Alastair Reynolds

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gernot1610
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Alastair Reynolds

Ungelesener Beitrag von gernot1610 » 10. August 2006 00:40

Ich bin nicht so leicht zufriedenzustellen wie hier mancher denken mag, aber bisher war alles, was ich von Alastair Reynolds in die Finger bekommen habe von überdurchschnittlicher Qualität. Ich gehe sogar soweit zu sagen, das Bücher wie Chasm City, Unendlichkeit und Ewigkeit Herausragend sind.

Es ist immer ein Abenteuer Reynolds zu lesen, die Geschichten sind wahrlich Phantastisch, die Helden könnten nebenan wohnen, die Stimmung ist immer wie während eines Frühlingsregens im April. Stimmungen sind sowieso ein großer Bestandteil seiner Romane. Ich keinen anderen Autor, der es so versteht binnen weniger Seiten im Leser die "gefühlte Temperatur" steigen und fallen zu lassen wie es Ihm beliebt.

Am besten gefällt mir die Auswahl seiner Helden. Egal ob Raumfahrer, Taxifahrer, oder wie bei Ewigkeit, Jazzmusiker. Immer kann man sich mit den Figuren identfizieren, weil sie nie die abgehobenen Helden, grausamen Verbrecher oder totalen Verlierer sind. Seine Helden sind MENSCHLICH, und was noch viel wichtiger ist SYMPHATISCH.

Alastair Reynolds ist der Autor, von dem ich die nächste Neuerscheinung (auf Deutsch) unbesehen und ohne vorbehalte Kaufe. :D

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Scotty
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Ungelesener Beitrag von Scotty » 10. August 2006 10:52

Ich kann mich dem nur anschliessen. Habe bisher 5 Bücher von Reynolds gelesen und die schlechteste Bewertung ist 8 von 10 Punkten!

Auch ich kaufe blind alles von Reynolds. Von den aktuellen Autoren fällt mir nur noch Vernor Vinge ein, für den gleiches gilt.

Die Cover der Reynolds Bücher sehen sich ja sehr ähnlich. Oftmals hatte ich vor dem Lesen das Gefühl, dass mich da wohl nur ein Abklatsch der anderen Romane erwartet. Mitnichten! In jedem Roman waren wieder soviele orginelle Ideen und überraschende Wendungen verpackt, dass die in der Regel 800 Seiten im Nu durch waren.
Lese zur Zeit:
Patrick Lee - Labyrinth der Zeit. Nach einigen Jahren Abstinenz jetzt schon der 4. SF in diesem Jahr...

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    Ungelesener Beitrag von Baalzamon » 10. August 2006 14:02

    Durch Alastair Reynolds bin ich erst zu der Space-Opera und Science Fiction allgemein gekommen. Sicherlich habe ich auch schon vorher mal ein paar SF-Bücher gelesen (zB die Foundation Trilogie von Asimov) aber erst mit Reynolds hat ein SF (oder SO) Fieber eingesetzt von dem ich noch nicht geheilt bin. Der Hunger hat sich dann über Vernor Vinge, Andreas Brandhorst (Kintakii), Stephen R. Donaldson (Amnion), Peter F. Hamilton (Armageddon), Ian Banks (Kultur), Poul Anderson (Sternenhändler), Andreas Eschbach (Quest), Richard Morgan (Takeshi Kovacs) und natürlich nicht zuletzt Dan Simmons (Hyperion) über zwei Jahre fortgesetzt und bisher ist noch kein Ende in Sicht.

    Chasm City, das erste Buch was ich von ihm gelesen habe, hat mir schlicht die Augen geöffnet. Komplexe und glaubwürdige Charaktere, einen feinen Sinn für Humor und wunderbare Konzepte einer Weltraum bereisenden Menschheit. Die Bücher machen einfach Spass zu lesen.

    Ewigkeit fehlt noch in meiner Sammlung, aber bisher habe ich noch kein Buch von Reynolds gelesen, welches mich nicht auf die eine oder andere Art fasziniert hätte. Lediglich Türkis (Torquoise Days) fällt meiner Meinung nach ein bisschen zurück. Dafür ist das im selben Buch vertretene Diamentenhunde (Diamond Dogs) ein atmosphäricher Knaller und geht fast schon in Richtung Horror. Grosses Kompliment dafür, diese Symbiose, man möchte sagen perfekt, zu vollziehen.

    Inzwischen kaufe ich Reynolds auch blind und bisher bin ich auch noch nie enttäuscht worden. Meiner Meinung nach gehört er jetzt schon zu den ganz Grossen in der SF. Ich wünschte es gäbe noch mehr Bücher von ihm.

