. Ich mein, in der einen Staffel kriegen sie einen Krieger-Typen für ihr Team, der genau dieselbe Funktion wie Teal'c erfüllt hat (die Folge mit beiden im Fokus war natürlich der Hit).
Atlantis hatte in meinen Augen aber leider auch dasselbe Problem wie SG-1. Nämlich dass jede Staffel einen big bad haben musste. Jedes Staffelfinale muss dann einen neuen Bösewicht haben oder ein alter Schurke wird noch mächtiger. Mit solchen Handlungsbögen muss man sich dann immer selbst toppen, es kann aber auch sehr repetitiv werden. Deswegen würde ich sagen, dass Atlantis' letzte beide Staffeln ein bisschen geschwächelt haben.
Nina hat geschrieben:Ich mochte Stargate Atlantis auch lieber als SG1. Zum einen hab ich es nicht so mit Militärgedöns, zum anderen hat es mir auch besser gefallen, dass sie eben auf einem fremden Planeten waren und nicht nach jeder Mission wieder zu Hause ihren Alltag hatten.
Obwohl, ich mag das immer in Serien zu sehen. Du hast diese Helden, die verrückte Welten erkunden und das Ende der Zivilisation verhindern, und dann sieht man sie bei völlig mondänen Tätigkeiten wie Grillen oder Angeln.
a3kHH hat geschrieben:Unbedingt Stargate-Atlantis gucken! Ist teilweise sogar noch besser als SG-1. Und Stargate-Universe vermeiden, es sei denn, Du bist Komplettist.
Tja, SGU ist irgendwie ne komische Geschichte. Bei SGU hatte ich das Gefühl, dass die Produzenten echt was anders machen wollten. Sie wussten, dass sie eben nicht diese repetetiven Geschichten aufbrühen konnten. Von daher müsste ich es eigentlich mögen, tu ich aber auch nicht. In gewisser Weise haben sie ein großes Experiment gewagt. Sie haben den vielleicht wichtigsten Aspekt von Stargate gestrichen. Die humorvolle und auch selbstironische Atmosphäre war wohl der größte Pluspunkt von Stargate. Und das hat Universe größtenteil gestrichen.
Und auf der anderen Seite war es eben überhaupt kein großes Experiment, weil der Zuschauer das schon bei Battlestar gesehen hat. Naja, wenigstens war das offene Ende von Universe schön anzusehen.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Nina » 6. Juli 2014 20:11

Obwohl, ich mag das immer in Serien zu sehen. Du hast diese Helden, die verrückte Welten erkunden und das Ende der Zivilisation verhindern, und dann sieht man sie bei völlig mondänen Tätigkeiten wie Grillen oder Angeln.
Ja, das mit dem Angeln um des Angelns willen, in einem Teich ohne Fische, hatte was Cooles und Sinnbildliches.
Aber der Rest war halt teils auch so, wie ich das selbst habe: Da fahre ich beispielsweise mal weg und wenn ich wieder zu Hause bin, ist alles wie immer. Und so kommt mir auch SG1 vor. Dagegen bei Atlantis, da sind sie immer an diesem besonderen Ort. Der auch eine gewisse Sicherheit bietet, und trotzdem speziell ist.
Tja, SGU ist irgendwie ne komische Geschichte. Bei SGU hatte ich das Gefühl, dass die Produzenten echt was anders machen wollten. Sie wussten, dass sie eben nicht diese repetetiven Geschichten aufbrühen konnten. Von daher müsste ich es eigentlich mögen, tu ich aber auch nicht. In gewisser Weise haben sie ein großes Experiment gewagt. Sie haben den vielleicht wichtigsten Aspekt von Stargate gestrichen. Die humorvolle und auch selbstironische Atmosphäre war wohl der größte Pluspunkt von Stargate. Und das hat Universe größtenteil gestrichen.
Und auf der anderen Seite war es eben überhaupt kein großes Experiment, weil der Zuschauer das schon bei Battlestar gesehen hat. Naja, wenigstens war das offene Ende von Universe schön anzusehen.
Die Story selbst hätte auch in einem anderen Universum spielen können. Aber die Serie selbst habe ich gerne gesehen. Die im Weltraum verschollene Crew fand ich sehr spannend, wobei mich das auch wieder an ST Voyager erinnert hat. - Mein Bruder hat sie sich von mir geliehen (er ist auch ein SF-Fan und durch ihn bin ich erst dazu gekommen, auch wenn er im Unterschied zu mir das nicht öffentlich auslebt) und der mochte die gar nicht. Was echt ungewöhnlich ist, weil wir normalerweise bei Filmen und Serien sind wir relativ einer Meinung. (Was nicht unbedingt gut oder schlecht heißen muss, kann auch "hirnlos, aber gute Action und coole Sprüche" lauten.) Er hat gemeint, dass die Serie nur düster und furchtbar depremierend ist.
Mich hat wiederum das Ende gestört. Zumal es ja kurz vorher so etwas gab, dass dann doch nur alternativ war, wo sich die Leute auf einem Planeten niedergelassen haben. Und da denke ich mir halt, dass das eigentlich ein gutes Ende gewesen wäre. Also dass sie einfach auf einem Planeten bleiben, Familien gründen und so ... falls man wirklich unwahrscheinlicherweise eine Fortsetzung in Gang kriegt, kann man ja auch daraus was machen.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Montag » 8. Juli 2014 10:36

