Science Fiction-Werke mit Musikthematik

Science Fiction in Buchform
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Bungle
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Science Fiction-Werke mit Musikthematik

Ungelesener Beitrag von Bungle » 29. August 2006 12:14

Musik-Thematik hatten wir schon. Jetzt suche ich SF-Romane und Erzählungen, in denen Musik und Musiker eine wichtige Rolle spielen.
Oder in denen Musik auf originelle Weise vorkommt.

Mir fallen spontan ein:
Jack Dann: "Weltvagabund" Roman (Knaur)
Ein Musiker zieht durch die Galaxis.
Joan D. Vinge: "Bernsteinaugen" Erzählung
Aliens mit Musik als Sprache.
Orson Scott Card: "Meistersänger"
Macht und Musik in einem Space Opera-Kontext

Kramt in euren Köpfen und Bibliotheken :D

Gruß
MB

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Shock Wave Rider
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Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 29. August 2006 13:40

Mir fallen zwei Titel ein, in denen Musik eine wichtige Rolle spielt, die aber vermutlich nicht ganz in Deine Reihe passen:

John Shirley "Eclipse", Band 1:
Das Rockkonzert auf dem Arc de Triomphe, während Paris rundum in Trümmern fällt, wird mir lebenslang ins Hirn gebrannt bleiben

Norman Spinrad "Little Heroes":
Popstars werden per Computer kreiert.

Auch wenn's nicht ganz passt: Beide Romane sind geil! :prima:

Gruß
Ralf
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deval
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Ungelesener Beitrag von deval » 29. August 2006 14:44

Kristall-Sängerin von Anne McCaffrey.

Bei dem Hinweis -auf originelle Weise- fällt mir ein Buch aus der Reihe Robot City ein. Dort gibt es eine Roboterband namens -The three crackd cheeks-. Ich hoffe, ich habe den Namen noch richtig in Erinnerung.

In der PR Serie gibt es meines Wissen noch irgendeinen musizierenden Ophaler.

Armin Rößler
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Ungelesener Beitrag von Armin Rößler » 29. August 2006 15:45

Mehr Phantastik als SF:
Lewis Shiner, Schattenklänge (Glimpses, 1993), bei Goldmann 1996 auf Deutsch erschienen.
Inhalt: Ray Shackleford entwickelt die Fähigkeit, Sessions von Musikern zu hören, die nie aufgenommen wurden - er dagegen kann das Erlebte sogar auf seinem Kassettendeck aufnehmen. Zeitreisen zu Jim Morrison, Brian Wilson und Jimi Hendrix gibt es inklusive.
Tolles Buch!

Ebenfalls mehr Phantastik als SF und hier im Forum schon oft erwähnt:
George R.R. Martin, Armageddon Rock.
Da erübrigen sich wohl weitere Worte.

Armin Rößler
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Ungelesener Beitrag von Armin Rößler » 29. August 2006 16:28

Da fällt mir noch eine SF-Story ein, von der ich dir sogar schon mal erzählt hatte, Michael, wie ich mich zu erinnern glaube ...

Samuel R. Delany, Corona.
Eine nicht unwichtige Rolle spielt ein Sänger namens Bryan Faust. Die Story gibt's auch online.
Teil 1:
http://www.scifi.com/scifiction/classic ... lany1.html
Teil 2:
http://www.scifi.com/scifiction/classic ... lany2.html

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Judith Rauch

Ungelesener Beitrag von Judith Rauch » 29. August 2006 19:23

Zumindest vom Titel her könnte es passen. Der Bannsänger Zyklus von A. D. Foster.
Ob es aber auch vom Inhalt her paßt weiß ich nicht. Ich habe den Zyklus noch nicht gelesen.

