Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Die größte SF-Serie der Welt!
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breitsameter
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Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von breitsameter » 8. September 2011 11:51

Ja, die Serie war schon etwa 24 Jahre alt, als ich anfing meine ersten PERRY-RHODAN-Heftromane zu lesen. Alles fing damit an, dass ich damals am Gymnasium ziemlich Raumfahrt-begeistert war, und dann zwei Klassenkameraden fand, die sich ebenfalls dafür interessierten – aber noch mehr für Science Fiction. An Science Fiction hatte ich damals noch sehr wenig gelesen: die Stanislaw-Lem-Romane meiner älteren Schwester waren okay, spannender fand ich das etwas abgegriffene Exemplar einer Ringwelt-Kurzgeschichtensammlung von Larry Niven und die Foundation-Romane von Asimov, die ich auf Flohmärkten für ein paar Pfennige gekauft hatte.

Mein Klassenkamerad zeigte mir dann seine neuste Neuerwerbung, einen Heftroman mit Rißzeichnung in der Mitte. Das interessierte mich: Nicht, der Roman, sondern diese scheinbare technische Genauigkeit des Fiktionalen, das war… cool. Ich kopierte mir die Rißzeichnung aus dem Heft und mein Freund brachte mehr Hefte mit. Fremde Völker, exotische Raumschiffe. Ultraschlachtschiffe. Wie sich das wohl las? Die Heftromane sahen so billig aus. Aber nun gut, ich lieh mir einen aus und begann zu lesen. Und ich habe weitergelesen, von Band 1 bis etwa Band 700, in der Erstauflage von 1250 bis etwa 1500. Ich flog mit Perry Rhodan nach Andromeda, ich erlebte den Horror der Hornschrecken, ich reiste durch Zeit und Raum.
Kurz und gut: ich war begeistert. Aber diese Begeisterung ließ nach. Gruelfin war nicht mehr so spannend wie M87, der Schwarm mehr Chaos als Konzept und vor allem die Erstauflage zuerst aufregend neu, dann aber auch schon bald erschreckend… ja, belanglos.

Ich kaufte noch eine zeitlang die Romane, dann hörte ich auch damit irgendwann auf. Ein Abo hatte ich nie abgeschlossen.
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Oliver
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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Oliver » 8. September 2011 15:35

Ich habe heute in meinem Blog einen ausführlichen Artikel zum Jubiläum publiziert
http://oliblog.blogg.de/eintrag.php?id=2613
für welchen ich die allerersten fünf Hefte noch einmal gelesen habe.

Ich habe mich deshalb dahingehend heute schon verausgabt und möchte keinen ewig langen Bericht mehr schreiben, der besser zum Thread-Titel passt, deshalb nur dieses: Zur Serie kam ich über meinen Vater und beide Großväter, die alle PR lasen oder bis dahin gelesen hatten, ich stieg Ende 1983 in die Erstauflage ein und ca. 1989/90 erstmals aus. Wiedereinstieg durch den Wiederanschluss an das Fandom über das Internet im Herbst 2000 und erneuter Ausstieg Ende 2009. Daneben habe ich die Silberbände von 1-71 gelesen, fast 250 Hefte Atlan bis zur Einstellung der Serie und sicher ein paar Dutzend Planetenromane und Taschenbücher. Fast auswendig konnte ich mal das zwei (nicht das fünf-)bändige PR-Lexikon, sowie die blauen Werkstatt- und Jubibände aus dem 80ern. Definitiv auswendig konnte ich mal die 12 Europa-Hörspiele, so häufig habe ich diese gehört. Im Moment bin ich PR-inaktiv, aber der Serie nachwievor zugetan, und werde definitiv Neo eine Chance geben.

Für mich gehört PR mit zu den schönsten Jugendleseerinnerungen, diverse Szenen gerade aus der Anfangszeit der Serie haben sich mir fest ins Gedächtnis eingegraben. Szenen, die ich mein ganzes Leben nicht vergessen habe bis heute. Dazu gehört insbesondere Thoras Begräbnis, das erste große Duell zwischen PR und Atlan, die Geschehnisse um den Robotregenten, die Graffiti-Passagen in WiVos PR 1000 und ein Atlan-Heft um ein Wesen, das Millionen Jahre in einer Gefängniszelle gefangen war, den Titel weiß ich leider nicht mehr.

