Was ihr in letzter Zeit so gelesen habt

Science Fiction in Buchform
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Naglfar
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Was ihr in letzter Zeit so gelesen habt

Ungelesener Beitrag von Naglfar »

Obwohl der Thread über Heyne doch eher düstere Gedanken aufkommen läßt, so möchte ich mir meine Freude am Hobby SF nicht nehmen lassen, und um die Stimmung zu bessern, wie wärs, wenn ihr mal so sagt, was ihr in letzter Zeit an SF so gelesen habt, was euch beeindruckt habt, was ihr einfach klasse fandet.
Fang ich einfach mal an, ich hab durch Zufall die Bücher REM und Geklont von Michael Marshall Smith entdeckt, durch stöbern bei Amazon, von dem ich vor Urzeiten schonmal Stark - der Traumdetektiv gelesen habe, das zuerst von Bastei-Lübbe veröffentlich wurde. Und die Romane haben mir wirklich gut gefallen, obwohl sie eher eine Mischung aus Dark Fantasy-Horror-SF sind, und teilweise ziemlich düster und vermutlich nicht jeden Geschmack ansprechen.

Mark
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Ungelesener Beitrag von Mark »

Ich habe MMS Spares (Geklont?) und One of Us (REM?) gelesen und kann sie nur mit Einschränkungen empfehlen. Die Mischung aus düsterem Setting und Douglas Adams'scher Komik (vielleicht vergleichbar mit dem Film Brazil?) hat mir hier weniger gut gefallen. Seine Kurzgeschichten finde ich wesentlich besser, die sind allerdings auch eindeutig düster...

Dabei mag ich eigentlich Genre-Mixing (oder wie es eine deutsche Autorin so unschön formulierte: Genre-Fucking), aber hier - zumindest nach meinem Empfinden - funktionierte die Mischung irgendwie nicht. Steven Spielberg z.B. teilt meine Meinung wahrscheinlich nicht - er optionierte Spares, war es glaube ich, für relativ viel Geld.

Was ich zuletzt gelesen habe: Zeitgeist von Bruce Sterling. Ein Roman über die Jahrtausendwende und über einen Manager, der eine Trash-Franchise-Pop-Gruppe namens G7(!) ins Leben ruft und damit die arabische Welt zu erorbern versucht. Die Band kann nicht singen, sie verkaufen auch gar keine CDs, sondern finanzieren sich nur durch Fanartikel. Kommt einem alles irgendwie bekannt vor und ist eigentlich keine SF. Im Prinzip ist der Roman inzwischen sogar ein historischer Roman, allerdings geschrieben von einem SF-Autoren in seinem gewohnten, aus Romanen wie Holy Fire, bekannten modernen und zynischen Stil. Highly Recommended.

Passend dazu habe ich einen SF-ähnlichen Roman von einem Nicht-SF-Autoren gelesen: Plowing the Dark von Richard Powers. Powers versucht Informationstechnologie als Basis für einen literarischen Roman zu gebrauchen und Powers hat mit dieser Schreibtechnik in der "literarischen Welt" den Ruf einen einzigartigen und modernen Stil erfunden zu haben. Was dabei übersehen wird ist, dass es da z.B. noch einen Neal Stephenson gibt, der viel besser schreibt.

Ansonsten habe ich noch eine Reihe von Kurzgeschichten gelesen. Davon will ich mal stellvertretend (und zum Nachlesen) eine Kurzgeschichte von Greg van Eekhout namens Show and Tell empfehlen. Sie ist nicht besonders gross von der Anlage her (short halt) aber sehr effektiv und witzig:

http://www.strangehorizons.com/2002/200 ... tell.shtml

Ciao,
Mark

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Gast

Was ihr in letzter Zeit so gelesen habt

Ungelesener Beitrag von Gast »

Hallo Leute, bin neu hier, teile aber gerne mit was ich in letzter Zeit so gelesen habe (gutes und weniger gutes) ...

Aber zuerst noch was zu R.E.M.: Ist schon längere Zeit her, soweit ich mich noch erinnern mag gefiel mir die Geschichte sehr gut, war so ein richtiger SF nach meinem Geschmack, rassanter Erzählstil, bin 'reinsteigen und konnte fast nicht mehr stoppen.