Jorge
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Ungelesener Beitrag von Jorge » 29. August 2006 22:31

Das Lieblingsthema des SF-Autoren Lloyd Biggle Jr. war die Musik; hervorzuheben sind dabei die Romane "Fanfaren der Freiheit"(The Still, Small Voice of Trumpets), "Die Weltverbesserer"(The World Menders) sowie die Kurzgeschichtensammlung "Die Muse aus Metall"(The Metallic Muse).

Ungewöhnliche Bands finden sich in den Kurzgeschichten

Howard Waldrop
"Ike at the Mike"
Senator Elvis Presley besucht ein Konzert von Louis Armstrong, begleitet von Dwight D. Eisenhower(Klarinette) und George S. Patton(Schlagzeug)...

und

Stephen King
"Verdammt gute Band haben die hier"(You know they got a Hell of a Band)
Hier landet ein Pärchen in einer seltsamen Kleinstadt, "bewohnt" von Janis Joplin, Jim Morrison, Buddy Holly etc., die unter der Leitung ihres Bürgermeisters Elvis Presley Konzerte für die Ewigkeit geben - und deren Auftrittsort man niemals verläßt...

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Nessuno
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Ungelesener Beitrag von Nessuno » 29. August 2006 22:45

In Katherine MacLeans Novelle "Incommunicado" kommunizieren die Leute auf einer Raumstation untereinander mit skandierter Rede und musikalischem Summen und Pfeifen. Die Lösung des Rätsels: Weil infolge des fortschreitenden Spezialistentums die Informationsfülle gestiegen und die Kommunikation dadurch erschwert ist, hat der Bibliotheksleiter ein neues "computer library system" entwickelt, das auf musikalischer Basis funktioniert. Musik, weit komplexer und subtiler als jede menschliche Sprache, ist hier der Schlüssel für die Probleme der Politik, Psychologie und jeder anderen Wissenschaft, aber auch "die Zukunft der menschlichen Rasse" (Schlußsatz) überhaupt. Klasse Geschichte.

Nessuno
Zuletzt geändert von Nessuno am 30. August 2006 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
Omnis clocha clochabilis, in clocherio clochando, clochans clochativo clochare facit clochabiliter clochantes. Parisius habet clochas. Ergo gluc (Rabelais).

deval
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Ungelesener Beitrag von deval » 30. August 2006 08:30

@Jorge

Ist -"Verdammt gute Band haben die hier"- das der Name des Buches? Ich bin zwar kein großer King Leser, aber das Buch ist mir noch nie zu Ohren gekommen. Oder handelt es sich um eine Kurzgeschichte?

Jorge
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Ungelesener Beitrag von Jorge » 30. August 2006 10:50

@Vallenton: Kurzgeschichte, wie ich im Thread geschrieben habe.


Jack Vance
"Weltraum-Oper"(Space Opera)
Das "Neunte Ensemble" -eine geheimnisumwitterte Alienoperntruppe vom Planeten Rlaru- gibt ein überraschendes Gastspiel auf der Erde, versetzt die erstaunten Musikliebhaber in Verzückung - und verschwindet spurlos.
Nach umfangreichen Vorbereitungen startet ein irdisches Ensemble ins All, um sie aufzuspüren - und Konzerte auf Welten zu geben, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat... :wink:

Mick Farren
"The Texts of Festival"
Nach dem Zusammenbruch der Zivilisation begründet das "Festival" eine neue Kultur - basierend auf den Texten der alten Götter Dhillon, Djegger und Morrizen...
Der Autor(selbst Rocksänger) hat noch einige andere Werke zu dem Thema verfaßt, so z.b. "Jim Morrison`s Adventures in the Afterlife", in dem dieser in Begleitung von Doc Holiday durch ein seltsames Jenseits streift...

Kurzgeschichten:

Arthur C. Clarke
"Die elementare Melodie"(The Ultimate Melody)
Ein Wissenschaftler sucht den perfekten Ohrwurm - und findet ihn (zu seinem Pech) auch...

