P F Hamilton-Seelengesänge (Armageddon 3)

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Scotty
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P F Hamilton-Seelengesänge (Armageddon 3)

Ungelesener Beitrag von Scotty » 8. Februar 2007 11:17

Mitmachen!

Es gibt bestimmt viele, die sich den Zyklus immer schonmal vorgenommen haben.

Auch wenn ihr den Zyklus schon kennt, lohnt es sich, mitzmachen. Wenn Gernot kein Einzelfall ist, ist der Zyklus beim 2. Lesen sogar noch besser!

Es geht sofort los!


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Patrick Lee - Labyrinth der Zeit. Nach einigen Jahren Abstinenz jetzt schon der 4. SF in diesem Jahr...

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    Ungelesener Beitrag von Scotty » 10. Februar 2007 18:34

    Ich bin auf Seite 84 angelegt. Der Szenenwechsel tat meinem Interesse sehr gut. Die letzten 3-hundert Seiten von Band fand ich nicht ganz so spannend. Inzwischen frage ich mich immer mehr. Wie verarbeiten die Bessenenen nur den Zeitsprung so gut??? Oder konnten Sie das Geschehen aus dem Jenseits mitverfolgen? Ich glaube nicht.

    Kleiner Fehler auf S.83. Da wird das 19. und das 20. Jahrhundert verwechselt.
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      Ungelesener Beitrag von Scotty » 13. Februar 2007 14:59

      Ich muss wirklich sagen: Bis jetzt gefällt mir der 3. Teil am besten. Nach 200 Seiten gibt es auch eine Weile keine MAterialschlachten mehr.!
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        Ungelesener Beitrag von Lemmy » 18. Februar 2007 12:41

        Scotty hat geschrieben:Ich muss wirklich sagen: Bis jetzt gefällt mir der 3. Teil am besten.
        Schließe mich Deiner Meinung an, insbesondere Al Capone find ich sehr gelungen.
        Lese gerade: Brian W. Aldiss: Helliconia
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        Ungelesener Beitrag von Scotty » 21. Februar 2007 11:20

        Jau, Al Capone find ich auch gut. Sehr schön finde ich es, dass im Personenregister nur "Al" steht, so wird nicht gleich die Pointe verraten.

        Überhaupt finde ich es interessant, dass die Bessenen im 3. Teil eine Identität haben und nicht auf brutale Monster reduziert werden.

        Ich bin jetzt auf Seite 550. Nach einem Durchhänger im 2. Teil geht es jetzt viel flotter weiter.

        Trotz alledem finde ich das Werk zu lang, zu ausschweifend und zu breit angelegt. Wer hat schon Lust, über 5000 Seiten an einem Stück an einem Werk zu lesen? Vielleicht wäre es besser gewesen, die Teile in sich abgeschlossener zu gestalten, sodass man bequem 1 Jahr Pause dazwischen machen kann.

        Armageddon hat ein ganz anderes Konzept als z.B. Amnion. Bei Amnion fängt die Story mit einem kleinen begrenzten Focus an. Es geht um rein persönliche Beziehungen, alles ganz ohne Politik. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto breiter wird sie. Aus dem persönlichen Konflikt wird am Ende eine Bedrohung, die die gesamte Menschheit vernichten kann. So steigt aus meiner Sicht die Spannung von Band zu Band, weil der Focus immer breiter wird.

        Beim Aramageddon Zyklus bleibt dagegen der Focus kostant. Die Story ist von Anfang an breit aufgestellt. Mir geht dadurch etwas das Tempo verloren. Vor mehr als 1500 Seiten haben die Besessenen das Ruder übernommen. Im Prinzip hat sich bis zur Mitte des 3. Bandes nicht viel getan. Es wird immer noch geschildert, wie die Bessenen nach und nach an Macht gewinnen. Drumherum gibt es wirklich interessante und kurzweilige Geschichten, ohne Frage. Es fehlt mir nur irgendwie die Steigerung.
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          Ungelesener Beitrag von gernot1610 » 21. Februar 2007 21:38

          Hi Scotty, ich hoffe Du kommst bald dazu den Commonwelth-Zyklus von Hamilton zu lesen. Der spielt in einem ähnlichen Umfeld, die Handlung hat ungefähr die gleiche weite, ist aber mit nur ca. 3500 Seiten sehr viel straffer.

