Ace in Space - J&C Vogt

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So, neues Buch neues Glück:

Bild

Was wir haben (laut Amazon Kurzbeschreibung)
Desillusioniert von ihrem Heimatkonzern Hadronic Inc. flieht die Pilotin Danai mitsamt gestohlenem Raumjäger zur Jockey-Gang ihrer Mutter. Marlene Deardevil führt die Daredevils an Fliegerasse, die ihre Stunts und kleinkriminellen Aufträge direkt ins Datanet streamen und von ihren Followern dafür geliebt werden.
Danai hat wenig Lust auf Follower und Social Media, aber Fliegen kann sie wie der Teufel. Der Daredevils-Anwärter Kian braucht ihr Talent für eine Stuntflugshow, die verschleiern soll, dass sie einer unabhängigen Siedlung auf Valoun II gegen die Luftangriffe eines Megakonzerns helfen genauer gesagt: gegen Hadronic Inc.
Und so navigiert Danai mit vollem Schub in den Konflikt zwischen Anonymität, Ruhm und Zivilcourage, zwischen Kian und seine Ex-Freundin Neval, zwischen die Egos der Daredevil-Jockeys und die Fallstricke ihrer eigenen Persönlichkeit.
Wie das genze aussieht: diese Stuntflieger erinnern mehr als ein bischen an eine Motoradgang, sagen wir: Hell Angels. Es gibt Anwärter, es mit Mitglieder es gibt einen ruahen Umgangston. Und es gibt Neon.Farbpalete von "Springbreakers", "Suicide Squad" oder "Guns Akimbo" fällt mir da spontan ein. Das Buch ist zudem bis jetzt voll mit Slangausdrücken, was das ganze nicht umbedint einfach zu lesen macht. Auf der Habenseite: bis jetzt wirkt das Worldbuilding zumindest koherent, und es gibt nichts was da besonders negativ herausstechen würde.

Außerdem: die Hauptpotagnistin stottert. An sich keine große Sache, aber für jemaden der sein Geld damit verdienen will/wird Zeug ins Internet zu streamen ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Na ma schaun was da noch kommt.
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Knochenmann
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

16%

Wir haben also eine Bikergang im Weltrum die ihr Geld mit Social Media verdient, Überfällen auf Konzerne, Sponsoring und auch Drogenhandel (finde ich gut, dann ist wenigstns nicht von verhenerin klar das das die "Guten" sind).

Was den Weltraum angeht: der erinnert an Wingcommander. Es gibt Dogfigthts in Ruamjägern, Asterioidem im Überflüss, komsiche Neben, Gravitationsanomalien, den ganzen Blödsinn hat (weil in echt ist der Weltraum halt scheile-langweilig. Zuviel Nichts, zu wenig Alles). Es gibt die Minralien Der Woche (Gravitonium usw). Menschen fliegen in Raumjängern weil: es gibt das Reapervirus, das alle elektronik infiziert und alles erwürgt was zu stark an eine KI erinnert. Deswegen schaut die Welt aus wie sie ist.

Ich muss die ganze Zeit an "Sons of Anarchy" denken.

Es wird bislang ein sehr viel runderes Bild gezeichnet als in "Wastland", auf die Sprache die da gesprochen wirt (Pseudo- 1447) muss man sich halt auch einlassen. Finde diesen Slang aber besser als das (nichtvorhandele) Deutsch-Türkisch.

Ich hab nur Angst das das Buch zu lange wird. Es zeichnet sich jetzt schon ein Konfikt an den es zu lösen gild, das Buch legt großen Speed vor, ich befürchte einen längeren Hänger in der Mitte, aber schau ma mol.

Auf der Soll Seite: Das Buch hat teilweise komische Textformatierung, Da fehlen Absätze so welche sein sollten (bei Schauplatz und Figurenwechsel), hat dazugeführt das ich zweimal zurückblättern musste weil den Wechsel nicht mitbekommen habe.
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Knochenmann
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

26%

Das Buch hat ungünstiges Timing. Die Bauern haben sich in der Kirche versammelt und werden von den Banditen angegriffen, die Kavelarie ist aber noch Lichtjahre weit weg und beschäftigt sich mit einem Rennen gegen eine andere Motoradgang.

Naja.
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

40%

Der Plot der hinten auf dem Buch stand ist fertig abgespuhlt, aber es ist immer noch Buch übrig.

Was auffält durch Abwesenheit: Ein Antagonist. Es gibt diese böse Firma die alles im Griff hat und Leute bombardiert, daber die ist einfach nur böse und gesichtslos.