George R.R. Martin
"Ein Mann hört auf zu singen"(...For a Single Yesterday)
Ein Rockmusiker kommt mit den Verhältnissen in einer postatomaren Welt nicht zurecht und verfällt einer Droge, mit der man Vergangenes wiedererleben kann...

Alan Dean Foster
"Wolfsmusik"(Wolfstroker)
Ein indianischer Rockmusiker sorgt bei seinem ultimativen Konzert für eine (böse) Überraschung...
"Die Glockenbäume"(Ye Who Would Sing)
Ein abgestürzter Pilot findet in einem abgelegenen Tal eines fremden Planeten ausgerottet geglaubte Bäume vor, die Melodien von sich geben und auch dazu veranlaßt werden können, irdische Musik zu "spielen"...

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Ungelesener Beitrag von Bungle » 31. August 2006 11:36

Wenn man die Beispiele überfliegt, dann scheint außerirdische Musik ja recht verlockend zu sein.
Mir fallen noch ein:
Carter Scholz
"Das Johann Sebastian Bauch Memorial Barbecue" in der gleichbetitelten Jeschke-Anthologie ist eine Zeitreisegeschichte
Myra Cakan:
"When the music is over..."
Darin kommt eine Rockband drin vor.
Armin Rößler:
"Faust" (in "Deus ex Machina") Ein gestrandeter Agent spielt Gitarre und sieht die Töne. Hat etwas mit seinem sonderbaren Zustand zu tun.

EineAnthologie mit (Rock)musikstories, erschienen bei FanPro vor langer Zeit.

Rock-Musik dominiert in den SF-Texten, was nicht verwundert, gibt es doch viele Verbindungen.

MB

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Ungelesener Beitrag von Armin Rößler » 31. August 2006 13:49

Bungle hat geschrieben: Armin Rößler:
"Faust" (in "Deus ex Machina") Ein gestrandeter Agent spielt Gitarre und sieht die Töne. Hat etwas mit seinem sonderbaren Zustand zu tun.
Tolles Beispiel - hätte mir einfallen sollen ... :oops:


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Ungelesener Beitrag von heino » 1. September 2006 18:26

Ich kann nicht glauben, dass hier noch keiner "Desaster Area" aus der Anhalter-Reihe von Douglas Adams erwähnt hat. War immerhin die größte Rockband aller Universen :biggrin:
Lese zur Zeit:

John Dickie - Die ganze Geschichte der Mafia

Jorge
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Ungelesener Beitrag von Jorge » 1. September 2006 21:13

Judith Rauch hat geschrieben:Zumindest vom Titel her könnte es passen. Der Bannsänger Zyklus von A. D. Foster.
Paßt nicht nur vom Titel, sondern auch vom Inhalt: Der Protagonist Jon-Tom wird nach dem Genuß eines Joint in eine Parallelwelt gezogen - allerdings aufgrund eines Irrtums. Der mit seiner Herbeizitierung beauftragte Zauberer -ein mächtiger, aber alter und darum etwas schusseliger Schildkröterich- sollte aus der Menschenwelt einen Ingenieur zur Abwehr einer Bedrohung besorgen. Da der Student Jon-Tom auch noch nebenher dem Beruf des Sanitäringenieurs nachging, wurde er irrtümlicherweise für einen echten Ingenieur gehalten und geholt.
Glücklicherweise entdeckt er jedoch in der von Tieren bewohnten Parallelwelt sein Talent als "Bannsänger": Von ihm gespielte Musik und gesungene Lieder erzeugen Magie.
Allerdings hat das ganze einen Haken: Er weiß nie, was die Musik, die er spielt, bewirkt.
So erscheint z.b., als er in einer brenzligen Situation "Eye of the Tiger" spielt, eine 2m große, bis an die Zähne bewaffnete(wörtlich!) Tigeramazone namens Roseroar...
Andere Lieder haben noch weit merkwürdigere Auswirkungen(rufen u.a. einen marxistischen Drachen herbei).

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