Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 6. Februar 2019 08:28

Von den Book of Blood hab ich zwei gelesen, auf deutsch. Fand ich nicht per se schlecht, aber die Geschichten waren mir zu selbstähnlich.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 7. Februar 2019 06:33

Knochenmann hat geschrieben:
6. Februar 2019 08:28
Von den Book of Blood hab ich zwei gelesen, auf deutsch. Fand ich nicht per se schlecht, aber die Geschichten waren mir zu selbstähnlich.
Die lassen in den späteren Bänden stark nach, das stimmt. Aber die deutsche Übersetzung (die nicht von Joachim Körber ist, ihm aber lange aus einem Irrtum heraus angelastet wurde) ist wirklich furchtbar schlecht und versucht, literarischen Anspruch zu generieren, den das Original gar nicht anstrebt.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 7. Februar 2019 07:57

Ich hab mal auf Zufall eine Seite von Helbound Heart auggeschlagen:

"The line was watery, as though the deluge outside had seeped down her phone. Still, she was happy to hear from him. He called up so seldom, and when he did it was usually on behalf of both himself and Julia. Not this time, however. This time, Julia was the subject under discussion"

Vor allem das: "deluge outside seeped down her phone" ....was will uns der Autor damit sagen?
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Naut » 7. Februar 2019 08:32

Knochenmann hat geschrieben:
7. Februar 2019 07:57
Ich hab mal auf Zufall eine Seite von Helbound Heart auggeschlagen:

"The line was watery, as though the deluge outside had seeped down her phone. Still, she was happy to hear from him. He called up so seldom, and when he did it was usually on behalf of both himself and Julia. Not this time, however. This time, Julia was the subject under discussion"

Vor allem das: "deluge outside seeped down her phone" ....was will uns der Autor damit sagen?
Das heißt, dass es draußen in Strömen regnet, und dass sie den Eindruck hat, dass diese Sintflut sich schon auf die Qualität des Anrufs auswirkt. Ich finde, das ist noch eine relativ harmlose Metapher.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 7. Februar 2019 14:36

Naut hat geschrieben:
7. Februar 2019 08:32
Das heißt, dass es draußen in Strömen regnet, und dass sie den Eindruck hat, dass diese Sintflut sich schon auf die Qualität des Anrufs auswirkt. Ich finde, das ist noch eine relativ harmlose Metapher.
Das finde ich auch recht harmlos. Kein Vergleich z.B. zu Cormac McCarthy, der gerne wirklich komplizierte Sätze bildet, Dialoge ohne Kennzeichnung stehen lässt und auch fremdsprachige Passagen einfach nicht übersetzt. Aber das heißt ja nicht, dass Barker nicht auch kompliziert schreiben kanne. Ist mir nur in den "Books of blood" nicht aufgefallen.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 7. Februar 2019 14:49

Es gibt immer Steigerungen. Nichtsdestotroz fand ich das Buch besonders für eine Novelle als superschwülstig.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 7. Februar 2019 19:54

Knochenmann hat geschrieben:
7. Februar 2019 14:49
Es gibt immer Steigerungen. Nichtsdestotroz fand ich das Buch besonders für eine Novelle als superschwülstig.
Wie gesagt, ich werde dir da nicht widersprechen, ich kann mich eh kaum an das Buch erinnern. Was mich an Barker mehr nervt, ist dass er mit jedem Buch geschwätziger wurde, bis seine Romane nur noch Backsteinformat hatten
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ender » 17. Februar 2019 13:16