Was die, hm, Orienierungslosigkeit im Buch angeht:
Es gibt da dieses Wettrennen gegen eine andere Gang. Das ist die cover Up Operation für einen militärischen Einsatz (wie in der Kurzbeschreibung beschrieben). Die militärische Operation schaut so aus: Ein Typ fliegt zu den Bauern in der Kirche (siehe oben), und schießt da dein einen (1) Bomber ab, der die bombardiert. Das dauert gefühlt 15 Minuten, der flug hin und zurück dauert 2 Stunden. Finde ich gut das der Bombre und die Gang sich da abgesprochen haben, sonst hätten sie sich verpasst. Das stöhrt mich aber weniger als man meinen möchte, das Buch hat diesen "Wingcommander" Vibe, und in solchen Spielen ergibt auch kaum etwas Sinn. Was mich aber schön stört: wir erfahren nicht wie das Rennen genau ausgegangen ist, bzw: wer es verbockt hat. Wenn es so eine Handlung gibt, dann müsste man beides, also Rennen und Angriff auf einen gemeinsamen Höhepunkt zusteuern lassen, aber was weiß ich schon
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

45%

Der Focus in dem Buch legt klar auf dem privaten Bereich: Es gibt ein "Clubhaus", wie groß das ist weiß man zwar nicht genau, aber es gibt wohl mehrere Bars, Dance Flors und einen Pool. Und natürlich einen Hangar für mindestens 10 x-Wings (oder wie die heißen).

Detail am Rande: Die Jockes in der Gang sprechen alle diesen Slang dessen Vorform man heute schon in Youtube Kommentare finden. Danai allergins auch... obwohl die 25 Jahre bei der Corperation verbracht hat. Vermutung: das ist gar keine eigenstängie Idotensprache, sondern der ganz nomale Umgangston. So werden Powerpoint Präsentationen gleich viel interresanter.
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

50%

Es tröpfelt so vor sich hin.

Das Mitt dem komischen Phasing von oben: Das Rennen / Stuntshow zieht sich anscheinend über ein paar Tage (Wochen... Monate... Zeit spielt keine Rolle mehr). In der Mittagspause werden immer mal militärische einsätze geflogen. Wenigstens gibts jetzt die von mit als fehlend angesprochene Doppeleskalation: Es gibt eine dramatische Situation beim Rennen und eine bei den Bauern in der Kirche, gleichzeitig.
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

55%

Endlich passiert was! Was interresantes miene ich. Es gibt eine zuspitzung, und das war tatsächlich das erste mal im Roman das ich sowas wie Hoffnung auf einen guten Plot gehabt habe: Notwendigkeit, Entscheidungen, Gruppen mit verschiedenen Interessen, moralisches Dilemma, Ausbruch aus der Gut/Böse Dualität.

All das wird aber nach 10 Seiten auf fast schon perfide Weise wieder abgewürgt, und zwar so das es fast schon weh tut.

Außerdem: Wir haben da eine fast perfekte Dystopie: Konzerne, Piraten und Kriminelle beherschen die Welt, es gibt keine Menschenrechte mehr, Sklaven die in Minen schuften sind "normal", es gibt wohl keine Regierungsmacht mehr, die Menschen ersaufen in sinnlosen Komerz, Interntsreams und Konsum. Aber alle Personen sind jederzeit perfekt gegendert.

Ist das die Dystopie die wir für unsere Kinder wollen?
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

72%

Hauptproblem des Buches: das Böse ist nicht personifiziert. Es ist eine Firma. Deswegen ist jede Handlung gegen das Böse auch sowas wie ein Kampf gegen eine Naturgewalt: die kannst den Schnee von deinem Parkplatz wegmachen, aber du kannst keinen Gletscher aufhalten.

Der große Aufhänger des Buches, nächlich die Stunt-Show als Cover up für eine militärische Operation war auch für die Fische.
Die ganze Operation war stümperhalt durchgeführt, Hadronic hat es nie interresiert, und es gab da scheinbar schon vor deren Start einen Gegenplan.
Mein Motto: Eine gute Handlung funktioniert nach vorne aund nach hinten. Heißt, nicht nur A führt zu B führt zu C führt zu D, sondern auch in die andere Richtung muss das Sinn machen: Wir machen jetzt D weil wir Situation C hatten wegen B und alles hat angefangen mit A.

Da versagt das Buch im Moment ein bischen, weil im Rückblick macht nichts davon Sinn.
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

92%

Es gibt gegen Ende hin noch sowas wie einen Plottwist, naja, Twist ist zuvie gesagt, sagen wir: eine unübliche Streckung.

Jedes Buch braucht ein ende ein Highligt, und in einem Buch mit Raumjägern muss da logischerweise ein Raumjägerkampf sein, und so wie es kommen muss so kommt es... obschon ich die Kronstuktion für das Ende zumindest hinterfragenswert finde.

Detail am Rande: Die Bauern in der Kriche werden von Banditen auf Pickups attackiert. Alles schön und gut, und irgendwie muss man ja auf anderen Planeten herumfahren, aber irgendwie kommt mir die Vorstellung das da ein Rumfrachter (Toyota) Pickucks durch das Unversum liefert und auf fremden Planeten ausläd groteskter vor als alles andere.
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Re: Ace in Space - J&C Vogt

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fertig

Ein mittelmäsiges Buch ohne große Highlights.

Es gibt in der Mitte des Buches so eine Art Wendepunkt oder Wegpunkt, wo sich das Buch in eine interesante Richtung hätte entwickeln können. Das wird einfach abgewürgt. Schade.
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