Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

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Uschi Zietsch
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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 15. Oktober 2019 20:09

Ich bin ein Phantastik-Urgestein! Yay!
Nur warum schreiben die so oft Uschie? Gibt es irgendeine Uschi auf der Welt, die sich so schreibt?!
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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von lapismont » 15. Oktober 2019 20:29

Irgendein Reim musste her :naughty:

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Naut » 15. Oktober 2019 20:51

Mit weniger Inhaltsnacherzählung für gewisse Romane hätte der Artikel Platz gewonnen, um noch ein paar Autorinnen erwähnen können: Karla Schmidt, Nadine Boos, Miriam Pharo, ... Hätten durchaus gepasst.

Abgesehen davon ist der Artikel natürlich recht passend und erfüllt seinen Zweck, dem uninformierten Leser einen Einstieg zu bieten.

Gerd R.
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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Gerd R. » 16. Oktober 2019 01:12

Naut hat geschrieben:
15. Oktober 2019 20:51
Mit weniger Inhaltsnacherzählung für gewisse Romane hätte der Artikel Platz gewonnen, um noch ein paar Autorinnen erwähnen können: Karla Schmidt, Nadine Boos, Miriam Pharo, ... Hätten durchaus gepasst.
Ich würde jetzt einfach mal vermuten, die Genannten sind nicht in der "richtigen" Blase unterwegs ... :wink:
Abgesehen davon ist der Artikel natürlich recht passend und erfüllt seinen Zweck, dem uninformierten Leser einen Einstieg zu bieten.
Ja, nein, weiß nicht. Wenn man wirklich absolut uninformiert ist, mag der Artikel ja einen Einstieg bieten. Allerdings nerven mich schludrig recherchierte Artikel auf "offiziellen" Seiten, wie Tor-Online nunmal eine ist. Das bezieht sich jetzt nicht mal so sehr auf Autorinnen, die nicht genannt werden (Barbara Slawig oder Claudia Kern wären ebenfalls zwei Namen, die mir auf Anhieb einfallen), denn irgendeine Auswahl muss man - pardon, frau - natürlich treffen; allerdings sollten die Fakten bei denen, die genannt werden, dann schon einigermaßen stimmen.

So hätte z.B. ein Nebensatz mehr zu Marianne Sydow gereicht, um zu zeigen, dass sie schon in den 60er Jahren aktiv war, wenn auch unter einem männlichen Pseudonym (das damals wohl tatsächlich erforderlich war, um als Frau SF zu veröffentlichen).

Und warum wird Heidrun Jänchen nur als Herausgeberin genannt? Immerhin hat sie nicht nur einen SF-Roman geschrieben (wie manche der im Artikel genannten Autorinnen), sondern auch mehr als drei Dutzend Storys; mit einer davon hat sie den KLP gewonnen - das wäre doch erwähnenswert, oder? (Vor allem, wenn man so ein Gewese darum macht, dass mit Gudrun Pausewang erst eine einzige Frau den KLP in der Romankategorie gewonnen hat. :wink: )

Nö, der Artikel soll ein bestimmtes, derzeit angesagtes Narrativ bedienen und bestimmte Autorinnen pushen. Kann man machen, dagegen ist nichts einzuwenden - aber als Überblick (selbst als kleiner Überblick) über Autorinnen in der deutschen Science Fiction taugt er mMn nur bedingt.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Naut » 16. Oktober 2019 06:58

Ja, stimmt. Die fehlende Erwähnung von Heidruns Preis ist mir auch negativ aufgefallen.
Ebenso wird der DSFP, den ja durchaus mehrere Autorinnen schon gewonnen haben, nicht thematisiert.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Mammut » 16. Oktober 2019 07:55

Kurzgeschichten zählen bei der Verfasserin wohl nicht viel.
Und das hier:
Zitat:
Roma Nova ist großartiges Kopfkino mit starken Frauenfiguren, diversen Charakteren und großartigem Worldbuilding. In der Wahrnehmung der Leser*innen ging der Roman jedoch unter, da er im Vergleich zu Titeln männlicher Kollegen schlechter vermarktet wurde.

Welche männliche Kollegen da wohl bevorzugt behandelt wurden? Dachte die hätten alle das gleiche Problem.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von breitsameter » 16. Oktober 2019 08:12

Mammut hat geschrieben:
16. Oktober 2019 07:55
In der Wahrnehmung der Leser*innen ging der Roman jedoch unter, da er im Vergleich zu Titeln männlicher Kollegen schlechter vermarktet wurde.

Welche männliche Kollegen da wohl bevorzugt behandelt wurden? Dachte die hätten alle das gleiche Problem.
Das muss man nicht belegen können. In diesem Fall reicht es einfach das zu behaupten.
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Mammut » 16. Oktober 2019 08:27

breitsameter hat geschrieben:
16. Oktober 2019 08:12
Mammut hat geschrieben:
16. Oktober 2019 07:55
In der Wahrnehmung der Leser*innen ging der Roman jedoch unter, da er im Vergleich zu Titeln männlicher Kollegen schlechter vermarktet wurde.

