Lesewarnung! Hier setzt's Verrisse!

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Scotty
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Lesewarnung! Hier setzt's Verrisse!

Ungelesener Beitrag von Scotty » 6. Mai 2005 17:49

Hereingelegt! Dies ist absolut KEINE Empfehlung sondern eine Warnung und gleichzeitig das erste Thema für den neuen Thread: "Verrisse", falls sich ein Admin erbarmt, diesen neu anzulegen. Ich denke, Verrisse sind genauso interessant, vielleicht sogar noch wichtiger als die Buchempfehlungen. Immerhin gibt es eine Reihe von Lesern, die sich durch jedes Buch quälen und sich damit selbst geißeln Daher werte ich ein nicht gelesenes gutes Buch als weniger tragisch als ein irrtümlicherweise angefangenes schlechtes Buch!

Macht es da nicht Sinn, einen solchen Thread anzulegen!! So haben die geläuterten Leser wenigstens ein Forum, um sich auszulassen und alle anderen Fans werden gewarnt!

Nun zu "Am Ende der Ewigkeit":

EIn erstklassiges Cover. Ein Titel, der an Asimov erinnert. Beste Kritiken bei Amazon (Ausser 2, eine davon ist von mir!)! Das klingt vielversprechend. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus?

Ich habe das Buch nach ca. 200 Seiten gelangweilt zur Seite gelegt. Für den unerfahrenen Leser mag hier ein spannendes Abenteuer geboten werden. Für die anspruchsvolleren Leser dagegen nur Belanglosigkeiten.

Keine richtig zündenden Ideen, die Handlung ist vorhersehbar und - was ich als am allerschlimmsten empfunden habe - naiv geschrieben. Alles wirkt, trotz des vielen Textes, irgendwie oberflächlich, ganz im Stil eines Jugendbuchs. Es trieft nur so vor Klischees. Irgendwie ist es einem gleichgültig, was mit den Protagonisten passiert. Diese wirken äusserst schablonenhaft. Um den ganzen die Krone aufzusetzen: Carver hat dermaßen offensichtlich geklaut (z.B. aus Eric Brown - " Das Nada Kontinuum"), daß man sich über gar nichts mehr wundert. Was will man von einem solch ideenlosem Autor erwarten...

Bücher, die ich nicht zuende lese, sind für mich verlorenes Geld und Zeit! Daher: Sorry, das war mein letztes Carver Buch!
Lese zur Zeit:
Paul Weiler - Der Tag der Engel

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    Ungelesener Beitrag von heino » 6. Mai 2005 19:29

    Meine letzte Erfahrung dieser Art war "Atomvulkan Golkonda" von den Strugatzki-Brüdern. Dabei lag es nicht an schlechten Charakteren oder einem üblen Schreibstil, denn beides war auf gewohnt hohem Niveau. Leider war die Handlung reichlich zäh und ohne Höhepunkte und für ihe Verhältnisse war das Buch schon sehr ideologisch verbrämt. Definitiv eines der schlechteren Werke zeier großer Autoren :cry:

    Noch schlimmer war allerdings der 1. Teil von Bob Shaws "Heißluft-Astronauten"-Trilogie. Da war es genau andersrum:eine faszinierende Idee traf auf platte Schreibe und absolut nichtige Charakterzeichnungen. Die anderen 2 Teile werde ich mir ersparen :kotzen:
    Lese zur Zeit:

    Andreas Eschbach - Teufelsgold

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    Ungelesener Beitrag von deval » 6. Mai 2005 19:46

    @Heino
    Gerade von der Heißluftastronauten-Trilogie war ich begeistert. Wie du schon gesagt hast, eine klasse Idee das ganze. Die Charakterisierung der Protagonisten fand ich eigentlich nicht schlecht. Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Geschichte.

    Es ist allerdings schon ein paar Jahre her das ich das ganze gelesen habe und will nicht abstreiten, das auch ein wenig jugendliche Begeisterung dabei gewesen sein kann.

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    Ungelesener Beitrag von Rusch » 6. Mai 2005 23:08

    Ich schimpfe immer wieder gerne darüber:

    Charles Stross: Singularität!
    Ein furchtbarer Romans der ständig zwischen Klamauk und ernsthafter SF hin und her wechselt, klischeehafte Protagonisten aufweist und wohl erst durch die Fortsetzung interessant wird.

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    Ungelesener Beitrag von Scotty » 7. Mai 2005 09:40

    Ich hoffe, du tust dir die Fortesetzung nicht an??? In einem Locus Interview der Januar 2005 Ausgabe spricht Stross selber von einigen Inkonsistenzen in den beiden Bänden....

    Ich hatte auch so meine Probleme mit den ersten 2 Seiten des vielumjubelten "Das Unsterblichkeitsprogramm" von Richard Morgan. Die folgenden Zitate sind wirklich aus den ersten 2 Seiten. Jetzt sag mir mal einer, dass das nicht gestelzt klingt!

    "...das hektische Wischen von Rotorblättern auf dem Gewebe der Nacht..."
    "Ich drückte die Zigarette aus, kaum von mir selbst beeindruckt, und ging ins Schlafzimmer"
    "Als ich dastand und sie betrachtete, wurde draussen die Nacht aufgerissen."
    "Donner aus dem erschütterten Himmel rollte heran und ließ die Fenster zittern"

    Und so etwas in einem Debutroman!!! Das macht spontan den Eindruck, als wollte jemand die Welt davon überzeugen, was für ein begnadeter Künstler er doch ist, der die Welt mit seinem kunstvollen Spiel mit Worten beglückt. Wenn man sowieso schon etwas grantelig ist und mit solch einem Zeug in ein Buch startet, überlegt man sich es schon, ob man weiterliest!

