Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Science Fiction in Buchform
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Naut
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Naut »

[x] Roman-Neuerscheinung 2019 | "Wir sind Götter"
[x] Kurzgeschichtensammlung | "Kolonien - Welt unter Dampf"
[ ] Preisträger von 1987
[x] Buch von Arthur C. Clarke | "Rendezvous mit 31/439"
[x] im Original nicht deutsch- oder englischsprachiges Buch | "Krieg der Schrecken"
[ ] Buch mit dem Wort "Planet" im Titel
[x] Handlung mehr als 1000 Jahre in der Zukunft | "Tödliche Geheimnisse"

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Ich bin vermutlich der letzte, aber was soll's: Das Jahr hat ja noch ein paar Tage. :)

Nun also das im Original nicht deutsch- oder englischsprachiges Buch, hier "Krieg der Schrecken" von Vlad Hernandez. Hernandez ist auf Kuba geboren und schreibt daher auf spanisch, er lebt momentan in Barcelona. Das Buch wurde vom Verlag als "erste kubanische SF in Deutschland" beworben, was aber wohl nicht so ganz stimmt, weil es zumindest "Memoiren einer außerirdischen Großmutter" gibt - wie auch immer man das nun wieder einsortieren will. Dass "Krieg der Schrecken" richtige Science-Fiction ist, daran kann jedenfalls kein Zweifel bestehen: Schon die erste (von drei) Erzählungen beginnt ganz klassisch als Hommage an "Alien". Ein einzelner, verbliebener Astronaut an Bord eines havarierten Raumschiffs, eingesperrt mit einer insektoiden, biomechanoiden Alien-Königin.
Aber dabei bleibt es nicht: Hernandez beschreibt zwar den Krieg der Menschen gegen die biomechanoiden "Schrecken", aber im Kern geht es ihm um die Weiterentwicklung der Menschen. Was macht der Krieg aus den Individuen, aus der Gesellschaft, was tun Veteranen nach dem Kampf? Eine zentrale Rolle spielen Mensch-Alien-Hybriden, gezüchtet von beiden Seiten als Waffen.
Die erste Geschichte "Die Emperatriz" dient als gute Einleitung in das Thema, ist aber schnell vorbei. Der Hauptteil des Buchs wird von "Wesen des Krieges" eingenommen, eine lange, aber nicht immer mitreißende Erzählung, denn Hernandez verzettelt sich etwas in seiner Zielrichtung. Am besten fand ich "Die bleiche Schrecke", letzte und kürzeste Geschichte im Buch. Leider ist diese wieder zu kurz, zu vieles wird nur angerissen (Präkursor-Zivilisationen, Sieg über die Schrecken), hätte mehr Raum verdient.

Insgesamt ein lesenswertes Buch: Sicher keine Offenbahrung, und etwas spezifisch kubanisches konte ich nicht entdecken, aber gute, international geprägte SF ist das allemal. Die Übersetzung durch Pia Biundo fand ich auch sehr gelungen.

Okay, noch zwei ... für "Planet" habe ich eine Anthologie mit ostfriesischer(!) SF herausgesucht - mal sehen, was das so ist. Der Preisträger ... mal sehen. Vielleicht lese ich wirklich nochmal "Das Parfüm".

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Ender
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Ender »

Naut hat geschrieben:
10. September 2019 08:12
Ich bin vermutlich der letzte, aber was soll's: Das Jahr hat ja noch ein paar Tage. :)
Bestimmt nicht. Immerhin bist du schon ein Buch weiter als ich.
Aber noch bin ich ganz gelassen ...

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Naut
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Naut »

Als nächsten Punkt lese ich jetzt ein Buch mit dem Wort "Planet" im Titel:
Der schwarzbunte Planet, herausgegeben von Bernd Flessner und Peter Gerdes.

Es handelt sich dabei um eine Anthologie von SF aus (und in) Ostfriesland. Die Idee klingt erstmal gut. Desweiteren war der Plan der Herausgeber, ausschließlich (oder zumindest vorwiegend) Genre-Fremdlinge zu versammeln. Das heißt hier konkret, dass die Beteiligten aus derselben Schreibgruppe im Umfeld des Krimis stammen. Diese Tatsache war mir vor dem Kauf des Buchs unbekannt, sonst hätte ich vielleicht nochmal überlegt. Erfahrungsgemäß gehen solche Versuche zu etwa 50% in die falsche Richtung, weil Krimiautoren eben immer Krimis schreiben, egal, wie sie das sonst noch ausschmücken. :) Andererseits gibt es das Buch sowieso nur antiquarisch, daher war es nicht teuer.

Bisher habe ich drei Geschichten gelesen:
Gotcha von Michael Mittmann: Eine ziemlich offensichtliche Neuromancer-Hommage, angesiedelt in den Ruinen der Nordseeküste, die aber unter ebenso offensichtlichen Shadowrun Einflüssen leidet. Das war gut geschrieben, aber irgendwie auch ziemlich flach.