Im Moment versuche ich Norman Spinrads "Transformation" zu lesen und finde es sehr mühsam, entspricht bis jetzt gar nicht meinem aktuellen Geschmack, ist weder witzig noch spannend noch interessant, kann ich - bis jetzt - gar nicht empfehlen. Versuche mich weiter durchzuseuchen.

Michael Marraks "Lord Gamma": am Anfang hat's mich extrem 'reingerissen, konnte aber das hohe Tempo und auch die Intensivität nicht bis am Schluss halten (werde eben auch älter). Verglichen mit dem Anfang wird's gegen Ende teilweise etwas fad ... kommt mir vor als hätte der Autor keinen richtigen Ausstieg aus der Geschichte gefunden. Hab's aber gerne gelesen, gute solide Unterhaltung, gut zu lesen.

Dazwischen etwas Fantasy, "Masken der Illuminaten" von Robert Anton Wilson, ich fand es ganz nett und amüsant. Für eingefleischte "Illuminatoren" sicher interessant, aber sonst nicht unbedigt zu empfehlen.

Mich überzeugten die zwei Perdido Street Station Bücher von China Mieville, kurzweilig und interessante Ideen. Die zwei habe ich verdammt schnell 'reingezogen, die Familie war ein paar Tage etwas ausgegrenzt ... das hat's schon lange nicht mehr gegeben, war so richtig cool :-)

Obwohl ich Iain Banks eigentlich noch gerne lese, musste ich die letzte Errungenschaft "Exzession" nach etwa der Hälfte aufgeben - kann wohl im Moment nicht's mit langfadigen "anspruchsvollen" Texten anfangen. Werde es später nochmals versuchen.

"Die Erzähler" von Ursula K. LeGuin habe ich gerne gelesen, Gesellschaftskritik ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber wer den Stil von LeGuin mag sollte auch diese Erzählung mögen.

Habe gesehen, dass "Er, Sie und Es" von Marge Piercy im Mai 2002 als Neuerscheinung aufgeführt ist ... komisch, das Taschenbuch habe ich schon vor langer Zeit 'reingezogen. Kein Klassiker, hat aber gut gefallen.

Das muss ich auch noch loswerden: Andreas Winterer "Cosmo Pollite", bei Amazon über alles gelobt fand ich - sorry - zum Kotzen - nach etwa der Hälfte hab ich das Buch entsorgt, da ist schlicht und ergreifend nicht lustiges oder geniales in dem Buch zu finden, Pratchet und Adams sind mir da einiges lieber ... btw. habe auch 'ne entsprechende Rezension bei Amazon hinterlegt, aber irgendwie ist die nie erschienen ...

Als letztes: Die seit Jahren andauernde Geldmache mit den Serien ist zum Heulen, so Sachen wie Battletech, Shadowrun, Star Trek, Star Wars, etc. überhäufen meine Buchhandlung in Bern, früher gab es massenweise SF's dort, heute überwiegen die Serien - ich boykottiere das Zeugs.

Tschüss
Resu

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Gast

Re: Was ihr in letzter Zeit so gelesen habt

Ungelesener Beitrag von Gast »

Naglfar hat geschrieben:Obwohl der Thread über Heyne doch eher düstere Gedanken aufkommen läßt, so möchte ich mir meine Freude am Hobby SF nicht nehmen lassen, und um die Stimmung zu bessern, wie wärs, wenn ihr mal so sagt, was ihr in letzter Zeit an SF so gelesen habt, was euch beeindruckt habt, was ihr einfach klasse fandet.
Fang ich einfach mal an, ich hab durch Zufall die Bücher REM und Geklont von Michael Marshall Smith entdeckt, durch stöbern bei Amazon, von dem ich vor Urzeiten schonmal Stark - der Traumdetektiv gelesen habe, das zuerst von Bastei-Lübbe veröffentlich wurde. Und die Romane haben mir wirklich gut gefallen, obwohl sie eher eine Mischung aus Dark Fantasy-Horror-SF sind, und teilweise ziemlich düster und vermutlich nicht jeden Geschmack ansprechen.
Welcher Roman mich in letzter Zeit beeindruckt hat:
Robert Charles Wilson "Darwinia"

