SF von Charles Stross (-Singularität- und -Supernova-)

Science Fiction in Buchform
Smiley
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Ungelesener Beitrag von Smiley »

TheFallenAngel hat geschrieben:unglaubliche werke!!!

...

erklärt mir jemand bitte warum für die deutsche ausgabe von singularität das cover der engl. oder amerikan. ringworld ausgabe genommen wurde?
sein cover für ringworld ist zu sehen unter "prints for sale" ...

ist doch schon wieder eine verschwörung :roll:
Und deutlich ist auch zu sehen, dass der Eindruck des Bildes durchs Beschneiden unfähiger Verlagslayouter ein anderer ist. Was wie ein Turm auf der rechten Seite wirkt, ist in Wirklichkeit die Rundung der Ringwelt.
Was denken sich diese Dödels eigentlich dabei? Wenn die überhaupt denken . . . Wenn jemand eine Grafik macht, denkt er sich schon was dabei, wie er die aufbaut. Zumal in den US-Verlagen auch schon mal die Illustratoren mit den Autoren zusammenarbeiten und auf deren Wünsche betreffs des Covers eingehen. Hierzulande ist es wohl eher so, das der Layouter was Buntes draufklatschen soll, und wenns nicht passt, wirds passend gemacht. Ist doch egal . . . Früher wurden ja auch die Romane gekürzt - und Grafik ist doch eh wurscht . . .

Keine Verschwörung - sondern schlichte Unfähigkeit, Ignoranz und Dummheit :evil:
Ein Leben ohne Tabasco ist möglich, aber geschmacklos.

Ulrich
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Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Martinieres Bild zu Stross' Singularity Sky hätte auch für die deutsche Ausgabe benutzt werden können, oder gab es da Hindernisse?

Ist schade, dass das Ringwelt-Cover sinnentstellt abgedruckt wurde. Aber der Leser darf ja nicht an die Ringwelt denken, wenn er das Buch Singularität liest. Ist schon merkwürdig.

Smiley
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Ungelesener Beitrag von Smiley »

Ulrich hat geschrieben:Martinieres Bild zu Stross' Singularity Sky hätte auch für die deutsche Ausgabe benutzt werden können, oder gab es da Hindernisse?
Glaube ich nicht. Es ist da nur egal, was vorne drauf kommt.
Dagegen wäre hier nichts zu sagen, wenn nicht diese Kürzungen wären. Denn das Rinqwelt-Cover sieht sogar noch besser aus, als das, das für den Roman selbst angefertigt wurde.
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Gerd R.

Ungelesener Beitrag von Gerd R. »

Martinieres Bild zu Stross' Singularity Sky hätte auch für die deutsche Ausgabe benutzt werden können, oder gab es da Hindernisse?


Glaube ich nicht. Es ist da nur egal, was vorne drauf kommt.
Naja, die Frage ist halt, ob die Rechte an dem Originalcover noch frei gewesen wären.

Ganz grundsätzlich sollte man natürlich eines bedenken: Der deutsche Verlag kauft nicht ein Buch, sondern die Rechte an einem Manuskript. Wenn dann Interesse daran besteht, besagtes Manuskript in der gleichen Verpackung wie das Original zu veröffentlichen, versucht man die Rechte an dem Cover zu kriegen. Kriegt man sie - gut. Kriegt man sie nicht - muss man sich eben was anderes einfallen lassen.
Aber vielleicht wollte man bei Heyne auch von Anfang an ein anderes Cover.

Und, nur mal so nebenbei (und auch wenn dir als Grafiker eine solche Vorgehensweise das Herz bluten lässt, Klaus): Das Cover hat doch - trotz oder gerade wegen der "ausschnittsweisen Verwendung"? - seine Aufgabe 100%ig erfüllt, oder? Es sieht so gut aus, dass es für einige Leute ein Kaufimpuls war (s.o.). Bingo. He, was will ein Verlag mehr?

Natürlich ist es schade, wenn das künstlerische Konzept des Grafikers im wahrsten Sinne des Wortes "beschnitten" wird - aber dabei sollte man nicht vergessen, dass es sich bei Covergrafiken meist um Auftragsarbeiten handelt, um Gebrauchsgrafik, die nicht aus sich selbst heraus existieren, sondern in erster Linie ein Produkt verkaufen soll.

Klingt vielleicht zynisch, ist aber nunmal so.

Und wenn ich ehrlich bin, dann muss ich sagen, dass mir so etwas wie Stross' "Singularität" mit einem nicht für den Roman angefertigten & insofern auch nicht ganz passenden, aber tollen Cover deutlich lieber ist als so manche "Kunstwerke", die zwar irgendwie zum Inhalt passen, aber eher traurig aussehen.

Just my two cents.

Gerd

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Rusch
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Ungelesener Beitrag von Rusch »

So wie es derzeit aussieht, steht Singularität für März auf dem Program des Literaturzirkels des Scifiboards. Wer immer schon mal Lust hatte, sich während des Lesens mit anderen auszutauschen, hätte dazu nun Gegenheit.

