The Martian - Andy Weir

Science Fiction in Buchform
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andy
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von andy »

Andreas Eschbach hat geschrieben:Ich hab mir das Buch am Freitagabend besorgt (eBook-Ausgabe), weil mich die Leseprobe so gefesselt hat, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Bin jetzt bei 75% oder so und finde es grandios. Schlägt "Drohnenland" vermutlich doch noch im Rennen um den Titel Mein persönliches SF-Buch des Jahres.
Der Mann hat Geschmack, die beiden Bücher haben es auch mir 2014 besonders angetan. Ist es denn schon wieder Zeit für einen Jahresrückblick?

Andy

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Andreas Eschbach
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

Man munkelt, demnächst solle Weihnachten sein. Unerwartet wie immer. Gefolgt von Silvester.

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Knochenmann
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

"Wenn erstmal Advent ist, dann ist Weihnachten unvermeidbar"

- Polt
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Andreas Eschbach
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

Knochenmann hat geschrieben:"Wenn erstmal Advent ist, dann ist Weihnachten unvermeidbar"

- Polt
:kopfkratz:
Auffallend gut beobachtet. Da sollte man vielleicht mal ansetzen …

Stefanie
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Stefanie »

Dieser Thread hat mich drauf gebracht, dass ich das Buch wohl lesen muss. Wegen des Titels hatte ich die ganze Zeit einen Bogen drum gemacht, ich dachte, es ginge um ein Alien vom Mars, das auf die Erde kommt und ... naja, was die dann hier so tun. Was man als SF-Konsument halt so kennt. Was man nicht nochmal lesen braucht.

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Flossensauger
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

Wobei, Stefanie, ein Mann (oder auch eine ganze Familie oder eine ganze Raketenbesatzung, was ja irgendwie das gleiche ist) auf dem Mars jetzt nicht unbedingt noch nie in der SF dagewesen wäre... .

Ob man das nicht nochmal lesen braucht ist eine ganz andere Frage.


(Boah, meine Sprache. Erst 2-3 Postings hier und schon voll im Internet-Modus).

Für die, die das Buch im Threadtitel auch gelesen haben (wozu ich bisher nicht gehöre):


Ist das ganze unabhängig von der Idee und der Spannung denn sprachlich-literarisch packend?

Das soll gar keine Wertung sein, nur eine Frage. Die man vermutlich auch nur subjektiv beantworten kann, bloss keine Literaturwissenschaft an dieser Stelle.

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Knochenmann
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Flossensauger hat geschrieben:Wobei, Stefanie, ein Mann (oder auch eine ganze Familie oder eine ganze Raketenbesatzung, was ja irgendwie das gleiche ist) auf dem Mars jetzt nicht unbedingt noch nie in der SF dagewesen wäre... .

Ob man das nicht nochmal lesen braucht ist eine ganz andere Frage.
Ganz meine Meinung, obwohl: Die Bücher oder die Storys, in denen das passiert, die sind alle schon wahnsinnig alt. Ich würde sagen, die sind einfach aus der Mode gekommen.

Vielleicht ist das Buch ja deswegen so erfolgreich, weils eine Art Reboot ist.

...und bei dem Titel hab ich auch eher an ein Alien vom Mars gedacht, tja.

Was das Buch sprachlich auszeichnet: Es ist nicht allzuhoch gestochen, es gibt dem Leser die Infos die er haben muss. Als echten Pluspunkt kann man den Protagonisten werten, der eine echte Frohnatur ist. Das findet man heutzutage nicht mehr oft.

Wie dem auch sei:

70%

Künstliches Problem:
Mark borht Löcher, und dabei raucht ihm die Verbindung zur Erde ab. Das wird alles erklärt, aber für mich liest sich das wie ein Pseudoproblem: Das wäre in wirklichkeit nicht passiert, das ist nur deswegen geschehen weil der Autor das so wollte. Deswegen liest sich alles so gekünstelt.