Nina hat geschrieben:Er hat gemeint, dass die Serie nur düster und furchtbar depremierend ist.
Kann ich gut verstehen. Mein Problem war eher, dass die Stories zu langatmig waren. Ich finde es prinzipiell super wenn man so einfache Dinge wie Luft, Nahrung und Wasser als Ausgangsbasis für Stories nimmt. Ich mein, dass war immerhin genau das, was ich mir von Voyager versprochen habe, aber nie bekommen habe. Der Starfleet-Crew ging es eigentlich sieben Jahre ganz gut.
Bei SGU haben sich die Folgen der ersten Staffel allerdings so gut wie gar nicht bewegt. Es ging um wahnsinnig einfache Dinge und dann passierte einfach nichts. Im Zentrum standen nun mal die Beziehungen innerhalb der Crew. Blöd nur, dass die alle Depressionen hatten. Klar, das ist sehr realistisch. Du bist gefangen auf einem fremden Raumschiff, die Chance nach Hause zu kommen ist null, du hast kaum essen und du kannst dein Raumschiff nicht mal steuern. Dein Leben ist also völlig fremdbestimmt, du kannst dich nur in dein Schicksal fügen und der Sensenmann guckt dir die ganze Zeit über die Schulter. Und die ganze Zeit ist das Licht aus!
Klar ist man da depressiv. Aber es ist natürlich nicht so massentauglich und attraktiv, sich eine Stunde lang depremierte Leute anzugucken. Es wundert daher auch nicht, dass Eli der Break-Out-Charakter war (und das hat nichts damit zu tun, dass er als Geek ein Vertreter der Fangemeinde war.)

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Nina » 26. Juli 2014 23:10

Ja, stimme ich eigentlich zu, obwohl mir nie langweilig war. Aber wie gesagt, es gab da eben die Folge, wo sie sich alle auf einem Planeten niedergelassen hatten und ihre Familien gegründet haben, das wäre für mich ein schönes Ende gewesen. (Ich fand es auch direkt lustig, dass Eli dann mit so ner Soldatin ein Kind hatte, die er vorher nicht so beachtet hatte.) Aber nein, es war doch alles nur alternativ, weil man sich ja alles für eine Fortsetzung, die es ja wohl ohnehin nie geben wird, offen halten wollte. Und ich bin wirklich sauer, denn in meinem Kopf fliegt die arme Crew immer noch rum.
Das düstere fand ich O.K. ich finde sogar die direkte Darstellung irgendwie ... ja erfrischend zwischen all der Positiv-Denken-Kacke des Alltags.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Montag » 28. Juli 2014 09:32