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Terrania

Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Terrania » 8. September 2011 16:09

Den ersten Kontakt mit Perry Rhodan hatte ich mit "PERRY - unser Mann im All". Ich glaube der erste Band den ich da gelesen habe war der Auris von LaTor-Band (so um 68/69 rum) - mein Opa hat mir die immer am Sonntag mitgebracht, wenn er Zeitungen gekauft hat. Und im Büro von meinem Großvater haben ein paar Herrschaften gearbeitet, die haben die Romane gelesen. Das waren irgendwelche mit den Meistern der Insel (An die tollen Cover und Innenillustrationen kann ich mich bestens erinnern). Das waren die frühen 70er. Anfang der 70er habe ich dann den ersten Band gekauft, das war der letzte Band des Schwarm-Zyklus. Das habe ich dann gelesen bis 750 oder so, dann hat mich das ziemlich gelangweilt mit dem Zwiebelschalenmodell und der verschwundenen Erde. Dann immer mal ein paar alte Bände nachgeholt, aber in den 80ern war nichts mehr. Mit den Linguiden bin ich wieder eingestiegen, das ging dann bis zu den Heliotischen Dingern, da bin ich wieder ausgestiegen. Dann wieder angefangen mit der Solaren Residenz. Das hab ich dann durchgehalten bis zum Anfang des Stardust-Zyklus, dann hats mich wieder gelangweilt. Inzwischen bin ich drüber hinweg. Glaube ich. Es ist einfach zu Gigantomanisch geworden. Und die Voltz’sche Zwiebeschalen-Sache mochte ich ehrlichgesagt nie (Auch wenn er toll geschrieben hat). Das war mir zu abgehoben mit den Superintelligenzen und dem ganzen Schmodder um irgendwelche Reinkarnationen und so. Perry Rhodan hat mich zur SciFi gebracht, jedenfalls zum lesen von SciFi. Tatsächlich aber war es Raumschiff Orion, das ich mit meinem Großvater immer angesehen habe (die Erstausstrahlung). Später dann "Invasion von der Wega". Wie auch immer: Perry Rhodan ist einfach die größte Serie auf diesem Planeten. Ich bin gespannt auf NEO.

Und ja: das Mitfiebern mit Atlan, das Mitfiebern im Posbi-Konflikt, das grandiose MdI-Werk, das ich immer wieder gerne lese. Der Anfang des Schwarm, der Altmutanten-Zyklus, der Anfang der Laren … So mochte ich Perry Rhodan immer. Und so werde ich ihn auch in Erinnerung behalten …

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Gantenbein

Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Gantenbein » 8. September 2011 18:05

Mein erster Kontakt fand wohl irgendwann 1969 statt. Da bekam ich, als ich von einer Kinderkrankheit heimgesucht wurde, einen Stapel Comics der "Perry im Bild" Reihe, die zu diesem Zeitpunkt bereits verramscht wurden. Jahre später bin ich dann von einem Nachbarn mit Heftromanen aus dem Konzil-Zyklus versorgt worden. Als die Silberbände herauskamen, habe ich die Anfänge der Serie kennengelernt und die ersten beiden Bände ohne Unterbrechung in einer recht langen Nacht gelesen. Guter Stoff :-). Etwa bei Band 40 bin ich wieder ausgestiegen. 1985 habe ich den Prototyp eines rundenbasierten Strategiespiels im PR Universum entwickelt – leider brach dem Auftraggeber damals die Finanzierung weg.
Jetzt höre ich manchmal die Silberbände im Auto (muss gelegentlich etwas weitere Strecken fahren). – immer noch ganz OK. Ich denke, NEO werde ich wohl eine Chance geben.

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upanishad
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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von upanishad » 8. September 2011 19:23

Bei mir waren es die Silberbände, die mich zu Perry gebracht haben. Gnauer gesagt mein Interesse an deren Titelbildern Und irgendwann habe ich dann mal die 20 DM für "Schrecken der Hohlwelt" investiert. Und schon war ich mittendrin, im MdI-Zyklus. Irgendwann war 1985 (eben im Buch nachgesehen) - da war ich zwölf. Welches Alter auch sonst ... :beanie: Nach und nach wurde dann die Sammlung vervollständigt, bis zu Nummer 65 oder so. Und vor kurzer Zeit zum Teil verkauft, behalten habe ich alles bis einschliesslich der MdI.

