SF abseits des US-Mainstreams

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andreasmit
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SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von andreasmit » 27. September 2016 12:43

Bisher las ich vorwiegend amerikanische Autoren. Ev. weil ich mit in Hamburg synchronisierten Ami-Filmen aufgewachsen bin. Jetzt hat mir eine Freundin das Buch Terrormond Titan geschenkt, welches von einer ESA-Mission handelt und mich echt überrascht hat. Da kommen die US-Amerikaner mit ihren imperialistischen Versuchen, auch den Weltraum zu erobern, eindeutig zu kurz. Das fand ich originell! Der Plot ist stimmig und überrascht positiv. Kurzweilig und nachvollziehbar. Es schien mir fast, als kenne ich einen der Charaktere, der sich zusehends als Riesenarsch entpuppt!
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Naut » 27. September 2016 13:15

Ist ja verrückt! Wie hat die Freundin denn diese gut in den unteren Rängen von Amazon verborgene Perle entdeckt? :)

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 27. September 2016 13:53

Und diesen sensationellen Fund teilt ins ein Neo gleich im ersten Post mit. Echt fürsorglich!

meint
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Denn er tut sich verbitten
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel » 27. September 2016 14:08

Naut hat geschrieben:Ist ja verrückt! Wie hat die Freundin denn diese gut in den unteren Rängen von Amazon verborgene Perle entdeckt? :)
Wahrscheinlich auf Platz 1 in der Kategorie antiimperialistische Heldenepen im Zukunftsroman. :beanie:

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Bully » 27. September 2016 14:55

Ach, das kam in irgendeiner Folge von ST:Voyager; man muss den Mainstreamkonverter reziprok zur Sendezeit neu kalibrieren, und der so invertierte Mainstream ist dann antiimperialistisch. Oder antihumanistisch. Oder je nachdem.
Wichtig: nie Mainstream und Anti-Mainstream kreuzen, dann kommt es zu einer Paarvernichtung, die das Universum für immer verändert. Katzen kreuzen sich mit Hunden, Star Trek mit Star Wars, ihr kennt die Übung.
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 27. September 2016 15:35

Ich hab mal Urlaub auf Island gemacht... da lebt eine Vogelart, die an Boden brütet und wenn man zu nahe an deren Gelege kommt, dann ziehen die immer die gleiche Nummer ab: sie tuen so als wäre der Flügen gebrochen und läuft so zwei drei Meter vor einem her.... und wenn man weit genug vom NEst weg ist dann fliegen sie weg.

Der Witz daran ist: diese Vögel sind alles andere als selten. Wenn man spazieren geht, dann kommt alle hundert Meter so ein Vogel, und führt immer das gleiche Drama auf. Und hundert Meter weiter wartet schon der nächste Vogel.

Scheinbar hat es für die Evolution gereicht, das die ganze Gattung nur einen einzigen Trick beherrscht.

Ich weiß auch nicht wie ich jetzt darauf komme.
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Doop » 27. September 2016 18:29

Knochenmann hat geschrieben: Scheinbar hat es für die Evolution gereicht, das die ganze Gattung nur einen einzigen Trick beherrscht.
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„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von HMP » 27. September 2016 19:30

Also Leute ... das Buch ist wirklich ein TIP ... ein Typisches Indie Produkt.

Neben diversen Fehlerchen, die wohl schon zum Standard solcher Werke gehören, bietet die Leseprobe langweiligen Info-Dumpf mit Zahlen ohne Ende, der wohl zeigen soll, wie gut der Autor die Daten irgendwo - vielleicht Wiki? - gesammelt hat.

Ich frage mich echt, wie manche der Meinung sein können, so einen Post als ersten zu hinterlassen, und dabei noch denken, sie tun sich oder dem Autor (was im Zweifelsfall das gleiche ist) einen Gefallen.

Lieber Andreasmit, hier sind Leute unterwegs, die länger SF lesen als manche sie schreiben. Die lassen sich höchst schlecht hinters Licht führen ...

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von a3kHH » 28. September 2016 12:16

Du bist aber auch fiese, Holger. :D
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von HMP » 28. September 2016 19:22

a3kHH hat geschrieben:Du bist aber auch fiese, Holger. :D
Hin und wieder ... ja :teufel:

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Martian » 28. September 2016 22:04

Man seid ihr alle fies :naughty:

@Andreasmit: Titan habe ICH schon in einer Story verwurstet. Kannst du dir bitte mal einen anderen Saturnmond aussuchen. Da gibt es über 60 zur Auswahl...

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 29. September 2016 09:36

Also doch Mainstream! Schreibt über das, über das alle schreiben. Tssss ...
:bier:
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von kaffee-charly » 29. September 2016 21:54

andreasmit hat geschrieben:Bisher las ich vorwiegend amerikanische Autoren. Ev. weil ich mit in Hamburg synchronisierten Ami-Filmen aufgewachsen bin. Jetzt hat mir eine Freundin das Buch Terrormond Titan geschenkt, welches von einer ESA-Mission handelt und mich echt überrascht hat. Da kommen die US-Amerikaner mit ihren imperialistischen Versuchen, auch den Weltraum zu erobern, eindeutig zu kurz. Das fand ich originell! Der Plot ist stimmig und überrascht positiv. Kurzweilig und nachvollziehbar. Es schien mir fast, als kenne ich einen der Charaktere, der sich zusehends als Riesenarsch entpuppt!
Hab' mal in die Leseprobe gesehen.
Gleich zu Anfang vollgestopft mit viel zu viel Info-Dump, der die Leselust regelrecht erstickt.
Außerdem scheint der Autor nicht viel über die Verhältnisse auf dem Titan zu wissen.
Vielleicht hätte er sich mal über die Daten informieren sollen, die von der Raumsonde "Huygens" ermittelt wurden. Auf dem Saturnmond Titan wird wohl kaum jemals ein Mensch landen.
Hab' nach der dritten Seite aufgehört. :nein:

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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long » 30. September 2016 07:54

kaffee-charly hat geschrieben:Vielleicht hätte er sich mal über die Daten informieren sollen, die von der Raumsonde "Huygens" ermittelt wurden. Auf dem Saturnmond Titan wird wohl kaum jemals ein Mensch landen.
Auf der Venus auch nicht - aber Heinlein durfte so tun, als ob. Also, das allein wäre kein Grund, eine Story zu verdammen. Was den Rest angeht - meinen Geschmack trifft der Stil auch eher nicht.
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Re: SF abseits des US-Mainstreams

Ungelesener Beitrag von Martian » 30. September 2016 10:30

Ok, aber Heinlein schrieb einen Teil seiner Bücher in den 50igern. Da hatte man noch ein durchaus moderates Bild von der Venus. Selbst die NASA hielt zu diesem Zeitpunkt noch das Vorhandensein von Moosen und niederen Pflanzen auf dem Mars für möglich.

Wenn ich mir für einen Plot ein kontrafaktisches Sonnensystem ausdenken müsste, würde ich mir Anleihen bei S.M. Stirlings "Lords of Creation" Serie nehmen. Dort sind Venus und Mars bewohnbar und entsprechen ihren Pulp-Pendants aus den 40iger-60iger Jahren.

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