Gerade im Kino gesehen...

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Khaanara
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Khaanara »

Gucke ich mir im Stream im Vergleich zu "Schlacht in Midway" später an. Lockt mich jetzt nicht ins Kino.

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Badabumm
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Badabumm »

Mir reichen auch die vier, fünf Schlachtengemetzel-Filme, die ich gesehen habe. Obwohl mich die positive "Midway"-Kritik schon kitzelt. Aber im Kino muss ich das nicht haben.
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

Gast09
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Last Christmas
Gesehen und für Verspielt! befunden.
Und zwar jetzt nicht verspielt im Sinne von verspielt, sondern verspielt im Sinne von Potenzial verspielt; denn genau das ist da passiert. Ein paar Warnungen zuvor.
Wer Wham nicht mag und insbesondere der Meinung ist die vorweihnachtliche Dauerberieselung mit dem hier titelgebenden Song sei ein Fall für die Genfer Konvention möge sich von diesem Film fernhalten. Wer denkt, dieser Film würde an die inhaltliche und handwerkliche Qualität von Love Actually andocken möge sich von diesem Film fernhalten. Wer der Meinung ist, es käme ein gefühlvoller und inhaltlich einigermaßen sinnvoller Weihnachtsfilm auf uns zu, möge sich von diesem Film fernhalten. Wer der Meinung ist, die mitspielende, ideengebende, mitproduzierende und drehbuchschreibende Emma Thompson hätte mit diesem Film irgendwas getan um ihren filmischen Niedergang aufzuhalten, möge sich von diesem Film fernhalten.
Hoppla. Was bleibt denn da noch? Irgendwie dann doch noch was, denn wer der Meinung ist, da sei Potenzial verspielt worden sollte ja in der Lage sein, genau dieses Potenzial zu erkennen.
Ohne Emilia Clarke wäre dieser Film genau nichts. Die erste Stunde ist komplett um sie herum konstruiert und gibt ihr jede Chance zu zeigen was sie schauspielerisch drauf hat. Dieser Film zeigt einmal mehr: Emilia Clarke hat ein Leben außerhalb von SF und Fantasy. Sie spielt sehr überzeugend das Loser-Girl welches kein Fettnäpfchen auslässt aber gleichwohl auch immer wieder aufsteht. Sie arbeitet als Angestellte in einem Londoner Christmas-Shop und genau dort kommt es zu der Zufallsbegegnung die halt in einem Weihnachtsfilm nicht fehlen sollte. In der ersten Stunde ist dieser Film weihnachtskitschig überzuckert wobei es wohl wg des Klimawandels im vorweihnachtlichen London keinen sichtbaren Atem gibt. In der zweiten Hälfte ändert sich das und es entwickelt sich eine jahreszeitlich unabhängige durchaus nahvollziehbare Love-Story. Das reicht doch für "Potenzial" oder nicht? Ach hätten sie das doch nicht totgedümpelt!
Mir wurde klar: die ideengebende Drehbuchautorin Emma Thompson ist ein Fan von Nicholas Sparks. Zumindest zwei Bücher von ihm hat sie gelesen bzw. deren Verfilmung gesehen: Save Haven (Ein Licht in der Nacht) und The Best of Me (Mein Weg zu Dir); zwei wichtige Elemente aus diesen Büchern wurden übernommen.
Positiv gesehen begleitet Last Christmas die Hauptdarstellerin irgendwie zurück in ihr vertrautes Genre; das Negative spare ich mir, sonst lande ich bei Formulierungen wie Kitsch hoch drei, total bescheuert.
Dieser Film hat seine Chancen vertan und Potenzial verspielt. Ich schließe nicht aus, dass er noch vor Weihnachten aus den Kinos verschwindet.
Gab es 1999 noch den Staat Jugoslawien?
4/10 Rosenkohl-Weihnachtsbäumen
Gast09