Den Werkstattband (in Silber) habe ich an einem Tag durchgelesen, ich erinnere mich sehr gut an die Posbis, die Blues, Icho Tolot, Atlan ... und an 1400, meinen Einstieg in die Erstauflage. Der Cantaro-Zyklus war mein perönliches Highlight, danach wurde PR für mich unaufhaltsam uninteressanter, irgendwann um 2000 herum bin ich dann ausgestiegen.

Was bleibt? Viele unterhaltsame Stunden, viele dort zum ersten Mal gelesene SF-Ideen wie nach dem Tod der Erbauer eigenständig agierende Roboter, die Simusense als Cyberspace, Kolonistenromane, in der Evolution weit fortgeschrittene (Super)Intelligenzen (naja, eigentlich waren die ja alle eher "Unfälle" :lol: ) und und und ... Perry war und ist eines meiner Tore zu SF. Momentan aber habe ich diese Pforte hinter mir gelassen, mal sehen was neo so ausrichten kann?
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My.
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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von My. » 8. September 2011 23:05

Wann ich meinen ersten PR in der Hand hatte, weiß ich nicht mehr. Es war recht früh, Ende der 60er, Anfang der 70er, denke ich. Sehr viel PR habe ich während meiner Bundeswehrzeit (1978-1980) gelesen; das war v.a. während der Spät- und Frühschichten (also nachts) einfach praktisch(er) (als ein Taschenbuch, das immer zugeklappt wäre, wenn man beim Lesen unterbrochen worden wäre, was die NVA- und GSTD-Truppen in der damals noch real existierenden DDR jederzeit tun konnten).
Ich weiß auch nicht mehr, wann ich aufgehört habe, PR zu lesen. Anfang der 80er, glaube ich. Aber ich bin nicht sicher. Ich weiß nur, daß mir von allen Zyklen, die ich gelesen habe, die MdI am intensivsten in Erinnerung geblieben sind.

My.


P.S.: Heute geht es mir mit PR wie mit allen Serien - auch im TV: Ich habe keine Zeit dafür.

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molenex

Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von molenex » 9. September 2011 00:19

Irgendwann brachten mir meine Großeltern von Langeoog unzusammenhängende Hefte mit. Mein erster Kontakt mit Perry Rhodan.

Danach irgendwann im Jahr 1987, einige Zeit nach meinem ersten Kontakt, fing ich dann in in der damaligen vierten Auflage an und wechselte dann mitten im Cantaro-Zyklus in die erste Auflage. Vor wenigen Monaten habe ich das Rad zurück gedreht und meinem Vater - Spender meiner ersten Planetenromanen - die ersten hundert Hefte geliehen.

Heute bin ich immer noch dabei. Nur, anders als in den letzten Jahren, hänge ich nach und habe ein paar Wochen auf Halde liegen. Ungewohnt.

Ich bleibe trotzdem dabei und freue mit dennoch auf Neo. Mein ältestes Hobby, ein Teil meiner Jahre. Seit 24 Jahren - mein Jubiläum habe ich noch nicht erreicht - gehört Perry einfach dazu. 8-)

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Schlomo
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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Schlomo » 9. September 2011 03:24

Perry Rhodan war bei mir eigentlich eine Notlösung. Es gab in Waldperlach – nur eine Straße von mir entfernt – einen winzigen Schreibwarenladen, in dem es praktisch alles gab, was man zum Basteln braucht: Wundertüten, Ausschneidebögen (mit bis zu 10 Blättern, etwa ein WWII U-Boot), Klebstoff, Buntpapier, Feuerwerkskörper (das ganze Jahr über) und Süßigkeiten. Klar, dass das mein bevorzugter Aufenthaltsort war.

Und in dem Laden konnte man auch Romanhefte tauschen. Die lagen stapelweise in kleinen Regalen vor der Theke, und eines Tages sah ich darin ein Ren Dhark Heft. Die kannte ich von meinem Cousin, der sie las, um Deutsch zu lernen (er kommt aus den USA). Ich vermute, dass er seine Ren Dhark Hefte beim Schmucker – so hieß die Betreiberin des Ladens – verkauft hatte, wenn er sie ausgelesen hatte.