Ehrlich! von Udo Franken: Ein Pharmakonzern möchte ein Bakterium auf einer Nordseeinsel testen und heuert dazu einen Schriftsteller als Hofberichterstatter an. Natürlich geht etwas schief.
Gute Sache: Die Story ist da stark, wo sie richtig liegt. So kommt der Kurierfahrer z.B. von der Fahbahn ab, weil er mit Telefonieren beschäftigt ist, und der Klimawandel kommt auch schon vor. Schlechter wird es, wenn fliegende, besser gleitende Autos vorkommen ... Das sind aber nur Details, insgesamt ist die Geschichte leider eine weitere Nabelschau eines Autors, die als Insidergeschichte in seinem Schreibkreis bestimmt super zündet, hier aber irgendwie nicht.

Der Baum von Ingeborg Kruse: Viel besser! Kruse nutzt das Potential, das die Nordseeinseln als europäisches Pendant zu Lovecrafts Küstenorten eigentlich haben. Wieder geht es um ein Experiment eines Biotechkonzerns, aber Kruse bleibt angenehm im Vagen, deutet vieles nur an und gibt der Story so einen Twist in Richtung magischem Realismus. Fand ich gut!

Demnächst mehr.

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Teddy
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Teddy »

Arkadi und Boris Strugatzki - Picknick am Wegesrand

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Eigentlich wollte ich für die weder-deutsch-noch-englisch-Challenge Herr der Krähen von Ngugi wa Thiong'o lesen, der im Original auf Kikuyu (Sprache in Kenia) geschrieben wurde. Ich habe den Roman auch schon gekauft, aber 1000 Seiten sind mir im Moment zu viel.
Also habe ich die Chance genutzt, um eine Bildungslücke zu schließen, und habe endlich etwas von den Strugatzkis gelesen. In Picknick am Wegesrand geht es um die Idee, dass Außerirdische die Erde besucht haben und etliche Artfakte zurückgelassen haben, die sich die Wissenschaft so gar nicht erklären kann. Die Artefakte finden sich in vier Zonen, die zu Sperrgebieten erklärt wurden. Trotzdem versuchen sogenannte Stalker heimlich Artefakte aus den Zonen zu holen, da für diese ein lukrativer Schwarzmarkt besteht. Der Roman wird zum großen Teil aus der Sicht des Stalkers Red erzählt, den es immer wieder in die Zone zieht, trotz Lebensgefahr (die meisten Stalker werden nicht alt), Haftstrafen und mutagener Veränderungen seines Erbguts.
Die Hinterlassenschaften der Aliens folgen strikt Clarkes 3. Gesetz, dass jede hinreichend fortschrittliche Technologie von Magie nicht zu unterscheiden ist. Wer hofft am Ende etwas über die Aliens zu erfahren, braucht den Roman gar nicht erst anzufangen, auch das offene Ende ist wohl nicht jedermanns Sache, aber insgesamt ist das ein lesenswerter, sowohl philosophischer als auch spannender Roman.

Damit bin ich mit der Challenge durch. Nochmal vielen Dank an Ender, für die Idee und Durchführung!


(x) Roman-Neuerscheinung aus 2019 | Catherynne M. Valente - Space Opera
(x) Kurzgeschichtensammlung | Gert Prokop - Wer stiehlt schon Unterschenkel?
(x) Preisträger von 1987 | Patrick Süskind - Das Parfum
(x) Buch von Arthur C. Clarke | Vergessene Zukunft
(x) im Original nicht deutsch- oder englischsprachiges Buch | Arkadi und Boris Strugatzki - Picknick am Wegesrand
(x) Buch mit dem Wort "Planet" im Titel | George R.R. Martin, Gardner Dozois, Daniel Abraham - Planetenjäger
(x) Handlung mehr als 1000 Jahre in der Zukunft | Carolyn Ives Gilman - Dunkle Materie

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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

Gratulation zum Zieleinlauf, Teddy! :prima:

Wie viele Finisher haben wir jetzt? 6? 7?
Jedenfalls hat sich die Aktion bereits gelohnt. (@Ender: Danke!)

Gruß
Ralf
Zuletzt geändert von Shock Wave Rider am 23. September 2019 07:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Gratuliere, Teddy!
:bier:
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Naut
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Naut »

Weiter mit: Der schwarzbunte Planet, herausgegeben von Bernd Flessner und Peter Gerdes.