Gast09
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Official Secrets
Gesehen und für Eindringlich! befunden.
Der Film zeigt in handwerklich perfekter Produktion, dass es möglich ist auch ohne Action, Verfolgungsjagden und Schießereien eindringliche Spannung auf hohem Niveau zu erzeugen. Der Film ist ein Dialogfilm. Es wird fast nur geredet: im Verlag, im Geheimdienst, privat, im Gericht, bei der Polizei, im Urlaub, beim Anwalt u.v.a.
Worum geht es? Der Film ist based on a true Story, hier also einige Sätze zur Handlung ohne Spoiler.
Der Film spielt 2003.
Bei ihrer Arbeit in einer Abteilung des Secret Service GB wird Katharine Gun mit Informationen konfrontiert aus denen sie erkennt, dass UN-Abgeordnete durch Aktivitäten der Geheimdienste der USA und GB dazu gebracht werden sollen, für einen Einmarsch in den Irak zu votieren. Wir erinnern uns: Blair und Bush waren in dieser Sache sehr aktiv. Sie macht diese Informationen öffentlich und das wars.
Alles entgleitet ihr komplett. Sie wird von allen und jedem angefeindet und sieht sich isoliert.
Keira Knightley ist perfekt für diese Rolle. Sie bringt alles gut rüber, insbesondere scheint die Chemie zwischen ihr und Ralph Fiennes sehr gut zu funktionieren. Der Film arbeitet oft mit Kleinigkeiten, er zeigt z.B. auf was passiert,
wenn eine GB-Rechtschreibeprüfung über einen US-Text gelegt wird
Er zeigt aber auch wie einfach es offensichtlich ist, Top-Secret Nachrichten zu kopieren und auszudrucken. Er zeigt, wie viele naive Fehler bei sowas gemacht werden können. Und er kommt irgendwie auch auf die Frage aller Fragen: Wer kontrolliert die Kontrolleure.
Bei solchen Personen - True - Stories stellt sich immer wieder die Frage: was genau ist aus diesen Personen geworden? Was wurde aus Erin Brokovich?
Wie geht es weiter mit Edward Snowden, und hier: was wurde aus Katherine Gun. Nach meiner (kleinen) Recherche: Nichts. Sie fand nie mehr einen Job. Die Erlöse aus ihrem diesem Film zugrunde liegenden Buch und dem Verkauf der entsprechenden Filmrechte dürfte allerdings einiges kompensieren.
Ein eindringlicher Film mit tiefen Einblicken in das politische Geschäft, von der ersten bis zur letzten Sekunde spannend und handwerklich gut gemacht.
8/10 zwecks Ortungsverhinderung ausgebauten Handy-Akkus
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

A Rainy Day in New York
Gesehen und für Unsterblich! befunden.
Wenn ich einen Zellaktivator zu verschenken hätte, er ginge an Woody Allen.
Auch sein neuester Film gefällt uns sehr gut, seine Art Filme zu machen ist unsterblich. Er bleibt sich treu. Es fängt schon beim Vorspann an: Schnörkelfreie weiße Buchstaben auf schwarzem Hintergrund untermalt von fünfzigerjahre Klaviermusik. Das hat eine erzieherische Wirkung und mahnt die Zuschauer zur Ruhe und Konzentration auf das was da kommt.
Und das was da kommt, ist wie so oft nur genial. Woody Allen verfilmt sein eigenes Drehbuch mit sehr viel Detailgenauigkeit, Sprachwitz und tiefem intelligentem Humor. Fast alles dreht sich um Elle Fanning die eine wie fast immer perfekte Präsentation hinlegt. Sie ist das Südstaaten-Landei Ashleigh welches ihr Glück kaum fassen kann als sie die Gelegenheit bekommt, einen international bekannten Filmregisseur zu interviewen. Mit ihrem Boyfriend Gatsby fährt sie also nach NY um den Termin wahrzunehmen. Und dann geht's los.
Ich kann und will die zahllosen Verwicklungen hier gar nicht alle aufschreiben, das würde den Rahmen eines einfachen Forum-Beitrages bei weitem sprengen; eines nur sei erwähnt: Der Film spielt an einem einzigen Tag - an einem Regentag in NY.
Der Film wird von einem tiefen inneren Humor getragen, ein Running Gag alle 10 Sekunden. Was Drehbuch und Regie dabei einfällt wird von allen Schauspielern gekonnt umgesetzt. Elle Fanning ist brillant und die sie umgebenden Schauspieler (Jude Law und Liv Schreiber; beide hier im Genre ja nicht ganz unbekannt) tun alles, um diese Brillanz zu unterstützen; es ist eine Freude, den Akteuren zuzuschauen.
Kameraführung, Schnitt und Musik sind ruhig was perfekt zur Handlung passt und seine Länge von grade mal 1 1/2 h verhindert, dass Künstlichkeiten aufgebaut werden können und reduziert alles auf das Wesentliche.
Die volle Punktzahl gebe ich hier allerdings nicht. Begründung: der Film hat Längen. Keine Längen in der Handlung sondern längere Phasen ohne den oben erwähnten tiefen intelligenten Humor. Insofern hat Woody Allen das schon mal besser gemacht. Aber egal: einen Zellaktivator gäbe ich ihm trotzdem.
9/10 Regisseur-"Bonbons"
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Last Christmas

Ich kann der Meinung von Gast09 - obwohl ich absolut kein Fan dieser Art Film bin- überhaupt nicht zustimmen. Ganz im Gegenteil fand ich ihn sehr witzig und obwohl er zuweilen schon sehr melodramatisch ist (welcher Film dieser Art ist das nicht?), gelegentlich die Rassismus-Keule zu sehr schwingt und man das Ende durchaus für lächerlich halten kann, fand ich es passend. Emilia Clarke allein ist das Eintrittsgeld schon wert, der Soundtrack besteht zum Glück nicht nur aus Wham und George Michael und obwohl der Film nicht kurz ist, war er an keiner Stelle langweilig. Als kitschige Weihnachts-Liebeskomödie mit relativ originellem Kniff fand ich ihn gelungen und mehr will der Film auch nicht sein.

