Buchtipps für "Anfänger"

Science Fiction in Buchform
Scath
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Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Scath »

Moin moin,

eigentlich bin ich ja eingefleischter Fantasy Fan und hab bisher immer einen Bogen um SciFi gemacht ...zumindest was Literatur angeht ... ok gut, ich hab viel Zeugs zu Shadowrun gelesen, aber das ist ja eher Cyberpunk ...

Da ich jedoch durch diverse Serien den Geschmack an SciFi gefunden habe und aktuell gerade ein Spiel in dem Genre entwickle, würde ich das gerne ändern.

Gibt es Bücher, die ich eurer Meinung nach unbedingt lesen sollte?

Hahlebopp
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Re: Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Hahlebopp »

Kurz und knapp würde ich sagen, dass man "Hyperion" und "Der Sturz von Hyperion" von Dan Simmons auf jeden Fall mal gelesen haben sollte. Eher (epische) Science-Fantasy als Science-Fiction und man kann sich auch durchaus über den Inhalt streiten. Aber die Geschichten sind auf jeden Fall beeindruckend, sprachgewaltig und stellenweise wirklich wunderschön zu lesen.
Ansonsten gibt es wohl tatsächlich nur sehr wenige Bücher, die ich in die Kategorie unbedingt einordnen würde.
Eines meiner bisherigen Lieblingsbücher wäre "Unendlichkeit" von Alastair Reynolds. Epische Hard-SF, also vor allem etwas für Leser, die sich auch sonst für Wissenschaft und Technik interessieren. Aber ich würde sagen, das Buch eignet sich auch für alle anderen Leser.
Und ab hier wird es dann tatsächlich schon schwieriger für mich. Es gibt ja wirklich unglaublich viele gute Sachen, aber die wirklichen, wenigen Perlen rauszupicken ist gar nicht so einfach... Ich werd mal heute Abend ein wenig durch mein Bücherregal stöbern und geb dann nochmal Rückmeldung.

Wrong
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Re: Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Wrong »

Hahlebopp hat geschrieben:
31. Juli 2020 09:12
...
Eines meiner bisherigen Lieblingsbücher wäre "Unendlichkeit" von Alastair Reynolds. Epische Hard-SF, also vor allem etwas für Leser, die sich auch sonst für Wissenschaft und Technik interessieren. Aber ich würde sagen, das Buch eignet sich auch für alle anderen Leser.
Und ab hier wird es dann tatsächlich schon schwieriger für mich. Es gibt ja wirklich unglaublich viele gute Sachen, aber die wirklichen, wenigen Perlen rauszupicken ist gar nicht so einfach... Ich werd mal heute Abend ein wenig durch mein Bücherregal stöbern und geb dann nochmal Rückmeldung.
Dem kann ich mich nur anschließen. Der "Relevation - Space - Zyklus" gehört auch mit zu den besten Büchern, die ich den letzten Jahren gelesen habe. Ich würde für mich aber auch noch Iain Banks Kulturromane hinzufügen. Eine äußerst gelungene Mischung aus sprachlichem und inhaltlichem Anspruch im Verhältnis zur Spannung und Dramaturgie. Etwas weniger Gewalt bietet Kim Stanley Robinson, dafür mehr wissenschaftliche Informationen und relevante Gegenwartsbezüge, beispielsweise hinsichtlich des Klimawandels.

Beste Grüße,
Wrong

Scath
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Re: Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Scath »

Danke für die Tipps. Ich schau mir die Vorschläge mal genauer an und werde euch hier auch Rückmeldung geben, mit was ich dann den Einstieg wage. :D

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Knochenmann
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Re: Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Scath hat geschrieben:
30. Juli 2020 19:03
Gibt es Bücher, die ich eurer Meinung nach unbedingt lesen sollte?
Ich bin mal meine Goodreadsliste der Letzen Jahre durchgegangen. Wenn man jetzt "The Expanse" als Beispiel nimmt, dann wären diese Bücher so in die Richtung:

Armageddon Zyklus von PEter F Hamilton (viele Seite, teilweise creepiger Sex)
Blindflug von Peter Watts (harter Stoff, nicht für Jedermann)
Weltensturm von Scott Westerfield (solide U-Boot im Weltraum action, abgeschlossen)
Hologrammatica (wenig Raumschiffe aber viel Schönes, deutscher Autor)
Rendavous mit Rama von Athur C Carke (Klassiker, kann man immer noch lesen)
Seveneves von Neil Stephenson (wenn man eher realistische Technik von heute mag, hat 1200 Seiten)
Der Splitter im Auge Gottes von Larry Niven (ach Klassiker, schönes Setting, weiß nicht wie gut oder schlecht gealtert)

...das reicht erstmal.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet / Mod-Hammer fieg und sieg!

