The Rise and Fall of D.O.D.O - Neal Stephenson

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Knochenmann
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Re: The Rise and Fall of D.O.D.O - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 13. August 2019 15:11

Da gäge es theoretisch verschiedene Ansästze um dieses Problem zu lösen, der Punkt ist halt: es ist schwierig die Vergangenheit zu verändern. Man muss es halt mehrmals machen, und man muss es _richtig_ machen, d:h in den richtigen Vergangenheiten. Das ist so ein Hexending, die spielen dauernd mit ihren Besen herum, mit diesen Besen berechnen sie den Einfluss der Magie auf das Universum. Und der sollte möglichst klein bleiben.

Das mit dem Buch ist mehr so eine Art Machbarkeitsstudie, ob das alles wirklich Sinn macht.
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Re: The Rise and Fall of D.O.D.O - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Ender » 13. August 2019 15:53

Ja, schon. Aber wenn sie jetzt in London in die Geschichte eingreifen wollen und zwar nochmal 50 Jahre früher, um dort noch weiter zurückliegende Ereignisse zu beeinflussen, dann werden sie dafür ja voraussichtlich ebenfalls viele Anläufe brauchen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen ... das ist doch aus deren Sicht (irgendwie unnötigerweise) NOCH viel komplizierter, als es ohnehin schon ist. Das hat mich nur gewundert.

Aber ich warte mal ab was noch kommt --> gleich geht's weiter. Macht auf jeden Fall Spaß.

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Re: The Rise and Fall of D.O.D.O - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Ender » 21. August 2019 13:04

60%
Es ist wirklich interessant und ungewöhnlich: Anders als in praktisch allen anderen Zeitreisegeschichten, die ich kenne, steht hier gar nicht so sehr im Mittelpunkt, ob und wie Änderungen in der Vergangenheit sich auf die Gegenwart auswirken. Also doch, klar ... schon ... aber es geht den Beteiligten dabei eben nicht um das übliche "Wie verhindere ich den Mord an Kennedy" oder "Lass uns Hitler umbringen", sondern eher um banalere Sachen bzw. erst einmal darum, das Prinzip dahinter zu verstehen und ganz allmählich kleine Dinge zu bewirken.
Bis jetzt zumindest.

Das ist alles extrem langsam und ausführlich erzählt, aber trotzdem kein bisschen langweilig. Man erfährt eine Menge über geschichtliche Hintergründe und Details verschiedener Epochen, aber auch vieles darüber, wie so eine Organisation wie D.O.D.O. funktioniert ... die letztlich auch nichts anderes als ein von bürokratischen Hürden und menschlichen Befindlichkeiten bestimmtes Unternehmen ist wie alle anderen auch.
Dazu ist das Ganze aus verschiedensten Blickwinkeln und durchaus humorvoll erzählt.
Sehr cool!

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Re: The Rise and Fall of D.O.D.O - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 21. August 2019 16:34

Der beste Satz aus dem Buch: "Erlebste viele Abenteuer. Ist nicht gestorben."
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Re: The Rise and Fall of D.O.D.O - Neal Stephenson

Ungelesener Beitrag von Ender » 6. September 2019 11:11

Fertig!
Hat mir rundum gut gefallen. Stephenson ist einfach ein Guter! In seinen Romanen steckt so viel Wissen, so viele Informationen und Ideen - daraus würden andere fünf Bücher machen. Mit-Autorin Nicole Galland schreibt ansonsten historische Romane, daher darf man auch auf diesem Gebiet von Expertenwissen ausgehen - und das merkt man den Episoden, die in vergangenen Epochen spielen, auch an: Das wirkt alles sehr glaubhaft und realistisch.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige Leser sich aufgrund der Menge an Informationen sowie der ausführlichen und ungewöhnlichen Erzählweise langweilen könnten. Mir ging es aber überhaupt nicht so, weil ich das Ganze hochinteressant und unterhaltsam fand.

Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, war,
dass das Ende doch relativ offen geblieben ist.
Mir ist klar, dass diese Geschichte nicht 100%-ig und völlig endgültig abgeschlossen sein kann, denn diese Zeitreisetechnik existiert ja jetzt nun mal, und sie wird in Zukunft weiter genutzt werden ... mit allen dazugehörigen, unabsehbaren Folgen.
Aber den Gráinne - Handlungsstrang hätte ich schon gerne abgeschlossen gesehen. Ich weiß nicht, ob hier noch eine Fortsetzung geplant ist, aber nach knapp 900 Seiten wünsche ich mir dann doch einen eindeutigeren Abschluss.
Ansonsten aber: Ein großer Spaß! Wie schön, dass ich noch eine Menge Stephenson-Romane vor mir habe.

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