          Ich bin derzeit auch so um die Seite 600 zugange, und kann mich nur wiederholen. Beim 2. Lesen ist die Geschichte besser als beim ersten mal. Klar, man muss sich nicht mehr ganz so konzentrieren, weil man den Fortgang ja kennt. Aber man entdeckt auch viele neue Details, die beim ersten mal einfach zu klein waren um ins Auge zu fallen.

          Al Capone ist schon was besonderes in Hamiltons Universum. Für mich ist es die am besten charakterisierte Person, die Hamilton in seinen Romanen bis jetzt erschaffen hat. Meist neigt Hamilton ja dazu sehr eindimensionale Figuren zu schaffen, die auf einen Charakterzug oder eine Funktion beschränkt sind. Auch Joshua ist nicht sehr gut ausgearbeitet. Daneben wirkt Al Capone fast wie die Hauptfigur der Handlung (Was er ja auch Phasenweise ist).

          Zu dem "Durchhänger" im 2. Band ist anzumerken, dass das Kritik auf sehr hohem Niveau ist. Band 2 ist in Bezug auf Handlung und Spannung immer noch weit überdurchschnittlich (verglichen mit anderen, so umfangreichen Werken). Hamilton verliert sich nie in irgendwelchem Geschwafel. Auch wenn man machmal denkt, dass eine bestimmte Passage auch kürzer sein könnte, sind diese Passagen nie nur Füllmaterial oder verlassen den Boden der Geschichte. Die Struktur der Handlung bleibt immer erkennbar.

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          Ungelesener Beitrag von Scotty » 23. Februar 2007 10:30

          Hi Gernot,

          die Sache mit der "Kritik auf hohem Niveau" kann ich bestätigen. Ich persönlich mag halt keine Materialschlachten. Sobald es um Menschen (oder Besessene) geht, bin ich sogleich wieder am Ball.

          Dass es beim 2. Lesen noch besser ist, kann ich mir gut vorstellen. Mir ist schon beim ersten Mal Lesen aufgefallen, dass Hamilton viele zuvor eingeführten Dinge wieder aufgreift und nach und nach erklärt.

          Zunächst hatte ich den Eindruck, dass die Fähigkeiten der Besessenen keine Grenzen kennen. Dann kamen noch eigenartige rote Wolken dazu. Schliesslich gibt es noch einen Exorzisten... Ich hatte die Befürchtung, das ganze driftet in einen Horror Roman ab.

          Nach und nach werden jetzt die Erklärungen geliefert, das gefällt mir sehr gut.
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            Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 23. Februar 2007 13:05

            Lemmy hat geschrieben:
            Scotty hat geschrieben:Schließe mich Deiner Meinung an, insbesondere Al Capone find ich sehr gelungen.
            Ich hinke im Moment zwar hinennach, muss aber sagen: Mit Al Copone als Gegenspieler konnte ich mich nicht wirklich anfreunden.

            Ist schon klar, unter all den üblen Burschen aus dem Jedenseits musste sich ja ein Oberschurke finden lassen... und ich rechne es Hamilton hoch an, das er sich nicht einen als der "ersten Liga" geriffen hat (=Hitler, Stalin und Konsorten), aber... Al Copone... ich weiß nicht. Es fühlt sich einfach nicht so besonders gut an. Genauso wie die Idee mit den wiederauferstanden Toten im ersten Moment nicht so richtig in einen SF Roman passen will.
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            Ungelesener Beitrag von gernot1610 » 23. Februar 2007 20:06

            Also den Capone Al finde ich richtig gut. Er ist ja nicht der Mega-Böse, soll er IMHO auch garnicht sein. Er ist einer von mehreren, derzeit noch einzeln agirenden, Possesoren. Jeder dieser zurückgekehrten Anführer versucht auf seine Weise Machtstrukturen zu schaffen. Teils mit brutalster Gewalt, wie der Dexter Quinn, teils durch Politik, wie die Eklund Anette, teils durch neue Organisationen, wie der Capone Al. Interessant ist, das keine dieser Methoden das universalrezept ist, sondern alle "Oberpossesoren" mit diversen Problemen zu kämpfen haben. Nebenher treibt sich noch Dr. Alkad Mzu durchs All, und diverse Xeno-Spezies spielen ebenfalls eine Rolle. Das Ganze ist schon ein komplexes Werk, das trotz seines Umfangs einen riesen Spielraum für Spekulationen bietet.

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            Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 24. Februar 2007 10:37

            Ich hab beschossen, jedesmal wenn ich ein Kapitel fertig habe, hier was reinzuschreiben - allein schon damit überhaupt was hier drinn steht.