Kurz zum Inhalt: Anfang des 20. Jhd. verschwindet Europa von der Erde und wird durch eine fremdartige Fauna und Flora ersetzt. Eine amerikanische Expedition macht sich auf, den neuen Kontinent, "Darwinia" genannt, zu erkunden.
Mehr vom Inhalt zu verraten, wäre Spielverderberei. Nur soviel: Dieser Roman ist für jeden, der sich ein bißchen in der SF auskennt, eine Goldgrube. E.R. Burroghs z.b schreibt im Roman Abenteuergeschichten über Darwinia, Hollywood dreht Filme, und wenn die Expedition dann auf eine gewaltige Steinstadt"wie von Zyklopen erbaut" stößt, weht ein Hauch von Lovecraft durch den Roman. Dieser Roman ist vom Ideenreichtum das beste, was ich seit langem gelesen habe. :D

Gavin
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Ungelesener Beitrag von Gavin »

Ich habe zuletzt "Die Zeitmaschine Karls des Großen" gelesen. Das hat ja jetzt nen Preis gewonnen. Ich kann das Buch sher empfehlen. Ich war begeistert wie schon lange nicht mehr und habe das Buch verschlungen!
Der hohe PReis schreckt allerdings etwas ab und man sollte schon ein wenig Spaß an Geschichte/Antike mit bringen.

deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

Hallo.

Ich habe vor ein paar Wochen eine Kiste mit rund 70 SF Büchern geschenkt bekommen (aus einer Haushaltsauflösung). Waren zwar alles ältere Hefte, aber immerhin. Besonders beeindruckt war ich von:

- Die Feuerschneise von James Tiptree jr. Handelte von einem riesigen Wesen, das durch das All zieht und Sonnen in Novae (?) verwandelt und quasi eine Feuerschneise um den Mittelpunkt der Milchstraße zieht um eine riesige Explosion aus dem Zentrum aufzuhalten. Die Bewohner einer der betroffenen Welten, dessen Sonne zur Nova wird, Tyree, versuchen sich per Geisteskraft auf eine andere Welt (natürlich die Erde) zu retten, auf der gerade ebenfalls PSi Experimente stattfinden. So wird die Verbindung zwischen den Welten hergestellt. Es können sich aber nur ein paar Bewohner von Tyree auf die Erder retten. Diese übernehmen die menschlichen Körper und versetzen das Bewußtsein der Menschen in ihren, auf Tyree zurückgebliebenen, Körper. Recht interessant und empfehlenswert.

- Deathworld I-III von Harry Harrison. Nicht besonders anspruchsvoll, aber irgentwie recht äääktschenreich. Die verrückte Geschichte von Jason dinAlt und seinen Freunden.

- Colligartarch von Alan Dean Foster. Über einen Supermenschen (der gar nicht weiß das er einer ist), der von einer fremden Rasse erschaffen und quasi als 5. te Kolonne gegen die Erde eingesetzt wird um das Geheimnis der "Transmitter" zu stehlen. Die Transmitter sind Tore, mit denen es den Menschen möglich ist, auf fremden und fernen Planeten Kolonien zu gründen; wobei die Kolonisten aber von der Erdregierung regelrecht beschissen werden. Eine recht gute und interessante Geschichte, die gar nicht so weit in der Zukunft angesiedelt ist.


Zur Zeit lese ich gerade von Daniel Keyes das Buch -Kontakt radioaktiv-. Spielt auf der guten alten Erde in unserer Zeit und handelt von einem Menschen, der auf seiner Firma, ohne eigene Schuld, radioaktiv verseucht wird. Erzählt wird sein anschließender Lebens- und Leidensweg. Kollegen, Freunde und Familie wenden sich von ihm ab, da er halt das Makel der Verseuchung und der Ansteckungsgefahr mit sich herumträgt. So ähnlich wird sich wohl ein Aidskranker fühlen.

Wie gesagt, sind alle schon etwas älter, aber sehr empfehlenswert.

