Marvel, DC

Monos
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Marvel, DC

Ungelesener Beitrag von Monos » 8. August 2004 22:39

Artverwandt, aber dennoch nicht ganz SF - laut reiner Lehre. Dennoch stelle ich mal die Frage in den Raum: Bin ich hier der einzige, der Superhero Comics von DC und Marvel liest? Wenn nicht, welche Serien verfolgt ihr?

PF

P.S.: JLA/AVENGERS war wirklich und wahrhaftig U-N-G-L-A-U-B-L-I-C-H: ein multipler, feuchter Fanboy-Traum in Reinkultur...

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Gurney
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Re: Marvel, DC

Ungelesener Beitrag von Gurney » 9. August 2004 03:48

Monos hat geschrieben: Bin ich hier der einzige, der Superhero Comics von DC und Marvel liest? Wenn nicht, welche Serien verfolgt ihr?
Frage 1: Nö. Frage 2: BATMAN, manchmal ein bisschen Spinne. "Serie verfolgen" ist zuviel gesagt. Ich nehme mir die nur die schönsten Sahneschnittchen :prima:.

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Re: Marvel, DC

Ungelesener Beitrag von Nepharite » 9. August 2004 07:33

Monos hat geschrieben:Artverwandt, aber dennoch nicht ganz SF - laut reiner Lehre. Dennoch stelle ich mal die Frage in den Raum: Bin ich hier der einzige, der Superhero Comics von DC und Marvel liest? Wenn nicht, welche Serien verfolgt ihr?
Bis vor drei/vier Jahrenm habe Superhelden-Comics (US-Originle)regelmässig gelesen. Dabei war ich eigentlich immer mehr DC- als Marvel-Fan, und gegen Ende meiner Lesezeit ging es immer mehr in Richtung B&W-Indies (also nicht der durchschnittliche Image-/Top Cow/Wildstorm-Müll) bzw. die Vertigo-Sachen von DC.

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Ungelesener Beitrag von Khaanara » 9. August 2004 08:03

Ich habe auch bis vor etwa drei Jahren, als es die Hefte dann nicht mehr an den Kiosken gab auch die DC-Hefte von Dino und dann Anfangs bei Panini gelesen, stellenweise auch ein paar Marvel-Serien wie "X-Men","Wolverine" und "Spiderman". Aber irgendwann wurde es zu viel und zum Comicladen kam ich zu selten.

Mein Favorit in den Serien ist "Green Lantern".

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Stefan - Gast

Ungelesener Beitrag von Stefan - Gast » 9. August 2004 09:01

derzeit:
in deutscher Ausgabe: Batman
in US-Ausgabe: Green Arrow, She-Hulk, Love Fights (endet demnächst. Sehr schade.), Opposite Forces, X-Statix (endet demächst. War wohl an der Zeit), Hard Time (naja, Grenzfall), Gotham Central (noch so ein Grenzfall. Ist eigentlich eine Krimiserie und so ziemlich das beste, das derzeit an dauerhaft laufenden Mainstream-Serien in den USA erscheint.)

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Re: Marvel, DC

Ungelesener Beitrag von breitsameter » 9. August 2004 09:28

Monos hat geschrieben:ABin ich hier der einzige, der Superhero Comics von DC und Marvel liest? Wenn nicht, welche Serien verfolgt ihr?
Ich lese eigentlich nur Marvel, und die seit ein paar Jahren vor allem aus beruflichem Interesse: ich übersetze nämlich für Marvel Deutschland regelmäßig diverse Comics (derzeit u.a. Punisher und Secret War von Michael Bendis). 8)
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Ungelesener Beitrag von molosovsky » 9. August 2004 10:28

Hi Monos & alle,

tolle Frage. Deine Feststellung, daß (Marvel/DC)Superhelden-Comics …
… Artverwandt, aber dennoch nicht ganz SF {sind} - laut reiner Lehre …
… ist natürlich sehr richtig. Ich selbst habe ja schon in dem ein oder anderen Thread peinlichst genaue Abgrenzungsversuche betrieben (Star Wars, Matrix mehr Fantasy als SF usw). Wenn aber so gefragt wird, stelle ich meine Differenzierungsblende auf ganz weit.

Als derzeit Erwerbsloser ists mit dem Kaufen und Reihen-Sammeln bei mir nicht so weit her. Aber ich lese Comics seit über 15 Jahren (10 auf Englisch), und leite daraus meine Qualifikation zur Äußerung ab.

