14/2010 – eBody von Uwe Post

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breitsameter
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14/2010 – eBody von Uwe Post

Ungelesener Beitrag von breitsameter » 24. Juni 2010 12:32

Bereits vor drei Jahren schrieb Uwe Post für den vierten und letzten Band der großartigen Visionen-Reihe von Helmuth W. Mommers eine Kurzgeschichte namens eDead.com. Mein Kommentar zu dieser Kurzgeschichte lautete damals:
»Nach dem Tod können Verstorbene, deren Angehöroge zahlen, virtuell auf den Servern von eDead.com weiterleben – in billiger Animation und eingeschränkten Möglichkeiten, ganz ähnlich einem heutigen Multiplayeronline-Spiel. Das alles klingt so, als ob die Kurzgeschichte für die Computerzeitschrift c't geschrieben worden wäre, denn die Handlung dreht sich in Folge auch nur um die Einschränkungen, die sich für die Hauptfigur aus den Vorgaben des eDead-Servers ergeben. Nichts weltbewegendes also, aber als im Vergleich zum Rest relativ kurze Geschichte, dann doch als kurze Verschnaufspause geeignet...«
http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f= ... ead#p63412

Nun hat Uwe Post eine Art Fortsetzung geschrieben – der Titel lautet nun »eBody« und wenn es beim letzten Mal um das kommerzielle Angebot eines Lebens nach dem Tod ging, so ist das diesmal nur geringfügig anders. Jetzt wird das Bewußtsein eines lebendigen Körpers in einen anderen verschoben - wieder als kommerzielles Angebot, wieder mit Macken im System. Schon vor drei Jahren schrieb ich, das die Geschichte prima in die c't passen würde, und tatsächlich ist das auch mit der Fortsetzung so (wobei sich mancher Text in der aktuellen c't fast futuristischer liest als Uwes Geschichte). Leider ist eBody nur ein lauer Aufguß von eDead.com, was ich doch etwas schade finde... Vielleicht habe ich aber auch zu wenig Ultima in meiner Jugend gespielt um das entsprechend goutieren zu können?!
Echte Vampire schillern nicht im Sonnenlicht, sie explodieren. Echte Helden küssen keinen Vampir, sie töten ihn.