Jonas heißt der Beitrag von Bert Wollersheim. Dabei handelt es sich nicht um den aus dem Fernsehen bekannten gleichnamigen Frisör (den ich bis dahin auch nicht kannte), sondern um einen Schriftsteller aus Ostfriesland. Die Geschichte lässt sich wie folgt zusammenfassen: In Norddeutschland sind alle arbeitslos und wollen daher weg. Außerdem gilt die konsequente Kleinschreibung.
Mehr passiert dann auch nicht, und die Kleinschreibung nervt.

Ich bin nicht Robinson von Klaus Seehafer ist, entgegen der Titelbehauptung, eine Robinsonade: Deutschland ist durch den Klimawandel bis Hannover überflutet. Die Überlebenden, so auch der Protagonist, ein ehemaliger Denkmalpfleger, halten sich auf Hochhausdächern und Booten über Wasser. Das Ergebnis ist "Waterworld" an der Nordseeküste - nett zu lesen, aber auch ein wenig harmlos.

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Mammut
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Mammut »

Shock Wave Rider hat geschrieben:
17. August 2019 11:21
Melde Vollzug für Punkt 1: eine Neuerscheinung aus dem Jahr 2019

Durch mit Michael K. Iwoleit: Der Moloch
 
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(Der Roman basiert auf der Titelnovelle der von Helmuth W. Mommers herausgegebenen Anthologie "Der Moloch und andere Visionen", dem vierten und leider letzten Band der "Visionen"-Anthologien-Reihe. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann löst sich der Roman bezüglich Plot und der Art und Weise, wie das Thema behandelt wird, deutlich von der Keimzelle. Ich hoffe, Ender lässt das als Neuerscheinung gelten.)

Im Jahre 2032 ereignen sich seltsame Dinge in den Rheinuferslums. Der dort gestrandete Bodensatz einer kapitalistischen Gesellschaft findet sich plötzlich zusammen zu äußerst koordinierten und zielgerichteten Kooperationen, deren Ziel dem oberflächlichen Betrachter unklar bleibt. Die Journalistin Sina Anders stößt auf Hinweise, dass in den unterirdischen Katakomben grausame medizinische Experimente an den wie Sklaven gehaltenen Menschen stattfinden sollen. Als sie weiter bohrt, gerät sie in den Strudel einer weitreichenden Verschwörung.

Diese Bilder. Wortstark beschreibt Iwoleit die heruntergekommenen Rheinuferslums, wobei er seine Düsseldorfer Ortskenntnis voll ausspielt. Die NRW-Landeshauptstadt besteht nicht nur aus der Königsallee (in der eine zentrale Szene des Romans spielt), sondern auch aus weniger geleckt-glänzenden Vierteln. Iwoleit lässt interessante Figuren auftreten, die meist irgendein Geheimnis mit sich herumtragen. Auch die Beschreibung von mehr oder weniger funktionierender Elektronik, Netzwerk- und Überwachungstechnik gerät überzeugend und eindrücklich. Den Zustand und das Alter elektronischer Produkte zur Charakterisierung des sozialen Status' der handelnden Personen zu nutzen - das ist mir noch nie so deutlich untergekommen.
Zum großen Showdown kommt es in einem apokalyptischen Wuppertal, das nach einem biotechnischen Unfall nahezu vollständig zerstört ist. Was hat dem Autor seine neue Heimat angetan, dass er sich literarisch derart an ihr rächen musste?
Der Kampf gegen die Verschwörer wird an zwei Fronten geführt - in der Realität und in der Virtualität. Großartig die letzten drei Seiten, als Sina aus dem nanotechnisch infizierten Wahn einer Kollektivexistenz erwacht.

Ich erinnere mich, dass mich die ursprüngliche Novelle damals nur mäßig begeistert hat, vor allem im Vergleich zu Iwoleits Meisterwerken "Wege ins Licht" und "Ich fürchte kein Unglück". Die damals empfundenen Mängel hat er in der Romanfassung, eine deutliche Überarbeitung der Novelle, ausgemerzt.

Klare Leseempfehlung.

Sollte Ender "Der Moloch" als Neuerscheinung anerkennen, habe ich nun 6 von 7 Forderungen der Lesechallenge erfüllt. Der Liu wird im September den Abschluss bilden.

Gruß
Ralf

PS: Was beim Lesen irgendwann störte, waren die beim Drucksatz reingekommenen, teilweise eigenwilligen Worttrennungen wie "Verbrechern-achwuchs", "vers-timmt", "vers-cheuchen"...

( X) Roman-Neuerscheinung aus 2019: Michael K. Iwoleit "Der Moloch"
(X) Kurzgeschichtensammlung: Peggy Weber-Gehrke (Hg.) "Sprung ins Chronozän"
(X) Preisträger von 1987: Jerry Yulsman "Elleander Morning" (Kurd-Laßwitz-Preis für den "Besten internationalen Roman" 1987)
(X) Buch von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" (orig. "Childhood's End")
( ) im Original nicht deutsch- oder englischsprachiges Buch
(X) Buch mit dem Wort "Planet" im Titel: H.G. Ewers "Planet der Veteranen"
(X) Handlung mehr als 1000 Jahre in der Zukunft: C. Redzich "Ein Besuch auf dem Mars im Jahre 3000"
Ich habe es jetzt auch gelesen und komme auf das gleiche Fazit wie du:
https://defms.blogspot.com/2019/09/mich ... oloch.html

Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen, aber es hat sich gelohnt bis zum Ende durchzuhalten. Ich fand es großartig.