Ja das war eine ziemlich gute Folge. Aber es hätte nicht das Ende für die Crew der Destiny sein können. Die Leute auf dem Palenten waren ja Doppelgänger, die durch irgendeine Raum-Zeit-Anomalie/Wurmloch-Doppler-Effekt entstanden sind. Wenn ich mich richtig erinnere.
Ich denke, die eigentlich Crew hätte als nächstes wirklich vor der Frage gestanden, wie sie weitermachen wollen. Es gab ja kurz vor Schluss die leicht verschwurbelte, esoterisch angehauchte Enthüllung, dass die Mission der Destiny ist zum Ursprung des Lebens/zum Bewusstsein des Universums zu fliegen. Ich denke, für die Crew hätte sich da schon die Frage ergeben, wer auf sowas überhaupt Lust oder ob man nicht doch lieber nen schönen kanadischen Planeten besiedelt.

Aber so wie ich das verstanden habe, war zu dem Zeitpunkt nicht 100% sicher, dass die Serie eingestellt würde. Das haben die wirklich erst ein, zwei Folgen vor Schluss erfahren und selbst da war es nicht sicher. Deshalb das offene Ende.

Der Eli-Schauspieler hat mal in nem Interview verraten, dass er sich die Fortsetzung wie folgt vorstellt. Die Crew wacht aus der Stasis auf und da steht Eli. Muskelbepackt und völlig durchtrainiert, über seinem Auge ne Augenklappe und am Gürtel ne Laserkanone. Er ist quasi in der Zwischenzeit zu einer Art raubeiniger Weltraumpirat geworden. Witzige Vorstellung.
Aber solche radikalen Neuerfindungen von Figuren macht man ja eigentlich bei den schlechtesten Figuren und nicht bei denen, die gut funktionieren.

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Nina » 6. August 2014 21:44

Ja das war eine ziemlich gute Folge. Aber es hätte nicht das Ende für die Crew der Destiny sein können. Die Leute auf dem Palenten waren ja Doppelgänger, die durch irgendeine Raum-Zeit-Anomalie/Wurmloch-Doppler-Effekt entstanden sind. Wenn ich mich richtig erinnere.
Aber war das nicht erst am Schluss, dass klargeworden ist, dass die das gar nicht "wirklich" waren? - Aber wie dem auch sei, es wäre ein meiner Ansicht nach gutes und weitaus befriedigeres Ende gewesen als die bis in alle Ewigkeit im Weltraum weiterfliegen zu lassen. Und die Folge war ja ziemlich nahe am Ende der Serie.

Und ja, dass in Hoffnung auf eine Fortsetzung offene Enden gemacht werden, genau das ist ja, was ich beklage. Also man lässt alles in der Schwebe ohne richtiges Ende, weil ja noch irgendeine Hoffnung besteht, dass das Ganze fortgesetzt wird. Und mal ehrlich, wenn es gegen Ende einer Serie noch nicht feststeht, dass es eine Fortsetzung gibt, gibt es entweder keine oder nach Jahren, wenn das halt Kult geworden ist. (Und dann stehen ohnehin die Hälfte der Schauspieler nicht mehr zur Verfügung.)

Zu guter Letzt gibt es auch Enden, die ein gutes Gefühl beim Zuseher hinterlassen, die man dennoch fortführen kann. Es kann sich die Crew ja auch auf einem Planeten niederlassen, aber dann entdecken sie ihre Feinde ... Oder sie kommen nach Hause und brechen dann doch wieder zu einem neuen Abenteuer auf. Oder es stellt sich erst später raus, dass die Crew, die dieses Happy End hatte, in einem Paralleluniversum war, aber man erzählt halt die Abenteuer der anderen/"echten" Crew nach der Zwangspause weiter. Es gibt echt so viele Möglichkeiten, zu einem halbwegs vernünftigen Ende zu kommen und falls der unwahrscheinliche Fall ist, dass die Crew doch noch gebraucht wird, kann man trotzdem weitermachen. Man sollte halt nicht zu viele beliebte Charaktere in der letzten Folge sterben lassen. (Also in "Enterprise" fand ich es z.B. unnötig, Trip noch schnell sterben zu lassen - ich meine, wenn es mal einen Kinofilm gibt, müssen die extra einen neuen Chefingineur einführen und ich selbst mocht den echt, vor allem weil der Charakter irgendwie sehr anfällig für alle Arten von ungewöhnlichen Problemen ist.)