Da die Frau Schmucker superfreundlich war, bin ich dort sehr oft herumgelungert, hab für 10 Pfennig 10 Sauerbonbons gekauft – die gab es in einem Riesenglas auf der Theke – und hab Ren Dhark gelesen. Immer so lange, bis ich meine 10 Sauerbonbons aufgemampft hatte, was relativ lange gedauert hat, die sie steinhart waren und man sie daher nicht einfach zerkauen konnte. Ich hatte da schon meinen Stammplatz neben der Tür vor den Heftregalen.

Eines Tages hatte ich aber Pech: Meine Mutter kam in den Laden, stellte ganz verblüfft fest, das ich hier abhing und wollte wissen, was ich da eigentlich mache. Und was sie da von mir erfuhr, gefiel ihr gar nicht. Daher gab sie mir eine Mark und verlangte von mir, die Hefte zu kaufen, wenn ich sie lesen wollte. Also kaufte ich 5 Ren Dhark Hefte und 50 Sauerbonbons...

Das ging eine Weile gut, aber Ren Dhark wurde leider nach Heft 98 eingestellt, tauchten aber bereits Ende 1968 nur noch selten im Laden auf. Die Bücher aus dem Bücherbus – eine Wanderbibliothek – hatte ich auch schon durch und als ich im Dezember meine jährliche Wintererkältung bekam, hatte ich keinen Lesestoff mehr. Sehr ärgerlich. Also ging meine Mutter zum Schmucker und kaufte dort ein Rerry Rhodan Heft. Band 65, Ein Hauch Ewigkeit.

Ich hab das Heft gelesen – etwas anderes hatte ich ja nicht – und es gefiel mir nicht. Aber als ich nach ein paar Tagen wieder ok war, gab es beim Schmucker immer noch keine neuen Ren Dhark Hefte, also blätterte ich die Perry Rhodan Hefte durch und fand eins, bei dem mir das Titelbild zusagte: Heft 354, Experimente mit der Zeit. Den Titel fand ich interessant, das Titelbild zeigte einen feuerspeienden Drachen auf einem Urwaldplaneten und ein paar Raumschiffe. Das Heft sah sehr neu aus und roch ungelesen, war womöglich erst vor kurzem erschienen und hatte in dem ganzen PR Stapel die höchste Nummer.

Und es war wesentlich spannender und besser geschrieben als Heft 65! Also hab ich nach ein paar Tagen weitere 30 Hefte gekauft, und zwar möglicht gut statistisch verteilt über die 350 bisher erschienen Hefte, um mir einen Überblick über die Serie zu verschaffen. Darunter war ein Heft mit dem galaktischen Rätsel, das auf dem Riesenplaneten Gor spielte, ein paar extrem langweilige Exemplare mit den Blues, und als Highlight mehrere MdI Hefte. Mir war sofort klar, dass die darin den Pazifik Krieg nachspielen, bei dem mein Onkel auch mitgemischt hatte (Major Tom Harris, US Air Force, fliegendes Personal [weis aber nicht, welchen Job er an Bord genau hatte; Pilot wer er jedenfalls nicht. Ein Grund, warum mir das Major Tom Lied so gut gefällt...]). Als ich dann zu Weinachten 5 Mark von meiner Oma geschenkt bekam, und weitere 5 Mark von Verwandten, ging ich sofort nach den Feiertagen wieder zum Schmucker und kaufte 50 MdI Hefte und 500 Sauerbonbons – natürlich bekam ich als Zugabe ein paar weitere Hefte und mindestens 100 Sauerbonbons mehr... Damit war ich für den Rest der Winterferien beschäftigt.

Ich las die Hefte durcheinander, was bei meinem szenenhaften Gedächtnis keine Rolle spielt, da ich Vergangenheit, Gegenwart und (geplante) Zukunft eh nicht als solche empfinde, nur vom Intellekt her verstehe und oft völlig verblüfft bin, wenn ich feststelle, dass ich etwas Geplantes noch nicht gemacht habe, obwohl es in meiner Vorstellung als längst erledigt auftaucht oder umgekehrt. Jedenfalls entstand in meinem Kopf sehr schnell eine – mehr oder weniger – vollständige Vorstellung des MdI Zyklus, der mir ausgezeichnet gefallen hat.