Alle Bücher müssen gelesen werden

Hahlebopp
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Re: Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Hahlebopp »

Habe vorhin nochmal kurz gestöbert und empfehlen würde ich unbedingt auch die Ender-Reihe von Orson Scott Card, welche die folgenden 4 Bücher beinhaltet:
- Das große Spiel
- Sprecher für die Toten
- Enders Kinder
- Xenozid

Sehr intelligent geschrieben und sehr empfehlenswert. Der erste Roman wurde ja inzwischen auch verfilmt, aber man sollte trotzdem (auch) das erste Buch ruhig nochmal lesen. Die Verfilmung wird dem Buch leider nicht wirklich gerecht und einige recht wichtige Aspekte aus der (Gesamt-) Handlung fehlen dort einfach.
Das erste Buch würde ich eher noch als Military-SF einordnen, wohingegen die restlichen Teile vielmehr in die Richtung Social-Fiction gehen. Aber man sollte sich auf keinen Fall davon abhalten lassen, dass die übrigen Bücher eine völlig andere Richtung einschlagen. Vor allem das zweite Buch "Sprecher für die Toten" ist ein echtes Highlight, in der Reihe und auch generell im SF-Genre. Das Buch hat damals, meiner Meinung nach, auch vollkommen zurecht sowohl den Hugo-, als auch den Nebula-Award ergattert.


Außerdem würde ich dann noch den utopischen Roman "Andymon" empfehlen, von Angela und Karl-Heinz Steinmüller. Ein Jugendroman, also eher leichte, schnelle Kost. Aber trotzdem lesenswert, auch für ältere Jahrgänge. Eine Geschichte, in welcher mal, zur Abwechslung, ein erfrischend optimistisches Bild einer möglichen Zukunft gezeichnet wird. Kommt ja leider viel zu selten vor. :prima:

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Scotty
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Re: Buchtipps für "Anfänger"

Ungelesener Beitrag von Scotty »

Ich bin zwar kein "Anfänger" mehr, aber durch die Postings ist mir aufgefallen, was in meiner Lesehistorie noch fehlt. So kenne ich zB keinen einzigen Arthur C Clarke Roman. Irgendwie steckte er bei mir in der Schublade: Intellektuell, staubtrocken, rein Technik-Fokussiert.

Hab mir sogleich mal einen Roman zugelegt.

Scott Westerfield hatte mir damals richtig gut gefallen. Also deutlich besser als "solide". Nicht nur Action sondern auch Weltenbau und viel Intrigen und Politik. Schade, dass Westerfoeld ansonsten anscheinend keinen Erwachsenenroman geschrieben hat.

Als Tipp von meiner Seite sehe ich noch die Paratwa Trilogie von Christopher Hinz. Sehr sehr spannend, coole Mischung aus Action, Gesellschaft und Politik

Weiterer Tipp: Die Bettler Trilogie von Nancy Kress. Tolle Idee, konsequent zuende gedacht, spannend.
Zuletzt geändert von Scotty am 1. August 2020 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
Lese zur Zeit:
Antonia Hodgson - Das Höllenloch
Davor:
Frederico Axat - Mysterium

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    Re: Buchtipps für "Anfänger"

    Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

    Was muss man unbedingt lesen, wenn man sich in SF erstmal reinfinden will - schwierige Frage.

    Das genannte Hyperion ist sicher wichtig, aber aus meiner Sicht schwere Kost. Dazu würde ich noch nennen:
    • Isaac Asimov - Ich, der Roboter (I Robot)
    Soll es etwas Leichteres sein? Neu oder älter?
    Ich überlege, wo sich ein Rollen- oder Computerspieler vielleicht gut hineindenken könnte.
    An erster Stelle steht da:
    • Larry Niven/Steven Barnes - Traumpark
    dazu noch ein paar ganz bunt gemischte Tipps:
    • Alan Dean Foster - Die Eissegler von Tran-Ky-Ky
    • To Ubukata - Kompression - Implosion - Expansion
    • Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht
    • W. Michael Gear - Spinnenkrieger
    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort. | To err is human. To really foul things up you need a computer. (R.A.Heinlein)
    Die deutsche Zoe-Lionheart-Serie

    Scath
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    Re: Buchtipps für "Anfänger"

    Ungelesener Beitrag von Scath »

    Cooles Forum. Danke für eure Antworten. Werd mir alle Tipps genauer anschauen. :)

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