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Re: Stargate SG1

Ungelesener Beitrag von Montag » 8. August 2014 09:34

Aber Nina, solche offenen Enden sind doch ganz tief im Kern solcher Serien verankert. Manchmal will man gar keinen Punkt an das Ende setzen sondern lieber "..." Besonders bei Abenteuer-Serien steht man doch in einem Finale vor dem Paradoxon, dass man der Serie einen schönen Abschluss geben will. Aber der Zuschauer soll auch das Gefühl haben, dass es unzählige weitere Geschichten gibt, weil der fiktive Kosmos augenscheinlich unendlich ist.

Ich fand zum Beipsiel immer "Star Trek 3 Auf der Suche nach Mr Spock" toll. Da kulminiert ein atmosphärisch spannendes Finale im Schriftzug "Und das Abenteuer geht weiter..." Das fand ich immer super. Das ist doch der größte Triumpf, den die Figuren rausschlagen konnten.
Und The Next Generation endet auch offen. Die Show geht um eine Crew in einem Raumschiff, die immer wieder neue Welten erforscht und neue Abenteuer erlebt. Keiner will da sehen, dass Picard ins Altersheim geliefert wird und Riker zu dick für den Captainssessel geworden ist. Der einzige Handlungsbogen, der sich über die ganze Serie zieht und hier ganz leicht angesprochen wird, ist die Entwicklung Picards: Er war immer der etwas einsame, zurückgezogene Captain, der private Interaktionen mit der Crew auf einem Minimum hält. Und am öffnet er sich dem ein bisschen.

Gegenbeispiel DS9: Mich hat das damals wahnsinnig beeindruckt, dass das Finale von DS9 quasi ein Zehn-Teiler ist. Man hat also keine Doppelfolge, die die Serie beendet, sondern zehn vollgepackte Folgen. Das wirkt heute natürlich überhaupt nicht mehr so irre, weil wir ganze Serien haben, in denen jede Folge auf der anderen aufbaut und das Konzept von episodischen Serien eher so ein 90er Jahre-Ding ist. Aber für Star Trek-Verhältnisse war das schon krass.
Und hier muss ich leider sagen, dass das im Nachhinein vielleicht nicht die beste Lösung war. "Und dann lebten sie glücklich bis an ihr Lebensende"-Enden sind nun mal sehr statisch. Sie gehören ins Märchen. Und sie sagen ganz klar, danach ist ihnen nichts mehr passiert. Das Abenteuer war vorbei und ihre Leben waren nur noch langweilig. Solche Enden bereiten mir Bauchschmerzen, gerafe weil sie so wahnsinnig statisch sind.
Und dann der Anspruch, für jede Figur ein passendes Ende zu finden, wirkt im Endeffekt viel zu artifiziell. Ich weiß, dass das albern ist, da ja alles daran Kunst ist. Aber ein schönes Ende für jede Figur ist einfach zu viel gewollt.

(Kurz zu Enterprise: Das kann man fast nicht zählen. Das Finale ist ne halbe Story TNG und ne halbe Story Enterprise. Deshalb geht da jeder dramatische Effekt verloren.)

Um es kurz und bündig zu machen: Ich möchte eine Lanze für offene Enden brechen. Gerade bei Abenteuer-Serie. Man muss nicht immer einen Endpunkt für die Protagonisten finden. Und Stargate SG-1 hat das auch blendend vorgemacht. Das Leben von SG-1 sind die Reisen durchs Stargate und womit endet die Serie? Damit dass das Team zu einem neuen Abenteuer aufbricht.

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