1969 hab ich dann den M87 Zyklus gelesen, meine Sammlung der ersten Hefte weiter vervollständigt und war ein wenig frustriert von den 400er Heften. Trotzdem fing ich als ich 13 Jahre alt war an, die Hefte (ab Nummer 489) in einem Schreibwarenladen gegenüber des Asam Schimpansiums jede Woche neu zu kaufen. Las den Schwarm Zyklus, war etwas enttäuscht von der – im Vergleich zu den MdI – oft etwas lahmarschigen Erzählweise und fand die Änderung des Designs bei Heft 560 ausgesprochen misslungen.

Als der Schwarmzyklus mit Heft 569 plötzlich zu Ende war und dieser extrem öde Mutantenzyklus anfing, ging es los: Ich hab jede Woche gehofft, dass die Serie wieder spannend wird, war nach jedem Heft enttäuscht, dass es schon wieder nur zäher Brei war und beschloss trotzdem, der Serie noch eine Chanze zu geben und das nächste Heft doch noch zu lesen.

Das ging bis zu den 700er Heften, wobei ich zwischendurch immer wieder ein oder mehrere Hefte ausließ, und irgendwann wurde es mir dann endgültig zu blöd. Dann hab ich nur noch sehr selten ein Heft gekauft, etwa Nummer 1000, das mir nicht einmal ansatzweise gefiel und bin dann ganz ausgestiegen.

Trotzdem verfolge ich den Verlauf der Serie weiter auf der PR Webseite, bin einerseits froh darüber, dass es die Serie, die mir in meiner Kindheit soviel Spaß gemacht hat immer noch gibt, bedauere aber andererseits, dass ich mit den aktuellen Themen nichts mehr anfangen kann. Der ganze Mumpitz mit den Superintelligenzen und den Zwiebelschalen ist einfach nicht meine Welt.

Aber irgend jemand scheint mitbekommen zu haben, dass ich mich immer noch über den Fortgang der Geschichten informiere: vor etwas über 3 Monaten bekam ich aus “ungewöhnlich schlecht informierten Kreisen“ – so deren Selbstdarstellung – ein paar Vorausinformationen zu dem Zyklus ab Heft 2600. Und seit dem lese ich die Spoiler auf der PR Webseite zu den neuen Heften. Und: So schlecht informiert scheinen die Kreise nicht zu sein. Ich hab schon versucht, herauszufinden, von wem das damals gekommen ist, bisher jedoch ohne Ergebnis. Mal sehen, ob die sich irgendwann zu erkennen geben...

Schalom,

Schlomo

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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von PRW » 9. September 2011 08:02

Schönen guten morgen alle zusammen,

ich weiß gar nicht mehr wann ich das erste Perry Rhodan Heft gelesen habe. Es wahr das 1. Heft der Serie und die Serie wurde neu aufgelegt. Ich glaube es wahr die 3. Serie und habe so bis zu heft 40 oder 45 gelesen. Habe dann aufgehört zu lesen, bin einfach nicht mehr durch gestiegen. Ich freue mich auf Neo und werde zumindest das erste Heft lesen.

Gruß

Peter

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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von deval » 9. September 2011 10:39

Mein Vater hat damals mit einem Bekannten immer Westernhefte getauscht. Einmal waren bei den
Heften auch ein paar Perrys mitdabei, quer durch alle Auflagen. Mir gefielen die Titelbilder teilweise
ausgesprochen gut. Fasziniert war ich von dem auf der Nummer 52 -Der falsche Inspekteur-. Was dann
auch mein erstes Perry Heft wurde das ich jemals las.

Sehr viel später erfuhr ich von einem Freund, dass man in seiner Nachbarschaft einen Karton mit Perrys
auf den Müll geworfen hat, den er sich dann unter den Nagel gerissen hat. So nach und nach habe ich ihm
die Perrys dann abgekauft. Darunter war dann auch Band 385 -Die letzten von der Francis Drake-. Allein
schon aufgrund des Titelbildes musste ich das Heft lesen und mir hat es (und tut es immer noch) ausge-
sprochen gut gefallen.

Als ich dann, wieder Jahre später, im Geschäft auf einmal den Band 384 fand, bot sich mir die Möglichkeit
endlich mal zu erfahren wie es dazu kam das die Francis Drake auf den Planeten Prison gelangte. So kaufte
ich mir dann regulär im Geschäft meinen ersten Perry, die Auflage weiß ich nicht mehr. Tja, und das machte
ich noch eine ganze Weile.