Gruß an alle

Vallenton

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Ungelesener Beitrag von civs »

Habe gerade "Die Rückkehr" von Aldrin+Barnes gelesen, hat sich aber nicht gelohnt. Eine Mischung von Justiz-Thriller, Agenten-Story und Raumflug-Werbung, aber SF is nicht dabei. Eine Enttäuschung nach dem grandiosen "Begegnung mit Tiber".
"WIR" von Jewgeneij Samjatin ist von 1925 und wer lesen will, wo sich Orwell und Huxley "inspiriert" haben, dem empfehle den Roman, der übrigens demnächst neu aufgelegt wird (wo ist mir leider entfallen), ansonsten Heyne SFC 3467.
Hat irgendjemand Ian Banks "Exzession" durchgelesen? Nach "Förchtbar Maschien" ist das der zweite Banks-Roman, den ich nicht geschafft, bzw. der mich geschafft hat. Der Kerl schreibt aber auch gräßlich anstrengend...

Ivo Schwarz
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Ungelesener Beitrag von Ivo Schwarz »

Also nur wärmstens empfehlen kann ich China Mieville. Derart gefesselt, wie sein PERDIDO STREET STATION hat mich schon lange nichts mehr. Auch wenn ich die Idee von Bastei, daraus zwei Bände zu machen, ziemlich dämlich fand.

Unbedingt reinziehen, und wer nicht genug kriegen kann, kann sich ja THE SCAR schon besorgen, den gibt's zur Zeit allerdings nur im englischen Hardcover.

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@ntje
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Connie Willis!

Ungelesener Beitrag von @ntje »

Ich habe gerade das neue Buch von connie willis gelesen "Passage" - wirklich interessant: es geht um Nah-Tod-Erfahrungen (ihr erinnert euch vielleicht an die guten alten Elisabeth Kübler-Ross Bücher) ... aber das ist nicht ihr bestes Buch: super genial und nur zu empfehlen fand ich "Doomsday Book" - aus Connie Willis Lieblingsuniversum in dem Zeitsprünge zu historischen Zwecken an der Tagesordnung stehen. Diesmal geht es um die Zeit des schwarzen Todes...
hat auch den Hugo gewonnen. Schön ist auch ein weiteres Buch aus diesem Universum "To say nothing of the dog" (ebenfalls ein Hugogewinner). Schnüffelt doch einfach mal rein...

:laser:

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Shock Wave Rider
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Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

Tiptree jr.: Die Feuerschneise
Komisch - wie Anonymous bin ich auch vor kurzem erst auf diesen Roman gestoßen. Obwohl ich schon länger systematisch danach gesucht habe. Und ich war restlos begeistert.
Alice Sheldon (so der echte Name des "Autors") kann einfach klasse schreiben. Und zeigt in diesem Roman, dass sie auch problemlos die "große" Form mit mehreren Handlungssträngen hervorragend bewältigt.

Franke/Weisser: DEA ALBA
Bei ebay habe ich dieses seltsame Werk erstanden. Ein Kurzroman von Herbert W. Franke mit beiligender Cassette von Michael Weisser, der etwas Sprechtext mit elektronischem Soundgewaber im Hintergrund beisteuert. Ich fand's insgesamt nicht so prickelnd. Vor allem war der Sythesizer-Sound á la Klaus Schulze im Erscheinungsjahr des Buches (ich glaube 1988) schon total out.

Rudy Rucker: Software
Rucker liefert Texte von sehr schwankender Qualität. Diesen habe ich restlos genossen.

Theodore Sturgeon:
Utopia-Großband 140: Das Maschinenungeheuer
Utopia-Großband 180: Die Feuerflut
Sturgeon ist einer meiner Helden. Ich liebe die Story-Sammlungen, die von ihm bei Goldmann erschienen sind. Der Mann hat Ideen, kann erzählen, bringt total glaubhafte Charaktere... HACH!
Aber was in diesen ollen Utopia-Großbänden aus ihm gemacht wurde? Schrecklich! Das können nie und nimmer originalgetreue Sturgeon-Übersetzungen sein. Total platt das Ganze. Und solche einsamen Helden wie den U-Boot-Kapitän in "Die Feuerflut", der auf eigenen Faust gegen den Rest der Welt selbige vor einer Katastrophe bewahrt - das habe ich bei Sturgeon bislang noch nicht erlebt.