Besser hingegen: Die Hermes nimmt die chinesische Futtersonde auf. Da wurde die ganze Sache schöner gelöst: anstatt das es zu einem Problem kommt wird im Vorfeld schon erklärt was passieren würde WENN es zu einem Problem kommt. Besonders gut gefallen hat mir der Kanibalenplan :)
Im Großen und Ganzen gefällt mir die Art und Weise, wie in dem Buch Probleme serviert werden: Die treten nicht nur auf und haben dann eine Lösung, es gibt auch Probleme die die Protagonisten nur in ihrem Kopf lösen. Auch haben die Probleme verschiedenen Ursprungs, sei es Materialermüdung oder Dummheit.
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Andreas Eschbach
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

Gestern noch ausgelesen. Spannend bis zum Schluss. Ich bin höchst begeistert.

Schön auch die Erzählweise, die einen sehr für den nie den Mut verlierenden, seinen Gefühlen auch mal freien Lauf lassenden Erzähler einnimmt. Und faszinierend ist der Realismus in der Story: Keine Ahnung, was der Autor bisher so gemacht hat, aber es würde mich nicht überraschen, wenn er seit zwanzig Jahren bei der NASA arbeitet, Abteilung "Projekte für bemannte Marsmissionen". Was zugleich der Unterschied zu den Quintillionen anderer Mars-Stories ist, die alle nicht diesen dichten technologischen Unterbau haben.

Oder anders ausgedrückt: Endlich mal wieder richtige Science-Fiction!

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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Amtranik »

Andreas Eschbach hat geschrieben:
Oder anders ausgedrückt: Endlich mal wieder richtige Science-Fiction!

Witzigerweise hat unlängst im Netzwerk jemand geschrieben der Roman wäre eines seiner SF-Highlights 2014, obwohl er ja eigentlich keine richtige SF sei. :lol:

Ich habe auch seit gestern begonnen und bin schon gespannt ob ich in den allgemeinen Lobpreisungsgesang einstimmen werde.

Stefanie
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Stefanie »

Warum soll es keine richtige SF sein? Dem Bild nach, was ich mir aufgrund von Leseprobe und den Postings hier gebastelt hab, ist das ein Hard-SF-Roman. Deswegen setz ich den ja auf meine Wunschliste. (Mist, das wir uns zu Weihnachten nichts mehr schenken!)
Mal sehen, für was ich das Buch halte, nachdem ich es selbst gelesen hab. Womöglich ist es ein Bildungsroman ...

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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Mir hat der Roman gefallen. Es ist Hard-Science-Fiction und der Held hat echt schwarzen Humor.

Stefanie
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Stefanie »

Ulrich hat geschrieben:Es ist Hard-Science-Fiction und der Held hat echt schwarzen Humor.
Klingt perfekt ;)

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Knochenmann
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Amtranik hat geschrieben:
Andreas Eschbach hat geschrieben:
Oder anders ausgedrückt: Endlich mal wieder richtige Science-Fiction!

Witzigerweise hat unlängst im Netzwerk jemand geschrieben der Roman wäre eines seiner SF-Highlights 2014, obwohl er ja eigentlich keine richtige SF sei. :lol: .
Ich kann euch ja mal eine Präsentation aus meiner Arbeit schicken, die liest sich mehr wie Science Fiction als dieser Roman hier.

Wie dem auch sei:

80%
Mark is auf dm Weg zum Abholpunkt. Und wie es kommen muss so kommt es: Ein Staubsturm zieht auf. Der Mars ist ja der einzige Planet in der Science Fiction der veränderliches Wetter hat.
Das Zusammenpacken des Zeugs war elend langweilig. Mein Sohn sieht sich gerne LetsPlays von Minecraft an, und genau an das hat mich das erinnert: Wir haben soviel davon, wir brauchen soviel hiervon, wir können soviel von dem herstellen.

Langweilig.

Aber jetzt dauert es nicht mehr lange: noch 70 Minuten zu lesen.
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Andreas Eschbach
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

Vielleicht hab ich mich mehr mit dem Erzähler identifiziert. Wenn das eigene Überleben davon abhängt, ist das Einpacken von Sachen alles andere als langweilig.

Oder es liegt daran, dass Packen für mich sowieso immer Stress ist, schon wenn ich nur auf Lesereise gehe … ;)

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Knochenmann
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Re: The Martian - Andy Weir

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich hab Übung... zum Packen braucht ich 20 - 30 Minuten (für einen 6 Monatstripp nach Asien).
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