Aaaalso, Superhelden-Comics faszinieren mich, aber ich habe noch immer nicht so ganz verstanden, was die eigentlich darstellen sollen, was ihre Wurzlen sind. Ich denke, sie stellen eine eigene Phantastik-Richtung dar, die mal mehr in der Fantasy, mal mehr in der SF verortet ist (oder in Horror und Erotik).

Seit Teenagertagen bin ich ehr ein Batman als Superman-Leser; habe mehr DC- (und kleinere Verlage) als Marvel-Comics. Serien ohne absehbares Ende habe ich nie gesammelt und kann auch nicht ganz nachvollziehen, wie man die Treue aufbringt, einer Geschichte zu folgen, die je nach Verkaufszahlen (wenn mau) ein Ende verpaßt bekommt oder (wenn erfolgreich) eben nicht. Vielleicht habe ich auch zu oft auf Serien gesetzt, die zweiteres Schicksal erfuhren (über die Absetzung von Sandman Mystery Theatre bin ich heut noch traurig, schnief). Die meisten der folgenden Titel sind also überschaubare Geschichten auf ca. 100 bis 500 Seiten, heute fast alle noch problemlos als gesameltes Trade zu haben.

Bemerkenswerte SF-Titel in meiner Sammlung:
• Miniserie / Comic-Roman The Dark Knight Returns von Frank Miller (wie auch dessen Ronin) ernster, facettenreicher und durchaus SF-naher Superheldencomic. Eh ein Klassiker.
• Apropos Klassiker: Die Comic-Romane V for Vendetta (Moore/LLoyd) und Watchmen (Moore/Gibbons) sind waschechte, intelligente Zukunfts- oder Alternativwelt-Thriller, die jeder SF- und Phantastik-Fan mal in die Hand genommen haben sollte.
Batman Black & White hat mich sehr begeistert (4 Hefte Anthologie mit s/w-Kurzcomics von unterschiedlichsten Autoren und Zeichnern).
Judgement on Gotham ein Crossover mit Batman/Judge Dredd.
• Großer Spaß und höchstens Fun-SF ist das Batman/Lobo-Crossover, und kann auf folgende Lobo-Titel verweisen (alles sehr lustige Satire-SF, irgendwo zwischen Mad Max, Seldge Hammer und Barbaren-Fantasy): • The Last Czarnian; • Lobo's Back; • Infanticide; • Unamerican Gladiators; • Contract on Gawd und Paramilitary Christmas Special.
• Wirklich als waschechte Aktion-SF akzeptabel sind die Martha Washington-Comics von Miller/Gibbons (Dark Horse Comics), mit den drei Teilen Give Me Liberty, M. W. Goes to War und M. W. Saves the World.
• Eine echte Gemme ist der Comic-Roman Terminal City (Moter/Lark) bei DC.
• Auf jeden Fall fertigsammeln werde ich die Transmetropolitain-Comics von Warren Ellis. Herrlich ätzende, bewegende, abgedrehte und nachdenklich stimmende Gesellschafts-SF.
• Auf jeden Fall übersetzt werden sollte mal die Sage über The Invinsibles von Grant Morrisson, ein wilder Mix aus Verschwörungstheorie- und Alternativwelt-SF. Viele ehrenwerte Anleihen bei P.K. Dick, W.S. Burroughs, T. Pynchon und und und zu finden.
• Spannung und Lacher liefert Captain Stern (bekannt als Angeklagter in dem Film Heavy Metal) von Bernie Wrightson (Kitchen Sink Press).
• Wem die Comics über die Abenteuer der League of Extraodinary Gentlemen getaugt haben, wird vielleicht Gefallen an Bryan Talbots Heart of the Empire (Dark Horse) finden, einer feinen Alternativwelt-SF im heutigen immernoch-Victorianischen England; ähnlich gelagert auch die Remarkable Worlds of Prof. Phineas B. Fiddle (Paradox Press/DC).
• Und richtig feine ernste SF ohne großes Krawumm bietet Paul Popes Heavy Liquid.

Grüße
molosovsky / alex
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Ungelesener Beitrag von Monos » 9. August 2004 11:48

Dringend zu empfehlen: "Superman Red Son" von Mark Millar. Eine Elseworld-Story, deren Prämisse für einen amerikanischen Verlag ein wenig gewagt daherspaziert: Stellt euch vor, die amerikanische Ikone Superman stürzt als Neugeborener nicht in Smallville, sondern irgendwo in der Sowjetunion ab und wird von Väterchen Stalin persönlich großgezogen. Statt dem allseits bekannten "S" ziert Supies Brust dann später natürlich "Hammer und Sichel"....