@Gavin: Freut mich, dass Dir "Karls Zeitmaschine" gefallen hat.
Der Preis, den das Buch gewonnen hat, nennt sich übrigens "Deutscher Science-Fiction Preis" (DSFP Website:http://www.dsfp.de). Ich sitze dort im Preiskomitee und bin deshalb z.T. mitverantwortlich für die Auszeichnung.
:)

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Gast

Ungelesener Beitrag von Gast »

Und solche einsamen Helden wie den U-Boot-Kapitän in "Die Feuerflut", der auf eigenen Faust gegen den Rest der Welt selbige vor einer Katastrophe bewahrt - das habe ich bei Sturgeon bislang noch nicht erlebt.

Da mußt du erst den Film erleben, nach dem das Buch entstanden ist(schätze mal, Sturgeon brauchte das Geld). Ein typischer Irwin Allen Heuler: "Unternehmen Feuergürtel/Als der Weltraum zu brennen begann(Voyage to the Bottom of the Sea 1961)" schildert die Abenteuer des US Riesenatomubootes "Seaview", dessen Kommandant den in Brand geratenen Ozongürtel der Erde mittels einer Atomrakete löschen will. Das UNO-Parlament ist jedoch dagegen, trotzdem führt er seinen Plan aus und löscht den Brand mit einer Atombombe(nachdem er einige U-Boote der UNO, die ihn daran hindern wollten, "aus dem Weg" torpediert hat).
Falls du nach dem Film noch Lust auf mehr hast, empfehle ich dir die Fernsehserie(lief zuletzt auf Kabel1).
Der Film war leider erfolgreich genug,um um eine 110 teilige TV-Serie (1964-1968) zu starten.
"Hier prügelt sich die Mannschaft der Seaview mit Außerirdischen, menschl. Amphibien, Riesenkrebsen, Walen, ausländischen Spionen, Kommunisten, Werwölfen, Mumien, Schneemenschen, verrückten Wissenschaftlern, Schleimtriefmonstern und ähnlichem Kroppzeug herum". (aus Lexikon des SF-Films). Trotzdem: Bloß nicht verpassen, falls es mal wieder irgendwo laufen sollte. Ist so schlecht, das es (fast) schon wieder gut ist und erinnert fatal an "Seaquest"(die Serie ist genauso bescheuert)

Angus Thermopyle
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Ungelesener Beitrag von Angus Thermopyle »

Zuletzt habe ich 'Perfect Copy' von Andreas Eschbach gelesen - es war mal wieder ein Hochgenuss, und der wiederholte Beweis, dass er der wohl Beste in unserem Land ist :D

Ich habe mir natürlich auch die neue Ausgabe von Robert Silverbergs 'Es stirbt in mir' gekauft und das Buch zum - ich glaube - fünftem Male gelesen (meine alte Moewig-Ausgabe hatte mal ne Pause verdient). Es gehört zu den wenigen Büchern, die ich immer wieder lesen werde... Und das Problem mit den Weihnachtsgeschenken in diesem Jahr hat sich damit auch in Luft aufgelöst.

'Perdido Street Station' hat mich ebenfalls begeistert.

Und Guy Gavriel Kays 'The Sarantine Mosaic' ist die wunderbarste Fantasy des Jahres!

Der einzige Zyklus, den ich in diesem Jahr bislang las, ist 'Ein Land für Helden' von Phillip Mann. Kennt jemand diese Geschichte? Mir hat sie sehr gefallen (und nicht nur weil eine der Figuren Angus heisst :wink: ).

Enttäuscht hat mich hingegen 'Am Ende des Krieges' von Joe Haldeman. :-? Naja, ein ziemlich ideenloses Buch mit einem furchtbaren Ende. Es sollte besser für sich stehen und vergessen werden, denn mit dem Vorgänger hat es eigentlich nur die Namen der Protagonisten gemeinsam.

Gruß
Angus

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Gast

Ungelesener Beitrag von Gast »

Bin zwar kein ausgesprochener Stephen King Leser, kann aber dessen neueres Buch "Der Buick" empfehlen. Die Geschichte dreht sich um einen Buick, der, gesteuert von einem seltsamen Fahrer, an einer Tankstelle in Pennsylvania in den 70er Jahren auftaucht. Als der Fahrer verschwindet, wird das Auto von der Polizei beschlagnahmt und untersucht. Dabei stellt sich heraus, das das Auto kein Auto und der Fahrer kein Mensch ist.....
Das ist nur der Auftakt zu einer Kette mysteriöser Geschehnisse, die in Form von Rückblenden sehr spannend erzählt wird, die Antwort auf viele Fragen aber offen lässt(und gerade das fand ich besonders gut).