Irgendwie hatte ich dann nach dem Cantarozyklus die Nase voll. Vielleicht lag es an der Auflösung der Geschichte
die mir so überhaupt nicht gefallen hat (die Auflösung wohlgemerkt - nicht der Zyklus an sich), vielleicht lag es
auch daran, dass mein Lieblingscharakter Fellmer LLoyd im darauffolgenden Zyklus das zeitliche segnete. Seitdem
habe ich mir nie wieder ein Perryheftchen gekauft.

Ab und an, wenn mich nostalgische Gefühle übermannen, besorge ich mir mal einen Heyne Taschenbuchzyklus oder
einen Planetenroman. Wie jetzt vor ein paar Wochen im Urlaub. Auf einem Trödelmarkt fand ich die Nummer 203
-Rote Sonne über Rubin- von Detlev G. Winter. Kam nur 10 Cent und da konnte ich nicht nein sagen.

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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Kringel » 9. September 2011 13:05

So schöne Geschichten kann ich nicht erzählen. Ich bin 1982 in die 3. Auflage eingestiegen (Cappin-Zyklus), weil meine Mutter mir verboten hat, John Sinclair weiterzulesen. Seitdem bin ich dabei geblieben. Habe einige Wochen später angefangen, parallel die 4. Auflage zu lesen, einige Jahre später bin ich in die 2. Auflage eingestiegen. Mit der 1. Auflage habe ich erst 1988 angefangen. Als Teenager fand ich die gesamte Serie einfach klasse, und es war auch nicht schlimm, zu Anfang nur Bahnhof zu verstehen. Im Gegenteil: Ich fand es faszinierend, wie sich mir die Zusammenhänge nach und nach erschlossen. Heute hat sich die Begeisterung einigermaßen gelegt, aber ich bleibe der Serie treu. PR ist so sehr Bestandteil meines Lebens geworden, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, damit aufzuhören.

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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Lucardus » 9. September 2011 18:04

Meine Mutter brachte mir mal aus dem "Seifenplatz" Band 202 der 4 Auflage mit. Da waren fliegende Panzer drauf! WOW! Das waren noch Titelbilder.

Das war's dann. Direkt am nächst möglichen Termin Band 203 und dann noch Band 1044 der Erstauflage. Ein Icho-Tolot Roman! Später bis zu 3 Auflagen parallel gelesen, von 1-200 die Hefte mit den Silberbänden aufgeholt. Ich bin etwa bei den Gängern des Netzes ausgestiegen, weil ich irgendwann andere Ansprüche gestellt habe. Allerdings habe ich nie wieder diesen "Sense of Wonder" gehabt, wie anfangs mit Perry Rhodan. Jahrelang war mein wöchentlicher Gang zu meinem Perry-Verkäufer eine größere Freude als Werther's Echte.
Ich glaube, das war ab ca. 1981, ich war also 13 Jahre alt. Ganz groß raus kam ich, als es mal in einem Supermarkt Perry Rhodan T-Shirts gab ... da outeten sich plötzlich Mitschüler, auch wenn es auch Spott gab. Im Rückblick war Perry Rhodan mir aber nie peinlich, im Gegensatz zu meinem Nena-Schweißband ...

Außerdem habe ich durch Perry Rhodan und den Perry Rhodan Report meinen besten Freund kennengelernt, zwecks Gründung eines nie wirklich aktiven Perry Rhodan Clubs, der dann in eine Rollenspiel Spielrunde (ja, echt mit Würfeln und Papier) mutiert ist.

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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Gast09 » 10. September 2011 11:48

