Eine allgemeine Umfrage zur SF-Literatur ( im spez. Dune )

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mephisto

Eine allgemeine Umfrage zur SF-Literatur ( im spez. Dune )

Ungelesener Beitrag von mephisto » 2. Januar 2007 11:43

Dieser „Fragebogen“ wurde von mir im Rahmen einer Arbeit im Fach Deutsch erstellt und soll einen kleinen Überblick von den heutigen SF Lesern und ihren Meinungen zum Genre verschaffen . Im speziellen wird dabei auf den ersten Band des von Frank Herbert geschaffenen Wüstenplanet-Zyklus eingegangen , da dieser Roman ( Dune ; dt. Titel „Der Wüstenplanet“) als ein Vertreter des Genres den Kern der Arbeit darstellt . Ich wäre sehr erfreut wenn sie die Zeit finden könnten diese Fragen zu beantworten . Es stellt kein Problem dar wenn ihre Beantwortung Fragen auslässt .
Aus Gründen der Einfachheit schlage ich vor das sie diese Fragen kopieren und mit einem geeigneten Textverarbeitungsprogramm (Word) bearbeiten und beantworten . Selbstverständlich steht es ihnen frei die Fragen so kurz oder lang wie sie es wünschen zu beantworten .



Zusenden können sie mir ihre Antworten (bevorzugt als Anhang) an folgende eMail-Adresse :

dune7438@web.de



Vielen Dank !



Freiwillige Angaben (Optional)

Alter : ?

Geschlecht : ?




Fragen

Frage 1 :

Wie würden sie Science-Fiction Literatur (Kurzgeschichte, Roman usw.) mit eigenen Worten definieren ?

Frage 2 :

Was macht für sie den Reiz an Science-Fiction (Literatur oder auch Film) aus ?

Frage 3 :

Lesen sie SF-Romane ? Wenn ja welche Art von Romanen oder Subgenres (z.B. Cyberpunk oder Military SF ) bevorzugen sie ?

Frage 4 :

In welche Richtung wird sich der SF-Roman ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln ? Stirbt das Genre vielleicht gar aus ?

Frage 5 :

Ist ihnen Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ ein Begriff ? Wenn ja haben sie den Roman gelesen oder eine Verfilmung gesehen ?

Frage 6 :

Was gefällt oder missfällt ihnen besonders an dem Roman in Hinsicht auf Handlungsführung , Charakterisierung und Atmosphäre ?

Frage 7 :

Sehen sie in „Der Wüstenplanet“ gesellschaftskritische Ansätze ? Wenn ja welche ?

Frage 8 :

Geben sie ein kurzes persönliches Statement zu besagtem Roman ab falls sie in den vorhergehenden Fragen ein Aspekt ausgelassen wurde den sie für wichtig erachten !

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molosovsky
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Ungelesener Beitrag von molosovsky » 2. Januar 2007 12:47

Hier meine Antworten:
http://molochronik.antville.org/stories/1540716/
Grüße
Alex / molo
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV STAND: 30. JANUAR 2013.

»Die Wirklichkeit ist überall gleich – nämlich unbekannt.« — Egon Friedell
(Ich weiß es im moment schlicht nicht besser.)

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Ungelesener Beitrag von diogenes » 2. Januar 2007 14:12

molosovsky hat geschrieben:Hier meine Antworten:
http://molochronik.antville.org/stories/1540716/
Ist zwar off topic, aber was solls: Dein Blog ist phantastisch! Damit meine ich nicht nur den Inhalt, sondern gerade auch, wie Du ihn gestaltet hast. Hut ab!

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Ungelesener Beitrag von Doop » 4. Januar 2007 17:12

Das ist doch mal etwas anderes als die sonstigen Anfragen im Forum, die meist nach dem Schema laufen: "Ich möchte mir keine Gedanken machen und nicht recherchieren, könntest Du bis morgen meine Arbeit verfassen?"

Daher meine Antworten, die Du auch per Mail bekommen hast:

Freiwillige Angaben (Optional)

Alter : 36

Geschlecht : m




Fragen

Frage 1 :

Wie würden sie Science-Fiction Literatur (Kurzgeschichte, Roman usw.) mit eigenen Worten definieren ?

Es gibt keine klare unumstrittene Definition des Begriffs. Es gibt einen Kern, der wohl nach übereinstimmender Meinung als SF gilt (dazu gehören die meisten Zeitreisegeschichten, Geschichten über galaktische Imperien (oder –in der freundlichen Variante Republiken...), Alternativweltszenarien, Planetenutopien, Geschichten über Künstliche Intelligenz etc. Es gibt aber in jedem Fall Abgrenzungsprobleme zur Fantasy, zum Horror, zur Allegorie und anderen „Genres“. Ich halte es daher mit Brian Aldiss: „SF ist, wo SF drauf steht“ So oder ähnlich geäußert in „Trillion Year Spree“ gemeinsam mit D. Wingrove verfasst. Da ich auch gerne die anderen fantastischen Genres lese und sehe ist mir die Abgrenzung letztlich egal. Es gibt einen Kern, der klar SF ist und es gibt Hybriden, über deren genaue Zuordnung zum Genre sich trefflich streiten lässt (eines der bekanntesten Beispiele dürfte die klassische „Star Wars“-Trilogie sein, der starke Bezugspunkte zum Märchen und zur Fantasy aufweist.