Judith Vogt - Roma Nova

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Eine Space Opera mit ungewöhnlichem Setting: das Römische Reich mit all seinen Sitten, Gesetzen und Gebräuchen, die wir so aus der Antike kennen, hat sich als interstellares Imperium über weite Teile der Galaxis ausgebreitet. Aber auch Fabelwesen wie Satyre, Minotauren und Dämonen mit magischen Fähigkeiten tauchen auf.
Das Problem: Ich finde die Handlung schlicht und ergreifend langweilig und uninteressant. Und selbst die - übrigens in keinster Weise irgendwie erklärte - Verlegung des Römischen Imperiums in eine ferne Zukunft, die ich anfangs für eine coole Idee gehalten habe, überzeugt mich nicht. Schwertkämpfe und Raumfahrt wollen hier einfach nicht so recht zusammenpassen.
Tja, und wenn weder Handlung noch Setting gefallen und zudem die Charaktere nicht besonders spannend sind, dann bleibt leider nicht mehr viel.
Ich habe das Buch deshalb erstmal zur Seite gelegt und kann mir momentan nicht vorstellen, es irgendwann noch zu beenden.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 18. Februar 2019 07:44

Vermutlich bin ich hier der letzte, der die Game of Thrones-Romane noch nicht gelesen hatte, aber nun habe ich endlich den ersten deutschen Band beendet und war doch erstaunt, wie nah die TV-Serie da noch am Buch blieb. Der Roman liest sich sehr gut, die Unterteilung nach den diversen Hauptfiguren finde ich gut gelungen und auch die meisten Charakterisierungen gefielen mir gut, mit Ausnahme von Sansa, die nervt mich ziemlich. Allerdings geht hier ein Stinkefinger an Blanvalet, die hier nicht nur den halben ersten Roman vorlegen (was ich wusste), sondern diese Hälfte auch noch an einer völlig willkürlich gewählten Stelle beenden, die weder dramaturgisch noch sonstwie Sinn ergibt, sie taugt nicht einmal als Cliffhanger. Das habe ich in dieser Form noch nie erlebt.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 20. Februar 2019 14:07

Und auch fertig mit "The best Science Fiction of the year 2016", herausgegeben von Neil Clarke. Wie alle Sammlungen mit Kurzgeschichten ist die Qualität der Geschichten sehr unterschiedlich, aber wirklich schlecht war nichts, dafür waren ein paar wirklich gute dabei. U.a. gibt es auch eine inoffizielle Fortsetzung von John Carpenters "The thing", in der man erfährt, was aus McCready und seinen Kollegen geworden ist.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Des_Orphan » 20. Februar 2019 18:23

Bild

Neben Umberto Ecos "Der Name der Rose" das beste, was es zum Thema "Mittelalter" auf dem Historien-Buchmarkt gibt. :ola:
Absolut virtuos in Szene gesetzt und auf eigenwillige, besondere Art erzählt. :respekt:
Dagegen ist Follets "Die Säulen der Erde" nur kalter Kaffee.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 20. Februar 2019 20:01

Ah, der Berling. Den mochte ich als grantiges A******** in den "Wir stören jetzt mal das Kommerzprogramm mit Kunst"-Filmen auf Sat1.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino » 26. Februar 2019 19:37

Dank neuem Ebook-Reader und recht viel Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln lese ich wieder vermehrt englische SF-ebooks. Und da habe ich heute "Across a billion years" von Robert Silverberg beendet. Das ist eine Novelle von 1969 und hat ein in der SF nicht so häufiges Thema, nämlich intergalaktische Archäologie. Nach einem etwas ungelenken Anfang wird das Buch doch sehr interessant und die Geschichte kommt komplett ohne Action oder Gewalt aus, ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu sein. Das Ende ist etwas zu sehr Friede/Freude/Eierkuchen, aber insgesamt war das eine schöne Lektüre.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 26. Februar 2019 20:17

Erinnert mich an Franke „Der Orchideenkäfig“. Aber ähnliche Ideen kommen ja öfters vor.
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Teddy » 26. Februar 2019 20:51

Ein Roman aus Silverbergs zweiter Schaffensperiode, die von 1967 bis 1975 ging und die meisten seiner besten Romane enthält. Ich dachte immer, ich hätte alle Romane außer The Masks of Time aus dieser Periode gelesen, aber Across a Billion Years ist mir wohl durch die Lappen gegangen. Muss ich bei Gelegenheit mal nachholen. Happy End find ich hin und wieder auch nicht schlecht...

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