Greg Bear

Science Fiction in Buchform
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andreas
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Greg Bear

Ungelesener Beitrag von andreas »

Hallo,

was wäre den von Greg Bear zu empfehlen? Nach Durchsicht zahlloser Rezis bin ich etwas verunsichert und wollte mal Eure geschätzte Meinung hören.

Welche Bücher gehören zusammen bzw. welche spielen in denselben Universen?

Gehe ich recht in der Annahme, daß Darwins Radio und Darwin-Virus ein und dasselbe ist.

Steht der Roman Äon für sich alleine?

Steht Bear Eurer Meinung nach für gute hf?

Also der Tenor im Internet ist sehr gespalten. Vorallem was den Roman Darwin-Virus betrifft.

Liebe Grüße,
andreas
Buell, Baby

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Shock Wave Rider
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Re: Greg Bear

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

andreas hat geschrieben:was wäre den von Greg Bear zu empfehlen?
Ich kenne nur ein Buch von ihm, noch dazu schon etwas älter. Das kann ich aber voll und ganz empfehlen:

BLUTMUSIK
Eine gentechnisch veränderte Mikrobe assimiliert die Erde und mit ihr die gesamte Menschheit bis auf den Protagonisten. Diese dramatische Assimilation ist bereits vor der Hälfte des Buches abgeschlossen. Die zweite, größere Hälfte (ja, ja, ich weiß!) besteht aus einem faszinierenden Dialog der zu einem Gesamtorganismus zusammengewachsenen Wucherzellen und dem letzten Menschen.
Ich hätte nicht gedacht, dass Bear mich auch und gerade im zweiten Teil so sehr fesseln konnte.
Gruß
Ralf,
der diesmal beim Thema geblieben ist
Zuletzt geändert von Shock Wave Rider am 27. Januar 2004 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von Marvin »

Von "Äon" gibt es meines Wissens zwar ne Fortsetzung, den Roman kann man aber auch so lesen. War eigentlich ganz gut gemacht.

deval
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bear

Ungelesener Beitrag von deval »

ich habe zwar jede menge bücher von bear im regal stehen, aber bisher nur zwei oder drei davon gelesen.

eines war -äon-. hat mir eigentlich ganz gut gefallen. das buch wurde aber zum ende hin leider etwas schwächer. trotzdem zu empfehlen. hier von gibt es eine fortsetzung namens -ewigkeit-. es behandelt die geschichte einiger protagonisten aus band 1 und spielt u. a. in einem paralleluniversum (ich habe es zwar im regal aber noch nicht gelesen).

das zweite buch von bear das ich gelesen habe war -foundation und chaos- aus dem "erweiterten" foundationzyklus von asimov. hat mir auch ganz gut gefallen. obwohl, na ja, der foundation zyklus hat durch diese drei neuen romane nicht unbedingt eine gute fortsetzung, bzw. erweiterung erfahren.

Fjunch-Klick
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Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

gelesen hab ich von bear glaub ich noch nichts, aber im regal steht "heimat mars". laut rezis bei amazon soll das ziemlich gut sein.

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MTh
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Ungelesener Beitrag von MTh »

Von Bear habe ich bisher nur Slant gelesen.

Hat mich ein bißchen an die Cyberpunk-Sachen von Stevenson erinnert (Snow Crash, Diamond Age).

Der Schwerpunkt liegt aber nicht so sehr in der Betonung der Technologie, sondern deren Auswirkungen auf die Menschen in einer solchen Gesellschaft.

Ansonsten stehen bei mir komischerweise auch noch einige Romane, darunter Äon, im Regal herum, die noch gelesen werden wollen.
Liest zur Zeit:
Niven - Der Splitter im Auge Gottes

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Angus

Ungelesener Beitrag von Angus »

Greg Bear - viel hab ich von ihm nicht gelesen, ist auch schon recht lange her. "Äon" ist sehr gut, der Nachfolger "Ewigkeit" hat mich aber enttäuscht. Und "Heimat Mars" kann ich auch empfehlen.

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Gurney
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Ungelesener Beitrag von Gurney »

Habe vor fast 20 Jahren von G. Bear "Das Lied der Macht" gelesen, kann mich aber nicht mehr an die Handlung erinnern. Ist kein gutes Zeichen, oder? Von meinem Gedächtnis mal ganz abgesehen ...
Fjunch-Klick hat geschrieben:lese:
Herbert: Der Herr des Wüstenplaneten
Prima! Dann hast Du ja nur noch vier dicke Bücher vor Dir! :D

--------------------------
Gurney liest zur Zeit ...
1. R. Boller / C. Böhme: Lex Barker - Die Biografie
2. Akira Kurosawa: Akira Kurosawa
3. William Shatner: Der Delta-Code
4. schlechte Ablichtungen des Bundesgleichstellungsgesetzes + Ausführungsverordnungen :oops:
5. Das Protokoll der letzten ... nein, das will sicher niemand wissen

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Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

Gurney hat geschrieben:Prima! Dann hast Du ja nur noch vier dicke Bücher vor Dir! :D
toll, nicht wahr? vor allem, weil ich zwischendurch immer wieder andere sachen einschieben muss/will. da ist zb noch "der weber" von miéville, oder "der sturz von hyperion" von simmons. nur um einige beispiele zu nennen.