Frage 2 :

Was macht für sie den Reiz an Science-Fiction (Literatur oder auch Film) aus ?

Spannende Geschichten, neue Ideen. Ich habe SF geliebt, seit ich als Kind mit dem Lesen begonnen habe (Jules Verne, später Lem, die SF der DDR, die Strugatzkis) und im Fernsehen die Enterprise und die Orion durch das Weltall flogen und durch den Time Tunnel Vergangenheit und Zukunft bereist wurden. Die Faszination ist nie erloschen. Aber wie gesagt, sie bezieht sich nicht nur auf die SF sondern gleichermaßen auf alle phantastischen Genres in Literatur, Comic und Film.



Frage 3 :

Lesen sie SF-Romane ? Wenn ja welche Art von Romanen oder Subgenres (z.B. Cyberpunk oder Military SF ) bevorzugen sie ?

Ich lese SF-Romane. Ich vermeide Schubladen-Lesen. Wegen der Zeitknappheit ist das Internet eine gute Informationsquelle, welche Romane interessant sein könnten. Die amerikanischen und britischen Preisverleihungen (Hugo, Nebula, Locus, World Fantasy, BSFA und BFA) geben auch Anhaltspunkte.

Frage 4 :

In welche Richtung wird sich der SF-Roman ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln ? Stirbt das Genre vielleicht gar aus ?

Das Genre wird nie aussterben, aber es wird sich wandeln. In den letzten Jahren hat die Fantasy der SF stark zugesetzt. SF-Autoren schreiben in beiden Genres oder sind vollständig zur Fantasy übergelaufen (Bspw. Bujold, G.R.R. Martin u.a.). Letztlich wird immer irgendeiner die Werkzeuge der SF auspacken, um eine Geschichte zu erzählen. Über seinen Erfolg oder Misserfolg entscheidet dann vor allem sein Talent eine gute und originelle Geschichte zu erzählen. Wohin die Entwicklung geht wird sich zeigen. Die Moden kommen und gehen....

Frage 5 :

Ist ihnen Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ ein Begriff ? Wenn ja haben sie den Roman gelesen oder eine Verfilmung gesehen ?

Ich habe den gesamten Zyklus gelesen und sowohl die Lynch-Verfilmung gesehen als auch die TV-Miniserien („Dune“ und „Children of Dune“). Ein Begriff sein sollte das Buch, selbst wenn es nicht gelesen wurde, wohl jedem, der sich für SF interessiert.

Frage 6 :

Was gefällt oder missfällt ihnen besonders an dem Roman in Hinsicht auf Handlungsführung , Charakterisierung und Atmosphäre ?

Es ist schon recht lange her, dass ich das Buch gelesen habe (fast 20 Jahre oh mein Gott.....! Wird Zeit es noch mal zu lesen.... ) Es war zum Zeitpunkt der Lektüre die ausgefeilteste und komplexeste Weltenschöpfung, die mir bis dahin unter die Finger gekommen war. Spannend geschrieben und sehr exotisch. Ein Buch mit dem „sense of wonder“voller großer Ideen, die oft nur angerissen wurden. Man hatte das Gefühl, dass der Autor mehr über sein Universum wusste als in den Büchern stand... Butlers Jihad, die Bene Tleilax, die Bene Gesserit, die Mentaten, die Raumfahrergilde, die Orange-Katholische Bibel,.... Ich glaube, die Faszination ging nicht nur von der Story und den Charakteren aus, sondern in gleichem Maß von der Magie der Begriffe.

Frage 7 :

Sehen sie in „Der Wüstenplanet“ gesellschaftskritische Ansätze ? Wenn ja welche ?

Nein, und um ehrlich zu sein, bekomme ich bei der Frage rote Pickel.... Muss die Gesellschaft beständig durch die Kunst kritisiert werden? Ich denke nicht.... Der Roman fügte der SF aber zwei sehr wichtige Komponenten hinzu, die man bis dahin eher selten beachtet hatte: die Bedeutung von Ökologie und Religion für die Welt. Insoweit ist das Buch gerade auch heute noch immer relevant. Aber es kritisiert nichts und niemanden. Eine Interpretation wie „Nehmt euch in acht vor religiösen Fanatikern und Politikern mit Messiaskomplex“ würde der Komplexität des Werks nicht gerecht.

Frage 8 :

Geben sie ein kurzes persönliches Statement zu besagtem Roman ab falls sie in den vorhergehenden Fragen ein Aspekt ausgelassen wurde den sie für wichtig erachten !

Ein Meisterwerk. Der Roman hat natürlich Schwächen, ist aber immer noch eines der großen Schlüsselwerke der SF.
“The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it.” ― Sir Terry Pratchett, Diggers

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