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breitsameter
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Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Rusch hat geschrieben:Wer immer schon mal Lust hatte, sich während des Lesens mit anderen auszutauschen, hätte dazu nun Gegenheit.
Komisch, und ich dachte immer, daß wir genau das hier auch schon tun: uns nämlich während wir ein Buch lesen, auch darüber zu unterhalten. :smokin
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Rusch
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Ungelesener Beitrag von Rusch »

Nun, das dort ist intensiver. Ich mache da jetzt schon über ein Jahr mit und finde die Sache sehr gut. Zuerst werden SF Bücher vorgeschlagen, dann wird abgestimmt und dann gelesen. So kommt man mal dazu, Bücher zu lesen, die man sonst nie angefasst hätte und wir auch mal positiv überrascht.

Ulrich
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Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Bis jetzt haben wir uns mehr über das Titelbild unterhalten :D

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Ungelesener Beitrag von Smiley »

Ulrich hat geschrieben:Bis jetzt haben wir uns mehr über das Titelbild unterhalten :D
Über das Wesentliche halt. 8)
Man arbeitet sich ja von Außen nach Innen. Steht da auch was drin? :o
Erzähl doch mal einer was genaueres . . .
Eine Kurzrezi bitte . . . Kann die Handlung halten, was das ansprechende Äußere verspricht?

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breitsameter
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Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Smiley hat geschrieben:Eine Kurzrezi bitte . . . Kann die Handlung halten, was das ansprechende Äußere verspricht?
Wie schon zu Beginn dieses Threads gesagt: meiner Meinung nach nicht. Es ist ein Erstlingsroman mit erheblichen Problemen beim Spannungsaufbau (man könnte auch sagen: es ist stinklangweilig) und einer unglaubwürdigen Gesellschaft, bei der - wieder einmal! - Strukturen einer strengen Monarchie ohne viel nachzudenken in die Zukunft übertragen wurden.
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Ungelesener Beitrag von Smiley »

breitsameter hat geschrieben: Wie schon zu Beginn dieses Threads gesagt: meiner Meinung nach nicht. Es ist ein Erstlingsroman mit erheblichen Problemen beim Spannungsaufbau (man könnte auch sagen: es ist stinklangweilig) und einer unglaubwürdigen Gesellschaft, bei der - wieder einmal! - Strukturen einer strengen Monarchie ohne viel nachzudenken in die Zukunft übertragen wurden.
Ne, das wär dann nichts für mich. Wohl so ähnlich wie dieser "Die-7-Sonnen"-Quark. Da schlug ich das Buch auf und der erste Satz, der mir in die Augen sprang, reichte mir schon. "Der weise alte Sternenkaiser . . . blabla . . ." Nein Danke . . .
Der Umschlag ließ eher Hard-SF vermuten. Schade . . .

Ulrich
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Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Das zunehmende Problem bei diesem Roman fand ich die Diskrepanz zwischen Zukunftswelt und den Personenbeschreibungen, die nicht dazu passen. Selbst wenn es in heutiger Zeit spielen würde, wären die Charaktere irgendwie altmodisch. Dabei gibt es doch mit dem mysteriösen Eschaton und dem Festival ausbaufähige Ideen. Überraschend viele Fußnoten des Übersetzers gibt es, zur Erkärung vieler Fachvokabeln.

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Ungelesener Beitrag von Daniel S »

und wiedermal ein Glanzlicht, wie gut heyne/random ihre eigenen Bücher und Autoren kennt:

http://www.randomhouse.de/author/author.jsp?per=109311

Hier steht nämlich: "Charles Stross ist der Shooting Star unter den amerikanischen SF-Autoren"

Lach! Gröhl! Schon mal einem Briten ins Gesicht gesagt, er sei Amerikaner? Da gibt's aber schwer was auf die Nase, insbesondere wenn er wie Mr. Stross in Schottland wohnt. Aua!

Gruss

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Naglfar
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Ungelesener Beitrag von Naglfar »

Wie schon zu Beginn dieses Threads gesagt: meiner Meinung nach nicht. Es ist ein Erstlingsroman mit erheblichen Problemen beim Spannungsaufbau (man könnte auch sagen: es ist stinklangweilig)
Das Buch hat zwei Handlungsstränge, einmal was auf dem Planeten passiert bei dem das Festival erscheint, hier passieren die wirklich interessanten Dinge, leider ist das alles zu kurz und knapp beschrieben, und dann die Reise zum Planeten von der Flotte die gegen das Festival militärisch vorgehen soll und den zwei Erd-Charakteren, dieser Strang nimmt einen Großteil des Romanes ein und ist wirklich eher zäh zu lesen.
und einer unglaubwürdigen Gesellschaft, bei der - wieder einmal! - Strukturen einer strengen Monarchie ohne viel nachzudenken in die Zukunft übertragen wurden.
Dem würde ich wiedersprechen, die Gründe für die Monarchie sind nachvollziehbar und um einiges logischer als in vielen anderen Fällen.

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