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andreas
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Ungelesener Beitrag von andreas »

Hmmmmm,

so richtig begeistert klingt das alles nicht. Viele haben Bücher von ihm im Regal, aber nicht gelesen. Sagt das jetzt etwas über die Qualität von Greg Bear oder über die Höhe Eures "ungelesen Stapels" aus.

Ich dachte Bear wäre einer der Großen in Sachen hf. Hörte sich zumindest in einigen Rezi so an.
Buell, Baby

Fjunch-Klick
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Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick »

was ist denn hf? beim ersten mal dachte ich ja noch, es wäre ein verschreiber, aber jetz schreibst du es schon wieder??
bei mir sagt das mit dem buch im regal nur was über den "stapel" aus; allerdings muss ich gestehen, dass mich bisher das cover immer vom lesen abgeschreckt hat. ;-) komisch, nciht wahr? dabei ist da ne ganz hübsche frau drauf...

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andreas
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Ungelesener Beitrag von andreas »

ich meine damit hardfiction, also science fiction mit fundierten wissenschaftlichen Hintergrund.*duck* Wahrscheinlich beziehe ich jetzt Prügel wegen dieser Definition. Schriftsteller wie Asimov oder Lem gehören dazu.

Was ich bis jetzt über Bear erfahren habe, setzt er seinen Schwerpunkt auf sozialwissenschaftliche Dinge, was ihn für mich zu einen hf-Autor macht. Ich lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren.
Buell, Baby

deval
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bear

Ungelesener Beitrag von deval »

deine definition von hf ist ja ganz ok. aber gehört asimov dazu? ich denke eher nicht. er ist zwar wissenschaftler, aber seine romane waren für mich immer erfrischend unwissenschaftlich. er schreibt für mich zutiefst menschliche geschichten. sogar auf seine robotergeschichten trifft das zu, denn die roboter werden oft menschlicher beschrieben als z. b. ihre menschliche psychologin susan calvin.

wenn ich mir die werke von stephen baxter, hier ganz besonders -ring- anschaue, überfällt mich die pure verzweiflung. das ist hf in seiner überwältigensten form. und nicht mein geschmack. auch bei greg bear würde ich sagen, das es nicht unbedingt hf ist.

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frankh
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Ungelesener Beitrag von frankh »

Fjunch-Klick hat geschrieben:gelesen hab ich von bear glaub ich noch nichts, aber im regal steht "heimat mars". laut rezis bei amazon soll das ziemlich gut sein.
Nach den Rezis bei Amazon sollte man besser nicht gehen. "Heimat Mars" ist einer der schlimmsten Langweiler, die mir je untergekommen sind. Die entsprechende Rezension steht unter:

http://www.deutsche-sf.de/sxe/sx122/12209.html

Gruß
Frank

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Gernot
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Re: Greg Bear

Ungelesener Beitrag von Gernot »

Ich habe in letzter Zeit "Das Schiff" von Greg Bear gelesen.

Es ist eine spannende Science-Fiction-Story mit starken Horrorelementen. Die Handlung spielt auf einem Generationenschiff, dass zur Kolonisierung ferner Planeten losgeschickt wurde, auf dem während der jahrhunderelangen Fahrt aber einiges schiefläuft. Der Protagonist erwacht desorientiert aus dem Kälteschlaf und findet Chaos vor. Gentechnisch erzeugte, blutrünstige Monster machen die düsteren Gänge des Raumschiffs unsicher, sogar das Schiff selbst scheint ein gewisses Eigenleben zu entwickeln. Nicht einmal seiner eigenen Identität ist er sicher, seine Erinnerungen fühlen sich manipuliert an, und er kennt seinen Namen nicht, er ist nur "Der Lehrer". Mit einigen recht bizarren Gefährten (von denen nicht alle so wohlmeinend sind, wie es zuerst den Anschein hat) macht er sich auf, das düstere Geheimnis des havarierten Raumschiffs zu entschlüsseln

Das Buch ist in der Ich-Form und in der Gegenwart geschrieben. Der Autor offenbart im Verlauf der Handlung geschickt gerade so viel von den Hintergründen, dass man als Leser einerseits mitten ins Geschehen geholt wird, andererseits unbedingt weiterlesen muss, um zu erfahren, wie sich die Dinge entwickeln und was dahinter steckt.
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)

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