            Kapitel Eins

            Hier haben wir zwei unterschiedliche Schaupätze: Norfok und Kulu. Die ersten beiden bände spielten ja hauptsächlich auf Transquility und Laonde... beides eher exzentische Orte, die eher wenig über die Gesellschaft aussagen.

            Nofolk hingegen ist ein interresanter Ort - weil er mir nämlich gar nicht gefällt. Ich muss dauernt daran denken: Sowas ähnliches würde vermutlich passieren, wenn WoW Spieler einen Planeten kolonialisieren. Erstaunlich auch, wie fest die Gesellschaftsordnung ist! Sogar die höchsten, privilegierten Adelskreise führen ein stark eingegrenztes Leben - keine medizinische Versorgung, Unterdrückung der Frau. Und obs ihnen gefällt oder nicht, ändern können sie daran praktisch nichts. Und für die arbeitende Bevölkerung scheint der Druck ja noch schlimmer zu sein.

            Kulu hingegen sieht mehr nach einer SF Welt aus... aber auch hier herrscht gesellschaftlicher Stillstand. Wichtiger jedoch: dort treffen die Besessenen zum ersten mal auf ernstzunehmenden Wiederstand.

            Einen Kritikpunkt hätte ich allerdings nicht: wichtige Dinge passieren oft so schnell, das man sie eigendlich nicht richtig mitkriegt: Dexter Quinn zum beispiel. Der ist wieder da. Den Wechsel vom Pferd zum Reiter in Band zwei hätte ich aber beinahe überlesen.
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            Ungelesener Beitrag von gernot1610 » 24. Februar 2007 21:40

            Knochenmann hat geschrieben:Ich hab beschossen, jedesmal wenn ich ein Kapitel fertig habe, hier was reinzuschreiben - allein schon damit überhaupt was hier drinn steht.
            ... gute Idee, das mach ich jetzt auch.

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            Ungelesener Beitrag von Scotty » 25. Februar 2007 19:06

            Hmmm, das schaffe ich für die ersten Kapitel nicht mehr, aber ich kann ja eure Kapitel Reviews kommentieren.

            Ich habe noch einen Nachtrag zum 8. Kapitel:

            Ein bißchen arg naiv war der Meyr ja schon. Er wusste doch genau, wer Dr. Mzu war, dass sie sie rächen will und sehr intelligent ist. Wie kann er da glauben, dass sie nicht weiß, wer er ist? Das erschien mir ein bißchen unplausibel.

            Ich bin jetzt am Ende des 11. Kapitels und ab morgen auf Reisen (Berlin), wo ich abends im Hotel vielleicht ein paar mehr Seiten schaffe!
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              Ungelesener Beitrag von Lemmy » 25. Februar 2007 19:32

              Knochenmann hat geschrieben:

              Ist schon klar, unter all den üblen Burschen aus dem Jedenseits musste sich ja ein Oberschurke finden lassen... und ich rechne es Hamilton hoch an, das er sich nicht einen als der "ersten Liga" geriffen hat (=Hitler, Stalin und Konsorten), aber... Al Copone... ich weiß nicht. Es fühlt sich einfach nicht so besonders gut an.
              Die Darstellung von Al Capone ist zwar sehr gut gelungen, wenn ich genauer drüber nachdenke, hätte ich mich mit anderen, gut charakterisierten Oberschurken auch besser anfreunden können.

              Charles Manson, Mao oder Ceausescu hätten auch gut gepasst.
              Lese gerade: Brian W. Aldiss: Helliconia
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              Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 26. Februar 2007 09:05

              Pol Pot, der wär's gewesen!
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              Ungelesener Beitrag von Scotty » 26. Februar 2007 10:48

              Lemmy hat geschrieben:
              Knochenmann hat geschrieben:

              Ist schon klar, unter all den üblen Burschen aus dem Jedenseits musste sich ja ein Oberschurke finden lassen... und ich rechne es Hamilton hoch an, das er sich nicht einen als der "ersten Liga" geriffen hat (=Hitler, Stalin und Konsorten), aber... Al Copone... ich weiß nicht. Es fühlt sich einfach nicht so besonders gut an.
              Die Darstellung von Al Capone ist zwar sehr gut gelungen, wenn ich genauer drüber nachdenke, hätte ich mich mit anderen, gut charakterisierten Oberschurken auch besser anfreunden können.

              Charles Manson, Mao oder Ceausescu hätten auch gut gepasst.
              Das wäre aber eine ganze Ecke heikler, oder?
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