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    Ungelesener Beitrag von Scotty » 11. August 2006 10:04

    Es gibt mehr Bücher: Im Frühjahr erscheint die deuthsce Version von "Pushing Ice". Außerdem ist ein weiterer Band aus dem RS Universum in der Mache!

    Reynolds ist außerdem sehr produktiv. Bisher hat er jedes Jahr einen Roman veröffentlicht. Ich freue mich auf viele weitere Bücher!
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      Ungelesener Beitrag von Scotty » 21. August 2006 11:38

      Seit Juni gibt es endlich wider Neues auf der Homepage von Reynolds. Wie es aussieht, erscheint dieses Jahr der neue Roman:

      I haven't updated matters for a while, but that's largely because I've not had much to add other than that I've been busy writing a new novel. I tend to go into hermit mode, especially during the last two or three months before the deadline, and everything else (like updating this site) gets squeezed aside. Anyway, I'm pleased with progress on the new book. If you go to Amazon.co.uk you can see that one of the provisional titles my editor and I were kicking around was "The Prefect", but at this stage I'd say it's far from certain that this will be the final name of the book. It might be, it might not. For now I'm still calling it "Book 7", or just "the next big novel".
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        Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 21. August 2006 13:13

        So viel Lob für einen Autor, der mich auf dem Dortcon 2005auch persönlich beeindruckt hat!
        Auf der anderen Seite so ein hoher Stapel ungelesener Bücher und so wenig Zeit zum Lesen... :cry:
        Baalzamon hat geschrieben:Dafür ist das im selben Buch vertretene Diamentenhunde (Diamond Dogs) ein atmosphäricher Knaller und geht fast schon in Richtung Horror. Grosses Kompliment dafür, diese Symbiose, man möchte sagen perfekt, zu vollziehen.
        Hat die Story etwas mit David Bowies gleichnamigem Konzept-Album zu tun?

        Gruß
        Ralf
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        Ungelesener Beitrag von Baalzamon » 22. August 2006 14:35

        Shock Wave Rider hat geschrieben:So viel Lob für einen Autor, der mich auf dem Dortcon 2005auch persönlich beeindruckt hat!
        Auf der anderen Seite so ein hoher Stapel ungelesener Bücher und so wenig Zeit zum Lesen... :cry:
        Baalzamon hat geschrieben:Dafür ist das im selben Buch vertretene Diamentenhunde (Diamond Dogs) ein atmosphäricher Knaller und geht fast schon in Richtung Horror. Grosses Kompliment dafür, diese Symbiose, man möchte sagen perfekt, zu vollziehen.
        Hat die Story etwas mit David Bowies gleichnamigem Konzept-Album zu tun?

        Gruß
        Ralf
        Ich denke nicht das da ein Zusammenhang besteht.
        Ich kenne das Album zwar nicht, aber Wikipedia hat zutage gefördert, das es sich eher um eine 1984 vertonung handelt, als von dem, was Reynolds schreibt.

        In der Geschichte geht es um ein Nichtmesnchliches(?) Artefakt (ein grosser Turm) mit vielen Zimmern, welche durch Fallen gesichert sind.
        Der Ansporn der Protaganisten diese Rätsel zu lösen lässt sie sich immer weiter in die körperliche Entmesschlichung treiben....

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        Ungelesener Beitrag von Ulli B. » 22. August 2006 14:44

        Nö, hat mit Bowies Album nüscht zu tun. Das Artefakt erinnert ein wenig an The Cube. Das perfide an der Story ist das keiner der Protagonisten weiß was er bekommt wenn er alle Fallen überwinden könnte, also das eigene Leben fast vollkommen sinnlos auf´s Spiel gesetzt wird. So nach dem Motto:
        " Der Berg ist da, also krabbeln wir rauf"!
        Eine weitere Paralele zu Cube ist auch das niemand weiß warum das Teil da rum steht.
        Insgesamt aber eine sehr dichte, spannende Story.

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        Ungelesener Beitrag von Horselover Fat » 22. August 2006 15:32

        Habe die ersten fünf Seiten von "Ewigkeit" im Hugendubel gelesen und war sehr angetan davon. Das Buch ist jetzt auf meiner "Kaufen"-Liste und wird wohl im November zu mir stoßen und im Januar 2007 gelesen.

        Warum nur gibt es so viel guter Bücher auf der Welt?

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        Ungelesener Beitrag von Baalzamon » 22. August 2006 15:38

        Ulli B. hat geschrieben:Nö, hat mit Bowies Album nüscht zu tun. Das Artefakt erinnert ein wenig an The Cube. Das perfide an der Story ist das keiner der Protagonisten weiß was er bekommt wenn er alle Fallen überwinden könnte, also das eigene Leben fast vollkommen sinnlos auf´s Spiel gesetzt wird. So nach dem Motto:
        " Der Berg ist da, also krabbeln wir rauf"!
        Eine weitere Paralele zu Cube ist auch das niemand weiß warum das Teil da rum steht.
        Insgesamt aber eine sehr dichte, spannende Story.
        Der Vergleich mit Cube liegt natürlich nahe. Auf diese Assoziation bin ich natürlich auch schon selbst gekommen, habe es aber verplant, das noch mit obe hin zu schreiben.