Welche männliche Kollegen da wohl bevorzugt behandelt wurden? Dachte die hätten alle das gleiche Problem.
Das muss man nicht belegen können. In diesem Fall reicht es einfach das zu behaupten.
Tja, wie Gerd R. schon bemerkte. Ein reiner Werbeartikel, da hätte man mehr draus machen können. Immerhin habe ich jetzt eine Liste an Autorinnen, die ich nicht lesen werde.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 16. Oktober 2019 09:10

Ich gebe euch recht. Ehrlicherweise war ich sogar erstaunt, dass ich erwähnt wurde (und FALSCH geschrieben, sorry, aber das geht einfach gar nicht!), nachdem ich die Hälfte des Artikels gelesen hatte und Marianne Sydow nur am Rande vorkam. Dass Claudia Kern nicht vorkommt und Heidrun Jänchen grad so am Rande hat mich verwundert. Auch die unterschiedliche Gewichtung, wie viel pro Autorin ausgesagt wird, stört mich - und die persönliche Wertung wie etwa bei Roma Nova; ist das jetzt eine Rezension zu einem Roman oder ein sachlicher Artikel über SF-Autorinnen oder ein Essay oder was?
Dass der Roman unterging lag nicht daran, dass ihn eine Frau geschrieben hat, sondern, wie ihr schon sagt, dass alle in D dasselbe Problem haben. Wer kein Geld in die Hand nimmt und sich selbst mittels einer PR-Agentur ordentlich vermarktet, hat verloren.
Informationen bietet der Artikel keine.
Und wer hat ihn eigentlich geschrieben? Bin ich blind oder steht da kein Name?
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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Naut » 16. Oktober 2019 09:29

Uschi Zietsch hat geschrieben:
16. Oktober 2019 09:10
Und wer hat ihn eigentlich geschrieben? Bin ich blind oder steht da kein Name?
Judith Madera, steht ganz oben am Titel.

Mir fällt gerade auf: Offenbar weiß das Portal nicht so genau, wie die Autorin heißt. In der Einleitung heißt es: "Ein (kleiner) Überblick von Judith Medera."

Ja, schade. Hätte mehr draus werden können, so ist es nur das übliche, zu kurz gesprungene, aufgeregte ... mir fällt gerade kein Substantiv ein ... wie schon in der "Diskussion" zu Wikipedia geworden.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 16. Oktober 2019 09:58

Es ist grundsätzlich schwierig, zu einem Thema ALLE relevanten Texte, Autorinnen oder Autoren abzudecken. In dem Fall sollte der Artikelschreiber/die Artikelschreiberin wenigstens erwähnen, nach welchen Kriterien er/sie die behandelten Personen ausgewählt hat.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Ender » 16. Oktober 2019 10:00

Shock Wave Rider hat geschrieben:
16. Oktober 2019 09:58
Es ist grundsätzlich schwierig, zu einem Thema ALLE relevanten Texte, Autorinnen oder Autoren abzudecken.
Das ist zweifellos richtig und es wird sowieso immer Leute geben, die bestimmte Namen vermissen. Hier fällt halt nur die seltsame Gewichtung auf.

Judith Madera ist übrigens die Betreiberin der Phantastik-Website "Literatopia" sowie Herausgeberin des kostenlosen Online-Magazins PHANTAST, die ich beide durchaus schätze.
Soweit ich das auf Twitter mitbekomme, interagiert sie ziemlich intensiv mit z.B. Judith Vogt oder auch Theresa Hannig - und wie Gerd schon schrieb, drängt sich tatsächlich der Eindruck auf, dass in ihrem Artikel die ihr persönlich nahestehenden Leute (bzw. deren Werke) "bevorzugt behandelt" werden. Das kommt mir an der Stelle auch ziemlich unpassend vor, zumal ich den Artikel bis dahin - also ungefähr die erste Hälfte - eigentlich ganz gut fand.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel » 16. Oktober 2019 10:21

Ich hatte im August schon einen Text über die deutschsprachigen SF-Autorinnen bis zum Jahr 2000 für Tor Online fertiggeschrieben, der ist relativ ausführlich geraten und beschäftigt sich vor allem mit den Karrieren von Marianne Sydow, Uschi, den DSFP-Preisträgerinnen, den wenigen DDR-Autorinnen, aber auch Thea von Harbou und einigen Autorinnen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, wurde von der Redaktion aber noch nicht veröffentlicht. Ich vermute mal, die warten noch auf den zweiten Teil von mir, mit den Autorinnen ab 2000, den habe ich aber Knie-OP-bedingt noch gar nicht angefangen. Da wir es auch etwas unübersichtlicher.

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Ender » 16. Oktober 2019 10:24

Den im Artikel erwähnten Roman "Dark Canopy" von Jennifer Benkau werde ich übrigens auch demnächst (?) mal lesen, er steht nämlich bereits bei uns im Regal. Meiner Frau hat er sehr gut gefallen.
Hintergrundinfos dazu: Es ist der erste Band eines ZWEIteilers (mehr aber auch nicht) und er hat übrigens den DELIA LITERATURPREIS 2013 (=Deutscher Liebesromanpreis) gewonnen. So, damit habe ich jetzt vermutlich einige schon gleich wieder abgeschreckt :lol:

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Re: Deutsche Science-Fiction-Autorinnen - Diskussion ausgelöst durch Wikipedia-Artikel

Ungelesener Beitrag von Mammut » 16. Oktober 2019 11:12

Ender hat geschrieben:
16. Oktober 2019 10:24
Den im Artikel erwähnten Roman "Dark Canopy" von Jennifer Benkau werde ich übrigens auch demnächst (?) mal lesen, er steht nämlich bereits bei uns im Regal. Meiner Frau hat er sehr gut gefallen.
Hintergrundinfos dazu: Es ist der erste Band eines ZWEIteilers (mehr aber auch nicht) und er hat übrigens den DELIA LITERATURPREIS 2013 (=Deutscher Liebesromanpreis) gewonnen. So, damit habe ich jetzt vermutlich einige schon gleich wieder abgeschreckt :lol:
Definitiv :silence:

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