-M-

P.S.: Ohne dem berufsübersetzenden Herrn Administrator zu Nahe treten zu wollen: Wer dem angelsächsischen Idiom nur einigermaßen mächtig ist, muss selbstverständlich die US-Originale lesen. Alles andere wäre böse und herätisch.

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Ungelesener Beitrag von breitsameter » 9. August 2004 11:53

Monos hat geschrieben:P.S.: Ohne dem berufsübersetzenden Herrn Administrator zu Nahe treten zu wollen: Wer dem angelsächsischen Idiom nur einigermaßen mächtig ist, muss selbstverständlich die US-Originale lesen. Alles andere wäre böse und herätisch.
Beim Übersetzen lese ich zwangsläufig nur die Originale. 8)
Aber es gibt eine Reihe von Autoren, bei denen ich mir sicher bin, daß der Allgemeinleser Probleme hat die englischen Texte wirklich vollständig zu verstehen, dann aber sicher nicht - wie es der Übersetzer zwangsläufig tut - auch entsprechende Recherchen anstellt. Aber dies ist nun wirklich ein anderes Thema...
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Ungelesener Beitrag von heino » 9. August 2004 12:34

ich war bis vor ca. einem Jahr treuer Marvel-Kunde, speziell Spider-Man lese ich schon ewig. Habe es allerdings z.Z. eingestellt, weil es am Geld mangelt und Comics doch ein recht teures Vergnügen sind.
Lese zur Zeit:

Stephen King/Owen King - Sleeping Beauties
Ebook:Aliette de Bodard - Servant of the underworld

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Ungelesener Beitrag von Kringel » 9. August 2004 12:37

molosovsky hat geschrieben:ich habe noch immer nicht so ganz verstanden, was die eigentlich darstellen sollen, was ihre Wurzlen sind
Die gleichen wie bei den klassischen "Superhelden" (Achilles, Rehakles - äh - Herakles, Cu Culainn usw.) vielleicht? Transzendierte C.G. Jung - Archetypen? Pubertäre Allmachtsphantasien?

Superheldencomics habe ich früher geradezu verschlungen, wobei ich erst mit den DC-Helden angefangen habe und erst später ins Marvel-Universum eingestiegen bin. Meine liebsten Superhelden waren aber immer Clever & Smart. Inzwischen lese ich praktisch gar keine Comics mehr.

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Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 9. August 2004 13:34

Eins meiner Regale wird fast vollständig eingenommen von nahezu kompletten Sammlungen folgender Comic-Serien:

- Asterix
- Lucky Luke
- Rantanplan
- Spirou und Fantasio
- Gaston
- Marsupilami
In der Liste fehlt noch:

- Umpah-Pah

Gruß
Ralf
Zuletzt geändert von Shock Wave Rider am 11. August 2004 15:06, insgesamt 1-mal geändert.
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möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten.
Einen Kerl wie den sollte man lünchen!

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andy
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Ungelesener Beitrag von andy » 9. August 2004 13:39

Shock Wave Rider hat geschrieben:Ich schon. Jeden Abend zum Einschlafen. "Richtige" Bücher sind mir dafür zu schade.
also.. auf meine 20 seiten roman vor dem einschlafen würde ich nicht verzichten wollen!

meistens leider die einzigen momente des tages, an denen ich in ruhe lese.

comics habe ich schon ewig nicht mehr gelesen.
früher hatte ich ganze kartons mit superman, batman, roter blitz etc.

und, wie ein blick bei ebay zeigt, ich hätte sie behalten sollen.
:)

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Pedrass Foch

Ungelesener Beitrag von Pedrass Foch » 9. August 2004 13:54

Schön, wie hier einige SF-Fans das Medium Superhelden-Comics sinngemäß als "Kinderkram" abkanzeln. Welches Medium wird von Ahnungslosen auch oft in Bausch und Bogen als "Kinderkram" abgekanzelt? Ach ja, SF-Literatur....

Monos

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Ungelesener Beitrag von andy » 9. August 2004 14:00

Pedrass Foch hat geschrieben:Schön, wie hier einige SF-Fans das Medium Superhelden-Comics sinngemäß als "Kinderkram" abkanzeln. Welches Medium wird von Ahnungslosen auch oft in Bausch und Bogen als "Kinderkram" abgekanzelt? Ach ja, SF-Literatur....

Monos
äh..habe ich jetzt gar nicht gelesen mit dem kinderkram. auch nicht zwischen den zeilen.

die allermeisten äusserten sich doch über comics sehr positiv.

andy

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