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Uschi Zietsch
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Herzlichen Dank, das wird den Autor freuen! (Und mich sowieso.)
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Caroline »

Ihr Lieben, ich wollte nur mal kurz mein Fähnchen schwenken und zeigen, dass ich noch dran bin. Räumt nicht die Zielgerade weg, ja? Ich komme! Blöder Weise hat mich die Becky Chambers ein bisschen ausgebremst. Der lange Weg zu einem zornigen kleinen Planten hat so toll begonnen ... aber irgendwie fehlt auch ein wenig der Pfeffer. Und ich war in letzter Zeit viel in Buchhandlungen und hab immer wieder was gesehen, dass ich sofort dringend an mich drücken und lesen musste. Artemis zB. von Andy Weir. Und je mehr ich Zwischenlese umso weniger spannend finde ich das nach wie vor lieb kuschlige Teetrinken auf dem Weg zu diesem zornigen Planten.

Was soll ich sagen - Uschi, du hattest Recht. Es ist süß und lieb - aber mit der Zweit wie ein sehr, sehr großer 4l Eisbecher.

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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Naut »

Caroline hat geschrieben:
2. Oktober 2019 09:59
Ihr Lieben, ich wollte nur mal kurz mein Fähnchen schwenken und zeigen, dass ich noch dran bin. Räumt nicht die Zielgerade weg, ja? Ich komme! Blöder Weise hat mich die Becky Chambers ein bisschen ausgebremst. Der lange Weg zu einem zornigen kleinen Planten hat so toll begonnen ... aber irgendwie fehlt auch ein wenig der Pfeffer. Und ich war in letzter Zeit viel in Buchhandlungen und hab immer wieder was gesehen, dass ich sofort dringend an mich drücken und lesen musste. Artemis zB. von Andy Weir. Und je mehr ich Zwischenlese umso weniger spannend finde ich das nach wie vor lieb kuschlige Teetrinken auf dem Weg zu diesem zornigen Planten.

Was soll ich sagen - Uschi, du hattest Recht. Es ist süß und lieb - aber mit der Zweit wie ein sehr, sehr großer 4l Eisbecher.
Ich gelange langsam zu der Ansicht, dass Becky Chambers nur Männern gefällt. Oder nur mir. :)

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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Caroline »

Naut hat geschrieben:
2. Oktober 2019 10:48

Ich gelange langsam zu der Ansicht, dass Becky Chambers nur Männern gefällt. Oder nur mir. :)
Sie schreibt schon wundervoll, bunt und gefühlvoll - keine Frage. Aber hast du dich da echt so gar nicht gelangweilt?

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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Schreiben kann sie, keine Frage. Nur erzählen nicht.
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Naut »

Caroline hat geschrieben:
7. Oktober 2019 21:56
Naut hat geschrieben:
2. Oktober 2019 10:48

Ich gelange langsam zu der Ansicht, dass Becky Chambers nur Männern gefällt. Oder nur mir. :)
Sie schreibt schon wundervoll, bunt und gefühlvoll - keine Frage. Aber hast du dich da echt so gar nicht gelangweilt?
Im ersten Band ein wenig, im zweiten überhaupt nicht, im dritten wieder etwas mehr.
Ich denke, sie kann erzählen (was man in Band 2 sieht), aber weicht aus bestimmten Erwägungen davon ab.

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Knochenmann
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Re: Die Phantastik - Lesechallenge 2019

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So, ich melde Vollzug:


(X) Roman-Neuerscheinung aus 2019 - David Marusek "Upon this Rock 2"
(X) Kurzgeschichtensammlung - Cixin Liu - "Die wandernde Erde"
(X) Preisträger von 1987 - Magareth Adwood - "Der Report der Magdt"
(X) Buch von Arthur C. Clarke
(X) im Original nicht deutsch- oder englischsprachiges Buch
(X) Buch mit dem Wort "Planet" im Titel
(X) Handlung mehr als 1000 Jahre in der Zukunft


Das letze Buch war History Lessons von Clarke, und ich muss sagen: wassn Schrott. Das liegt daran das die Kurzgeschichten allesamt von ca 1945-1950 sind. Die sind zu 90% unfassbar altbacken. Kann nicht empfehlen.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet / Mod-Hammer fieg und sieg!

Alle Bücher müssen gelesen werden

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