Jack Vance (1916-2013)

Science Fiction in Buchform
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breitsameter
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Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Bereits am Sonntag ist Jack Vance gestorben.
www.jackvance.com
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.

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Uschi Zietsch
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Habs auch grad mitgekriegt. Bin erst mal geschockt. Andererseits: Ein hohes, gesegnetes Alter. Wenigstens etwas! Gute Reise zwischen den Sternen!
:bier:
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lapismont
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von lapismont »

oh, dann schlaf man friedlich, alter Haudegen.

Zeit, mal wieder was von ihm zu lesen. :tentakel:

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Andreas Eschbach
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

1998 war er Ehrengast auf dem ersten Utopia Festival in Poitiers (heißt heute UTOPIALES und findet in Nantes statt): Schon damals war er ein sehr alter, sichtlich kranker Mann, quasi blind zudem – aber gut drauf und sehr bewegt von der Ehre, eingeladen worden zu sein. Unglaublich, dass das 15 (in Worten: fünfzehn!) Jahre her ist ...

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Doop
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Doop »

Die Edition Andreas Irle, sein deutscher Ein-Mann-Verlag seit Jahren, hat eine Seite zur Erinnerung an Jack Vance online gestellt.

http://www.editionandreasirle.com/

Seine erste Geschichte veröffentlichte Jack Vance 1945 in "Thrilling Wonder Stories" und seine Autobiographie "This is me, Jack Vance!" , wenn ich das richtig sehe sein letztes Werk, 2009. Sein Leben dauerte mehr als 96 Jahre, sein literarisches Schaffen trotz eine fast vollständigen Erblindung 64 Jahre. Er gewann den Hugo für zwei seiner Erzählungen in den Jahren 1963 "The Dragon Masters" und 1967 für "The Last Castle" und 2010 den Hugo für das beste Sachbuch, nämlich die schon genannten Memoiren. Er gewann den World Fantasy Award 1990 für "Lynoesse: Madouc" und für seinen Krimi "The Man In The Cage" ("Der Mann im Käfig") gewann er 1961 auch einen Edgar für den besten Erstlingsroman (veröffentlicht unter seinem "richtigen" Namen John Holbrooke Vance). Dass er am Abend seines Lebens als Grand Master der Science Fiction and Fantasy Writers of America geehrt wurde und 2001 Aufnahme in die Science Fiction Hall of Fame fand, sollte man auch noch erwähnen.

Am bekanntesten dürften sein Zyklus um die sterbende Erde und der Lyonesse-Zyklus sein. Er war ein enger Freund von Poul Anderson und Frank Herbert. Er war ein Segler, ein Weltreisender, und nach allem was man über ihn lesen konnte, ein verdammt cooler Typ.

RIP, und danke für die Bücher!
„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

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a3kHH
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Doop hat geschrieben:seine Autobiographie "This is me, Jack Vance!"
Sehr lesenswert übrigens.
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Überlicht, Beamen, Günther Jauch als Bundespräsident, intelligente Forenbeiträge und eine positive Rezension von John Ashts Machwerken wird von Elfen verhindert

deval
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von deval »

Tut mir leid das zu lesen. Ich habe seine Bücher gemocht.

Falls es mal einen Lesezirkel geben sollte, melde ich mich schon mal an.

Bon Voyage, Monsieur Vance. :byebye:

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Nina
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Nina »

Es ist immer traurig, wenn jemand stirbt, aber wenn es schon sein muss, dann besser so. Alt und ein großes Vermächtnis hinterlassend.
Ich finde vor allem toll, dass Vance eben sehr schön zeigt, dass Kurzgeschichten was Eigenes und nicht bloß "Schreibübungen" sind. "Die Mondmotte" gehört zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten.

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Bungle
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Bungle »

Wieder ist ein großer der Phantastik gegangen. Das Vorbild von George R.R. Martin. Von Ihm habe ich in allen Genres lesen. Fantasy, Science Fantasy und reine SF. Auch einen Krimi habe ich noch von ihm. Der wartet darauf, noch gelesen zu werden.
96 Jahre sind ein wahrlich gesegnetes Alter. Auch wenn er am Ende wohl bilnd und sehr gebrechlich war.
Dass er eine Autobiographie geschrieben hat, die auch noch den Hugo bekommen hat und ins Deutsche übersetzt wurde, ist total an mir vorübergegangen.

R.I.P

MB

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Doop
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Doop »

Er konnte wohl Zeit seines Lens schlecht sehen. Zur Handelsmarine kam er wohl, in dem er vorher das Blatt mit dem Sehtest auswendig lernte. :)
„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Bully »

Ach, wie traurig. :(
Aber was für Erinnerungen; Lyonesse, der Planet der Abenteuer, Durdane, die Welt der Zehn Bücher, und natürlich die Mondmotte - "Mein Freund, Ihr tut mir unrecht!"

Dafür, dass er schlecht sehen konnte, kann man sich aber eine Menge seine Beschreibungen bildlich vorstellen. :wink:
Anderswo known as Yart Fulgen

deval
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von deval »

Nina hat geschrieben:Es ist immer traurig, wenn jemand stirbt, aber wenn es schon sein muss, dann besser so. Alt und ein großes Vermächtnis hinterlassend.
Ich finde vor allem toll, dass Vance eben sehr schön zeigt, dass Kurzgeschichten was Eigenes und nicht bloß "Schreibübungen" sind. "Die Mondmotte" gehört zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten.
Wer drüben im Scifinet angemeldet ist (und nur der), kann sich die Mondmotte runterladen.
http://www.scifinet.org/scifinetboard/t ... mondmotte/

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Pogopuschel
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel »

Denis Scheck und Werner Fuchs im Podcast über Jack Vance: http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/20 ... witterfeed

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breitsameter
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Re: Jack Vance (1916-2013)

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Gisbert Haefs hat einen schönen Nachruf auf Jack Vance verfasst:
http://culturmag.de/crimemag/im-gedenke ... ance/72720

Gisbert Haefs hat den Einfluß von Jack Vance auf seine SF-Romane auch niemals verleugnet, sondern diesem eher gehuldigt.
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