Ich schreibe Tagebuch seit dem 1.1.1967. Ich war damals 12 und habe, wie ich soeben nachkontrolliert habe, bereits PR gelesen.
Ich weiß nicht mehr, wie ich dazu gekommen bin, vermutlich über taaa-ta-ta-ta-taaa. Für SF habe ich mich allerdings schon wesentlich früher interessiert. Ich erinnere mich an eine Heftreihe, keine eigenständige Reihe, sondern eher ein Teil eines Kauka-Comics. Der Titel war: Utopia. Ein blonder Junge, so ungefähr in meinem Alter (er hieß Michael), erlebte Abenteuer in einer Stadt der Zukunft. Er jettete immer gerne mit einem an ein Schlauchboot erinnerndes Gefährt in der Luft herum.
In der Schule war mein Interessengebiet einerseits zwar eher off topic, andererseits aber auch von einer gewissen kribbelnden Exotik. Ich hielt mehrere Referate über das Sonnensystem, die näheren Fixsterne und brachte den Leuten bei, mit einem logarithmisch aufgebauten Rechenschieber auszurechnen, wieviel km ein Lichtjahr in etwa ist.
Danach referierte ich über die technischen Daten der Saturn V und insbesondere über die Rettungsrakete von deren Existenz niemand wusste. Ich kannte alle US-Astronauten mit Namen und Geburtsdaten. Mein Lieblingsastronaut war Walter Schirra.
In einem späteren Deutschaufsatz zum Thema Personenbeschreibung beschrieb ich Atlan.
In Mathe erklärte ich die Strahlensätze anhand der hier wahrnehmbaren Durchmesser von Sonne und Mond.
In Bio referierte ich über die Frage, warum es auf dem Mars kein Leben gibt.
Meine Lieblings-TV-Sendung war alles mit Heinz Haber.
PR hat meine Fantasie trainiert und mich gelehrt, auch das scheinbar Unmögliche zu denken.
PR und die SF haben mir geholfen, meine Weltwahrnehmung zu erweitern und insbesondere während der Pubertät meinen Platz zu finden (ich komme aus einfachen bäuerlichen Verhältnissen und war der erste aus der Sippe, der überhaupt je ein Gymnasium von innen gesehen hat; dem Honnefer Modell sei Dank) und mich auch später zu orientieren. Das, was ich heute bin, ist sicher auch auf die SF- und Astronomie-basierten Erfolgserlebnisse meiner Jugend zurückzuführen.
Dafür, lieber Perry, gebührt Dir mein ewiger Dank.
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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Bungle » 10. September 2011 16:12

Habe keine klare Erinnerungen mehr daran, wie alles angefangen hat. Ich war etwa 13 und ich war bereits mit dem SF-Virus infiziert. Mit zwei Schulfreunden, die ebenfalls an SF interessiert waren (später kam noch einer dazu) habe ich eine PR-Lesegemeinschaft gebildet, das heißt, wir teilten uns die Kosten. Ich hatte Mühe am Anfang alles zu verstehen, die anderen waren schon weiter (was ist denn ein Mammutgehirn, das von Planet zu Planet springt, und die Erde sucht? :D ). Ich las die Serie zuerst regelmäßig ab Bd. 300, was damals die dritte Auflage war, anschließend dann die Silberbände, und von da an die Hefte. An einen Band mit den Loowern kann ich mich auch erinnern, ein Heft der Erstauflage. Die anderen lasen eher die vierte Auflage, in die ich nicht eingestiegen bin. Es war also eine ziemlich chaotische Lektüre.
Ich hatte einen Stamm-Kiosk, der gegenüber einem Tee- und Gewürzladen befand in einer Hochhauspassage befand. Deswegen hatte der Erwerb eines Heftes immer ein besonderes Aroma. :)
Einmal habe ich Hefte nachbestellt, da holte ich ein postlagerndes Paket ab (ich wollte nicht, dass es nach Hause geliefert wird, und eventuell Fragen nach sich zog). Meine erste Buchbestellung. War ein tolles Gefühl, gleich dreißig Hefte auf Mal vor Augen zu haben.
Einmal habe ich und meine Schulfreunde nach einen Schulausflug nach Köln PR-Hefte mitgenommen. Die Fahrt verlief ein Stück weit auch auf einem Schiff, die Strecke, wo der Rhein besonders malerisch ist. Doch statt sich die schöne Gegend anzusehen, haben sie PR gelesen. Ich glaube, ich habe auch immer mal wieder in mein Heft hineingeschaut, aber ich habe mich für die Burgen und Orte auch interessiert. :)

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Re: Persönliche Erinnerungen an PERRY RHODAN

Ungelesener Beitrag von Bungle » 10. September 2011 16:21

Oliver hat geschrieben: Zur Serie kam ich über meinen Vater und beide Großväter, die alle PR lasen oder bis dahin gelesen hatten, ....
Wow, ein PR-Leser der dritten Generation! Das gibt es selten.

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