8 von 10 Weihnachtsbäumen aus fermentiertem Rosenkohl

P.S.:das mit Jugoslawien hat mich auch gestört und nein, 1999 hat es nicht mehr existiert. Typische Geschichtsvergessenheit Marke Hollywood.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawienkriege
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heino
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Knives Out

Rian Johnson bewegt sich nach "Looper" und seinem Star Wars-Ausflug in ungewohntem Gefilde, denn das hier ist ein reinrassiger Whodunit nach Agatha Christie-Manier, allerdings mit leichten Tendenzen zur Parodie und Farce. Dabei spielt Daniel Craig mit Verve den Privatdetektiv Benoit Blanc (eine offensichtliche Parodie von Hercule Poirot), der von einem unbekannten Auftraggeber angeheuert wird, um die wahren Umstände des Selbstmordes eines Krimiautors aufzuklären. Dabei muss er sich mit der von Neid, Rassismus und Animositäten geprägten Verwandschaft und der südamerikanischen (die genaue Herkunft erfahren wir nie, sie liefert aber einen Running Gag) Krankenpflegerin des Toten auseinander setzen.

Da mir weder Looper noch SW - Die letzten Jedi wirklich gefielen, habe ich mir nichts von dem Film hier versprochen, aber ich muss Abbitte leisten. Was Johnson hier abliefert, ist als Ensemblestück und als liebevolle Parodie auf die oben genannten Vorbilder absolut großartig. Die Story ist angemessen verworren, die Dialoge oft von galligem Sarkasmus geprägt und die Darsteller - besonders Don Johnson, Toni Colette und Chris Evans - lassen so richtig die Sau raus. Schaut ihn euch an, ihr werdet viel Spaß haben.

9 von 10 Herkunftsländern
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Kringel »

Der hat mir auch gefallen, allerdings habe ich bis zuletzt auf einen weiteren Plottwist gewartet, nämlich
dass alles nur ein perfider Trick Martas war, mit dem sie sogar Benoit Blanc in die Irre geführt hat.

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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Kringel hat geschrieben:
8. Januar 2020 08:20
Der hat mir auch gefallen, allerdings habe ich bis zuletzt auf einen weiteren Plottwist gewartet, nämlich
dass alles nur ein perfider Trick Martas war, mit dem sie sogar Benoit Blanc in die Irre geführt hat.

Stimmt, da hatte ich auch drauf gewartet. Dafür war die Schlußszene schön gemein :ganz_evil:
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Doop »

heino hat geschrieben:
22. Dezember 2019 17:05
P.S.:das mit Jugoslawien hat mich auch gestört und nein, 1999 hat es nicht mehr existiert. Typische Geschichtsvergessenheit Marke Hollywood.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawienkriege
Auch bei Wikipeida (https://de.wikipedia.org/wiki/Jugoslawien) findet sich aber dies:

"Zu unterscheiden sind das Königreich Jugoslawien (1918–1941, heute auch Erstes Jugoslawien genannt), die kommunistische[1] bzw. realsozialistische Diktatur als das Zweite Jugoslawien unter Führung des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens (amtlich Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien, 1943/45–1991/92) sowie die aus Serbien und Montenegro bestehende Bundesrepublik Jugoslawien (1992–2003). Von 2003 bis 2006 bildeten die verbliebenen Teilrepubliken Serbien und Montenegro den Staatenbund Serbien und Montenegro, der sich im territorialen und völkerrechtlichen Umfang nicht von der Bundesrepublik Jugoslawien unterschied. Beide wurden auch „Restjugoslawien“ genannt."

Das heißt, es gab einen Staat namens Jugoslawien bis 2003. Er war halt nur territorial stark geschrumpft gegenüber früheren Zeiten. Ich weiß nicht, worauf sich der Film bezog. Wenn er den Eindruck erweckte, Kroatien, Bosnien oder Slowenien hätten 1999 noch zu Jugoslawien gehört, wäre das tatsächlich grob falsch. Wenn die aber nur allgemein die Existenz Jugoslawiens erwähnten, lagen sie richtig. Da Emma Thompson als einer von zwei Co-Autoren das Drehbuch geschrieben hat, kann ich kaum glauben, dass ihr das durchgerutscht sein soll. Aber man weiß ja nie, auch der Emma Thompson unterlaufen Fehler.
„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Doop hat geschrieben:
8. Januar 2020 10:31