    Ich werd es trotzdem noch einmal versuchen. Soviele echte Fans können sich nicht täuschen! Daher bezieht sich der Verriss (zunächst) nur auf die ersten 2 Seiten.
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    Paul Weiler - Der Tag der Engel

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      Ungelesener Beitrag von Scotty » 9. Mai 2005 16:45

      Lieber lieber Admin,

      erbarme dich!!! Unter dem jetzigen Titel interessiert das Thema doch kein Schwein!!!! Dabei sind doch gerade die Verrisse so interessant!!!!!! Bitte ändern in "Verisse"!!!!!


      Danke!!!!!
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        Ungelesener Beitrag von Rusch » 9. Mai 2005 17:06

        Am besten Du schreibst eine PN an Florian. Er ist der God-Master-Admin. :lehrer:

        Ansonsten werde ich keinen Stross mehr lesen. Ich weiss genau, dass mir seine Schreibe absolut nicht liegt. Das gleiche gilt für Justina Robson. Das hat mir auch nicht zugesagt.
        Richard Morgans "Unsterblichkeitsprogramm" fand ich jedoch recht gelungen. Da werde ich mir den zweiten Band zulegen.

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        Ungelesener Beitrag von Scotty » 9. Mai 2005 17:38

        Rusch hat geschrieben:Richard Morgans "Unsterblichkeitsprogramm" fand ich jedoch recht gelungen. Da werde ich mir den zweiten Band zulegen.
        Das glaube ich inzwischen ja auch. Trotzdem meine Frage: Bist du nicht auch über die geschwollenen ersten Seiten gestolpert oder fandest du das ok? Zieht sich dieser Stil weiter so durch? "Die vom Schicksal gebeutelten Wolken kämpften sich traurig über das Meer wo am Strand ein schmutziges Häufchen Hund den fliehenden Geschöpfen des Himmels seinen Schmerz entgegen bellte"

        Ich geb zu, das ist erfunden, aber so ein Gefühl hat es bei mir ausgelöst.
        Wie geht es weiter? Pseudo-literarisch-hochwertig oder nicht?
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          Ungelesener Beitrag von Rusch » 9. Mai 2005 19:14

          Mir ist der Anfang des Buchs nicht negativ in Erinnerung geblieben, aber ich hänge nicht so an den Worten wie es manch anderer tut. So kommt es dann auch, dass ich Druckfehler oft überlese (was eigentlich nicht so schlecht ist :) ). Ich fand die erste Hälfte des Buch besser als die zweite, wegen der Film Noir Atmosphäre. Das hatte schon was.

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          Ungelesener Beitrag von Scotty » 9. Mai 2005 19:22

          SO hat jeder seine Toleranzen. Ich komme nicht so gut damit zurecht, wenn sich Autoren aufplustern!

          Dagegen hab ich überhaupt kein Problem mit Übersetzungsfehlern. Meine Güte! In den meisten Fällen weiss man doch gleich beim lesen, wie es richtig heissen sollte, oder?
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            Re: Lesewarnung! Hier setzt's Verrisse!

            Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 9. Mai 2005 22:35

            Scotty hat geschrieben: Macht es da nicht Sinn, einen solchen Thread anzulegen!! So haben die geläuterten Leser wenigstens ein Forum, um sich auszulassen und alle anderen Fans werden gewarnt!
            aber so ein verriss ohne autor, verlag ec. bringt mir irgendwie gar nix. auch wenigstens ein paar hinweise zur handlung würden das ganze fasslicher machen. ;)

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            Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 9. Mai 2005 22:36

            heino hat geschrieben:Meine letzte Erfahrung dieser Art war "Atomvulkan Golkonda" von den Strugatzki-Brüdern. Dabei lag es nicht an schlechten Charakteren oder einem üblen Schreibstil, denn beides war auf gewohnt hohem Niveau. Leider war die Handlung reichlich zäh und ohne Höhepunkte und für ihe Verhältnisse war das Buch schon sehr ideologisch verbrämt. Definitiv eines der schlechteren Werke zeier großer Autoren :cry:
            vergib ihnen, es war ihr erstling.

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            Ungelesener Beitrag von Rusch » 9. Mai 2005 23:40

            Eben, Picknick am Wegesrand ist sehr, sehr interessant. Ein wahrhaft gelungenes Buch.

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            Ungelesener Beitrag von Kringel » 10. Mai 2005 07:32

            @Scotty: Über diese Formulierungen auf den ersten Seiten von "Das Unsterblichkeitsprogramm" bin ich auch gestolpert, aber es geht ja nicht in diesem Stil weiter. Vielleicht sollten diese Sätze verdeutlichen, daß Kovacs kein tumber Terminator ist, sondern auch eine poetische Ader hat?

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            Ungelesener Beitrag von heino » 10. Mai 2005 14:14

            L.N. Muhr hat geschrieben:
            heino hat geschrieben:Meine letzte Erfahrung dieser Art war "Atomvulkan Golkonda" von den Strugatzki-Brüdern. Dabei lag es nicht an schlechten Charakteren oder einem üblen Schreibstil, denn beides war auf gewohnt hohem Niveau. Leider war die Handlung reichlich zäh und ohne Höhepunkte und für ihe Verhältnisse war das Buch schon sehr ideologisch verbrämt. Definitiv eines der schlechteren Werke zeier großer Autoren :cry:
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            Wie ich schon schrieb, halte ich es auch für einen Ausrutscher und werde durchaus noch andere Bücher von ihnen lesen :wink:
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