        Also danke für diese kleine, durchaus zutreffende, Anmerkung.

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        Ungelesener Beitrag von gernot1610 » 8. September 2006 00:39

        Horselover Fat hat geschrieben:Habe die ersten fünf Seiten von "Ewigkeit" im Hugendubel gelesen und war sehr angetan davon. Das Buch ist jetzt auf meiner "Kaufen"-Liste und wird wohl im November zu mir stoßen und im Januar 2007 gelesen.

        Warum nur gibt es so viel guter Bücher auf der Welt?
        Ja Horselover Fat, eine berechtigte Frage. Und da Du ja eher aus der "Literarischen" Ecke kommst, kannst Du Dich schon mal freuen. "Ewigkeit" ist IMHO das beste Buch aus dem Bereich SF der letzten Jahre. Reynolds wird immer besser (obwohl ich nicht weiß, ob seine Bücher Chronologisch auf Deutsch erscheinen). :D

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        Ungelesener Beitrag von andy » 8. September 2006 07:57

        Horselover Fat hat geschrieben:Das Buch ist jetzt auf meiner "Kaufen"-Liste und wird wohl im November zu mir stoßen und im Januar 2007 gelesen.
        wow, du planst dein leseprogramm bis januar 2007??
        irre!!

        andy

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        Ungelesener Beitrag von Scotty » 8. September 2006 10:38

        gernot1610 hat geschrieben: Reynolds wird immer besser (obwohl ich nicht weiß, ob seine Bücher Chronologisch auf Deutsch erscheinen). :D
        Bis auf "Träume von Unendlichkeit" sind alle Bücher chronologisch erschienen. Allerdings fand ich "Chasm City" am besten!

        @Horselover: Planst du wirklich deine zu lesenden Bücher im Voraus? Klingt ja fast nach einem Pflichtprogramm. Bei mir läuft das anders:

        Ich hab zuhause einen Schrank voll ungelesener Bücher stehen. In einem Regal stehen meine momentanen Favourites. Das sind so ungefähr 20 Bücher. Diese werden je nach Geschmack immer wieder aktualisiert. Bücher werden neu aufgenommen, andere fliegen wieder raus. Das kann aufgrund von vielen schlechten Rezensionen sein oder aber dass sich mein Geschmack geändert hat.

        Immer wenn ich ein neues Buch anfangen möchte, habe ich dann die Qual der Wahl 1 aus 20! Aber im Voraus planen? Das hätte bei mir keinen Sinn.
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          Ungelesener Beitrag von Horselover Fat » 8. September 2006 23:52

          Scotty hat geschrieben: @Horselover: Planst du wirklich deine zu lesenden Bücher im Voraus? Klingt ja fast nach einem Pflichtprogramm.
          ich plane gern im Voraus, welche ca. 5 Bücher ich als nächstes lese, halte mich aber meist doch nicht dran... Mir macht es einfach Spaß, im Regal rumzustöbern, hier und da mal eine Seite zu lesen und mich über die Auswahl zu freuen. Die Bemerkung mit Reynolds betraf eher das KAUFEN von Büchern. Ich kaufe nämlich viel zu viele, Remittenden bei Paperbackworld, gebrauchte bei ebay, neue bei Hugendubel... Daher versuche ich mich zu disziplinieren und derzeit nicht mehr als 30 Euro im Monat für Bücher auszugeben. Daher musste Reynolds noch warten... Insgesamt stehen ca. 1000 Bücher bei mir rum, dazu noch ein paar Umzugskartons im Keller... Die schaffe ich in diesem Leben nicht mehr...

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          Ungelesener Beitrag von Horselover Fat » 8. September 2006 23:55

          gernot1610 hat geschrieben: Ja Horselover Fat, eine berechtigte Frage. Und da Du ja eher aus der "Literarischen" Ecke kommst, kannst Du Dich schon mal freuen. "Ewigkeit" ist IMHO das beste Buch aus dem Bereich SF der letzten Jahre. Reynolds wird immer besser (obwohl ich nicht weiß, ob seine Bücher Chronologisch auf Deutsch erscheinen). :D
          Ich bin gespannt! Die ersten fünf Seiten waren schon mal vielversprechend. Bisher habe ich kein Buch gelesen, in dem die ersten 5 wesentlich schlechter waren als der Rest, also schätz ich mal, der Reynolds ist richtig gut.

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