Das heißt, es gab einen Staat namens Jugoslawien bis 2003. Er war halt nur territorial stark geschrumpft gegenüber früheren Zeiten. Ich weiß nicht, worauf sich der Film bezog. Wenn er den Eindruck erweckte, Kroatien, Bosnien oder Slowenien hätten 1999 noch zu Jugoslawien gehört, wäre das tatsächlich grob falsch. Wenn die aber nur allgemein die Existenz Jugoslawiens erwähnten, lagen sie richtig. Da Emma Thompson als einer von zwei Co-Autoren das Drehbuch geschrieben hat, kann ich kaum glauben, dass ihr das durchgerutscht sein soll. Aber man weiß ja nie, auch der Emma Thompson unterlaufen Fehler.
Tja, das ist schwer zu sagen. Am Anfang wird ganz klar gesagt, die Familie sei vor dem Jugoslawien-Krieg geflohen und wenn man das Geschehen des Films genauer betrachtet, scheint die Familien schon seit spätestens Mitte der 90er in London zu leben. Außerdem wird des öfteren darauf hingewiesen, dass sie Kroaten sind. Aber es wird nie wirklich konkretisiert, es ist nur das Vehikel, um die durch den Brexit wieder aufgeflammte Fremdenfeindlichkeit sehr oberflächlich zu thematisieren. Von daher neige ich zu der Ansicht, dass entweder Thompson nicht aufgepasst hat oder dass ihr die Message wichtiger war als historische Genauigkeit. Aber das wird wohl nie geklärt werden.
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Charlie's Angels
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Wer kennt den Song: Girls just wanna have fun? Es ist jedenfalls hilfreich die Idee zu kennen, die hinter diesem Song steht. Denn genau darum geht es auch hier: Girls just wanna have fun.
Aber sowas von!
Ich muss zunächst sagen, dass ich die Schauspielerin Kristen Steward im Gegensatz zu etlichen anderen hier sehr gerne sehe. Das mag vllt daran liegen, dass ich sie öfter gesehen habe als viele andere hier: z. B. als Action-Heroine in American Ultra oder als schüchterne Sekretärin in einem Woody-Allen-Film; sie war immer toll. Und das ist sie auch hier. Der Film ist ein Frauen-Film. Girls just wanna have fun. Jede Prügelei, jede Verfolgungsjagt, und überhaupt fast alles: Fun.
Dabei ist das ein Action-Film der alten Schule: Auf der Welt zuhause (Rio, LA, Hamburg, Berlin, London, Istanbul), an exponierten Orten gedreht (die Elbphilharmonie als Drehort: perfekt) und angefüllt mit den üblichen Elementen eines Action-Films (die Reiterin fällt mit weißer Hose vom Pferd auf eine Wiese, die Hose bleibt weiß); es geht um nichts weniger als um die Rettung der Menschheit
vor einem universellen Energie-erzeugenden Gerät welches auch zur Erzeugung von Schlaganfällen auf globaler Ebene benutzt werden kann
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass Regie und Drehbuch vor der eigenen Courage zurückschrecken - irgendwie wäre da bei einem erfahrenen Action-Regisseur vllt mehr drin gewesen; auch ist die Handlung ab und an etwas Dialog-lastig; aber egal: das was da auf der Leinwand passiert macht Spaß und ist Fun.
Spaß und Fun mit Intelligenz. Sie zeigen das perfekte Double von Robert Patrick als T-1000 in Terminator 2 und unterfüttern dies mit Terminator-Stakkato-Akkorden bei den etlichen Verfolgungsjagden. Apropos Patrick: Patrick Steward spielt auch mit. Und Sandra Bullock hat ihr Cameo.
Alles in allem: lustig, rasant, intelligent, niveauvoll, modisch, gefühlvoll, knallhart.
Mal schauen, vllt geht es weiter. Der Abspann jedenfalls lässt hoffen; die Finanzdaten allerdings nicht. Bei 48 Mio. USD Kosten wurden bis jetzt kaum 70 Mio. eingespielt - das sieht nicht gut aus.
Im Kino aber hat es gewirkt.
Ich kann mir nicht helfen aber nach diesem Film hoffe ich mehr und mehr auf den absoluten Spruch von Kristen Steward:
"Mein Name ist Bond, Jane Bond"
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Die Serie war schon Müll, da kann der Film nicht besser sein. In dem Fall schließe ich mich mal der herrschenden Meinung (und den Verrissen) an, ohne ihn gesehen zu haben. (Der Dumpfbackentrailer hat gereicht) Bei uns im Kino ist der nicht mal angelaufen.
:bier:
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Och, der Film mit Diaz und Liu war schon ok.
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Khaanara
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Khaanara »

Knochenmann hat geschrieben:
9. Januar 2020 07:58
Och, der Film mit Diaz und Liu war schon ok.
Aber auch nur der erste!

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