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Sebastian Schnöck

Gegen Ende der Zeit

Ungelesener Beitrag von Sebastian Schnöck »

von John Updike (!). Das Buch handelt in Nordamerika nach dem Ende des chinesisch / amerikanischen Krieges. Wie bei Updike zu erwarten ist, handelt es sich um eher anspruchsvolle Kost. Der SF Aspekt ist nicht so sehr ausgeprägt und beschränkt sich auf die Betrachtungen der Veränderungen im sozialen Umfeld des Protagonisten. Dieser ist ein ehemaliger Anlageberater mit Prostataproblemen :-)

Meine Tipps aus der Klassik-Ecke :

Von Jack Vance erschien vor einigen Monaten unter dem Titel „Kriegssprachen“ auch die längere Zeit vergriffene Erzählung „Die Kriegssprachen von Pao“.

Schon etwas länger gibt es den Sammelband „Drachenreiter“. Dieser enthält neben der Erzählung „Die letzte Festung“, die IMHO beste Vance Erzählung (deren Titel mir peinlicherweise gerade nicht einfallen will). Diese Geschichte handelt in einer Post-Technischen Welt in der Menschen (?) auf Basis eines nichtmenschlichen Erbgutes „Drachen“ züchten die sie u.a. zur Kriegsführung verwenden. Zwei Fürstentümer bekriegen sich gerade (eben auch mit Hilfe dieser Drachen) als die Nichtmenschlichen mit einem Raumschiff zurückkehren ...
Vance versteht es diese Geschichte geschickt in einem Grenzbereich von SF und Fantasy zu erzählen. Die Stimmung ist ähnlich wie in der schon erwähnten „Letzten Festung“ in der künstlich geschaffene Hilfswesen gegen ihre Schöpfer aufbegehren, die in einer Anzahl von burgähnlichen Festungen ein abgespactes Leben führen.

Soweit meine Empfehlungen


Sebastian

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Naglfar
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Ungelesener Beitrag von Naglfar »

Tja, als letztes hab ich "The Dragon Never Sleeps" von Glen Cook gelesen. Wenn der auch eher für seine Fantasy-Sachen bekannt ist, so ist das Buch trotz seines Titels eine klassische Space Opera, und hat mir ziemlich gefallen.
Es geht darum, das als die Menschen einst das Web entdeckten (eine Art Netz von Hyperraumverbindungen) sie in diesem schnell die vorherrschende Rasse wurden. Nach einiger Zeit, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, installierten mächtige Handelshäuser als eine Art übergeordnete Exekutive die Wachschiffe, die mächtigsten bewaffneten Schiffe im Web, die die Gesetzte mit aller Gewalt durchsetzten und Jahrtausende lang unbesiegbar waren. Doch mit der Zeit verändern sich die Bedingungen im Web, die Menschen dünnen immer mehr aus und fremde Wesen sind immer mehr die Regel, als bisher die Ausnahme. Die einzigen die sich dank ihrer Macht seit langer Zeit nicht verändert haben sind die Wachschiffe, und mit der Zeit stellt sich dir Frage, ob sie es schaffen werden, sie an die veränderte Lage anzupassen, oder ob sie wie alles andere mit der Zeit untergehen werden.


Mal was anderes, ich habe immer wieder gehört, das der Roman "Brüchige Siege" von Michael Bishop sehr gut sein soll, und das einzige was ich von ihm da hatte war "Graph Geiger Blues" also hab ich mal reingelesen, ob mir sein Stil gefällt oder nicht. Naja, ich hab etwas drei Viertel von dem Buch gelesen, aber letztendlich hab ich aufgegeben, sowas von Langweiliges habe ich ja schon seit langer Zeit nicht mehr gelesen. Nun meine Frage, habe ich einfach eines seiner schlechteren Bücher erwischt, oder ist schreibt er immer so?

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