Artemis - Andy Weir

Das Forum für Science-Fiction-Leseempfehlungen! Stell Deinen Buchtip kurz vor und diskutiere mit anderen SF-Lesern darüber!
Caroline
True-Fan
True-Fan
Beiträge: 160
Registriert: 23. April 2019 16:15
Land: Österreich

Artemis - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Caroline » 1. Oktober 2019 22:20

Bild


Artemis von Andy Weir ist auf jeden Fall etwas für alle, die den Marsianer gemocht haben. So wie ich. Man merkt (und wird manchmal ein bisschen deutlich daran erinnert) wie gut und gründlich sich Mr Weir seine Weltraumgeschichten durchgerechnet hat. Bei diesem Mondabenteuer lernt man einiges: Siedepunkt von Kaffee, Schweißen im Weltall und wie eine Kolonie am Mond funktionieren könnte.

Die junge Jazz versucht sich als halb anständige Ganovim am Mond durchzuschlagen und ist dabei genauso zäh, mutig und zynisch wie der Marsianer. Die Geschichte ist nett- aber richtig großartig ist die Kolonie am Mond, die man sich wirklich mit all ihren Tücken und Freuden vorstellen kann. Ein bisschen hat man beim Lesen das Gefühl, dass es sie schon längst gibt. Und damit bleibe ich dabei: wenn Andy Weir oben steht kaufe ich das Buch - allein schon, um herauszufinden, wie unsere nächsten Schritte dort draußen aussehen könnten.

Benutzeravatar
Ender
SMOF
SMOF
Beiträge: 1425
Registriert: 10. Januar 2015 21:25
Bundesland: Westfalen
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: Robert McCammon - Die Grenze
Ryu Murakami - In Liebe, dein Vaterland 1: Die Invasion
Kontaktdaten:

Re: Artemis - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Ender » 1. Oktober 2019 23:55

Ich stimme dir zu, mir hat der Roman auch gut gefallen. Kein Meilenstein, aber beste Unterhaltung.
Ein paar Sätze hatte ich dazu ebenfalls geschrieben, nämlich HIER.

Benutzeravatar
Spezies 125
BNF
BNF
Beiträge: 685
Registriert: 7. Mai 2005 19:36
Land: Deutschland

Re: Artemis - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Spezies 125 » 5. Oktober 2019 12:29

Mir hat das Buch im gegensatz zu "Der Marsianer" nicht sehr gefallen. Ich kann jetzt aber nicht mehr den Finger drauflegen wo genau meine Kritikpunkte sind, dazu ist es zu lange her (ich habe es noch am Tag des Erscheinens der enlischen Ausgabe gelesen). Aber zu Andy Weirs Ehrenrettung, er hat die Messlatte mit dem Marsianer selber sehr hoch gelegt. Trotzdem werde ich auch sein nächstes Buch mit Sicherheit lesen.
Hartnäckig weiter fließt die Zeit, die Zukunft wird Vergangenheit.» W. Busch

Caroline
True-Fan
True-Fan
Beiträge: 160
Registriert: 23. April 2019 16:15
Land: Österreich

Re: Artemis - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Caroline » 5. Oktober 2019 13:09

Da hast du leider ein bisschen Recht - der Marsianer hat mir besser gefallen. Artemis war ok - aber der Grund, warum ich mir auf alle Fälle sein nächsten Buch kaufen würde, ist der Marsianer.

Benutzeravatar
Ender
SMOF
SMOF
Beiträge: 1425
Registriert: 10. Januar 2015 21:25
Bundesland: Westfalen
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: Robert McCammon - Die Grenze
Ryu Murakami - In Liebe, dein Vaterland 1: Die Invasion
Kontaktdaten:

Re: Artemis - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Ender » 5. Oktober 2019 13:28

Das ist das Problem, wenn man einen solchen Knaller wie den "Marsianer" vorgelegt hat: alles was danach kommt, wird erst mal damit verglichen.
In diesem Fall kommt noch hinzu, dass es natürlich wirklich viele Parallelen gibt: Überleben auf einem lebensfeindlichen Himmelskörper, naturwissenschaftlich-technische Basteleien, flapsige Protagonisten ... da darf sich der Autor über die ständigen Vergleiche halt nicht wundern.
Trotzdem hat mir "Artemis" wieder Spaß gemacht, wenngleich - ja, stimmt - nicht ganz so viel wie "Der Marsianer".

Benutzeravatar
imarkane

Re: Artemis - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von imarkane » 21. Oktober 2019 20:52

Ich muss leider auch zustimmen. Das Buch ist gut, aber im Vergleich zum Marsianer fällt es leider ab. Wäre die Erscheinungsfolge genau anders herum, dann hätte Der Marsianer (vermutlich) noch mehr eingeschlagen.
Gut ist alles, was die Vorredner schon genannt haben. Ausgefeilt, durchdacht, sehr gute Mondstationskonstruktion, gute Charaktere...alles dabei.
Was mir nicht gefallen hat: Das Buch ist im Vergleich zum Marsianer etwas zäher zum lesen. Dazu kommt, das die Protagonistin genauso gut ein Kerl sein könnte, vor allem, da ein paar Mal im Buch ein paar echt sexistische Sprüche kommen. Hat mich eher gestört.
Dafür ist der Handlungsrahmen und die Motivation der Hauptfigur wirklich gut. Und wird auf ein prima Finale mit ordentlich Action plus Auflösung, warum sie denn eine Kleinkriminelle bleibt, anstatt ihre hohe Intelligenz besser zu nutzen, hingeführt. Das war echt Klasse.

Antworten