Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Science Fiction in Buchform
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Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Doop » 24. Januar 2018 21:55

Der erfolgreiche, auch in Deutschland verlegte Horror-Autor Dallas Mayr, besser bekannt unter seinem Autorenpseudonym Jack Ketchum, ist tot. Jack Ketchum war ein Grand Master der World Horror Convention und mehrfacher Gewinner des Bram Stoker Awards. Seine Geschichten wurden mehrfach verfilmt, wenn auch nicht mit dem Budget der großen Blockbuster.

Da oben sammelt gerade einer Autoren des Phantastischen ein. :-(
„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Ender » 28. August 2018 14:12

Frage an die Horror-Experten innerhalb eines SF-Forums:
Welches Buch wäre einem Ketchum-Einsteiger zu empfehlen? Ich bin an Horror durchaus interessiert, gerne auch übernatürlich, nur eben nicht an irgendwelchem Serienkiller-Folter-Psychopathen-Kram.

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel » 28. August 2018 15:22

Sein bekanntestes Buch ist »The Girl Next Door« (dt. »Evil). Ist aber eher ein knallhartes Sozialdrama über ein Mädchen, das von seiner Nachbarschaft misshandelt wird. Enthält äußert heftige Szenen. Würde ich gar nicht so als Horror einordnen. Übernatürliches findet man bei Ketchum eher weniger. Ein guter Einstieg wäre vielleicht »Blutrot« über einen Mann, dessen Hund ermordet wird, und er jetzt nach Gerechtigkeit verlangt. Ist auch ganz gut verfilmt worden. Bei Ketchum geht es meist um Missbrauch und Misshandlung, oder Thriller, in denen jemand gejagt wird.

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Ender » 28. August 2018 16:10

Hmm, okay. Das klingt jetzt eher so, als wäre Ketchum nicht unbedingt etwas für mich.
Es ist natürlich nicht entscheidend, dass es unbedingt übernatürlich sein MUSS. Aber wenn es um Horror geht, dann interessiert mich Abstraktes und/oder Gruseliges (Monster, Zombies, Aliens, Seuchen, Wiedergänger) wesentlich mehr als so Themen wie Missbrauch, Misshandlung, Psychoterror o.ä.
Thriller, in denen jemand gejagt wird, könnten da schon eher halbwegs passen. Na, vielleicht probiere ich es mal mit "Blutrot".

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Mammut » 28. August 2018 16:28

Die Schwestern erschien im Atlantis Verlag, wäre auch ein guter Einstieg und wirkt nicht ganz so brutal realistisch wie Evil.

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Ender » 28. August 2018 16:57

Mammut hat geschrieben:
28. August 2018 16:28
Die Schwestern erschien im Atlantis Verlag, wäre auch ein guter Einstieg und wirkt nicht ganz so brutal realistisch wie Evil.
100 Seiten?
Joa, das klingt allein deshalb schon geeignet für einen ersten Eindruck.

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel » 28. August 2018 17:59

Ist ein harter Western, richtig gut geschrieben.

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Ender » 8. Oktober 2018 21:21

So denn – ich habe meine Mission Jack Ketchum erfolgreich absolviert und „Die Schwestern“ gelesen. Wie oben bereits angedeutet, entfaltet sich der Horror daraus, dass man geschildert bekommt, zu welch widerlichen und grausamen Taten Menschen fähig sind. Nach zwei Seiten haben wir hier schon die erste Leiche und die erste Vergewaltigung. Und danach geht’s dann erst so richtig los.

Gefallen hat mir an der Geschichte vor allem das Western-Setting. Ich mag Western. Eine entsprechende Atmosphäre wird auch sehr schön erschaffen: Wildpferde jagende Cowboys, Kartenspieler im Saloon, versoffene Typen, wüste Schießereien, wortkarge Rächer, brutaler Showdown ... alles dabei!
Wie erhofft war diese kleine Novelle von knapp 80 Seiten gut geeignet, mir einen ersten Eindruck von Ketchum zu verschaffen. Ich habe die Lektüre auch durchaus nicht bereut, aber thematisch sind seine Geschichten – wie weiter oben ja schon vermutet – dann doch eher nicht das, was ich gerne lesen möchte. Jedenfalls nicht allzu oft.

Ich glaube, jetzt nehme ich mir als Kontrastprogramm erstmal einen Nicholas Sparks-Roman vor ... darin ergeht es den Frauen bestimmt besser ...

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Re: Jack Ketchum (10.11.1946 - 24.1.2018)

Ungelesener Beitrag von Mammut » 9. Oktober 2018 07:33

Ender, sei froh das Du dir nicht Evil vorgenommen hast. Das hätte dich wirklich gefangen genommen.

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